Schlagwort: CO2-Entfernung

  • Neue Partnerschaft fördert dauerhafte Kohlenstoffentfernung

    Neue Partnerschaft fördert dauerhafte Kohlenstoffentfernung

    Das Berner ClimateTech-Unternehmen Neustark hat von der Swiss International Air Lines (Swiss) gemäss einer Medienmitteilung einen mehrjährigen Auftrag zur CO2-Entfernung (CDR) erhalten. Erstmals tun sich ein Vertreter der Luftfahrt und der Bauindustrie zusammen, um dauerhaft für einen geringeren Kohlenstoffausstoss zu arbeiten, heisst es dort weiter. Beide Sektoren gelten als emissionsreiche Industriezweige, die sich nach Aussage von Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark, schwer dekarbonisieren lassen.

    Für das als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) im Jahr 2019 gegründete Start-up ebne die Partnerschaft den Weg zu einem europaweiten Ausbau der Technologie zur Abscheidung, Speicherung und Beseitigung von Kohlenstoff. „Pioniere wie Swiss spielen eine entscheidende Rolle bei der weiteren Verbreitung unserer CO2-Entfernungstechnologie, sodass wir täglich exponentiell mehr Tonnen schwer vermeidbarer CO2-Emissionen dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen können“, wird Gutknecht zitiert.

    Die Lösung von Neustark basiert auf der Weiterverwertung von Beton aus abgerissenen Gebäuden und mineralischen Abfallstoffen. Die Technologie setze einen beschleunigten Mineralisierungsprozess in Gang, bei dem CO2 an die Poren und die Oberfläche des Granulats gebunden und somit dauerhaft aus der Luft entfernt wird. Das Abbruchgranulat kann dann in karbonisierter Form beim Bau von Strassen oder zur Herstellung von Recyclingbeton wiederverwendet werden.

    Die Partnerschaft wurde mit der Option, Volumen und Laufzeit zu erweitern, geschlossen und ist Teil einer dauerhaften Initiative zur CO2-Entfernung der Swiss. Die zur Lufthansa Group gehörende Fluglinie hat bereits Partnerschaften mit Schweizer Klimatechnologieunternehmen wie Climeworks und Synhelion, heisst es. „Die dauerhafte Entfernung von CO2 ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Netto-Null in der Luftfahrt. Gemeinsam machen wir einen wichtigen Schritt zur Skalierung dieser Technologie“, wird CEO Jens Fehlinger zitiert.

  • Negativemissionen für eine klimaneutrale Zukunft

    Negativemissionen für eine klimaneutrale Zukunft

    Energie 360° öffnet den Markt für die dauerhafte CO2-Entfernung interessierten Unternehmen und Privatpersonen. Der Zürcher Energieversorger ermöglicht es ihnen laut einer Mitteilung nun, im Netz Zertifikate für Negativemissionen zu kaufen.

    Der physische Entzug von CO2 findet in der Pyrolyseanlage der Energie 360°-Tochter Bioenergie Frauenfeld statt. Dort wird mithilfe von erneuerbaren Energien das CO2 aus Restholz entzogen und als reiner Kohlenstoff gebunden. Dieser wird etwa einem Erdsubstrat beigemischt und kann so dauerhaft der Atmosphäre entzogen werden. Bioenergie Frauenfeld produziert rund 3500 Tonnen Pflanzenkohle im Jahr. Das entspricht über 10‘000 Tonnen gespeichertem CO2.

