Schlagwort: chemie

  • Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Am Hauptsitz von Roche in Basel wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Die Einweihung des neuen Pharma Research and Early Development Centers (pRED). Das Zentrum, das 1.800 hochmoderne Arbeitsplätze für Labor- und Büroarbeiten bietet, bringt Expertinnen und Experten aus verschiedenen Forschungsfeldern zusammen. Ziel ist es, durch enge Zusammenarbeit die Effizienz der Forschung und Entwicklung zu steigern. An der feierlichen Eröffnung nahm auch Bundesrat Guy Parmelin teil, was die nationale Bedeutung dieses Projekts unterstreicht.

    Roche verfolgt mit dem neuen pRED Center eine klare Vision, die Bündelung von Expertise aus Bereichen wie Chemie, Biologie und Datenwissenschaft, um wegweisende Innovationen voranzutreiben. Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, betonte die zentrale Rolle des Zentrums im globalen Innovationsnetzwerk des Unternehmens. «Dieses Zentrum wird nicht nur die Effizienz unserer Forschung verbessern, sondern auch dazu beitragen, den grösstmöglichen Nutzen für Patientinnen und Patienten weltweit zu erzielen.»

    Milliarden-Investitionen in die Zukunft
    Die Investition in das pRED Center ist Teil eines langfristigen Engagements von Roche am Standort Basel. Seit 2009 hat das Unternehmen 4,6 Milliarden Franken in den Ausbau des Standorts investiert. Mit den neuen vier Gebäuden – darunter zwei Laborhochhäuser, ein Bürokomplex und ein Kongresszentrum – setzt Roche ein weiteres starkes Zeichen für die Zukunft.

    Und das ist erst der Anfang: Weitere 1,2 Milliarden Franken fliessen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts, was die Rolle von Basel als globales Zentrum für pharmazeutische Forschung und Entwicklung nachhaltig stärkt.

    Mit der Eröffnung des neuen pRED Centers investiert Roche nicht nur in die eigene Innovationskraft, sondern auch in die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Basel. Diese Milliarden-Investitionen sind ein klares Signal dafür, dass der Pharmakonzern seine führende Rolle in der globalen Forschung und Entwicklung weiter ausbauen will – ein bedeutender Schritt sowohl für die Branche als auch für die Region.

  • Neues Mörtelwerk in Liaoning eröffne

    Neues Mörtelwerk in Liaoning eröffne

    Sika hat ein hochmodernes Mörtelwerk in Liaoning in China in Betrieb genommen. Wie das weltweit tätige Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung informiert, ist es der 34. Produktionsstandort in China. Dort sollen Mörtel, Fliesenkleber und Abdichtungslösungen hergestellt und an Kunden in drei Provinzen im Nordosten des Landes sowie in der östlichen Zentralmongolei geliefert werden. Ziel seien kürzere Lieferzeiten und ein optimierter Service.

    Die Produktpalette umfasst laut der Mitteilung Mörtelprodukte, die bei der Herstellung bis zu 20 Prozent recycelte Rohstoffe enthalten, wie zum Beispiel Abfallstaub und mineralische Reststoffe. Zugleich markiere die Werkseröffnung für Sika den Startschuss für eine Initiative zur Umstellung von natürlichen auf alternative Sande. Bis 2028 will Sika die Hälfte des Sandbedarfs mit alternativen Materialien abdecken.

    In dem Neubau sind Produktionsanlagen, Büros, Labore sowie Infrastruktur für Lager und Logistik untergebracht. «Die Erweiterung unterstreicht unser Engagement für Qualität und Spitzenleistungen und ist gleichzeitig an den globalen Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet», wird Philippe Jost, Regionalleiter Asien und Pazifik zitiert.

