Schlagwort: Bürgerbeteiligung

  • Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Aarau steht vor komplexen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Um darauf zukunftsgerichtet zu reagieren, verfolgt die Stadt mit ihrer Smart City Strategie einen vernetzten, kreativen und effizienten Ansatz. Der Fokus liegt auf konkretem Nutzen für die Zielgruppen und umweltschonenden Verfahren. Digitale Technologien kommen nur dort zum Einsatz, wo sie echten Mehrwert schaffen.

    Fünf Grundprinzipien für smarte Wirkung
    Basierend auf Erfahrungswerten aus der ersten Strategieperiode von 2021 bis 2025 und bewährten Modellen anderer Städte, hat Aarau fünf wirkungsstarke Ansätze definiert.

    Vernetzen: Projekte greifen bereichsübergreifend ineinander und werden kollaborativ umgesetzt.

    Bedürfnisse abholen: Im Dialog mit der Bevölkerung entstehen Lösungen, die tatsächlich gebraucht werden.

    Testen: Innovation heißt auch ausprobieren. Pilotversuche helfen, Risiken zu minimieren und Ideen praxistauglich zu machen.

    Umweltschutz: Nachhaltigkeit ist Pflicht. Alle Projekte berücksichtigen Umweltaspekte und setzen auf erneuerbare Ressourcen.

    Technologie als Mittel zum Zweck: Der Einsatz von Technik erfolgt gezielt und nur, wenn sie zur Lösung beiträgt.

    Smart City Team als Ermöglicherin
    Das städtische Smart City Team unterstützt Mitarbeitende in der Ideen- und Projektphase. Es hilft, Zielgruppen zu identifizieren, Projektideen zu schärfen und testbare Lösungsansätze zu entwickeln. Formate wie Start-Gespräche, Workshops oder Begleitung komplexer Projekte bis zur Umsetzung stehen bereit. Die Devise, Projekte mit echtem Nutzen für Aarau umsetzen oder bewusst verwerfen.

    Zielgerichtete Unterstützung und smarte Gefässe
    Das Smart City Team wirkt auch im Hintergrund. Es beobachtet Trends, vernetzt Akteure und fördert Wissenstransfer über Formate wie den „Smart City Newsroom“. Zudem unterstützt es Projekte finanziell über den Smart City Investitionskredit und hilft, Mitwirkungsgefässe zu schaffen.

    Wirkung messen und lernen
    Die Strategie orientiert sich am IOOI-Wirkungsmodell und misst neben Outputs auch Outcomes und langfristige Impacts. Ziel ist es, dass alle städtischen Fachpersonen bis 2034 nutzerzentrierte Methoden anwenden, ihre Projekte vernetzt planen, ressourcenschonend umsetzen und digitale Technologien sinnvoll integrieren.

    Smart City Aarau denkt weiter
    Die Stadt Aarau interpretiert Smart City neu als Methode zur Entwicklung nachhaltiger, lebenswerter Urbanität. Der Mensch steht im Zentrum, nicht die Technik. So wird aus Komplexität Innovation und aus Ideen konkrete Zukunftslösungen für Aarau.

  • MFO-West wird zum Stadtquartier

    MFO-West wird zum Stadtquartier

    Der Kauf des 25’500 m² grossen ABB-Areals durch die Stadt Zürich für netto 106 Millionen Franken ist mehr als ein Grundstückserwerb. Er ist der strategische Entscheid mit langfristiger Wirkung. Dank des 2021 abgeschlossenen städtebaulichen Vertrags und der 2025 in Kraft gesetzten Sonderbauvorschriften kann Zürich auf einem zentral gelegenen Stück Stadt Zukunft gestalten. Dies mit hoher Dichte, durchmischten Nutzungen und konsequenter Bürgerbeteiligung.

    Transformation durch Teilhabe
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die frühzeitige und transparente Einbindung von Anwohner, Verbänden und Quartierorganisationen. Die Bedürfnisse aus dem Quartier flossen direkt in den partizipativen Strategieprozess ein. So wurde aus einem Industrieareal ein urbanes Entwicklungskonzept mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz. Die Stadtplanung gewinnt damit nicht nur Fläche, sondern Vertrauen.

