Schlagwort: bezahlbares Wohnen

  • 270 Gründe für Stans

    270 Gründe für Stans

    Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Logis Suisse AG plant im Westen von Stans eine neue Wohnsiedlung. Auf einem 12’700 m² grossen Areal, das die Gesellschaft bereits 2015 erworben hat, entstehen bis 2032 rund 270 preisgünstige Wohnungen, rund 1’000 m² Gewerbefläche sowie zwei Gemeinschaftsräume. Den Studienauftrag, an dem 2025 sieben Generalplanerteams teilnahmen, gewannen Studio Sintzel aus Zürich und die Uniola AG.

    Zwei Häuser, acht Höfe
    Das intern als «Acht Höfe für Stans» bezeichnete Projekt stützt sich auf zwei siebengeschossige Bauten. Trotz ihres Volumens erscheinen sie nach aussen als locker gesetzte Punkthäuser. Kopfelemente nehmen Bezug auf bestehende Gebäude und gliedern die Strassenfronten mit Vorgartenzonen. Offene Höfe mit Durchgängen strukturieren den Aussenraum und ermöglichen Ausblicke in die umliegenden Berge. Ein qualitätsvolles Gegengewicht zur angrenzenden Autobahnlage. Ein bestehender Altbau in der Siedlungsmitte bleibt erhalten und soll künftig als sozialer Treffpunkt dienen.

    Durchmischtes Quartier mit kurzen Wegen
    Das Areal liegt gegenüber dem Einkaufszentrum Länderpark, an einer mehrspurigen Strasse und in unmittelbarer Autobahnnähe. Velo- und Fusswege sollen das neue Quartier dennoch gut mit Stans und Stansstad vernetzen. Mit 0,8 Stellplätzen pro Wohnung liegt Logis Suisse unter dem üblichen Standard, ein klares Bekenntnis zu nachhaltiger Mobilität. Der Wohnungsmix reicht von kompakten 1,5-Zimmerwohnungen für Singles und ältere Menschen bis hin zu grosszügigen 5,5-Zimmerwohnungen für Familien und Wohngemeinschaften. Im Erdgeschoss beleben Atelierwohnungen, Betreuungseinrichtungen und Gewerbeflächen das Quartier.

    Ressourcenschonend gebaut
    Die Bauherrschaft setzte ein Vorbildprojekt in Sachen Ökologie, Sozialraum und Wirtschaftlichkeit als Ziel. Das Tragwerk ist materialeffizient konzipiert, die Grundrisse sind kompakt, und eine Photovoltaikanlage auf den Dächern deckt einen grossen Teil des Strombedarfs vor Ort. Eine eingeschossige Tiefgarage minimiert den Bodenaushub. Baustart ist für 2030 vorgesehen, die Fertigstellung für 2032.

  • Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024

    Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024

    Der Anteil der gemeinnützigen Wohnungen beträgt schweizweit rund vier Prozent, ist jedoch in städtischen Gebieten wie Zürich mit über 20 Prozent deutlich höher. Gemeinnützige Bauträger sind nicht gewinnorientiert. Sie setzen Mieten basierend auf den tatsächlichen Kosten an und verzichten auf Rendite. Dieser Ansatz hilft, Wohnraum erschwinglicher zu gestalten und dem Verfassungsauftrag zur Förderung bezahlbaren Wohnens gerecht zu werden.

    Günstigere Mieten im Vergleich zum Markt
    Die Mietpreise im gemeinnützigen Wohnungsbau sind im Schnitt acht bis 20 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Mietobjekten. Beispielsweise kostet eine Vierzimmerwohnung im gemeinnützigen Segment durchschnittlich 1359 Franken, während auf dem allgemeinen Markt eine vergleichbare Wohnung bei 1647 Franken liegt. Diese Kostenvorteile tragen erheblich zur Entlastung der Mieterinnen und Mieter bei und fördern soziale Durchmischung.

    Effizienter Wohnflächenverbrauch
    Im gemeinnützigen Wohnungsbau ist der Wohnflächenverbrauch insgesamt geringer. Während bei Ein- bis Zweizimmerwohnungen der Verbrauch pro Kopf neun Prozent über dem allgemeinen Bestand liegt, ist er bei grösseren Wohnungen, etwa mit vier bis fünf Zimmern, um 25 bis 38 Prozent geringer. Insgesamt beanspruchen Bewohner gemeinnütziger Wohnungen 22 Prozent weniger Fläche, was zur effizienteren Nutzung des Wohnraums beiträgt.

    Ein Blick in die Zukunft des gemeinnützigen Wohnens
    Die Broschüre «Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024» liefert detaillierte Daten und wertvolle Einblicke in dieses wichtige Segment. Infografiken und Tabellen geben eine anschauliche Übersicht über die Entwicklung und Bedeutung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Sie zeigen, wie dieses Wohnmodell zur Schaffung bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraums beiträgt. Eine zentrale Grundlage für eine sozial gerechte Wohnpolitik in der Schweiz.