  • Der Klimaneutralität ein Stück näher dank neuartigem Zement

    Der Klimaneutralität ein Stück näher dank neuartigem Zement

    Die JURA Materials-Gruppe ist die Lösungsanbieterin für Baustoffe und umfasst 14 führende Schweizer Unternehmen mit insgesamt rund 500 Mitarbeitenden. Zur JURA Materials-Gruppe gehört unter anderem die JURA CEMENT mit den beiden Zementwerken Jura-Cement-Fabriken AG in Wildegg/AG und Juracime S.A. in Cornaux/NE. Die Herstellung von Zement ist energieintensiv. Seit 1990 konnten die CO2-Emissionen aus primär fossilen Brennstoffen um mehr als zwei Drittel reduziert. werden Eine Herausforderung bleibt der Klinker, der wichtigste Bestandteil von Zement. Neben den Brennstoffen verursacht der chemische Prozess rund zwei Drittel der CO2 -Emissionen pro Tonne Zement. Andere Zumahlstoffe wie z. B. Hüttensand oder Flugasche werden teilweise als Ersatz für den Klinker eingesetzt. Allerdings sind sie reduziert verfügbar oder müssen importiert werden.

    Klinkerersatz durch einheimischen kalzinierten Ton als Teil der Lösung
    Das hauseigene Baustofflabor Technical Competence Center TCC der JURA Materials-Gruppe  entwickelte einen klinker- und damit CO2-reduzierten Zement mit kalziniertem Ton. «Wir suchten Wege, den Klinkeranteil im Zement zu verringern und diesen durch weniger oder gar nicht CO2-belastete Stoffe zu ersetzen. Eine weitere substanzielle Klinkerreduktion konnte nur über einen neuen reaktiven Zusatzstoff, der regional und in ausreichender Menge vorhanden ist, erreicht werden», erklärt Emanuel Meyer, Leiter des TCC. «Der Ton für den JURA ECO3 Zement wird aus der betriebseigenen Tongrube der Juracime S.A. in Cornaux gewonnen. Da Ton bei niedrigerer Temperatur gebrannt wird als Klinker, generiert er weniger CO2 Emissionen bei seiner Produktion. Die optimale Brenntemperatur von ca. 650 bis 850° Celsius ist etwa halb so hoch wie bei der Klinkerproduktion».

    Deutlich reduzierter CO2-Fussabdruck
    Der Ausstoss an CO2-Emissionen bei der Produktion von kalziniertem Ton ist ca. 2/3 geringer als von Klinker. Da der Klinkergehalt im Zement dank dem kalzinierten Ton um mehr als 10 % reduziert werden konnte, entstehen bei der Produktion von Beton mit JURA ECO3 Zement insgesamt ca. 20 % weniger CO2-Emissionen pro m3 Beton verglichen mit Hochbaubetonen mit Portlandkalksteinzement. Zurzeit wird eine Ökobilanz für den CEM II/C-M Zement erstellt, mit dem Ziel, dass dieser im KBOB-Betonrechner aufgenommen wird.

    Anwendungsgebiet des neuen CEM II/C Zementes
    Der JURA ECO3 ist der einzige in der Schweiz zugelassene CEM II/C-M (Q-LL) Zement mit der Festigkeitsklasse 42.5 N, geprüft von der unabhängigen Prüfstelle TFB AG und von S-Cert im Februar 2023 nach SN EN 197-5 zertifiziert. Er ist für den Hochbau NPK A-C freigegeben und somit für sämtliche Anwendungen im Hochbaubereich (Fundamente, Aussenwände, Innenwände, Decken, Treppen, etc.), als Mager- oder Hüllbeton, als selbstverdichtender, leichtverdichtender oder wasserdichter Beton oder auch für Recycling-Beton verfügbar. Die Zertifizierung für den Tiefbau ist in Vorbereitung.

    Erfolgreiche Testversuche unter Realbedingungen
    Im Labor wurden zwei Hochbau-Betonmischungen (Sorte B und Sorte C) hergestellt und die Frisch- und Festbetoneigenschaften geprüft. Der JURA ECO3 weist trotz 10 % weniger Klinkergehalt im Vergleich zum bisher ökologischsten Zement JURA ECO eine höhere Druckfestigkeit auf. Die Betonmischungen erfüllen alle Norm-Anforderungen bezüglich Druckfestigkeit, Wasserleitfähigkeit (WLF) und Karbonatisierungswiderstand (KW).

