Schlagwort: Biokohle

  • Neue Bautechnologie speichert CO2 in Gebäuden

    Neue Bautechnologie speichert CO2 in Gebäuden

    Holcim und ELEMENTAL präsentieren laut einer Mitteilung auf der Architektur-Biennale in Venedig eine neue Methode zur Bindung von Kohlenstoff in Gebäuden. Diese neue Biokohletechnologie wird dort vom 10. Mai bis 23. November 2025 im Rahmen der Ausstellung Time Space Existence vorgestellt. Sie wird vom European Cultural Centre organisiert.

    Gezeigt werden in Originalgrösse minimalistische Fertigteile eines Prototyps für den sogenannten inkrementellen, also schrittweisen, Wohnungsbau. Die ausgestellten Strukturen wurden von ELEMENTAL entworfen und basieren auf zwei Jahrzehnten der Forschung. Sie bestehen aus vorgefertigten Betonrahmen mit Sanitärinfrastruktur, aus denen einkommensschwache Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten ein Zuhause bauen können.

    Diese Fertigteile wurden von Holcim gebaut. Sie bestehen zu 100 Prozent aus rezyklierten Zuschlagstoffen und Biokohle. Biokohle bindet CO2 dauerhaft, das andernfalls von organischen Stoffen am Ende ihres Lebenszyklus wieder freigegeben würde. Wie Holcim vorrechnet, verhindert ein Kilogramm Biokohle die Freisetzung von bis zu drei Kilogramm CO2. Diese Biokohle wird den CO2-armen Zement-, Mörtel- oder Betonmischungen von Holcim zugegeben. Dadurch reduziert sich deren CO2-Fussabdruck weiter, ohne dass deren Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird, wie Holcim betont.

    «Die neue Dekarbonisierungstechnologie von Holcim ermöglicht es uns, den Umfang und die Geschwindigkeit der durch die Wohnungskrise befeuerten Nachfrage zu bewältigen, ohne die Umwelt zu belasten», wird ELEMENTAL-Gründer Alejandro Aravena zitiert. Holcim-CEO Miljan Gutovic fügt hinzu: «Durch unsere Partnerschaft mit Alejandro Aravena und dem ELEMENTAL-Team haben wir gezeigt, wie die neuen CO2-Senken-Technologie von Holcim die Zukunft des Bauens gestalten kann.»

  • Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    H2 Bois erhält einen neuen Minderheitsaktionär. Auf Januar 2025 steigt der Waadtländer Energieversorger Romande Energie laut einer Mitteilung mit einem Anteil von 33,7 Prozent ein. Die in der Holzwirtschaft tätige Groupe Corbat mit Sitz in Vendlincourt JU wird dann 50,3 Prozent und das Beratungsunternehmen Planair Vision SA mit Sitz in La Sagne NE 16 Prozent des 2021 von ihnen gegründeten Unternehmens halten.

    H2 Bois will 2025 eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Holzabfällen bauen und 2026 in Betrieb nehmen. Bei der Herstellung entsteht auch Biokohle, welche das im Holz enthaltene CO2 zu einem Teil dauerhaft speichern kann. Im für 2030 geplanten Vollausbau sollen so aus 14‘000 Tonnen Holz und Holzabfällen insgesamt 450 Tonnen sauberer Wasserstoff hergestellt und 2500 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden können. H2 Bois nutzt eine Technologie der französischen Haffner Energy.

    Der Wasserstoff wird über eine 1,5 Kilometer lange Gasleitung in eine Industriezone im Ort transportiert. Dort wird er von Industrieunternehmen und über eine Tankstelle für die Mobilität genutzt. Die Biokohle wird in der Landwirtschaft verwendet.

    Für Romande Energie bildet die Beteiligung einen Schritt in Richtung einer dekarbonisierten Westschweiz. «Diese Beteiligung erlaubt uns, an einem kühnen Projekt mitzuarbeiten, das in der Nutzung einer innovativen Negativemissionstechnologie ein Pionier in der Schweiz ist», wird Jérémie Brillet in der Mitteilung zitiert, bei Romande Energie für den Bereich Wasserstoff zuständig.

    Benjamin Corbat, Generaldirektor der Groupe Corbat, begrüsst die Beteiligung von Romande Energie. «Wir freuen uns auf den Start der Produktion, aber auch darauf, neue Wege in der lokalen Holznutzung zu gehen.»