Schlagwort: corona

  • SWISSBAU WIRD AUF MAI 2022 VERSCHOBEN

    SWISSBAU WIRD AUF MAI 2022 VERSCHOBEN

    Aufgrund der aktuellen COVID-19 Situation sind die Voraussetzungen für eine behördliche Bewilligung der Swissbau im Januar 2022 nicht gegeben. Am vergangenen Freitag wurde die MCH Group als Veranstalterin der Swissbau vom Kanton Basel-Stadt informiert, dass gemäss ‘COVID-19-Verordnung besondere Lage’ die ablehnende Verfügung zur Durchführung der Swissbau vom 18. bis 21. Januar 2022 ausgesprochen wird. 

    Bei ersten Gesprächen mit führenden Ausstellern aus allen Bereichen konnte trotz der grossen Enttäuschung auch ein deutlicher Rückhalt für eine Verschiebung in das kommende Frühjahr erfahren werden. 

    Die Swissbau 2022 wird verschoben und findet neu vom Dienstag, 3. Mai bis Freitag, 6. Mai 2022 in Basel statt. 

  • Gemeinden tauschen Erfahrungen zu Raumluft aus

    Gemeinden tauschen Erfahrungen zu Raumluft aus

    Die Corona-Pandemie hat auch Folgen für die Bewirtschaftung von öffentlichen Immobilien. Der Bereich Liegenschaften der Stadt Schlieren hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Qualität von Raumluft beschäftigt. Wie sie mitteilt, hat sie nun gemeinsam mit sanderen Gemeinden eine Erfahrungsgruppe Raumluft gebildet. An der Gruppe beteiligen sich auch Aarau, Baden, Lindau ZH, Luzern, Volketswil ZH und Zürich. Die Hochschule Luzern unterstützt die Arbeitsgruppe. Schlieren ist mit Philipp Ganz, Leiter Unterhalt im Bereich Liegenschaften, in der Gruppe vertreten.

    Die Erfahrungsgruppe will das Risiko der Verbreitung von Coronaviren namentlich in Schulen und Kindergärten minimieren. So wurde in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass eine Erhöhung des CO2-Gehalts der Raumluft auch die Übertragung der Viren durch Aerosole erleichtert.

    Die Stadt Schlieren will die gemeinsam mit den Partnern gewonnenen Erfahrungen aber auch zusätzlich in den eigenen Gewerberäumen anwenden. So betreibt die Stadt das Innovations- und Jungunternehmerzentrum.

  • SVSM Dialog Wirtschaftsförderung

    SVSM Dialog Wirtschaftsförderung

    Während vieler Jahre hat die SVSM jeweils im Frühjahr den Tag des Standortmanagements organisiert. An diesem ganztägigen Anlass haben sich Fachpersonen aus dem Standortmanagement, der Wirtschaftsförderung und der Immobilien-Branche sowie Vertreter*innen von Gemeinden, Städten und Kantonen getroffen, um Fallbeispielen zu lauschen, branchenspezifische Themen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und ihr Netzwerk zu pflegen. Auf Grund der Corona-Pandemie konnte der Anlass 2020 und 2021 nicht durchgeführt werden. Der Vorstand der SVSM hat diese «Zwangspause» genutzt, um den Anlass grundsätzlich zu überdenken und neu zu konzipieren. Entstanden ist die neue Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog»: Ab Herbst 2021 organisiert die SVSM jährlich zwei halbtägige Anlässe – im Herbst mit dem Fokus auf Themen der Wirtschaftsförderung, im Frühling zu Themen des Standortmanagements. Die Anlässe werden, ganz dem Zeitgeist entsprechend, hybrid sein: Teilnehmen können Interessierte einerseits physisch, vor Ort, oder dank Live-Streaming virtuell vom Schreibtisch aus.

    Praxisbezogene Referate und Erfahrungsaustausch
    Der erste SVSM Dialog Wirtschaftsförderung findet am Mittwoch, 17. November 2021, von 15 bis 19 Uhr im Kino Capitol in Olten statt. Der Anlass vermittelt Fachwissen und vernetzt Standortmanagerinnen, Wirtschaftsfördererinnen, Immobilien-Fachleute, Raumplanerinnen und weitere Interessierte. Drei praxisbezogene Referate mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsförderung bieten den Teilnehmenden fachlich wertvolle Inputs für die tägliche Arbeit und zeigen anhand von Fallbeispielen Lösungsansätze und Strategien für aktuelle Herausforderungen auf. Stefan Büeler, Vorsteher des Amts für Wirtschaft und öffentlichen Verkehr Kanton Uri, zeigt anhand von aktuellen Projekten wie der Tourismusentwicklung Andermatt, dem Gotthard-Basistunnel oder Bildungs- und Forschungsinstituten die Ansätze der Wirtschaftsförderung Uri auf. Er geht auch darauf ein, welches Vorgehen und welche Organisationsformen sich in der Praxis bewährt haben. Samuel Zuberbühler, Leiter Standortförderung Stadt St. Gallen, gibt unter dem provokativen Titel «Sankt ohne Senf» Einblick in die Vermarktung der Ostschweizer Stadt und zeigt, wie dort aktuelle Themen – etwa die Belebung der Innenstadt – angegangen werden. Dabei greift er auch kritische Punkte auf, um einen praxisbezogenen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Bernard Schmid, Geschäftsführer von Promove, ermöglicht einen Blick auf die Arbeitsweise, Struktur und aktuelle Themen einer Wirtschaftsförderungsorganisation in der Westschweiz: Der Verein Promove hat die Förderung der Wirtschaft in der Region Riviera-Lavaux am Schweizer Ufer des Genfersees zum Ziel und verbindet dazu Behörden, Wirtschaft und andere wichtige Partner. Ein ausgedehnter Apéro zum Abschluss der Veranstaltung – auch dieser Teil wird live gestreamt – bietet Gelegenheit zur Pflege und zum Ausbau des persönlichen Netzwerks.  