    Nutzungsmix als Innovationstreiber
    Das Nutzungskonzept sieht drei Neubauzonen und drei Bestandsareale vor. Geplant ist ein Mix aus gemeinnützigem Wohnraum, quartiernaher Versorgung, kreativer Gewerbenutzung und öffentlich zugänglichen Freiräumen. Mit dem Haus für Kultur- und Kreislaufwirtschaft entsteht ein Leuchtturmprojekt für innovative urbane Nutzung. Die Verbindung von Kultur, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Aktivität macht das Areal zu einem Katalysator für neue Wertschöpfungsmodelle im urbanen Raum.

    Zwischennutzung als Impuls für Standortqualität
    Bevor die Bautätigkeit beginnt, werden Hallen und Freiflächen gezielt zwischengenutzt. Eine Strategie, die Leben ins Quartier bringt, soziale Kontakte fördert und bereits vor Baubeginn Identität stiftet. Zwischennutzungen gelten zunehmend als Erfolgsfaktor für Standortattraktivität und Resilienz in Transformationsräumen.

    Public-Private-Partnerschaft mit Vorbildfunktion
    ABB bleibt mit 500 Arbeitsplätzen in Oerlikon verankert und unterstützt die Entwicklung. Das Projekt zeigt, wie eine vorausschauende Stadtentwicklung mit privaten Eigentümern konstruktiv zusammenarbeitet. Ein Modell, das auf andere urbane Konversionsflächen übertragbar ist. Die Kombination aus städtischer Steuerung und unternehmerischer Kooperationsbereitschaft ist richtungsweisend.

    MFO-West ist kein Einzelfall, sondern ein beispielhaftes Modell für die urbane Transformation ehemaliger Industrieareale. Wer in solche Entwicklungsräume investiert, kann neue städtische Qualitäten mitgestalten. Von der sozialen Integration über innovative Nutzungskonzepte bis zur nachhaltigen Wertschöpfung. In Zeiten von Wohnraummangel, Klimazielen und neuen Mobilitätsformen sind Areale wie MFO-West der Schlüssel zur Stadt von morgen.

  • Bevölkerung unterstützt nachhaltige Stromproduktion

    Bevölkerung unterstützt nachhaltige Stromproduktion

    Das Stimmvolk von Spiringen hat am 18. August der Solaranlage Sidenplangg mit 68,8 Prozent deutlich zugestimmt. Die Stimmbeteiligung betrug 55,3 Prozent. Das Stimmvolk nehme mit seiner Zustimmung eine grosse Chance wahr und zeige, dass es sich für eine nachhaltige Stromproduktion einsetze, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung.

    Auch EWA-energieUri ist über das Ja erfreut. Er sei «dankbar, dass sich die Bevölkerung von Spiringen so deutlich hinter unser Projekt stellt», wird Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Urner Energieerzeugers, in einer eigenen Mitteilung zitiert. Nun müsse die Korporation Uri als Grundeigentümerin dem Projekt zustimmen. Danach könne das Baugesuch eingereicht werden.

    Die Anlage soll im Schächental auf 12 Hektaren in einer Höhe von 1800 bis 2000 Metern über dem Meer in einem Gelände errichtet werden, das heute bereits für Lawinenverbauungen genutzt wird. Bei einer Leistung von 8 Megawatt sollen jährlich rund 12,5 Gigawattstunden erzeugt werden, davon bis zu 45 Prozent im Winter. Die Investitionen betragen rund 39 Millionen Franken. Der erste Teil der Anlage soll Ende 2025 ans Netz gehen.

    Ausser EWA-energieUri und der Gemeinde beteiligt sich auch die aventron AG, ein Gemeinschaftsunternehmen Schweizer Regionalwerke mit Sitz in Münchenstein BL, an dem Vorhaben.

  • Photovoltaikleistung verzehnfacht in den letzten sieben Jahren

    Photovoltaikleistung verzehnfacht in den letzten sieben Jahren

    Thurplus zieht eine positive Bilanz des PV-Ausbaus der vergangenen sieben Jahre. Zwischen 2016 und 2023 konnte der städtische Energieversorger Frauenfelds die Leistung von 144 auf rund 1500 Kilowatt-Peak mehr als verzehnfachen. Allein 2023 seien über 700 Kilowatt-Peak hinzugebaut worden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Gesamthaft produzieren diese Solaranlagen pro Jahr rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 330 Haushalten. In den Jahren von 2016 bis 2023 ist den Angaben zufolge auch die Zahl der Anteilseignerinnen und -eigner an den PV-Bürgerbeteiligungsmodellen von 50 auf 240 gestiegen.

