Schlagwort: Betonbau

  • Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Die Walo Bertschinger AG mit Sitz in Dietikon beteiligt sich gemeinsam mit ihrem Partner TRBA aus dem belgischen Péruwelz an der Sanierung der Hauptpiste des EuroAirports Basel-Mulhouse. Das Grossprojekt umfasst den Rückbau und die Wiederherstellung von Teilen der Flugpiste, heisst es in einer Mitteilung auf Facebook.

    Die Arbeiten gestalten sich in hoher Intensität. Innert 29 Stunden wurden 38‘000 Quadratmeter Piste zurückgebaut. Es müssen über 15‘000 Kubikmeter Beton abgebrochen und erneuert werden. Gleichzeitig arbeiten 500 Personen in den Spitzenzeiten an dem Projekt. Die Arbeiten verlaufen parallel zum Flugbetrieb, der auf der Sekundärpiste 07/25 abgewickelt wird. Dabei werden dorthin auch Flugbewegungen mit grösseren Flugzeugen von den Typen A319 und A320 durchgeführt, die normalerweise über die Hauptpiste verlaufen, wie der Flughafen mitteilt. Die Arbeiten laufen seit dem 15. April und noch bis zum 20. Mai 2026. Am 21. Mai soll die neue Piste wiedereröffnet werden. 

  • Faltbare und wieder verwendbare Schalung revolutioniert Betonbau

    Faltbare und wieder verwendbare Schalung revolutioniert Betonbau

    Unfold Form heisst die leichte und mehrfach verwendbare Schalung für Gewölbebauten aus Beton. Sie wurde von der Architektur-Doktorandin Lotte Scheder-Bieschin in der ETH-Forschungsgruppe von Philippe Block entwickelt. Gegenüber herkömmlichen Decken spart sie laut einem Bericht der ETH bis zu 60 Prozent Beton und bis zu 90 Prozent Stahl.

    Unfold Form besteht aus dünnen, flexiblen Sperrholzstreifen. Sie sind durch Textilscharniere miteinander verbunden und lassen sich wie Fächer entfalten. In einem Holzrahmen werden vier solcher Formen einfach und schnell zu einer tragfähigen Schalung mit Zacken zusammengefügt. Darauf wird der Beton gegossen. «Der Beton nimmt diese Riffelung auf als Rippen», so die Erfinderin. «Diese Rippen helfen dabei, Lasten abzutragen.»

    Ist der Beton ausgehärtet, lässt sich die Schalung von unten entfernen, wieder zusammenfalten und erneut gebrauchen. Den Angaben zufolge wiegt das ganze System für den Prototyp nur 24 Kilogramm, kann aber bis zu 1 Tonne Beton tragen.

    «Man braucht neben dem Material nur eine Schablone für die Form und ein Heftgerät.» Das Material für den Prototyp kostete 650 Franken. Wie die Forscherin betont, lässt sich die Schalung ohne Fachwissen oder Hightech produzieren und aufstellen. So sei sie weltweit und auch mit beschränkten Mitteln einsetzbar, etwa in Entwicklungsländern. Denn gerade dort sei die Nachfrage nach Neubauten sehr hoch.

    Von der südafrikanischen Partnerfirma nonCrete, die sich für nachhaltige Bauten und erschwinglichen Wohnraum einsetzt, wurde vor Ort der zweite Prototyp gegossen. «Mit dem neuartigen Schalungssystem», so Scheder-Bieschin, «sollen in südafrikanischen Townships dereinst Wohnhäuser entstehen, die qualitativ gut, würdig und nachhaltig sind».