    Mit dabei – vor Ort oder via Live-Streaming
    Der Anlass wird als Hybrid-Anlass durchgeführt: Die Teilnehmenden besuchen den Anlass entweder vor Ort im Kino Capitol in Olten oder schliessen sich dem Anlass virtuell an – der gesamte Anlass wird live gestreamt und bietet dank einer speziellen Event-Plattform auch virtuell Teilnehmenden die Möglichkeit zur Interaktion. Alle Teilnehmenden erhalten nach der Online-Registration einen persönlichen Teilnahmelink, mit dem sie sich über einen Browser in den Event einloggen können. Der Anlass ist für Mitglieder der SVSM kostenlos. Nicht-Mitglieder bezahlen einen Unkostenbeitrag von CHF 50. Sollte während oder nach dem Event eine Anmeldung für eine Mitgliedschaft erfolgen, wird dieser Betrag zurückerstattet.

  • "Das Tessin, ein attraktiver Wirtschaftsstandort"

    "Das Tessin, ein attraktiver Wirtschaftsstandort"

    Wer ist Stefano Rizzi?
    Stefano Rizzi ist seit 1. Januar 2012 Direktor der Abteilung Wirtschaft des Departements für Finanzen und Wirtschaft des Kantons Tessin. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, mit Spezialisierung auf kleine und mittlere Unternehmen, war er in der Privatwirtschaft und seit 2005 in der kantonalen Verwaltung tätig. Zu seinen Verantwortungsbereichen gehören wirtschaftliche Entwicklung, Landwirtschaft, Arbeitsmarktüberwachung sowie Arbeitslosigkeit und Landbesitz.

    Bleibt das Tessin trotz verschiedener Wirtschafts- und Gesundheitskrisen ein interessanter Wirtschaftsstandort?
    Natürlich! Im Tessin herrschen ideale Geschäftsbedingungen, insbesondere dank der starken Innovationsbereitschaft in unserem Kanton. Tatsächlich gibt es zahlreiche international gelistete Forschungsinstitute, von denen einige zu echten Flaggschiffen unseres Territoriums geworden sind. Ich denke dabei unter anderem an das Le Molle Institute for Artificial Intelligence Studies (IDSIA), das Research Institute in Biomedicine (IRB) oder das Swiss Center for Scientific Computing (CSCS). Letzteres beherbergt zum Beispiel den leistungsstärksten Supercomputer Europas, den «Piz Daint».

    In unserem Territorium gibt es auch viele Spitzenunternehmen, die in verschiedenen Wirtschaftsbereichen erfolgreich tätig sind: von Life Sciences über Mechanik und Elektronik, über Informations- und Kommunikationstechnologien bis hin zu aufstrebenden Sektoren wie Lifestyletech, das die technologischen Aspekte einschließt, z B. auf Lebensmittel, Mode, Design, Tourismus und Gesundheit. Bei uns gibt es viele innovative Unternehmen, die durch den Einsatz moderner Technologien wissen, in der Welt geschätzt zu werden.

    All diese Exzellenzen haben das Tessin zu einem stark der Innovation verschriebenen Kanton gemacht, so dass es in einer aktuellen Studie der Europäischen Kommission zu den Innovationsführern gehört: Es rangiert unter den Top Ten der Innovationssysteme auf europäischer Ebene und auf Platz 2 nach Zürich auf nationaler Ebene.

    Dieses schmeichelhafte Ergebnis zeigt die Güte der vom Kanton umgesetzten Wirtschaftsentwicklungsstrategie sowie die Qualität des Ökosystems zugunsten von Innovationen, das sich in den letzten Jahren verwirklicht hat. Eine Strategie, die von der Wirtschaftsförderung des Departements Wirtschaft perfektioniert wurde und auf Unternehmertum, Innovation und Vernetzung der oben genannten Kompetenzen basiert, die in unserem Kanton auf akademischer, wirtschaftlicher und institutioneller Ebene vorhanden sind. Diese drei Säulen ermöglichen es den unterschiedlichen Unternehmertypen, dank differenzierter Fördermaßnahmen in unserem Territorium die idealen Bedingungen vorzufinden, um Projekte mit innovativen Inhalten zu entwickeln.

    Ein wichtiges Instrument, das im Laufe der Jahre eine zentrale Rolle eingenommen hat, ist in diesem Zusammenhang das Gesetz zur wirtschaftlichen Innovation: Es unterstützt mit seinen vielfältigen Maßnahmen Forschung und Innovation in Unternehmen für angewandte Forschungsprojekte – durchgeführt in Zusammenarbeit mit Hochschulen – oder für Investitionsprojekte mit dem Ziel, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die international vermarktet werden sollen.