    Danach wurde der JURA ECO3 Zement im Betonwerk unter realen Bedingungen im Hochbau getestet und zwei Betonbauteile im Tiefbau realisiert: eine LKW-Entladerampe (100 m3) und eine Bodenplatte (300 m3). Ein Beton NPK G konnte so geprüft werden. Der Einbau verlief reibungslos und die Baumeister zeigten sich überzeugt: Die Entmischungsgefahr des Frischbetons war gering, das gute Festigkeitsverhalten und die hohe Dauerhaftigkeit des Festbetons waren weitere Pluspunkte. Für Architekten, Ingenieure und Planer gelten keine Einschränkungen bei den Bemessungsgrundlagen.

    Die Basis für eine neue Generation nachhaltiger Zemente
    Die JURA Materials-Gruppe ist in der Schweiz und in Europa einer der ersten Baustoffproduzenten, der einen Zement mit dem Zusatzstoff kalzinierten Ton zur Marktreife gebracht hat. «Das Produkt wird den steigenden Bedarf an nachhaltigen Lösungen im Markt bedienen», zeigt sich Ralf Schumann, Commercial Director Cement der JURA Materials-Gruppe, überzeugt. «Ob von Baumeistern oder Investoren wie Städten und Gemeinden, Pensionskassen und Versicherungen, bei denen die Klimabilanz eines Bauprojekts eine immer grössere Rolle spielt und deren CO2-Bilanz der JURA ECO3 wesentlich verbessert.»

    Quelle: juramaterials.ch/juraeco3

  • GETEC übernimmt Life-Science-Park Rheintal von Novartis

    GETEC übernimmt Life-Science-Park Rheintal von Novartis

    Der Pharmakonzern Novartis übergibt die Weiterentwicklung des Life-Science-Parks Rheintal in Stein an den Energiedienst­leister und Industrieparkbetreiber GETEC mit Sitz in Muttenz BL. Laut einer Medienmitteilung von Novartis soll damit das wirtschaftliche Potenzial des Parks maximiert und professionell weiterentwickelt werden. Finanzielle Einzelheiten dieser Transaktion wurden nicht mitgeteilt. Die Übertragung aller Vermögenswerte soll bis Ende des Jahres 2023 abgeschlossen sein.

    Novartis behält den Standort als grösster Mieter bei und wird dort weiterhin Medikamente und Therapien herstellen. Das Unternehmen betreibt in Stein ein Produktionswerk für feste Darreichungsformen und Medikamente zur Injektion, für Zell- und Gentherapien sowie ein Mahl- und Mischzentrum für die chemische Fertigung.

    „Nach einer detaillierten Analyse ist Novartis zum Schluss gekommen, dass die Übertragung des Managements des Life-Science-Parks Rheintal an einen professionellen Industrieparkbetreiber das wirtschaftliche Potenzial des Standorts besser maximieren und weiterentwickeln kann und die Ansiedlung neuer Firmen erleichtert“, wird Steffen Lang, Präsident Operations und Mitglied der Novartis-Geschäftsleitung, zitiert. Im Gegenzug könne sich Novartis besser auf sein Kerngeschäft fokussieren.

    Die GETEC gehört zur GETEC Group mit Sitz in Magdeburg im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Gruppe ist auch in den Niederlanden und Italien tätig. In der Schweiz betreibt sie auch den 50 Hektar grossen Industriestandort in Muttenz.