    Zu den ersten Kunden für die Zertifikate gehört die Zürcher Kantonalbank (ZKB). „Unser Ziel ist es, in unserem Betrieb bis 2030 Netto-Null zu erreichen“, wird ZKB-CEO Urs Baumann in der Mitteilung zitiert. „Um einen Teil unserer unvermeidbaren CO2-Emissionen dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen, beziehen wir Negativemissions-Zertifikate aus der Anlage Bioenergie Frauenfeld von Energie 360°.“

    Energie 360° hat sich ausserdem im September an zwei deutschen Start-ups beteiligt, um mit ihnen Produkte für den Schweizer Markt zu entwickeln. Ucaneo Biotech in Berlin hat ein elektrochemisches Verfahren zur direkten Entfernung von CO2 aus der Luft entwickelt. Planeteers in Hamburg entfernt gespeichertes CO2 aus Meerwasser und kann so mineralisiertes Wasser herstellen und die Säurebindungsfähigkeit des Meeres verbessern.

  • Innovation in der CO2-Entfernung

    Innovation in der CO2-Entfernung

    Mit dem neuen Angebot wird die CO2-Entfernung für Unternehmen und Einzelpersonen greifbar. Dabei wird CO2 durch innovative Technologien der Atmosphäre entzogen und in der Schweiz dauerhaft gespeichert. Diese sogenannten Negativemissionen spielen eine entscheidende Rolle, um die ehrgeizigen Klimaziele der Schweiz zu erreichen, wie sie auch im Klima- und Innovationsgesetz festgelegt sind. Besonders für Unternehmen auf dem Weg zu Netto-Null, deren Emissionen nicht vollständig vermeidbar sind, bietet diese Lösung eine wirksame Kompensation.

    Nachhaltige Speicherung von CO2 durch Pflanzenkohle
    Das Unternehmen setzt bei der CO2-Entfernung auf ein umweltfreundliches Verfahren, das Restholz in der Pyrolyse-Anlage der Tochterfirma Bioenergie Frauenfeld verwendet. Durch die Umwandlung des Holzes entsteht Pflanzenkohle, die als natürlicher Speicher für CO2 dient. Eine einzige Tonne Pflanzenkohle speichert etwa drei Tonnen CO2, was zu einer erheblichen Reduktion der atmosphärischen CO2-Konzentration führt. Unternehmen wie die Zürcher Kantonalbank nutzen diese Technologie bereits, um einen Teil ihrer CO2-Emissionen dauerhaft zu binden.

    Partner für Innovation und Skalierbarkeit
    Neben der Pflanzenkohle setzt Energie 360° auf vielversprechende Partnerschaften und Start-ups, um die Skalierbarkeit der CO2-Entfernung voranzutreiben. Mit Ucaneo Biotech und Planeteers arbeiten sie an zukunftsweisenden Technologien wie der direkten CO2-Entfernung und der Kohlenstoffabscheidung. Diese Innovationen sollen bis 2026 für eine kostengünstige und großflächige CO2-Reduktion sorgen, die für die Erreichung der Klimaziele essenziell ist.

    Negativemissionstechnologien sind ein wesentlicher Bestandteil der Klimapolitik
    Negativemissionstechnologien werden von wissenschaftlichen und politischen Akteuren als Schlüssel zur Begrenzung der Erderwärmung anerkannt. Der dauerhafte Entzug von CO2 aus der Atmosphäre ist unerlässlich, um den globalen Temperaturanstieg auf ein kontrollierbares Mass zu begrenzen. In der Schweiz spielen diese Technologien eine zentrale Rolle in den Energieperspektiven 2050+ und im Klima- und Innovationsgesetz. Sie werden als essenzielle Instrumente angesehen, um bis 2050 eine klimaneutrale Zukunft zu erreichen.

  • CO2-Entfernung in Baumaterialien: CDR-Allianz wächst

    CO2-Entfernung in Baumaterialien: CDR-Allianz wächst

    Neustark wird in den kommenden Jahren für NextGen CDR die hochwertige, dauerhafte CO2-Entfernung aus der Atmosphäre sicherstellen. Die beiden Unternehmen haben laut einer Medienmitteilung eine entsprechende mehrjährige Vereinbarung getroffen.