    Da wir jedoch nicht der einzige Kanton sind, der auf Innovation setzt, müssen wir die Herausforderungen der Zukunft proaktiv und mit Weitblick angehen. Um das Wachstum im breiteren Schweizer Kontext zu festigen und neue Ansiedlungen anzuziehen, wurden wichtige Projekte lanciert, die sowohl mit dem Alpennord als auch mit dem Süden, insbesondere mit dem Wirtschaftsraum Lombardei, Synergien entwickeln. Das Tessin tritt 2019 der Greater Zurich Area bei – einer Organisation, die sich der Anwerbung von Unternehmen widmet – und dem jüngsten Bau des Tessiner Hauptsitzes des Switzerland Innovation Park. Dieses Projekt, das im Frühjahr 2021 begann, wird von der Agire Foundation verwaltet. Mit Blick nach Süden wurde kürzlich eine Absichtserklärung mit dem MIND Milano Innovation District unterzeichnet, dem Innovationsviertel, das auf dem Gelände der Expo Milano 2015 entstanden ist.

    Auf diese Weise wird die Vision eines Tessins, fest verbunden mit der Innovationsachse von Mailand bis Zürich, verwirklicht, was es uns ermöglicht, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ein idealer Geschäftsstandort zu sein.

    Er hat uns vom Switzerland Innovation Park erzählt. Welche Rolle wird der Kanton Tessin in diesem Zusammenhang spielen und welchen Nutzen zieht die Wirtschaft daraus?
    Die Mitgliedschaft des Tessins im Switzerland Innovation Park steht im Einklang mit der kantonalen Wirtschaftsförderungsstrategie, die, wie oben erwähnt, auf Innovation, Unternehmertum und die Vernetzung der in unserem Gebiet vorhandenen Kompetenzen ausgerichtet ist.

    Dank dieses wichtigen Projekts kann der Kanton Tessin insbesondere in strategischen und zukunftsorientierten Bereichen Innovationen weiter vorantreiben und damit seine bereits konsolidierte Position auf internationaler Ebene stärken.

    Die gesamte Wirtschaft wird stark profitieren: Die Ansiedlung von Spitzenunternehmen, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen internationaler Unternehmen sowie Start-ups werden erleichtert. Die Tessiner Filiale des Switzerland Innovation Park kann als Katalysator für die Entstehung und Entwicklung innovativer Projekte wirken, die wiederum andere Aktivitäten anziehen und zur Schaffung interessanter Arbeitsplätze beitragen. Zudem ermöglicht es die Aktivierung von Kooperationen mit den wirtschaftlichen Realitäten der Grossregion Zürich, ein Ziel, das sich der Kanton bereits mit dem Beitritt zur Greater Zurich Area gesetzt hatte.

    Welche Kompetenzzentren werden derzeit im Tessin geprüft?
    Das Rückgrat des Switzerland Innovation Parks bilden Kompetenzzentren. Life Sciences, Drohnen und ICT befinden sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, während andere Initiativen mit Zukunftspotenzial evaluiert werden. Diese Kompetenzzentren werden dazu beitragen, die Austauschmöglichkeiten zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in hochtechnologischen Sektoren zu vervielfachen und neue innovative Projekte zu beleben.

    Ein sehr aktuelles Thema ist die soziale Verantwortung von Unternehmen, für die sich die DFE viel eingesetzt hat. Wo stehen wir heute?
    Kürzlich hat der Ständerat in Fortführung der bereits laufenden Arbeiten beschlossen, für den Zeitraum 2021-2023 450’000 Franken für Massnahmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) zur Verfügung zu stellen. Insbesondere ist die Einführung einer Direktförderung für Unternehmen vorgesehen, die in die Ausbildung eines eigenen CSR-Managers investieren. Dies ist eine Maßnahme, die die Möglichkeit bietet, direkt in den Unternehmen und verstärkt über professionelle Persönlichkeiten mit den notwendigen Fähigkeiten zur Umsetzung von Good Practices zu verfügen, die leichter in einen Nachhaltigkeitsbericht einfließen können. Darüber hinaus ist zur Fortsetzung der Sensibilisierungsaktivitäten zu diesem Thema und zu den Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Übernahme bewährter Verfahren im Bereich der sozialen Verantwortung von Unternehmen die Organisation von Aktivitäten und Veranstaltungen geplant, wie sie beispielsweise bereits im Februar 2020 erfolgt sind. mit dem Tag der Wirtschaft ganz dem Thema gewidmet. Auf diese Weise wird es möglich sein, die Weiterentwicklung einer gemeinsamen Kultur der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen zu fördern.

    Ich möchte betonen, dass es während der Notlage in unserem Kanton nicht an Beispielen für Initiativen in diesem Bereich gefehlt hat, die zeigen, dass das Tessin seit einiger Zeit auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung ist: Sozial verantwortliche Unternehmen waren die ersten, die auf dem Feld lagen , versuchen, zur Lösung von Gemeinde- und Gebietsproblemen beizutragen. Es besteht die Hoffnung, dass Unternehmen auch in Zukunft dieser Richtung folgen und immer mehr Unternehmenspraktiken anwenden, die auf wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklungen achten.

    Wie stark hat sich die Coronavirus-Pandemie auf die kantonale Wirtschaft ausgewirkt?
    Die Pandemie hat unseren Kanton völlig unerwartet getroffen. Von einem Tag auf den anderen spürten wir deutliche Anzeichen dafür, dass etwas ganz Großes vor sich ging, mit erheblichen Folgen sicherlich in erster Linie in gesundheitlicher Hinsicht, aber auch in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht. Insbesondere in den Monaten März und April 2020 wurden schwere Massnahmen ergriffen, die sowohl von den Bürgern als auch von den Tessiner Unternehmen Opfer und Anstrengungen erforderten.

