Schlagwort: Bestätigung

  • Die Gewinner des dritten nationalen Minergie-Ratings

    Die Gewinner des dritten nationalen Minergie-Ratings

    Minergie zeichnet allzweijährlich Gemeinden aus, welche seit 1998 und speziell in den vergangenen zwei Jahren am meisten nach Minergie gebaut und zertifiziert haben und so einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im nationalen Wettbewerb, bei dem alle Gemeinden, in denen mindestens ein zertifiziertes Minergie-Gebäude steht, mitmachen, können die Gemeinden in fünf Bereichen Punkte sammeln. So entsteht ein nationaler Vergleich aller Gemeinden in Bezug auf das energieeffiziente Bauen. Neben den Kriterien Anzahl Minergie Zertifikate Neubau, Modernisierung und die schwieriger zu erreichenden Spezialzertifikate (Minergie-A, Minergie-P und Minergie-ECO), sowie der total nach Minergie zertifizierten Fläche, jeweils pro Einwohner gerechnet, wird auch das Engagement der Gemeinden mit Punkten belohnt. Besonders gewichtet wird das in den vergangenen zwei Jahren Erreichte. Die 30 besten Gemeinden sind in der Tabelle aufgelistet (siehe Tabelle: Gewinnergemeinden nationales Minergie-Rating 2022). 

    Für die kleine Berggemeinde Isone ist der erste Platz im Minergie-Rating 2022 eine Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg in der Energiepolitik der richtige ist. Die Gemeinden spielen in der Schweizer Energiepolitik eine grundlegende Rolle und haben eine wichtige Funktion gegenüber der Bevölkerung, aber auch gegenüber der Wirtschaft.

    Die Urner Gemeinde Andermatt, Gewinnerin in der Kategorie mittlere Gemeinden, hat dank dem Baugeschehen rund um das Tourismusresort des Investors Samih Sawiris in den Bereichen Anzahl Zertifikate Minergie und zertifizierte Energiebezugsfläche viele Punkte gesammelt. Erich Renner, Gemeinderat von Andermatt meint dazu: «Der Podestplatz bedeutet, dass Andermatt sehr gut unterwegs ist bezüglich Anzahl nach Minergie zertifizierter Gebäude und zertifizierter Energiebezugsfläche. Das ist sehr schön für uns – auch, weil wir ja bereits zum vierten Mal das Label „Energiestadt“ erreicht haben.» In der Gemeinde Andermatt ist der Bereich Bauen nur ein Teil auf dem Weg, ein Nachhaltigkeits-Valley zu werden.

    Für die Stadt Weinfelden ist der erneute Gewinn der Goldmedailleein Gemeinschaftswerk. Gemäss Martin Brenner, Stadtrat von Weinfelden, trugen weitsichtige Bauherren, innovative Planer und kompetente Handwerksbetriebe massgeblich dazu bei, dass Weinfelden nun wieder zuoberst auf dem Podest steht. Die Stadt Weinfelden wurde bereits 2018 mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Auch zum diesjährigen Sieg beigetragen haben zwei in den letzten zwei Jahren neu gebaute Schulhäuser, welche nicht nur nach Minergie, sondern nach den etwas schwieriger zu erreichenden Standards Minergie-A und Minergie-P zertifiziert wurden.

    Gemeinden und Städte sind wichtige Akteure in der Förderung von energieeffizienten Bauweisen und auch im Bereich erneuerbare Energien. Zudem haben sie eine Vorbildrolle und sind oft Anlaufstelle für private Bauherrschaften und können so auch deren Entscheidungen beeinflussen. Deshalb ist diese Auszeichnung für die Gemeinden eine Bestätigung ihres Engagements für das nachhaltige Bauen und für den Klimaschutz. Mit der Kürung der Gewinner-Gemeinden bedankt sich Minergie für das Engagement der Gemeinden.

  • Holcims Klimapläne sind im Einklang mit 1,5 Grad-Ziel

    Holcims Klimapläne sind im Einklang mit 1,5 Grad-Ziel

    Die Science Based Targets Initiative (SBTi) hat Klimaziele, die Holcim bis 2030 erreichen will, auf wissenschaftlicher Basis validiert. Das hat der Zuger Baustoffproduzent jetzt mitgeteilt. Das bedeutet, dass seine Unternehmensziele im Einklang mit dem 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens stehen. Im September hatte Holcim auch die Schaffung eines entsprechenden Rahmenwerks für die Zementindustrie bekanntgegeben. Die SBTi war darin eingebunden. Mit diesem Rahmenwerk stimmen die Klimapläne des Unternehmens laut der Validierung ebenfalls überein.

    Die SBTi, eine Initiative verschiedener internationaler Klima- und Umweltschutzorganisationen, richtet sich an Unternehmen weltweit und fordert sie zu freiwilligen und glaubwürdigen Klimazielen auf. Ihre Validierungsmethode ist standardisiert und breit anerkannt.

    Mit seinen „ehrgeizigen Zielen“ gehe Holcim „mit gutem Beispiel voran“, wird SBTi-CEO Luiz Amaral in der aktuellen Mitteilung zitiert. Holcim-CEO Jan Jenisch zeigt sich angesichts der „umfassenden Dekarbonisierungspläne“ seines Unternehmens „zuversichtlich, dass wir das Bauen in grossem Umfang dekarbonisieren werden“.

    Holcim will seine eigenen absoluten direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen pro Tonne Zement bis 2030 im Vergleich zu 2018 um 25 Prozent senken. Für zementartiges Material liegen die Ziele nach Scope 1 bei einer Senkung um 22,4 Prozent, nach Scope 2 bei 65 Prozent pro Tonne. Hinsichtlich der indirekten Emissionen bei Klinker und Zement entlang der gesamten Lieferkette (Scope 3) verpflichtet sich Holcim auf eine Senkung um 25,1 Prozent gegenüber 2020.