    Das CO2 wird von Neustark an seinen Standorten in der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Frankreich, Grossbritannien und anderen europäischen Ländern entfernt. Dafür hat das Berner ClimateTech-Unternehmen ein neuartiges Verfahren entwickelt, das biogenes CO2 an der Quelle abscheidet.

    «Wir verwanden den weltweit grössten Abfallstrom – Abbruchbeton – und andere mineralische Abfallstoffe in Kohlenstoffsenken», erklärt Neustarks Leiterin der CDR-Abteilung, Lisa Braune. «Die Partnerschaft mit solchen Pionieren der Kohlenstoffentfernung wie NextGen trägt entscheidend dazu bei, die Wirkung der CDR-Branche zu skalieren.»

    Neustark hat eigenen Angaben zufolge bereits 1500 Tonnen CO2 entfernt. Mit 120’000 verkauften Tonnen von hochwertigem Carbon Removal an verschiedene Organisationen gehöre Neustark weltweit zu den Top 10.

    Laut NextGen GDR wurde die Allianz «speziell für Unternehmenskäufer entwickelt, die sich Net Zero-Zielen verschrieben haben. Sie macht dauerhafte, hochwertige CDRs zu einem Zielpreis von 200 $/t zugänglich.» NextGen CDR wird vom Zürcher Klima-Beratungsunternehmen South Pole und der Mitsubishi Corporation betrieben und von den Gründungskäufern Boston Consulting Group, der Liechtensteiner LGT Group, der Tokioter Reederei Mitsui O.S.K. Lines, dem Zürcher Rückversicherer Swiss Re und der Grossbank UBS unterstützt. NextGen CDR plant, bis 2025 insgesamt 1 Million Tonnen CDR zu kaufen.

  • Neustark liefert Lösung zur CO2-Entfernung an Microsoft

    Neustark liefert Lösung zur CO2-Entfernung an Microsoft

    Das Berner ClimateTech-Unternehmen Neustark hat eine mehrjährige Abnahmevereinbarung mit Microsoft geschlossen. Laut Medienmitteilung wird das amerikanische Technologieunternehmen über eine Laufzeit von sechs Jahren 27’600 Tonnen an Carbon Removal Credits beziehen, um eine Vorreiterrolle bei der CO2-Entfernung einzunehmen.

    Im Fokus steht das von Neustark entwickelte Verfahren zur dauerhaften CO2-Entfernung. Es basiert laut der Mitteilung auf dem Prozess der Mineralisierung, der CO2 bindet. Mineralische Abfallstoffe und Recyclingmaterialien wie Abbruchbeton dienen als dauerhafter Speicher für das aus der Atmosphäre entzogene CO2 heisst es. „Biogenes CO2 wird aus den Biogasanlagen von Partnern abgeschieden, verflüssigt und zu den naheliegenden Speicheranlagen transportiert. Dort wird CO2 als Zusatz zum bestehenden Recyclingprozess in das Abbruchbetongranulat injiziert.“

    Damit will Microsoft am Ziel einer negativen CO2-Bilanz bis 2030 weiterarbeiten. „Neustark hat eine Lösung für die Bereitstellung von qualitativ hochwertiger, dauerhafter CO2-Entfernung entwickelt. Diese ist sowohl skalierbar als auch messbar – und unterstützt so Unternehmen auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft“, wird Brian Marrs, Senior Director of Energy & Carbon Removal bei Microsoft, zitiert.

    Neustark hat aktuell 14 Abscheidungs- und Speicheranlagen in der Schweiz und in Deutschland in Betrieb mit einem Resultat von einer jährlichen kumulativen Speicherkapazität von über 5000 Tonnen CO2. „Die Zusammenarbeit mit Pionieren der CO2-Entfernung wie Microsoft trägt wesentlich dazu bei, unsere Wirkung und die der Carbon-Removal-Branche zu vervielfachen“, heisst es von Lisa Braune, Leiterin Carbon Removal bei Neustark.