    Die Behörde ließ jedoch Bürger und Unternehmen in Schwierigkeiten nicht allein und griff sofort ein, indem sie komplementär zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden eine Reihe von Instrumenten einführte, um die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Gesellschaft abzumildern . Beispiele hierfür sind unter anderem Minderungsleistungen, Verdienstausfallentschädigungen, Covid-19-Gutschriften, Covid-Überbrückungsleistungen, Hilfen für bestimmte Sektoren wie Kultur, Sport und Medien, Überbrückungsleistungen. „Härtefälle“ genannt.

    Die Pandemie hat uns natürlich vor große Herausforderungen und Schwierigkeiten gestellt, aber gerade in den Krisen müssen neue Chancen erkannt werden. Entwicklungs- und Wachstumschancen, die sich hier, wie auch aus den Aktivitäten der strategischen Gruppe für den Relaunch des Landes ergeben haben, ergeben sich vor allem in den Bereichen Innovation, nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility: Dies sind die Bereiche, in denen den wirtschaftlichen Aufschwung anstreben, wo zudem der Kanton Tessin bereits viele Karten zu spielen hat.

  • Standort Luzern trotzt der Pandemie

    Standort Luzern trotzt der Pandemie

    Der Kanton Luzern konnte auch im Pandemie-Jahr 2020 neue Unternehmen anziehen. Insgesamt haben sich laut einem Bericht der Wirtschaftsförderung Luzern 19 Unternehmen im Kanton angesiedelt. Acht Ansiedlungen erfolgten aus dem Ausland. Dabei stechen insbesondere die fünf Zuzüge aus Grossbritannien hervor. Die anderen drei ausländischen Firmen kamen aus Deutschland, Polen und der Slowakei. Insgesamt wollen sie in den kommenden drei bis fünf Jahren 329 Arbeitsplätze im Kanton schaffen, heisst es.

    Auch Gründerinnen und Gründer liessen sich nicht von der Pandemie einschüchtern. Wird die ganze Schweiz in Betracht gezogen, stieg die Anzahl der Neugründungen 2020 sogar auf ein Rekordniveau. Auch im Kanton Luzern hat die Anzahl der Neugründungen im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent zugelegt, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die Wirtschaftsförderung Luzern unterstützt sie in der Anfangsphase beispielsweise mit Gründerkursen.

    Ivan Buck, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern, spricht von einem insgesamt „herausforderndem, aber dennoch erfolgreichem“ Jahr. Er ist auch über die Ergebnisse einer Zufriedenheitsumfrage erfreut. Diese sei bei über 200 Betrieben sowie Kanton und Gemeinden durchgeführt worden. Im Vergleich zur letzten Umfrage vor drei Jahren konnte die Zufriedenheit auf allen Ebenen gesteigert werden. „Ein neuer Rekord von 175 Netzwerkpartnern rundet dieses schöne Ergebnis ab“, so Buck.

  • Zentralschweiz bleibt attraktiver Firmenstandort

    Zentralschweiz bleibt attraktiver Firmenstandort

    Die Zentralschweizer Kantone haben auch während der Pandemie viele neue Unternehmen angezogen, wie aus einem Artikel der „Luzerner Zeitung“ hervorgeht. So hat Uri 16 Unternehmen bei der Gründung im Kanton begleitet. Wie Stefan Büeler, Vorsteher des Amts für Wirtschaft und öffentlichen Verkehr beim Kanton Uri, im Artikel erklärt, sieht er den Kanton auf Kurs, 2021 wieder eine ähnlich hohe Zahl erreichen zu können. Der Kanton profitiere unter anderem von Grossprojekten wie dem Kantonsbahnhof Altdorf, dem Kantonsspital, dem Bau der zweiten Gotthardröhre und der touristischen Entwicklung in Andermatt.

    Derweil verzeichnete der Kanton Schwyz im vergangenen Jahr einen Rekordwert bei den Neugründungen. Urs Durrer, Leiter des Amtes für Wirtschaft des Kantons Schwyz, führt dies im Artikel auch auf erfolgreiche Ansiedlungen zurück. Ein grosser Erfolg war dabei etwa die Ansiedlung des amerikanischen Softwareunternehmens Palantir. Insgesamt seien derzeit mehr Ansiedlungsprojekte zu betreuen als vor der Pandemie, so Durrer.

    Der Kanton Luzern hat im vergangenen Jahr 19 Firmen angesiedelt. Der Kanton Zug sieht sich bei den Ansiedlungen wieder auf Vorkrisenniveau. Der Kanton Nidwalden habe während der Pandemie gar keinen Einbruch erlebt.

    Während der Pandemie konnten auch zahlreiche Ansiedlungsprojekte vorbereitet werden, die nun umgesetzt werden, wie mehrere Wirtschaftsförderer im Artikel betonen. So hätten etwa viele international tätige Unternehmen ihre Ansiedlungsprojekte, die sie wegen der Pandemie zurückstellen mussten, im ersten Halbjahr 2021 realisiert, sagt Reto Sidler, Mediensprecher der Greater Zurich Area. Die Standortmarketingorganisation und ihre Mitgliedkantone – Schwyz, Zug, Uri sowie sechs weitere Kantone –  konnten im vergangenen Jahr 55 Unternehmen aus dem Ausland ansiedeln.

