Schlagwort: Bildungsbau

  • «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    Der Projektwettbewerb wurde als offenes, einstufiges und anonymes Verfahren für Generalplanerteams ausgeschrieben, acht Teams reichten fristgerecht Vorschläge ein. Das Preisgericht beurteilte sie nach Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Städtebau und Architektur und sprach dem Projekt «Insieme» von Bob Gysin Partner aus Zürich den Zuschlag zu. Herzstück ist ein siebenstöckiger Neubau entlang der Bahnlinie, der einen klaren Beitrag zur städtebaulichen Verdichtung leistet und den Campus stärker zum Bahnhof orientiert.

    Helle Lernlandschaft
    Die neuen Hauptzugänge richten sich künftig verstärkt zum Bahnhof aus und entlasten so die bisherige Erschliessung durch das angrenzende Wohngebiet. Sämtliche Turnhallen werden über den neu definierten Eingangsbereich erreichbar, was Wegeführung und Orientierung vereinfacht. Die Anordnung von Klassenzimmern, Gruppenräumen, Lichthöfen und Begegnungszonen schafft eine helle, flexible Lernlandschaft, die unterschiedliche Unterrichtsformen und informelle Begegnungen gleichermassen unterstützt.

    Nachhaltig bauen, Freiräume aufwerten
    Konstruktiv setzt «Insieme» auf eine Kombination aus Bestand und Holzbau. Beim Trakt B wird, abgesehen vom Untergeschoss, der bestehende Bau rückgebaut und mit einer Holzrippendecke zu einem sechsgeschossigen Gebäude aufgestockt. Die Freiraumgestaltung reagiert auf die Klimaerhitzung, indem die bestehende Treppenanlage beschattet und durch zusätzliche Bepflanzung und Sitzangebote aufgewertet wird. Der Waldrand erhält neue Aufenthaltsbereiche und eine lockere Baumbepflanzung, was die Aufenthaltsqualität im Aussenraum deutlich erhöht.

    Nächste Schritte bis zur Inbetriebnahme
    Im ersten Quartal 2026 werden die Hinweise des Preisgerichts geprüft und das Wettbewerbsprojekt bei Bedarf optimiert. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist derzeit ab 2035 vorgesehen. In der kantonalen Finanzplanung sind für die Erweiterung und teilweise Erneuerung des BBZG+W in Sursee rund 97,4 Millionen Franken eingestellt. Eine Investition in zukunftsfähige Berufsbildung und einen starken Bildungsstandort in der Region.

  • Barrierefreie Modernisierung des Bildungszentrums im Limmattal gestartet

    Barrierefreie Modernisierung des Bildungszentrums im Limmattal gestartet

    Der Kanton Zürich hat in einer Medienmitteilung den Baustart der Instandsetzung des Bildungszentrum Limmattal (BZLT) in Dietikon angekündigt. Das denkmalgeschützte Gebäude soll ab Beginn der Sommerferien über zwei Jahre erneuert werden und künftig ein modernes und auf die Bedürfnisse der Lernenden angepasstes Lernumfeld bieten.

    Das 1969 errichtete Berufsschulhaus befindet sich weitgehend im Originalzustand und wird vom BZLT als Kompetenzzentrum für Logistik-, Strassentransport- und Recyclingberufe genutzt. Mit einer Investition von 42 Millionen Franken wird das Gebäude nun erneuert, um nach Abschluss der Arbeiten 2027 ein verbessertes und barrierefreies Lernumfeld zu bieten. Die Architekturführung übernimmt dabei die Zürcher Ernst Niklaus Fausch Partner AG.

    Im obersten Geschoss soll eine offene, interdisziplinär nutzbare Lernlandschaft entstehen, die diverse Möglichkeiten zum selbstgesteuerten und gemeinsamen Lernen bieten soll. Die Untergeschossflächen sollen derweil zu modernen Sporträumen umgebaut werden.

    Mit dem Umbau wird das Bildungszentrum gemäss den Standards von Minergie-ECO und dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zertifiziert. So soll das Gebäude an das regionale Fernwärmenetz angeschlossen werden und auf dem Dach eine Technikzentrale mit einer Photovoltaikanlage entstehen. Begrünte Dach- und Terrassenflächen sollen zusätzlich zur Kühlung beitragen und die Biodiversität fördern. Nach der Instandsetzung wird das Gebäude ausserdem barrierefrei zugänglich sein.

    Das Gebäude des Architekten Georges Künzler steht unter Denkmalschutz. Die Massnahmen zur Modernisierung und Sanierung wurden deshalb in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege erarbeitet. Dabei soll unter anderem das äussere Erscheinungsbild der Fassade erhalten bleiben. Die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden. Bis dahin wird der Schulbetrieb provisorisch im Schulhaus an der Lagerstrasse 55 in Zürich stattfinden.