Schlagwort: Biogasanlage

  • Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Die Axpo Biomasse AG betreibt in Aarberg neu eine Biogasaufbereitungsanlage anstelle des bisherigen Blockheizkraftwerks. In der Vergärungsanlage in Aarberg werden pro Jahr rund 20’000 Tonnen regionale Biomasse zu Strom und Naturdünger verarbeitet. Das dabei entstehende Biogas wird neu zu Biomethan aufbereitet und direkt in das bestehende Gasnetz eingespeist.

    Bisher wurde das Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Mit der Umstellung soll der Energieinhalt der eingesetzten Biomasse effizienter genutzt werden. „So leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zur regionalen Wertschöpfung“, sagt Daniel Gobbo, Leiter der Geschäftseinheit Biomasse der Axpo.

    Abnehmerin des produzierten Biomethans ist Energie Wasser Bern (ewb), die Energieversorgerin der Stadt Bern. Laut Mitteilung hat ewb einen Vertrag über die vollständige Abnahme der Produktion abgeschlossen. Der Transport erfolgt über das Netz der Seelandgas AG. Für mögliche Überschussmengen baut der Gasverbund Mittelland (GVM) zudem eine Druckerhöhungsstation, damit das Gas ins Hochdrucknetz des Gasverbunds Mittelland eingespeist werden kann.

    Energie Wasser Bern leistet durch die Abnahme einen Beitrag zur Förderung der Produktion von Biogas in der Schweiz. „Mit dem Bezug aus der Anlage Aarberg verfolgt ewb konsequent ihre Strategie für eine CO2-neutrale Energiezukunft und stärkt die nachhaltige Versorgungssicherheit“, so Marcel Ottenkamp, Leiter Bereich Energiewirtschaft bei ewb.

  • Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Die Renergon International AG will neue Massstäbe für die dezentrale Energiegewinnung setzen. Dazu hat die auf Technologien zur Erzeugung von sauberer Energie, organischem Dünger und Kompost aus organischen Abfällen und Reststoffen spezialisierte Firma aus Lengwil eine Mini-Biogasanlage mit Brennstoffzelle entwickelt. Die RSD XS „wurde speziell für landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz entwickelt und bietet maximale Effizienz auf minimaler Fläche“, schreibt Renergon in einer Mitteilung zur Produktlancierung.

    Das Herzstück der Anlage bildet ein 2-Fermenter-System. Hier können jährlich 2800 bis 3500 Tonnen Festmist vergärt werden. Das dabei erzeugte Biogas wird in der Brennstoffzelle mit einem Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verwertet. Dabei wird neben grünem Strom auch Prozesswärme für den Betrieb erzeugt.

    Jede der beiden Fermenterboxen ist 15 Meter lang, 5,5 Meter breit und 4,5 Meter hoch. Sie beherbergen ein Gasspeicherdach sowie einen Technik- und einen Perkolatkeller. Insgesamt benötigt die Anlage eine Fläche zwischen 750 und 1000 Quadratmeter.

  • Produktion von Biogas stösst im Laufental-Thierstein auf Interesse

    Produktion von Biogas stösst im Laufental-Thierstein auf Interesse

    Die Erdgas AG Laufenstein-Thierstein (GASAG) mit Sitz in Münchenstein klärt ab, wo in der Region eine Biogasanlage gebaut und wie sie finanziert werden kann. Die Anlage müsste in der Nähe einer Gasleitung liegen, etwa in bei der Gasstation Müsch in Laufen, schreibt sie in einem Brief an Landwirte in der Region. Aus baurechtlichen Gründen müssten Landwirte Eigentümer der Biogas- und der Aufbereitungsanlage sein. GASAG würde die Abnahme des Biogases garantieren.

    Der regionale Gasversorger mit Sitz in Münchenstein hat in den vergangenen Monaten eine Potenzialerhebung vornehmen lassen. Die von ihr beauftragte BOHA AG befragte laut einer Mitteilung 38 Landwirte in der Region, ob sie zur Abgabe von Gülle und Mist und zur Entgegennahme der Reststoffe bereit seien. 23 Landwirte mit insgesamt maximal 2000 Grossvieheinheiten erklärten sich zur Teilnahme bereit. Das entspricht einem Potenzial von 7 bis 8 Gigawattstunden. Damit könnten 20 Prozent des GASAG-Verbrauchs gedeckt werden.

    Die 1993 gegründete GASAG gehört der Primeo Wärmeholding AG, den Einwohnergemeinden Breitenbach, Büsserach, Dittingen, Meltingen und Zwingen sowie der Stadt Laufen. Die Geschäfte werden von Primeo Energie geführt.

  • IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB beteiligt sich an Agro Energie Schwyz

    IWB wächst weiter mit erneuerbaren Energien. Sie steigt nach eigenen Angaben in den Wärmeverbund der Agro Energie Schwyz AG (AES) ein. Diese hat seit 2006 im Schwyzer Talkessel ein modernes Netz von über 100 Kilometern Länge mit modernsten Produktionsanlagen aufgebaut. Ein Holzheizkraftwerk, eine ORC-Anlage und eine Biogasanlage versorgen rund 1500 Abnehmer. Ziel von AES sei der Bau und Betrieb einer regionalen, unabhängigen und CO2-neutralen Energieversorgung in der Region. Grossen Wert lege der Betreiber auch auf eine lokale Wertschöpfung.

    IWB übernimmt Anteile des grössten Anteilseigners, der Vorsorgeeinrichtung Profond. Profond hatte nach einem Investor mit ausgewiesener Kompetenz in der Wärmeversorgung und glaubwürdiger ökologischer Ausrichtung gesucht. Mit dieser Investition folge IWB ihrer Strategie, die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren, gezielt auch ausserhalb des Kantons Basel-Stadt.

    „Die Agro Energie Schwyz ist ein innovatives, stark wachsendes Unternehmen mit klarem Fokus auf der erneuerbaren Energieversorgung“, begründet IWB-CEO Dr. Claus Schmidt die Wahl seines Unternehmens. „Als Betreiberin des grössten Schweizer Fernwärmenetzes kann IWB im Wärmeverbund ihre grosse Erfahrung beisteuern und gleichzeitig ihre führende Position bei der erneuerbaren Wärme ausbauen.“