  • Coworking-Branche blickt optimistisch in die Zukunft

    Coworking-Branche blickt optimistisch in die Zukunft

    Die Coworking-Branche blickt auf ein schwieriges Jahr 2020 zurück, wie es in einer Medienmitteilung des Branchenverbandes Coworking Switzerland heisst. So haben laut einer Umfrage 56 Prozent der Verbandsmitglieder im vergangenen Jahr Einbussen hinnehmen müssen. Nach den Beschränkungen im Frühjahr 2020 und einer anschliessenden Erholung hat insbesondere die im Herbst erklärte Homeoffice-Pflicht die Branche hart getroffen. Zudem gilt der Gemeinschaftsgedanke als einer der wesentlichen Aspekte des Coworking-Konzeptes, ist aber in Zeiten von Kontaktbeschränkungen nur schwer aufrechtzuerhalten.

    Für die Zeit nach Corona blickt die Branche aber positiv in die Zukunft. So hätten viele Arbeitnehmende den Wunsch, nach der Krise nicht wieder im früher gewohnten Umfang ins Büro zurückzukehren. Stattdessen möchten sie ihre Arbeitszeiten flexibler gestalten und auch andere Orte für ihre Arbeit in Anspruch nehmen, so Coworking Switzerland. Das Homeoffice sei hier zwar eine Option, jedoch fehle dann der soziale Austausch. Insofern seien die Coworking Spaces die ideale Alternative.

    Coworking Switzerland verweist hier auf eine Studie von Deloitte. Demnach wollen nur 12 Prozent der Befragten nach der Krise ihre Arbeit im früher gewohnten Rahmen fortsetzen. 62 Prozent wünschen sich hingegen für die Zukunft mehr Flexibilität, wobei 44 Prozent die fehlenden sozialen Kontakte im Homeoffice als grösste Herausforderung betrachten.

    Die Branche will diese Chance nutzen. Mit 150 Coworking Spaces gibt es in der Schweiz ein flächendeckendes Angebot. Coworking Switzerland startet nun auch eine Kampagne, in welcher auf die Vorteile von Coworking Spaces aufmerksam gemacht wird. Dazu hat der Verband auch ein Video produziert.

  • Nachfrage bei Eigentumswohnungen ist stärker als vor Corona

    Nachfrage bei Eigentumswohnungen ist stärker als vor Corona

    Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist laut einer Mitteilung zur Online Home Marktet Analysis im Berichtsjahr vom vierten Quartal 2019 bis Ende drittes Quartal 2020 zwar insgesamt leicht rückläufig, hat aber im letzten Quartal einen kräftigen Nachfragschub erfahren. In der vom Swiss Real Estate Instituteder Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) und dem Schweizerischen Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) in Zusammenarbeit mit dem Digital-Immobilienunternehmen homegate.ch erstellten Analyse wird dies an der kürzeren Inseratszeit für im Internet angebotene Eigentumswohnungen festgemacht.

    Im gesamten Berichtsjahr musste in der Schweiz eine Eigentumswohnung im Durchschnitt 86 Tage auf einer Online-Plattform ausgeschrieben werden. Vor der Corona-Krise waren es 60 Tage. Im dritten Quartal 2020 aber sank die Insertionszeit, trotz einer um 8 Prozent höheren Anzahl an Inseraten, auf den rekordtiefen Wert von 52 Tagen. Eigentumswohnungen sind somit aktuell gefragter denn je, stellt die Analyse fest.

    Analysiert wurden Angebot und Nachfrage basierend auf den Inseraten der sieben grossen Schweizer Immobilienmarktplätzen zwischen dem 1. Oktober 2019 und dem 30. September 2020 im Vergleich zur Vorperiode. In der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 wurden in der gesamten Schweiz rund 91’387 Eigentumswohnungen im Internet zum Kauf angeboten, was einer Zunahme von 19 Prozent gegenüber der Vorperiode entspricht.

    Professor Peter Ilg, Leiter des Swiss Real Estate Institute der HWZ, führt den Nachfragezuwachs hauptsächlich auf zwei Faktoren zurück: „Einerseits ist der Nachfrageboom im 3. Quartal auf die aufgeschobene Nachfrage aus den Vorquartalen zurückzuführen, andererseits aber auch auf eine Verhaltensveränderung: Schöner Wohnen ist vielen Schweizern nach dem Lockdown noch wichtiger geworden“, wird Ilg zitiert.

    Jens Paul Berndt, CEO der Homegate AG, wird zitiert: „Wir haben ebenfalls einen starken Anstieg der Besuche und Kontaktanfragen festgestellt. Das ist ein Zeichen dafür, dass Immobilien auch in Zeiten einer Krise ein gefragtes Investitionsobjekt sind.“

  • Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien: Die Schweiz bildet eine Ausnahme

    Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien: Die Schweiz bildet eine Ausnahme

    Die Aktivität auf den weltweiten Immobilien-Investmentmärkten wurde im Jahr 2020 durch die Corona-Krise erheblich beeinträchtigt. Das Gesamtvolumen der weltweiten Gewerbetransaktionen belief sich zwischen Januar und September 2020 auf ca. 510 Mrd. US-Dollar, was einem Rückgang von 31% gegenüber demselben Vorjahreszeitraum entspricht. Die grössere Risikoaversion der Investoren bzw. ihre abwartende Haltung angesichts des weiteren Verlaufs der Pandemie, die erhöhte Fragilität der Mietmärkte und die Probleme bei Besichtigungen von Liegenschaften sind dafür verantwortlich.
    Dennoch gab es im dritten Quartal Anzeichen einer Erholung (+23% QOQ), nachdem im zweiten Quartal 2020 ein Zehnjahrestief erreicht wurde. Dieser Anstieg der Transaktionsaktivität wurde durch die sukzessive Lockerung der Bewegungseinschränkungen sowie die allmähliche Anpassung der Akteure an das neue Marktumfeld begünstigt.