    Die Standortförderung des Kantons Aargau begrüsst den Eigentümerwechsel im Grossraum Sisslerfeld, einem strategischen Entwicklungsschwerpunkt des Kantons: „Das Sisslerfeld verfügt über grosses Potenzial für wertschöpfungsstarke Betriebe und damit für deutlich mehr Arbeitsplätze“, so die Leiterin der Standortförderung, Verena Rohrer. „Die Übertragung an GETEC ermöglicht es uns, gemeinsam weitere, innovative Unternehmen im Grossraum Sisslerfeld anzusiedeln, die miteinander kooperieren können.“

  • EPFL schlägt CO2-Mineralisierung direkt in Industrieprozessen vor

    EPFL schlägt CO2-Mineralisierung direkt in Industrieprozessen vor

    EPFL-Ingenieurinnen und -Ingenieure des Labors für industrielle Prozess- und Energiesystemtechnik in Sitten schlagen die Zusammenführung bisher getrennter industrieller Prozesse in einem System vor, um die CO2-Emissionen in Schlüsselsektoren erheblich zu senken. Dafür zeigen sie das Potenzial zur Erreichung von Netto Null und Negativemissionen durch die Abscheidung und Mineralisierung von Kohlenstoff direkt vor Ort auf. Für ihre nun veröffentlichte Studie konzentrierten sie sich auf die Sektoren Zementproduktion, Stahlherstellung und Kehrichtverbrennung.

    In dieser Studie wird eine Lösung vorgestellt, bei der die CO2-Abscheidung und -Mineralisierung in den Produktionsprozess selbst integriert wird. Die daraus entstehenden Karbonate können laut einer Mitteilung der EPFL sicher gelagert oder als Baumaterial verwendet werden. Nebenprodukte der Mineralisierung können in die Zementmischung integriert werden.

    „Netto-Null kann nicht allein durch den Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien erreicht werden“, erläutert Professor und Laborleiter François Marechal. „In dieser Studie zeigen wir, wie wichtig es ist, einen prozessintegrierten Ansatz zu verfolgen, um die Kosten für die CO2-Abscheidung und -Speicherung zu senken.“ Dass diese Studie auch das Potenzial für netto-negative Emissionen aufgezeigt hat, hält Sarah Holmes von der Royal Society of Chemistry für entscheidend.

    Die Studie zeigt, dass diese Art der Speicherung von CO2 zu Kosten von bis zu 85 Euro pro Tonne CO2 möglich ist. Sie rechnet auch vor, dass diese Lösung auf dem europäischen Kontinent jährlich zu einer Verringerung von 860 Millionen Tonnen CO2 führen würde. Die Einsparungen im Vergleich zu den sozialen Kosten der Untätigkeit lägen pro Jahr bei 107 Milliarden Euro.

  • Sika verstärkt sich in Peru

    Sika verstärkt sich in Peru

    Sika übernimmt Chema, einen laut einer Medienmitteilung in Peru führenden Hersteller von Mörtelprodukten vor allem für die Verlegung von Fliesen. Mit dieser Akquisition baut das Unternehmen für Spezialitätenchemie mit Sitz in Baar laut der Mitteilung seine Position im sogenannten Building Finishing des südamerikanischen Landes aus. Durch die Erweiterung der Distributionskanäle ergäben sich „spannende Chancen für das Cross-Selling ergänzender Produkte wie Dicht- und Klebstoffe, Flüssigmembrane und Abdichtungssysteme“, so Sika.

    Chemas vier modernen Werke und sieben Lager gewährleisteten die landesweite Abdeckung von Produktion und Vertrieb. Chema erzielte 2022 mit Fliesenklebern, Fugenmörteln und weiteren ergänzenden Produkten einen Umsatz von umgerechnet 50 Millionen Franken. Das Unternehmen beliefert neben Baumärkten und Baustoffhändlern auch kleinere Fachgeschäfte.

