Schlagwort: CBRE

  • Trendumkehr bei der Büroverfügbarkeit sowie weitere Polarisierung zwischen Stadtzentren und Peripherie

    Trendumkehr bei der Büroverfügbarkeit sowie weitere Polarisierung zwischen Stadtzentren und Peripherie

    Die schweizweit innerhalb von drei Monaten verfügbaren Büroflächen sind per Ende Juni im zweiten Quartal in Folge auf 1,67 Mio. m2 bzw. 3,5% des Bestandes angestiegen (vgl. Abbildung 1), nachdem sie im Q4 2022 mit einem Wert von 3,2% ein mehrjähriges Tief erreicht hatten. Dies ist vor allem einem zusätzlichen Büroflächenangebot in den Vororten von Zürich (Flughafenregion und Limmattal) geschuldet, wo die Verfügbarkeitsquote innert Halbjahresfrist von 15% auf 16,6% angestiegen ist.

    Auch auf Zürcher Stadtboden stieg das Büroflächenangebot auf 190’000 m² bzw. 2,8 %, das sind 13’000 m² mehr als noch im Q1 2023 (177’000 m² oder 2,7 %) und ist der erste Anstieg seit Q4 2020 (vgl. Abbildung 2). Vor allem im Zürcher CBD (Central Business District) erhöhte sich das Angebot innerhalb von drei Monaten um 8’000 m2 auf 51’000 m2 (2,6 %).

    In Zürich macht sich bemerkbar, dass einige Unternehmen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die in den letzten Jahren einen grossen Teil der Nachfrage ausmachten, ihre Expansionspläne überprüft oder revidiert haben. Darüber hinaus wird sich die Fusion der beiden grössten Schweizer Banken, UBS und Credit Suisse, auch allmählich auf den Zürcher Büromarkt auswirken. Auch wenn diese Auswirkungen nicht wesentlich sein dürften, könnten sich dadurch für andere Marktteilnehmer gute Chancen ergeben, in einem nach wie vor angespannten Marktumfeld mit geringer Bautätigkeit und Aufwärtsdruck auf die Spitzenmieten zentral gelegene Flächen zu finden.
    Des Weiteren fällt auf, dass der Anstieg verfügbarer Büroflächen in der Stadt Basel erstmals seit 2016 wieder in eine Angebotsreduktion verkehrt ist. Einige grössere Vermietungserfolge im CBD und im Klybeck haben dazu geführt, dass sich die Verfügbarkeitsrate innerhalb eines Quartals von 5,6% auf 4,5% (117’000 m2) reduziert hat. Jedoch ist mittelfristig mit einem deutlichen Wiederanstieg des Angebots zu rechnen.

    Ansonsten zeigen sich die Büroflächenmärkte der anderen Schweizer Städte Genf, Bern und Lausanne stabil und damit unbeeindruckt vom sich verlangsamenden Wirtschaftswachstum. Der Schweizer Büromarkt hat in den letzten Jahren von hohen Flächenumsätzen profitiert, das gute Wirtschaftswachstum hat die Auswirkungen der Heimarbeit sogar überkompensiert. Allerdings hat sich die Büronachfrage zuletzt aufgrund der abschwächenden Konjunktur verlangsamt, und auch Untervermietungsaktivitäten haben zugenommen. Der Büroflächenumsatz im ersten Halbjahr 2023 ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 um 28% auf durchschnittliche 490’000 m2 pro Quartal zurückgegangen und dürfte auch im zweiten Halbjahr 2023 auf diesem tieferen Niveau, das ungefähr dem langjährigen Mittel entspricht, verharren (vgl. Abbildung 3).

  • CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    In ihrer neuen Position verantwortet Wyss zusammen mit Alessia Breda die Weiterentwicklung vom Hotels & Operational Real Estate Business in der Schweiz und begleitet Investoren, Entwickler und Betreiber bei ihren Hotel und anderen operationellen Immobilieninvestitionen. Unterstützt wird das Team durch Mona Walder, welche bereits im März als Neuzugang vermeldet wurde.

    «Letztes Jahr hat CBRE unsere Kunden mit Verkaufs- und Beratungsmandaten von Hotelimmobilien im Wert von rund CHF 1.5 Milliarden unterstützt. Unser Ziel ist es, im Bereich Hotel & Operational Real Estate weiter zu wachsen und mit Julia Wyss und Alessia Breda sind wir hervorragend aufgestellt, um unsere Kunden entsprechend zu beraten und unser Wachstum voranzutreiben.», sagt Florian Kuprecht, Managing Director bei CBRE in der Schweiz.