    Amerikanischer Kontinent am stärksten von der Krise betroffen, schwächere Erholung in Europa
    Das Tempo und das Ausmass des Aufschwungs zeigen jedoch deutliche geografische Unterschiede:

    • In Asien, wo das Krisenmanagement im Gesundheitsbereich oft als am effektivsten angesehen wird, verbesserte sich die Stimmung der Anleger zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2020 deutlich und ermöglichte einen Wiederanstieg des Handelsvolumens (+39% QOQ).
    • Der amerikanische Doppelkontinent, der von der Pandemie stärker betroffen war, hat diesen Sommer zwar wieder ein leichtes Wachstum gesehen, konnte den bis zum September aufgelaufenen Rückgang des Investitionsvolumens von -44% (YOY) jedoch nicht ausgleichen.
    • Dank eines Rekordquartals im ersten Quartal liegt Europa in den ersten neun Monaten 2020 nur leicht unter dem Niveau von 2019 (-11% YOY). Das Vereinigte Königreich und Spanien gehören zu den Ländern, die am stärksten von der Verlangsamung der Investitionstätigkeit betroffen sind, während sich Deutschland besser gehalten hat. Im Durchschnitt war der Aufschwung im dritten Quartal 2020 in Europa jedoch wenig ausgeprägt (+9% QOQ).

    Schweizer Investmentmarkt trotzt der Krise
    Die Schweiz ist das einzige europäische Land, das in den ersten drei Quartalen 2020 einen Anstieg der Handelsaktivitäten verzeichnen konnte (+5% im Vergleich zum Durchschnitt 2015–2020). Obwohl die Handelsvolumen während des Lockdowns im zweiten Quartal in gewissen Regionen leicht zurückgingen, konnte der Schweizer Markt im dritten Quartal von einem Nachholeffekt profitieren. In diesem Sommer konnte durch CBRE sogar die grösste Einzeltransaktion in der Geschichte des Landes (auch die zweitgrösste in Europa in diesem Jahr) abgewickelt werden: Der Verkauf des Glattzentrums in Wallisellen (ZH).

    Wie der Vermietungsmarkt auch ist der Schweizer Immobilien-Investmentmarkt zunehmend durch eine geografische und sektorale Differenzierung gekennzeichnet, die durch die Pandemie nochmals verstärkt wurde. Die Nachfrage der Investoren konzentriert sich mehr auf die Kernstädte und den Wohnungsmarkt, und gleichzeitig steigt das Interesse an Logistikimmobilien. In der Tat haben sich die Fundamentaldaten dieser Segmente seit Anfang des Jahres als die stärksten erwiesen. Im Gegensatz dazu sind Einzelhandelsimmobilien und teilweise auch Büroimmobilien in Sekundärstandorten Gegenstand grösserer Vorsicht.
    Die Liquidität sowie das Preisgefüge auf dem Schweizer Immobilien-Investmentmarkt sind intakt geblieben, da institutionelle Investoren nach wie vor einen hohen Anlagedruck aufweisen. Insbesondere die Dominanz von Schweizer Investoren am hiesigen Investmentmarkt hat zur hohen Widerstandsfähigkeit beigetragen, ganz im Gegensatz zu Ländern, die wie das Vereinigte Königreich oder die Niederlande gegenüber internationalen Kapitalströmen deutlich exponierter sind.
    Während die Erholung der Transaktionsaktivität zu Beginn des vierten Quartals 2020 sogar noch weiter angezogen hat, spricht vieles dafür, dass auch für 2021 eine hohe Marktdynamik fortbestehen bleibt.

  • Wirtschaftsraum Zürich überzeugt mit Zugang zu Talenten

    Wirtschaftsraum Zürich überzeugt mit Zugang zu Talenten

    Der Wirtschaftsraum Zürich bietet Unternehmen Zugang zu einem grossen Pool an erstklassigen Talenten. Sonja Wollkopf Walt, CEO der Standortmarketingorganisation Greater Zurich Area (GZA), bezeichnet dies in einem Interview mit der Organisation The Place Brand Observer (TPBO) als eines der wichtigsten Anziehungskräfte des Standorts. Die Schweiz werde in mehreren Ranglisten als die Weltmeisterin für Innovation geführt. Dies haben auch Unternehmen wie Google, IBM, Disney oder Biogen erkannt, welche ihre Forschungsstandorte im Wirtschaftsraum Zürich angesiedelt haben.

    Im Wirtschaftsraum Zürich treffen sich erstklassige Technologie, Schweizer Verlässlichkeit und Stabilität, hebt Wollkopf Walt im Interview hervor. Insbesondere vor dem Hintergrund von globalen Handelskonflikten oder der Corona-Pandemie sei dies ein wichtiger Mehrwert für Unternehmen.

    Trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie als Ganzes habe diese bei manchen Unternehmen auch neue Entwicklungen hervorgebracht oder die Forschungsaktivitäten beschleunigt. Wollkopf Walt hebt etwa HeiQ hervor. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt eine Technologie, durch welche Textilien gegen Viren geschützt werden können. Mit der Technologie behandelte Stoffe können das Corona-Virus zu 99,9 Prozent blockieren.