    «Durch aktives Gestalten und die erfolgreiche Umsetzung vieler nachhaltiger PV-Projekte ist es Thurplus gelungen, diese Leistung zu erbringen», wird Fabrizio Hugentobler zitiert, Stadtrat und Vorsteher des Departements Thurplus, Freizeit und Sport. «Mit ihren Angeboten rund um Solarstrom, SolarInvest, PV-Contracting und weiteren Lösungen ist Thurplus gut aufgestellt.»

    Gemäss der städtischen PV-Strategie für Thurplus soll bis 2027 jährlich ein zusätzlicher Anteil von 5 Prozent am Gesamtstromverbrauch von etwa 150 Gigawattstunden zugebaut werden. Das entspricht pro Jahr einer installierten PV-Gesamtleistung von 8 Megawatt-Peak oder einer Stromproduktion von etwa 7,5 Gigawattstunden. Dafür sucht Thurplus geeignete Dächer von Firmen und Institutionen. «Gemeinsam wollen wir weiterkommen und unseren Beitrag dazu leisten, dass die PV-Ausbauziele gelingen», so Thurplus-Geschäftsleiter Peter Wieland.

  • Ausbau von Solaranlagen in Zürich

    Ausbau von Solaranlagen in Zürich

    ewz, Stadtzürcher Energieversorger, treibt seinen Ausbau von Solaranlagen voran. Wie einer Mitteilung zu entnehmen ist, schaltet das Unternehmen auf seiner Internetseite 14 neue Standorte auf, an denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Mit 250 Franken je Quadratmeter kann man eine Beteiligung an den zusätzlichen 11‘000 Quadratmetern erwerben. Sich Beteiligende erhalten jährlich 80 Kilowattstunden Zürcher Solarstrom auf ewz-Rechnung. Mit den jetzt zugeschalteten Flächen verfügt ewz über 55 Solaranlagen im Zürcher Stadtgebiet. Die jetzt neu hinzukommenden Flächen sollen jährlich 1‘246‘000 Kilowattstunden Elektroenergie produzieren. Das entspricht dem Stromverbrauch von 500 durchschnittlichen Haushalten.

    „Mit der Solarstrategie haben wir in der Stadt Zürich das ambitionierte Ziel, mehr Solarstrom zu produzieren“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe, in der Mitteilung zitiert. „Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt und selbst eine Solarbeteiligung erworben. Nur gemeinsam machen wir Zürich zur Solarstadt – jeder Quadratmeter zählt!“

    Darüber hinaus bietet ewz Wohneigentümern Solarlösungen für das eigene Dach an. So werden bis Juli auf vier Wohngebäuden in Guggach 950 Solarmodule installiert. Die Anlage soll 423‘000 Kilowattstunden produzieren und die 197 Haushalte mit Solarstrom versorgen.

  • Nachfrage nach lokaler Solarenergie hat sich verdoppelt

    Nachfrage nach lokaler Solarenergie hat sich verdoppelt

    Die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) haben laut einer Medienmitteilung 7544 Quadratmeter Solarfläche veräussert. Damit habe sich die Nachfrage nach Solarenergie gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Der erhöhte Zuspruch für nachhaltig produzierten Strom wird dem Engagement für das Netto-Null-Ziel, der von der Stadt lancierten Solaroffensive und den Folgen des Ukrainekriegs zugeschrieben.

    Die ewz kündigt an, bei der im Bau befindlichen zweiten hochalpinen Solaranlage in Graubünden mit 1795 Quadratmeter Fläche erneut auf die Bereitschaft der Öffentlichkeit zu setzen, sich an lokalen Solaranlagen zu beteiligen und damit die Energiewende zu beschleunigen.

    Die Photovoltaikgrossanlage im Hochgebirge soll im Laufe des Sommers an der Staumauer des Lago di Lei gebaut werden. Laut Unternehmensangaben verfüge sie über ein Potenzial von 1000 Photovoltaikmodulen, mit denen 380 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden könnten. Die Staumauer gehöre den Kraftwerken Hinterrhein AG, an der ewz beteiligt sei.

    Für die ewz-Kundschaft der Stadt Zürich und im Versorgungsbereich Mittelbünden besteht ab sofort die Möglichkeit, sich auf der Internetseite der ewz bereits ab einem halben Quadratmeter für 280 Franken zu beteiligen. Als Gegenleistung kündigt die ewz an, 20 Jahre lang jährlich 90 Kilowattstunden nachhaltig produzierten Strom aus erneuerbarer Energie auf der Rechnung gutzuschreiben.