    «Hotels und andere operationelle Immobilien rücken vermehrt in den Fokus unserer Kunden. Ich freue mich darauf sie bei Entscheidungen in diesen Bereichen zu unterstützen und unsere Plattform gemeinsam mit Alessia und Mona weiter auszubauen. Dieser interne Wechsel mit CBRE bedeutet für mich zudem eine Rückkehr in die Heimat – I fröie mi.», sagt Wyss.

  • CBRE Switzerland Office Take-Up Index

    CBRE Switzerland Office Take-Up Index

    CBRE Switzerland veröffentlicht erstmalig ihren CBRE Switzerland Office Take-Up Index. Der Index beruht auf den Inserateabschaltungen auf den ImmobilienOnline-Marktplätzen und zeichnet die quartalsweisen Volumen der am Schweizer Büromarkt vermieteten Flächen nach. Er stellt einen höchstaktuellen Indikator für die Büronachfrage dar und wird für die ganze Schweiz sowie für drei geografische Teilmärkte (vgl. Abbildungen unten) dargestellt.

    Alle Subindizes zeigen seit dem vierten Quartal 2021 und insbesondere seit Anfang 2022 eine Rekordaktivität bei den Bürovermietungen. Obwohl die wirtschaftliche Erholung derzeit durch neue globale Unsicherheiten beeinträchtigt wird, hat die Überwindung der Covid-19-Krise dazu geführt, dass die Unternehmen ihre oftmals pausierten Immobilienprojekte wieder in Angriff nehmen. Auch in den Vorortsgebieten der grössten Schweizer Städte nahm die Vermietungsaktivität letzthin nochmals zu (vgl. Abbildung 3). Die nur noch schwach steigende Bewegung der Flächenumsätze in den Städten selbst (vgl. Abbildung 2) ist damit zu erklären, dass die durchschnittliche Verfügbarkeitsrate hier bei tiefen 3.1% liegt. Grosse Flächenanmietungen finden damit nur noch selten oder «off-market» abseits der messbaren Online-Kanäle statt. Die Flächenumsätze in der restlichen Schweiz ausserhalb der Ballungsräume der Grossstädte sind hingegen bereits leicht rückläufig (vgl. Abbildung 4).

    Der ausgeprägte Wunsch nach Zentralität mit dem Ende der COVID-19-Pandemie hat in den Innenstädten zu weiter sinkenden Büroleerständen geführt, weshalb sich die Flächenumsätze nun auch in die gut erschlossenen Vorortgebiete verlagern.

    David Schoch, Research & Consulting CBRE Switzerland
    Abbildung 1: Büroflächenumsatz gesamte Schweiz
    Abbildung 2: Büroflächenumsatz Städte Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne
    Abbildung 3: Büroflächenumsatz Vororte von Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne
    Abbildung
    Abbildung 4: Büroflächenumsatz Restschweiz (Schweiz exkl. Städte Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne sowie deren Vororte)

    Methodikbeschrieb:
    Die quartalsbasierte Berechnung des Take-Up beruht auf den Inseraten der ImmobilienOnline-Marktplätze und wird jeweils als zentrierter Durchschnitt dreier Quartale ausgewiesen. Werden Inserate vom Netz genommen und während einer bestimmten Frist nicht wieder aufgeschaltet, so fliessen sie in den Take-Up ein. Direkte Vermietungen, d.h. die Vermietung von Flächen, die nicht auf den Online-Marktplätzen inseriert wurden, werden hier nicht berücksichtigt, was eine negative Auswirkung auf die Höhe des Take-Up hat. Beispielsweise bei grösseren Liegenschaften, der Vorvermietung von Projektentwicklungen oder eigengenutzten Neubauten werden oft nicht alle oder gar keine Flächen inseriert. Gleichzeitig werden aus verschiedenen Gründen aber auch immer wieder Flächen gänzlich oder vorübergehend vom Netz genommen, ohne dass eine erfolgreiche Vermietung stattfand, dies wiederum hat eine positive Auswirkung auf die Höhe des TakeUp. Mietvertrags-erneuerungen sind nicht Bestandteil des Take-Up. Die Indexbasis bildet das erste Quartal 2009 (= 100) und fällt damit in eine Zeit, die durch eine vorübergehend negative Wirtschaftsentwicklung und den Beginn der bis heute anhaltenden Tiefzinsphase geprägt war.