    Die Kosten in der Schweiz seien zwar höher sind als in vielen europäischen Ländern. Gleichzeitig sei aber fair zu sagen, dass das Verhältnis von Preis und Leistung im Wirtschaftsraum Zürich gut ist, so Wollkopf Walt. Die Arbeitnehmende in der Schweiz hätten eines der höchsten Produktivitätsniveaus der Welt, fügt sie hinzu.

    Wenn es um Start-ups geht, seien in der Greater Zurich Area die drei wichtigsten Faktoren vorhanden, welche für ein blühendes Start-up-Ökosystem nötig sind: Talent, Kapital und Kunden. Wollkopf Walt hebt auch hervor, dass 2019 ein Rekordjahr für Start-up-Investitionen gewesen ist. Ausserdem haben vier Start-ups aus der Greater Zurich Area den Einhorn-Status erreicht – sie werden also mit mehr als 1 Milliarde Dollar bewertet.

  • Immobilienmarkt trotzt der Pandemie

    Immobilienmarkt trotzt der Pandemie

    An der diesjährigen Sommerumfrage haben 300 Akteure am Immobilienmarkt teilgenommen, informiert CSL Immobilien in einer Mitteilung. Die rekordhohe Teilnahme zeige, „wie stark Immobilienunternehmen, Fonds und Investoren zurzeit am Austausch über aktuelle Marktinformationen interessiert sind“, heisst es dort weiter. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge hat der mit der Coronavirus-Pandemie verbundene Wirtschaftseinbruch den Immobilienmarkt nur wenig tangiert.

    „Die Zäsur am Immobilienmarkt durch die Pandemie ist insgesamt deutlich geringer als erwartet“, wird Patricia Reichelt, Leiterin Research & Marktanalyse bei CSL Immobilien, in der Mitteilung zitiert. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge seien im Wohnungsmarkt die Unterschiede zum Vorjahr „sowohl im Eigentumssegment als auch im Mietwohnungsmarkt in allen fünf Regionen so minim, dass kein genereller Trend erkennbar ist“, heisst es in der Mitteilung. Bei der Kaufpreisentwicklung rechnen die Marktakteure damit, dass die Preise für Einfamilienhäuser deutlicher steigen werden als die Preise für Stockwerkeigentum.

    Aber auch die Nachfrage für Büroflächen sei „trotz Corona-Schock weiterhin vorhanden“, schreibt CSL Immobilien. Hier generierten wachsende oder neu gegründete Unternehmen „trotz insgesamt sinkender Gesamtnachfrage“ eine Zusatznachfrage, erläutert das Unternehmen. „Im Wirtschaftsraum Zürich sank die Nachfrage in diesen beiden Kategorien zwar im Vorjahresvergleich um zusammen einen Drittel. Doch immerhin noch 16% der Umfrageteilnehmer gaben an, dass Wachstum oder Neugründungen die Hauptmotivation für die Nachfrage war“, heisst es in der Mitteilung. In Basel wäre dies bei einem Drittel der Befragten der Fall, in Bern bei 16 Prozent. In Genf und Lausanne seien Wachstum oder Neugründungen hingegen nicht als Nachfragegrund genannt worden. Die Zusatznachfrage könnte nach Einschätzung von CSL Immobilien jedoch dazu führen, dass die Nachfrage nach Büroflächen in den kommenden Jahren deutlich weniger stark sinken wird als nach der Finanzkrise 2008.

  • Kantone der BaselArea legen gemeinsamen Wirtschaftsbericht vor 

    Kantone der BaselArea legen gemeinsamen Wirtschaftsbericht vor 

    Erfolgreiches Wirtschafen braucht gute Rahmenbedingungen. Die sind in den drei Kantonen der BaselArea nicht nur derzeit gegeben. „Sie werden ihre Kraft auch in Zukunft entfalten“, heisst es der Medienmitteilung zum gemeinsamen Bericht von Basel-Stadt, Basel-Landschaft und dem Jura. Zu den Veränderungen, die auch durch die Auswirkungen von Corona-Krise und Lockdown, Ausfall und künftiger Neugestaltung von internationaler Arbeitsteilung und Lieferwegen ausgelöst worden sind, zeichnet der Bericht einen optimistischen Blick in die Zukunft. Die regionale Wirtschaft habe in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass sie in der Lage ist, auf Veränderungen zu reagieren und sich positiv zu entwickeln.

    Die drei Kantone arbeiten seit Jahren wirtschaftspolitisch eng zusammen. Für die Regierungen war es deshalb naheliegend, auch einen gemeinsamen Wirtschaftsbericht zu erstellen. Dies geschieht jetzt zum ersten Mal. Den letzten Wirtschaftsbericht haben Basel-Stadt und Basel-Landschaft 2016 publiziert.

    Auf Grundlage dieser Analyse wurden Zukunftschancen und Herausforderungen erarbeitet und benannt. Zusammenarbeiten will man vor allem bei der staatlichen Innovationsförderung und der Standortpromotion. Damit sei mehr zu erreichen als bei den bisherigen Einzelaktivitäten jedes Kantons.

    Im Zentrum des künftigen abgestimmten Vorgehens steht der Verein Basel Area Business & Innovation. Er wird schon jetzt von den drei Kantonen gemeinsam finanziell getragen. Mit dem Dienstleistungsangebot von Basel Area und dem Switzerland Innovation Park Basel Area (SIP) will die Region für Unternehmen, Forschung und Innovation ein attraktives Umfeld schaffen, in dem Forschung und Entwicklung, Dienstleister und Investoren die Voraussetzungen für internationale Kommunikation und Vermarktung vorfinden.

