Schlagwort: Betoninnovation

  • Basel-Stadt testet CO2-neutralen Beton in Begegnungszonen

    Basel-Stadt testet CO2-neutralen Beton in Begegnungszonen

    Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt erprobt derzeit in der Birken- und der Göschenenstrasse neue Möbel für Basels Begegnungszonen. Für deren Produktion werden laut Medienmitteilung ein CO2-neutraler und ein zementreduzierter Beton getestet. Die neuen Sitzbänke sind ausserdem mit Tischchen und Befestigungsmöglichkeiten für Sonnensegel ausgestattet, während die Pflanztröge für Grosssträucher zukünftig Schatten spenden sollen. Während der einjährigen Testphase können die Anwohnerinnen und Anwohner laufend Rückmeldungen geben.

    Da die Möbel in den Begegnungszonen sowohl robust als auch langlebig sein sollen, wurden sie bisher vorwiegend aus Beton hergestellt. Das üblicherweise im Beton enthaltene Bindemittel Zement verursacht bei der Produktion jedoch einen grossen CO2-Ausstoss. Die derzeit neuen Materialien sollen dieses Problem nun lösen. Eingesetzt wird zum einen ein mit Pflanzenkohle versetzter, CO2-neutraler Beton. Dieser lagert CO2 ein und entzieht es so dauerhaft der Atmosphäre. Zum anderen wird eine Mischung aus herkömmlichem und zementfreiem Beton getestet. Ein mineralisches Bindemittel aus zermahlenem Beton- und Klinkerschutt soll hierbei den Anteil an Zement, und damit auch den CO2-Ausstoss, reduzieren.

    In den neuen Pflanztrögen sei zudem genug Platz für bis zu fünf Meter hohe Sträucher oder grössere Kletterpflanzen. So werden nun unter anderem ein Eisenholzbaum und eine Glyzinie gepflanzt, die beide als klimaresistent gelten. Der übrige Teil der Tröge könne von den Anwohnerinnen und Anwohner selbst bepflanzt werden.

    Seit 2002 wurden in Basels Wohnquartieren über 90 Begegnungszonen eingerichtet. Hintergrund der neuen Möbel sei der Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner nach mehr Möglichkeiten zur Begrünung und Beschattung sowie mehr Aufenthaltsqualität in den Zonen.

  • Firma eröffnet in Peru Werk für Makrofasern

    Firma eröffnet in Peru Werk für Makrofasern

    Sika hat in Lima einen neuen Hub für synthetische Makro-Kunststofffasern eröffnet. Damit kann das Zuger Unternehmen sein Sortiment um eine Produktreihe erweitern, die laut einer Medienmitteilung ein enormes Wachstumspotenzial aufweist. Sika spricht davon, dass ein Viertel des weltweit steigenden Bedarfs an Makrofaser-Bewehrung in Lateinamerika entstehe und erwartet dort über die nächsten fünf Jahre ein jährliches Wachstum von 25 Prozent. Mit dem grössten Volumenwachstum der Region rechnet Sika in Peru, dem Land mit der grössten Bergbauindustrie Lateinamerikas.

    Makro-Kunststofffasern basieren auf einer neuen Technologie für die konstruktive und statische Bewehrung von Betonbauteilen. Sie ersetzen Stahlarmierungen und verbessern die Eigenschaften von ausgehärtetem Beton. Das verlängert den Angaben zufolge die Lebensdauer von Betonteilen signifikant. All dies wirke sich auch positiv auf die Klassifizierung nachhaltiger Bauwerke im Rahmen von internationalen Zertifizierungssysstemen wie etwa LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) aus.

    Die zunehmende Mobilität in urbanen Ballungsräumen verlange nach neuen, effizienten Verkehrsinfrastrukturen wie Strassentunnels und U-Bahnsystemen, erklärt Sikas Regionalleiter Americas, Mike Campion. Gleichzeitige steige der Bedarf an Makrofaser-Bewehrungssystemen für Bergbauprojekte: „Mit dem neuen, hochmodernen Werk in Peru sind wir in der Lage, unseren Kunden in ganz Lateinamerika sämtliche Betontechnologien von Sika anzubieten und gleichzeitig die höchsten nachhaltigen Bauanforderungen zu erfüllen.“