  • PropertyMatch kommt in die Schweiz

    PropertyMatch kommt in die Schweiz

    Die im Kanton Waadt ansässige PMCH SA und die Waadtländer Kantonalbank (BCV) haben eine Schweizer Version von PropertyMatch aufgeschaltet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die internationale Immobilienplattform wurde ursprünglich 2009 von CBRE, einem weltweit tätigen Dienstleistungsunternehmen, und der Handelsplattform GFI-Gruppe ins Leben gerufen. Seither hat sie den Angaben zufolge bereits zu mehr als 1700 Transaktionen für einen Gesamtbetrag von über 15 Milliarden Dollar auf dem Sekundärmarkt beigetragen.

    Die Schweizer Seite ist unter propertymatch.ch zugänglich. Die Plattform ist auf nicht kotierte kollektive Immobilienanlagen spezialisiert und bietet Nutzern Preisangaben in Echtzeit. Sie richtet sich in erster Linie an institutionelle Anleger und unabhängige Vermögensverwalter.

    Die Seite wurde zunächst mit bei der BCV hinterlegten nicht kotierten Immobilienanlagen gestartet. Das Angebot soll aber schrittweise ausgebaut und auf die gesamten nicht kotierten kollektiven Schweizer Immobilienanlagen erweitert werden, heisst es.

    Die Schweizer Version von PropertyMatch wird von der PMCH SA betrieben. Die Depotbank der BCV ist für die Abwicklung der Transaktionen verantwortlich.

  • CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    Das Immobilienberatungsunternehmen CBRE hat heute die Eröffnung ihres neuen Büros in Lausanne bekanntgegeben. Das neue Büro befindet sich im Herzen von Lausanne an der Rue Saint-Martin und wird zu einem strategischen Standort, um die bewährte Präsenz von CBRE im Immobilienmarkt in der Westschweiz zu stärken.

    Im Herbst 2019 hat CBRE den Kauf der i Consulting SA, einem renommierten Anbieter von Bewertungen, Marktanalysen und Beratungsdienstleistungen für Immobilien, bekannt gegeben. In dem neuen Büro in Lausanne werden nun rund 20 Mitarbeitende gemeinsam arbeiten. Dieser physische Zusammenschluss der beiden Teams ist ein wichtiger Schritt in der bereits erfolgreichen Integration. Das neue Büro in Lausanne setzt auf ein modernes Raumkonzept ‘New Ways of Working’, welches ein flexibles Arbeiten ermöglicht.

    Unter der Leitung von Vincent Leroux, berät das Büro in Lausanne Investoren, Immobiliennutzer und Entwickler in allen Immobilienfragen. In Verbindung mit der unmittelbaren Marktnähe sowie dem detaillierten Wissen über die Strukturen innerhalb der Region können so ideale Beratungsdienstleistungen vor Ort angeboten werden. CBRE beschäftigt heute mehr als 120 MitarbeiterInnen in der Schweiz mit Sitz in Zürich, Genf, Basel und Lausanne.

    Der Geschäftsführer von CBRE Schweiz, Florian Kuprecht, kommentiert die Eröffnung: „Das Verständnis der Markt- und Kundenbedürfnisse ist für unser Geschäft entscheidend. Die Eröffnung des neuen Büros in Lausanne ermöglicht es und die Kunden in diesem wichtigen Marktgebiet mit noch grösserer lokaler Kompetenz zu beraten. Die fortgesetzte Expansion und Diversifizierung von CBRE in der Schweiz spiegelt unseren Anspruch unser Dienstleistungsangebot immer breiter auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen.“

  • Der Logistikimmobilienmarkt erweist sich in der Coronavirus-Krise als standhaft

    Der Logistikimmobilienmarkt erweist sich in der Coronavirus-Krise als standhaft

    Der Logistikimmobilienbericht Schweiz 2020 ist unter dem Titel «Hohes Anlageinteresse in dynamischem, aber wenig liquiden Marktumfeld» erschienen.