    „Durch unsere gemeinsamen Geschäftsaktivitäten und den verbesserten Marktzugang verfügen wir über eine ausgezeichnete Basis für weiteres Wachstum und eine starke Stellung im peruanischen Markt“, wird Regionalleiter Americas, Christoph Ganz, zitiert. „Mit der landesweiten geografischen Präsenz stärken wir unsere strategische Ausrichtung auf Grossstädte und unser Angebot an Komplettlösungen für neue und bestehende Kunden.“

  • Städte weisen zwei Drittel aller Arbeitsplätze auf

    Städte weisen zwei Drittel aller Arbeitsplätze auf

    „Die Städte sind wirtschaftliche Leistungsträgerinnen der Schweiz“, leitet der Schweizerische Städteverband eine Mitteilung zur gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik erarbeiteten „Statistik der Schweizer Städte 2023“ ein. Ihr zufolge sind rund 3,4 Millionen oder knapp zwei Drittel aller Arbeitsplätze in den Städten verortet. Mit 1,7 Millionen Vollzeitäquivalentstellen entfallen die meisten davon auf wissensintensive Dienstleistungen. Dazu gehören unter anderen die Bereiche Forschung, Kommunikation und Beratung.

    Wissensintensive Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen sind besonders stark in den Grossstädten des Landes vertreten. In Städten mit 20’000 bis 49’999 Einwohnenden fallen vor allem die Verkehrsbranche und die Uhren- und Messinstrumenteindustrie ins Gewicht. Kleine Städte mit unter 10’000 Einwohnenden werden von der Chemie- und Pharmaindustrie sowie von der Tourismusbranche geprägt.

    In der aktuellen Ausgabe der Städtestatistik wurden erstmals auch Daten über die Energiequellen der Wohnungen erfasst. Den Ergebnissen zufolge dominieren Öl und Gas mit 42 beziehungsweise 24 Prozent. Wärmepumpen bringen es auf 14 Prozent, 8 Prozent der Wohnungen sind an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Hier stechen vor allem Gemeinden aus den beiden Basler Kantonen hervor, schreibt der Verband. So beziehen in der Stadt Basel 59 Prozent der Wohnungen Fernwärme.

    Als Pluspunkt grosser Städte führt der Verband deren kleinräumig angelegte Strukturen an. Hier beträgt der Schulweg zu einer Schule der Sekundarstufe 2 durchschnittlich nur 845 Meter. In Städten mit unter 10’000 Einwohnenden ist der Schulweg im Schnitt fast 4 Kilometer lang.

  • Kuratle Group und Raurica Wald bauen Holzfabrik im Aargau

    Kuratle Group und Raurica Wald bauen Holzfabrik im Aargau

    Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der CPH-Gruppe in Full-Reuenthal soll eine nachhaltige Produktionsstätte für Holzverarbeitung entstehen, informiert die Luzerner Chemie- und Papier-Holding in einer Mitteilung. Sie hat ein entsprechendes Grundstück auf dem von ihr bis 2002 genutzten Areal an die Full Property AG verkauft. Das Unternehmen wird von der holzverarbeitenden Kuratle-Gruppe aus Leibstadt AG und der auf Investitionen in Wald- und Holzwirtschaft spezialisierten Baselbieter Raurica Wald AG gehalten.

    Im neuen Werk soll einheimisches Rundholz unter Einsatz von Energie aus erneuerbaren Quellen zu Bauholz verarbeitet werden. Bisher würden derartige Holzbauwerkstoffe importiert, heisst es in der Mitteilung. „Wir freuen uns, dass auf unserem ehemaligen Betriebsgelände innovative Unternehmen tätig werden, die mit einem nachhaltigen Geschäftskonzept zum Klimaschutz beitragen“, wird Peter Schildknecht, CEO der CPH-Gruppe, dort zitiert. Auf dem rund 30 Fussballfelder grossen ehemaligen Produktionsstandort von CPH haben sich bereits mehrere  Unternehmen, darunter zwei Recycling-Firmen, angesiedelt.

