Schlagwort: CO2 Emissionen

  • Klimaneutrale Industrie – Vision 2026

    Klimaneutrale Industrie – Vision 2026

    Der 2022 gegründete Verein zur Dekarbonisierung der Industrie setzt sich zum Ziel, Emissionen durch innovative Technologie auf ein Minimum zu senken. An vorderster Front steht das Verfahren der Methan-Pyrolyse, das durch die Abspaltung von Wasserstoff aus Methan eine emissionsfreie Energienutzung ermöglicht. Der verbleibende Kohlenstoff wird als Ressource genutzt, etwa als Humus in der Landwirtschaft oder als Baustoff, wodurch der Kohlenstoff langfristig gebunden wird.

    Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik
    Ohne die Zusammenarbeit von 16 führenden Unternehmen, der Empa und der Politik des Kantons Zug wäre das Projekt kaum realisierbar. Gemeinsam leisten sie einen Beitrag zur Entwicklung und Skalierung des Pyrolyse-Verfahrens, das bis 2026 von der Labor- auf die Industriegrösse hochskaliert werden soll. Die Partner stellen finanzielle Mittel von über 8 Millionen CHF bereit und setzen damit ein starkes Zeichen für die Dekarbonisierung der Industrie.

    Methan-Pyrolyse Reduktion von CO2-Emissionen
    Der Verein konzentriert sich auf die Methan-Pyrolyse, ein Verfahren, das den CO2-Ausstoss bei der Nutzung von Erdgas minimiert. Anstelle der traditionellen Verbrennung wird Wasserstoff aus Methan gewonnen, während der Kohlenstoff in fester Form vorliegt und so keine Emissionen verursacht. Diese Technologie könnte pro erzeugter Kilowattstunde bis zu 270 g CO2 einsparen und ist damit ein potenzieller Schlüssel für die Netto-Null-Ziele bis 2050.

    Nachhaltiges Ökosystem ohne Abfall
    Der Verein arbeitet daran, ein Ökosystem zu schaffen, das alle Komponenten des Verfahrens optimal nutzt. Durch den Kreislaufgedanken sollen nicht nur Wasserstoff, sondern auch Kohlenstoff und Abwärme effizient weiterverwendet werden, um Abfälle zu vermeiden. Diese ganzheitliche Strategie schafft ein Modell, das sich ideal in eine klimafreundliche Zukunft einfügt.

    Mitgliedschaft im Verein zur Dekarbonisierung der Industrie
    Unternehmen, die sich für die klimaneutrale Zukunft der Industrie engagieren und von den Erkenntnissen des Vereins profitieren möchten, können Mitglied werden. Der Verein ist steuerbefreit und Spenden sind im Kanton Zug abzugsfähig. Mitglieder gewinnen Zugang zu fortschrittlichem Wissen und unterstützen eine Initiative, die den Grundstein für eine emissionsfreie
    Industrie legt.

  • Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Die Hochschule Luzern (HSLU) hat ein praktisches Beispiel für ein nachhaltiges Leben ohne CO2-Emissionen entworfen: ein Wohnmobil. Der Strom, den der Solar Butterfly in seinem Inneren benötigt, wird von ausklappbaren Solarflügeln produziert. Damit wird auch das elektrische Zugfahrzeug aufgeladen. An der Umsetzung des Projekts sind laut einer Medienmitteilung Studierende um Stephen Wittkopf massgeblich beteiligt. Er leitet den Wissens- und Innovationstransfer am Departement Technik & Architektur der HSLU.

    Der Solar Butterfly wird derzeit nahe Luzern in der Zentralschweiz gebaut. Sein Baumaterial besteht grösstenteils aus Kunststoffabfällen, die im Meer gesammelt und dann umgewandelt werden. Das Wohnmobil ist 10 Meter lang und mit hochgeklappten Sonnenpaneelflügeln 13 Meter breit. Insgesamt bieten sie 80 Quadratmeter Fläche zur Gewinnung von Solarstrom.

    Initiiert wurde das Projekt vom Schweizer Umweltpionier Louis Palmer. Er war vor 15 Jahren der erste Mensch, der die Welt mit einem solarbetriebenen Auto umrundet hat. Ab Mai 2022 wird der Solar Butterfly zusammen mit seinen Passagieren um die Welt reisen. Auf dieser Weltumrundung wollen sie 1000 inspirierende Projekte gegen die Erderwärmung identifizieren, aufzeichnen und sie dann veröffentlichen.

  • Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Der Fachkräftemangel in der Bau- und Immobilienbranche soll behoben werden. Dazu wurde jetzt die Schweizer „Bildungsoffensive Gebäude“ ins Leben gerufen. Der Startanlass findet am 20. Januar um 16 Uhr statt und wird per Live-Stream übertragen. Dabei wird laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Energie eine „Roadmap mit 32 Massnahmen und vier Handlungsfeldern“ vorgestellt.

    Schliesslich solle der Gebäudesektor der Schweiz massgeblich zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen. Dazu müssten „hunderttausende fossile Heizungen durch erneuerbare ersetzt, eine grosse Anzahl an Gebäuden energetisch saniert, intelligente Steuerungssysteme installiert und auch die Stromversorgung der Gebäude vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden“. Doch fehlten schon heute Fachkräfte. Gleichzeitig gehe die Zahl derer zurück, die sich für eine Ausbildung in dieser Branche entscheiden.

    Die Bildungsoffensive sei von allen relevanten Vertreterinnen und Vertretern der Gebäude- und Bildungsbranche erarbeitet worden. Unterstützt wurden sie dabei von EnergieSchweiz, dem Programm des Bundesamts für Energie für erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Mit beteiligt waren auch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, das Bundesamt für Umwelt und das Staatssekretariat für Migration.

  • Zürich investiert 573 Millionen Franken in die Fernwärme

    Zürich investiert 573 Millionen Franken in die Fernwärme

    Die Stadt Zürich hat über die Verabschiedung des Rahmenkredits „Thermische Netze des Elektrizitätswerks“ in Höhe von 573 Millionen Franken in einer Medienmitteilung informiert. Der Betrag soll in den Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Heiz- und Kälteversorgung in der Stadt fliessen und den zur Erreichung des Klimaziels erforderlichen Umbau der Wärmeversorgung finanziell absichern. Die Stimmberechtigten sollen in 2022 über die Bewilligung entscheiden.

    Die Weichen für die klimapolitischen Ausbaupläne Netto Null 2040 des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) stellte die Stadt im Frühjahr 2021 mit der Eröffnung der Beratungsstelle Wärme Zürich. Mit der Wärmeversorgungsverordnung wurde im November 2021 das rechtliche Fundament gelegt.

    Die städtische, in sechs Teilprojekte unterteilte Massnahme leiste einen „wichtigen Beitrag bei der Dekarbonisierung im Wärmebereich“, wird Stadtrat Michael Baumer zitiert. Der finanzielle Puffer sei „nur ein erster Schritt, die eigentliche Arbeit beginnt erst“, kündigt Baumer an.