    Wie fragil die globalen Logistikketten sind und wie wichtig eine funktionierende Grundversorgung ist, zeigt sich in der Coronakrise deutlich. Im aktuellen Marktumfeld dürfte sich die zunehmende Diversifikation im Schweizer Logistikimmobilienmarkt weiter verstärken. David Schoch, Director Research & Consulting bei CBRE Switzerland, sagt: «Die vielen Händler, die ihr Sortiment bis anhin nur stationär angeboten haben, müssen sich gerade jetzt neu erfinden. Dieser Strukturwandel wird die Nachfrage nach Logistikflächen für den Online-Handel weiter verstärken.»

    Alexandre Monney, Fondsmanager des Immobilienfonds «Procimmo Swiss Commercial Fund», ist grundsätzlich positiv gestimmt: «Der Markt profitiert von der Dynamik der Schweizer Industrie- und KMU-Struktur. Die Nachfrage nach Logistikflächen entwickelt sich gut, während das Angebot begrenzt ist, insbesondere im grossflächigen Marktsegment, was wiederum den Druck auf die Mieten aufrechterhält.»  Über die starken Fundamentaldaten hinaus bietet die Logistik laut Monney trotz der starken Renditekompression in den letzten Jahren immer noch attraktive Erträge im Vergleich zu anderen Vermögenswerten und eine grosse Chancen zur Risikostreuung.

    Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Immobilienbericht:

    Sinkende Spitzenrenditen

    Die Top-Renditen sind auf 4,1% (netto) gesunken und werden durch den anhaltenden Anlagedruck in einem spätzyklischen Marktumfeld weiter zu den tiefen Renditen anderer Assetklassen aufschliessen. Die Differenz zwischen erstklassigen Logistikimmobilien und Büroliegenschaften liegt damit noch bei rund 150 bis 200 Basispunkten. Bei einzelnen Investoren kann eine allgemeine Lockerung der Anlagestrategien konstatiert werden. Bereits in Logistik investierte Schweizer Immobilienfonds, Aktiengesellschaften und Anlagestiftungen haben angekündigt, ihre Allokation in Logistikimmobilien in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen.

    Steigendes Mietangebot bei hohem Eigennutzeranteil

    Das Angebot ist im Vorjahresvergleich von 390’000 m2 (Angebotsquote von 1,6%) auf 465’000 m2 (Angebotsquote von 1,9%) angestiegen und wird nach wie vor durch Kleinflächen dominiert. Damit ist jedoch nicht auf einen Nachfragerückgang zu schliessen, denn ein Grossteil der geschätzten Nettoabsorption von rund 200’000 m2 pro Jahr wird durch Neuentwicklungen abgedeckt. Der Schweizer Logistikbestand ist nach wie vor durch eine hohe Eigennutzerquote von rund 60 – 70% geprägt.

    Divergierende Angebotsmieten

    Die teuersten und die günstigsten Angebotsmieten haben sich weiter auseinander divergiert. Die grossflächigen Angebote ab 1’000 m2 zeigen dabei das stärkste Mietzinswachstum.

    Hohe Bauinvestitionen in der französisch-sprachigen Schweiz

    Die anhaltend hohen Neubauvolumen zeugen von einer guten Nachfrage nach Flächen mit entsprechender Qualität und Grösse. Die Investitionen in Lagerhallen und Depots haben in der letzten Dekade insbesondere in der Romandie zugenommen. Die Kantone Waadt und Freiburg fungieren dabei immer mehr als Bindeglied zwischen der Deutsch- und Westschweiz für duale Logistikkonzepte.

    Teil der Schweizer Flächennachfrage fällt aufs grenznahe Ausland

    Die grossen Anbieter von Heimelektronik dominieren die nationale Nachfrage nach Verteilzentren. Dennoch verzeichnen die ausländischen Online-Riesen das höchste Umsatzwachstum. Alleine Zalando und Amazon betreiben unweit der Schweizer Grenze E-Fulfillment-Center mit knapp 800’000 m2.

    Umnutzung von suburbanen Detailhandelsimmobilien

    Insbesondere in den bestehenden Einkaufsgebieten ausserhalb der Städte könnten sich durch die Schwierigkeiten im stationären Handel Opportunitäten für Logistiknutzungen auftun, die dort von guten bau- und zonenrechtlichen Rahmenbedingungen profitieren.