  • ETH-Forschende erweitern Farbpalette von Polymeren

    ETH-Forschende erweitern Farbpalette von Polymeren

    ETH-Forschenden ist es in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der RMIT University in Melbourne geglückt, das von ihnen entwickelte Fluoreszenzverfahren für Polymere um Rottöne zu erweitern. Bisher konnten sie damit nur gelbe, grüne und blaue Farbtöne generieren. Das auf diese Farbtöne begrenzte Verfahren hatte das Team vor einem Jahr vorgestellt. Damit ist es laut einer Mitteilung der ETH möglich, die Fluoreszenzfarbe von Polymeren einzustellen. Das bedeutet, dass ein und dasselbe Polymer je nach Länge der Polymer-Kette in unterschiedlichen Farben fluoreszieren kann.

    Ausschlaggebend waren dabei von den Forschenden entwickelte Algorithmen der Künstlichen Intelligenz, die aufzeigen, welche der Moleküluntereinheiten des Polymers in welcher Anzahl nötig sind, um eine bestimmte Farbe zu erzeugen. Die im Polymer enthaltenen Untereinheiten bestehen aus einfachen Molekülen, die entweder kommerziell erworben oder in einem chemischen Reaktionsschritt hergestellt werden können.

    Die laut Mitteilung verhältnismässig einfach und kostengünstig zu produzierenden Fluoreszenzfarben könnten in Solarkraftwerken oder durch Ultraviolettstrahlung aktivierbaren Sicherheitstinten Anwendung finden. Für Letztere sind auch die von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelten Tinten interessant, deren Farbe sich unter längerer Bestrahlung von ultraviolettem Licht ändert. Den Angaben zufolge liessen sich in Kombination mit halbleitenden Molekülen aus den Fluoreszenzfarben zudem auch kostengünstige Leuchtdioden für Bildschirme herstellen.

  • Sika verkauft Europa-Geschäft für industrielle Beschichtungen

    Sika verkauft Europa-Geschäft für industrielle Beschichtungen

    Sika hat laut einer Medienmitteilung die strategische Entscheidung getroffen, ihr europäisches Geschäft für Industriebeschichtungen mit Sitz im deutschen Vaihingen bei Stuttgart abzustossen. Käuferin ist die amerikanische Sherwin-Williams Company, weltweit führende Anbieterin von industriellen Farben und Beschichtungen. Hingegen biete dieses Geschäft Sika auf Konzernebene „wenig Synergiepotenzial“. Die Sparte sei daher „ein Nischengeschäft innerhalb der Sika Gruppe“.

    Das Portfolio umfasse Korrosions- und Brandschutzbeschichtungen, die hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz, Polen und Österreich vertrieben werden. Damit biete sich Sherwin-Williams, zu deren Kernkompetenzen Industriebeschichtungen zählen, „eine wichtige strategische Chance zur Förderung des Wachstums und zum Ausbau seiner Marktstellung in Europa“.

    Sika sei es „sehr wichtig“ gewesen, „einen geeigneten strategischen Eigentümer zu finden, der auch in Zukunft in die Weiterentwicklung der Produkte und die Weiterbildung der Mitarbeitenden investiert“, wird Regionalmanager EMEA, Ivo Schädler, in der Mitteilung zitiert. „Innerhalb dieser Organisation bieten sich dem Geschäftsbereich Industrial Coatings und seinen Mitarbeitenden die idealen Voraussetzungen, um ihr volles Potenzial zu entfalten.“

  • Sika übernimmt in USA Marktführer für begrünte Dächer

    Sika übernimmt in USA Marktführer für begrünte Dächer

    Sika entwickelt sich in Nordamerika zur Nummer eins für Dachbegrünungen: Der Produzent bauchemischer Produktsysteme und industrieller Dicht- und Klebestoffe übernimmt die in Chicago ansässige American Hydrotech Inc. und ihre kanadische Tochtergesellschaft Hydrotech Membrane Corporation mit Sitz in Ville d’Anjou in der Provinz Quebec.

