Schlagwort: Bodenschutz

  • Neue Empfehlungen für besseren Schutz hochwertiger Böden

    Neue Empfehlungen für besseren Schutz hochwertiger Böden

    Durabilitas hat gemeinsam mit Partnern in einem mehrjährigen Projekt Empfehlungen zur besseren Berücksichtigung von Böden in der Raumplanung erarbeitet. Sie sind auf Agierende auf den drei Staatsebenen Bund, Kantone und Gemeinden ausgerichtet, informiert die Stiftung für nachhaltige Entwicklung in einer Mitteilung. Sie basieren auf der Anwendung des Bodenqualitätsindex (BodenQI), der in Ländern wie Deutschland, Österreich und Belgien bereits seit mehreren Jahren angewendet wird.

    Für die nun vorgestellten Empfehlungen haben Durabilitas und Partner zum einen die Anwendung des BodenQI in diesen Ländern ausgewertet. Zum anderen wurde die Anwendung des BodenQI in Schweizer Pilotprojekten analysiert. Ergänzt wurde das Projekt durch die Auswertung einer nationalen Begleitgruppe aus Fachleuten unterschiedlicher Fachrichtungen.

    Mit dem BodenQI kann die Qualität von Böden erfasst und kartographisch dargestellt werden. Er bietet damit «eine einfache Planungshilfe, um beispielsweise bauliche Tätigkeiten möglichst auf Standorte mit geringerer Bodenqualität zu lenken und hochwertige Böden zu erhalten», heisst es in der Mitteilung.

  • Bund strebt Netto-Null auch für Bodenschutz an

    Bund strebt Netto-Null auch für Bodenschutz an

    Mit seiner Bodenstrategie Schweiz will der Bundesrat dem weiteren Verlust von Boden durch Bodentätigkeit, Erosion oder Schadstoffe entgegenwirken. Das Kernanliegen ist es, dass in der Schweiz bis 2050 netto kein Boden mehr verlorengeht. Das soeben vom Bundesamt für Raumentwicklung in der Reihe „Forum Raumentwicklung“ veröffentlichte Heft mit dem Titel „Mit dem Boden nachhaltig umgehen – die Verantwortung der Raumentwicklung“ zeigt auf, wie es gelingen kann, den Boden langfristig zu erhalten.

    Dass dies mit dem ebenfalls erklärten Netto-Null-Ziel für CO2-Emissionen einhergeht, sei kein Zufall, so Damian Jerjen, Direktor des Verbands für Raumplanung EspaceSuisse, in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Raumentwicklung: „Die Raumplanung steht in der Verantwortung, ihre Instrumente für den Klimaschutz zu nutzen und so auch den Boden zu schützen.“ Denn diese müssten zum einen einen maximalen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zum anderen würden sie helfen, sich an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels anzupassen.

    In dem Heft fordert Adèle Thorens Goumaz, Ständerätin (Grüne/VD) und Expertin für Biodiversität, ein grösseres Fachwissen über die Bodenqualität zu entwickeln. Dabei stelle die dezentrale Entscheidungsstruktur ein Hindernis für ein nachhaltiges Bodenmanagement dar. In einem Interview schlägt sie vor, sich zunächst über die Landwirtschaft der Zukunft einig zu werden. „Erst dann sollten wir an der Raumplanung arbeiten, nicht umgekehrt.“

    Eine ebenfalls im Heft enthaltene Reportage schildert die Renaturierungsarbeiten nach Abschluss der Bauarbeiten am Ceneri-Basistunnel. Dort gelangen enorme Massen an Erde wieder in ihre ursprüngliche Parzelle zurück. Sie werden zu fruchtbarem Boden aufgebaut und können nach wenigen Jahren für den Gemüseanbau genutzt werden.

    Das Heft kann schriftlich und kostenpflichtig beim Berner Bundesamt für Bauten und Logistik bestellt werden. Um Audiobeiträge und Fotostrecken angereichert ist es auch online und gratis verfügbar.