Schlagwort: CO₂-Speicherung

  • Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neustark und das Gemeinschaftsunternehmen RECULAR der Oettinger-Gruppe und von peterbeton spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. RECULAR mit Sitz in Baden-Baden hat die Technologie von Neustark zur Bindung von CO2 in Granulat aus Abbruchbeton in den vergangenen Monaten in einer Pilotanlage in der Region Karlsruhe getestet, informiert Neustark in einer Mitteilung. Am 26. Februar haben die Partner die Technologie und die ersten Ergebnisse aus der Pilotanlage auf einer Veranstaltung präsentiert.

    Das Pilotprojekt bildet die Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Neustark, Oettinger-Gruppe und peterbeton. «Wir können durchschnittlich 10 Kilogramm CO2 pro Tonne Abbruchmaterial speichern und machen es damit zu einer CO2-Senke», wird Thomas Karcher, Geschäftsführer von peterbeton, in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen ist im Projekt für die Verarbeitung und Verbreitung des CO2-angereicherten Recyclingbetons zuständig. Die Oettinger-Gruppe übernimmt Beschaffung und Aufbereitung des Abbruchbetons.

    «Wir schätzen es sehr, mit unseren Partnern Oettinger und peterbeton zusammenzuarbeiten, um die erste CO2-Speicheranlage dieser Art in Karlsruhe und die dritte in Deutschland zu eröffnen», erklärt Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark. «Dieses Projekt zeigt auf, wie innovative Technologien und lokale Zusammenarbeit die Zukunft gestalten können.» Derzeit sind in Europa 29 Anlagen mit der Technologie von Neustark in Betrieb. Darüber hinaus ist Neustark an der Planung oder dem Bau weiterer 30 Anlagen beteiligt.

  • Aargauer Wald speichert aktuell 40 Millionen Tonnen CO2

    Aargauer Wald speichert aktuell 40 Millionen Tonnen CO2

    Die Abteilung Wald des Aargauer Departements Bau, Verkehr und Umwelt hat den Beitrag des Aargauer Walds zur CO2-Bilanz des Kantons untersucht. „Der Wald leistet bereits heute einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag, um das Ziel Netto-Null Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, das Potenzial ist aber noch nicht ausgeschöpft“, schreibt das Departement in einer Mitteilung zur entsprechenden Studie. Als wesentliche Akteure für Verbesserungen hat die Studie Waldwirtschaft, Holzverarbeitung und Bauwirtschaft identifiziert.

    Der Waldwirtschaft kommt dabei die grösste Bedeutung zu. Aktuell speichert der Aargauer Wald 40 Millionen Tonnen CO2, heisst es in der Mitteilung. Dies entspreche „ziemlich genau den heutigen jährlichen inländischen Gesamtemissionen“. Diese langfristige Speicherung von CO2 muss nach Ansicht der Studienverfassenden durch naturnahe Bewirtschaftung, Bodenschutz und langfristige Anpassung der Wälder an den Klimawandel gestützt werden.

    Holzverarbeitung und Bauwirtschaft können in geringerem Masse zu Verbesserungen beitragen. Die Modellierung eines CO2-optimierten Szenarios hat gezeigt, dass gestärkte Kaskadennutzung der Ressource Holz bis 2100 zusätzlich bis zu 11,1 Tonnen CO2 speichern oder vermeiden kann. Dies entspricht einer jährlichen Senkung der Emissionen im Kanton Aargau um bis zu 3,7 Prozent. Unter Kaskadennutzung wird der mehrmalige Einsatz des Rohstoffes Holz in einer Kreislaufwirtschaft verstanden. Wird dieselbe Menge an Holz hingegen direkt zur Energiegewinnung verwendet, reduziert sich der Beitrag auf 6,5 Millionen Tonnen oder maximal 2,2 Prozent CO2-Reduktion.

  • Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 in Deutschland

    Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 in Deutschland

    Neustark hat gemeinsam mit Partner Heinrich Feess GmbH & Co. KG in Kirchheim unter Teck eine Anlage zur permanenten Speicherung von CO2 in Abbruchbeton in Betrieb genommen. Die Anlage beim baden-württembergischen Bauschuttrecycler ist bereits die zweite von neustark in Deutschland realisierte Anlage, informiert das ClimateTech aus Bern in einer Mitteilung. Jährlich können hier etwa 1000 Tonnen CO2 in Abbruchbeton gebunden werden.

    Die Technologie von neustark arbeitet mit bei lokaler Biomethanproduktion anfallendem CO2. Es wird direkt abgeschieden und für den Transport verflüssigt. In der Anlage nahe Stuttgart wird das CO2 dem Abbruchbeton in einem luftdicht verschlossenen Silo zugeführt. In kurzer Zeit verbinde es sich dort in Form von Kalkstein im Aggregat, schreibt neustark. Die Technologie verkürzt den in der Natur mehrere Jahrzehnte dauernden Mineralisierungsprozess auf wenige Stunden.

    «Wir haben uns für diese neuartige Technologie entschieden, weil sie sich hervorragend in unseren Ablauf zum Betonrecycling und -produktion vor Ort integriert», wird Walter Feess, Senior-Chef des Bauschuttrecyclers, in der Mitteilung zitiert. Für Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von neustark, ist die neue Anlage ein weiterer Schritt Richtung Ziel des ClimateTechs, 2030 jährlich rund 1 Million Tonnen CO2 dauerhaft binden zu können. «Jetzt braucht es dringend die Nachfrage der öffentlichen Hand nach karbonatisierten Baumaterialien im Hoch- und Strassenbau und entsprechende gesetzliche Regularien, um die Bestrebungen nach mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen», meint Gutknecht.

  • CO₂-Speicherung in Beton: Innovation in London

    CO₂-Speicherung in Beton: Innovation in London

    Neustark hat gemeinsam mit dem britischen Baustofflieferanten Aggregate Industries, einer Tochter der Holcim-Gruppe, eine kommerzielle Anlage für die permanente Speicherung von Kohlendioxid in London eröffnet. In der Anlage können jährlich über 1000 Tonnen biogenes CO2 aus der Atmosphäre entfernt und in rezykliertem Beton gebunden werden, informiert das Berner ClimateTech-Unternehmen in einer Mitteilung. Diese Menge entspräche dem Kohlendioxid, das von 16‘000 Bäumen innert zehn Jahren gespeichert werden könnte. Die jetzt in London errichtete Anlage ist die erste ihrer Art in Grossbritannien und ergänzt die 19 Anlagen gleicher Bauart, die bereits in Europa installiert wurden. Sie ist ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen Neustark und der Holcim-Gruppe, die die neue CO2-Speichertechnologie von Neustark in allen Holcim-Recyclinganlagen weltweit einführen will.

    „Grossbritannien ist ein idealer Markt für uns: Das Land verfügt über eine ausgereifte Lieferkette und die notwendige Infrastruktur, die wir für die Entfernung von CO2 in grossem Massstab benötigen“, wird Valentin Gutknecht, CEO und Mitgründer von Neustark, in der Mitteilung zitiert. „Die Regierung unterstützt den Aufbau eines wettbewerbsfähigen CO2-Marktes und die Verlagerung weg von frühen Entwicklungsstadien hin zu einer ökologisch und ökonomisch tragfähigen Industrie.“

    „Unsere Partnerschaft mit Neustark hebt die Bemühungen zur Reduktion des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie auf ein neues Niveau“, heisst es von Lee Sleight, Chief Executive Officer von Aggregate Industries UK.