    Das Unternehmen ist laut einer Medienmitteilung von Sika als „etablierter und anerkannter Hersteller von Flüssigmembranen“ der „klare Marktführer“ für Dachbegrünung. Auch bei der Abdichtung von Dächern und Fundamenten von Einkaufszentren habe Hydrotech eine starke Marktstellung. Das Unternehmen erzielte 2020 einen Umsatz von 83 Millionen Franken.

    „Durch die Übernahme werden wir der klare Marktführer in den schnell wachsenden Anwendungsbereichen Dachbegrünung und Bauwerksabdichtung“, so Christoph Ganz, Sikas Regionalleiter Americas. Dass Hydrotech langlebige und mit 40 Prozent Rezyklaten hergestellte Produkte anbietet, „passt perfekt zu Sikas Nachhaltigkeitsstrategie und stärkt unsere Position in Grossstädten, wo begrünte Dächer immer wichtiger werden“.

  • Siloxene bietet „Wundermaterial“ für chemische Industrie

    Siloxene bietet „Wundermaterial“ für chemische Industrie

    Matthias Koebel hat nach einer erfolgreichen Forscherkarriere an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ein eigenes Start-up namens Siloxene gegründet. Mit diesem will er einen multifunktionalen Materialbaustein vermarkten, den er während seiner Zeit an der Empa entdeckt und erforscht hat.

    In einer Medienmitteilung bezeichnet die Empa die Entwicklung als ein „Wundermaterial“ für die chemische Industrie. Konkret handelt es sich um einen siliziumbasierten, molekularen Hybridbaustoff, der nur etwa ein Nanometer gross ist. Mit dem Material lassen sich die Eigenschaften von Klebstoffen, Beschichtungen oder Füllstoffen je nach Produkt und Kundenwunsch verbessern. So können Beschichtungen beispielsweise kratzresistenter gemacht werden oder Klebstoffe eine kürzere Aushärtungszeit bekommen. Die Empa vergleicht das Material auch mit der Genschere Crispr/Cas, welche mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet wurde. Mit dieser lassen sich genetisch bedingte Krankheiten heilen.

    Mit seinem neuen Start-up, das seinen Sitz in Dübendorf hat, richtet sich Koebel in erster Linie an Unternehmen in der Kunststoffverarbeitung, der Klebstoff- oder Dichtstoffherstellung und der Baustoffindustrie. „Hier sind die regulatorischen Hürden nicht so hoch und wir können relativ einfach mit den Firmen ihre Produkte und Prozesse optimieren“, erklärt er in der Mitteilung.

    Derzeit konzentriert sich Koebel auf den Ausbau seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung und auf die Kundengewinnung. Sein Makromolekül will er zunächst von einem Lohnfertiger produzieren lassen. „Langfristig möchte ich aber eine eigene Produktion aufbauen“,  betont er.

  • Basel bereitet chemisch belastete Baustoffe auf

    Basel bereitet chemisch belastete Baustoffe auf

    Baumaterialien aus der Region Basel sollen künftig aufbereitet und im lokalen Baustoffkreislauf wiederverwertet werden können. Die im August 2020 gegründete Baustoff Recycling Nordwestschweiz AG, ein gemeinsames Unternehmen der Holcim Kies und Beton AG und der Antag Recycling AG, will dafür eine Aufbereitungsanlage in der Staatsgrube Birsfelden errichten. Die ehemalige Kiesgrube ist über die Bahn, die Strasse und den Rhein gut erschlossen und liegt neben dem Tunnelportal für den geplanten Rheintunnel der Basler Osttangente.

    Die Anlage in Birsfelden soll in der Lage sein, auch Aushubmaterial der höchsten chemischen Belastungsstufe verarbeiten zu können. Der aufbereitete Kies soll dann im benachbarten Betonwerk der Holcim Kies und Beton AG weiterverarbeitet werden. Insgesamt zwei Drittel des Materials sollen so wieder in den Baustoffkreislauf zurückfliessen.

    Der Kanton Basel-Stadt gibt für die Anlage einen Teil seiner Staatsgrube im Baurecht ab, schreibt er in einer Mitteilung.