    Der zweite Zusatz-Bericht analysiert die Auswirkungen von COVID-19 auf den Wirtschaftsstandort Basel-Stadt.

  • Nationalrat spricht sich für 70 Prozent Mieterlass aus

    Nationalrat spricht sich für 70 Prozent Mieterlass aus

    Der Nationalrat hat am Dienstag eine Motion der Wirtschaftskammer angenommen. Betriebe, die aufgrund des Coronavirus vom Bundesrat geschlossen wurden, sollen für die Zeit der Schliessung nur 30 Prozent Miete bezahlen. Um Vermieter zu schützen, die dadurch in eine Notlage geraten könnten, soll ein Fonds eingerichtet werden. Dieser soll 20 Millionen Franken umfassen.

    Der Ständerat hat sich am Montag für eine andere Lösung ausgesprochen. Diese würde einen zweimonatigen Mieterlass für Kleinunternehmen sowie Selbständige vorsehen, die eine Bruttomiete von höchstens 5000 Franken pro Monat bezahlen. Fällt die Miete höher aus und Vermieter und Mieter einigen sich auf eine Mietzinsreduktion, soll der Bund einen Drittel der Miete übernehmen. Der Nationalrat lehnte diesen Vorschlag ab.

    Nun muss abgewartet werden, ob die 70:30-Lösung vom Ständerat angenommen wird. Wirtschaftsminister Guy Parmelin hat sich bislang vor einem solchen behördlichen Eingriff in bestehende Mietverträge gescheut. Auch Marcel Hug, CEO des Schweizerischen Verbands der Immobilienwirtschaft (SVIT), hat sich im Interview mit ImmoInvest gegen diese Lösung ausgesprochen.

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  • Immo Messe Schweiz 2020 ist abgesagt

    Immo Messe Schweiz 2020 ist abgesagt

    Die Olma Messen St.Gallen haben entschieden, die Immo Messe Schweiz 2020 definitiv nicht durchzuführen. Ursprünglich wurde die Messe vom 20. bis 22. März auf den 28. bis 30. August verschoben. Die Neubeurteilung der Situation hat jedoch ergeben, dass eine zufriedenstellende Durchführung für alle Beteiligten nicht gewährleistet werden kann.

    Olma Messen St.Gallen will Besuchern jederzeit eine ausgewogene Messe mit einem gewohnt kompetenten Angebot bieten. Da dieser Anspruch aufgrund eingegangener Rückmeldungen seitens der Aussteller nicht erfüllt werden kann, haben die Messe-Verantwortlichen entschieden, die Immo Messe Schweiz 2020 definitiv abzusagen.

    Die nächste Immo Messe Schweiz findet vom 26. bis 28. März 2021 statt.

  • Zürich: Corona-Krise ist für Immobilienwirtschaft eine Herausforderung

    Zürich: Corona-Krise ist für Immobilienwirtschaft eine Herausforderung

    Die langfristigen Folgen der aktuellen Situation sind zwar noch nicht abzusehen, jedoch steht die Schweizer Immobilienwirtschaft vor gewaltigen Herausforderungen.

    Nach Einschätzung der Befragten weisen Wohn- und Logistikimmobilien eine vergleichsweise hohe Stabilität auf. Logistikimmobilien könnten aufgrund der steigenden Belieferungen sogar profitieren, jedenfalls aber ihr Preisniveau halten. Bei den Büro- und Detailhandelsimmobilien rechnen hingegen 76 Prozent mit fallenden Preisen. Vor der grössten Herausforderung stehen jedoch Hotelimmobilien. Entscheidend sei, wie lange die Krise anhält und welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie habe.

    Es gehen 89 Prozent der Befragten von einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld aus und 62 Prozent denken, dass künftige Kreditvergaben restriktiver werden. Für die Milderung der Notlage wünschen sie sich Erleichterungen im Besteuerungs-, Erhebungs- und Vollstreckungsverfahren. Zudem schlägt ein Drittel werden erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten vor und ein Viertel hält den vorübergehenden Verzicht auf die Erhebung der Mehrwertsteuer für ein hilfreiches Instrument.

  • Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Aufgrund der aktuellen Situation und den Massnahmen, gibt es in städtischen und industriellen Gebieten einen Rückgang des Stromverbrauchs von 10 bis 20 Prozent pro Tag. In den Tourismusregionen sogar zwischen 30 und 50 Prozent. Am Wochenende und nachts sind die Rückgänge aber geringer. Zudem verschob sich der höchste Stromverbrauch von der Mittagszeit auf 19 und 20 Uhr.

  • UBS: Die Nervosität an den Märkten ist hoch

    UBS: Die Nervosität an den Märkten ist hoch

    Die Börsen rund um den Globus haben stark korrigiert und die Volatilität ist erheblich gestiegen. Auch die kotierten Schweizer Immobilienfonds konnten sich in den letzten Wochen dieser Entwicklung nicht entziehen, schreibt die UBS in einer Mitteilung. Die Agios bewegen sich mittlerweile im Bereich von rund 15-18%, was leicht unter dem langjährigen Durchschnitt liegt. Überproportionale Korrekturen hätten besonders kommerziell ausgerichtete sowie kleinere Immobilienfonds hinnehmen müssen. Hierbei gelte es die fondsspezifischen Gegebenheiten angemessen mitzuberücksichtigen.

    Negative Auswirkungen auf die Mieterträge
    Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind direkt, dennoch erwartet die UBS bei einer länger anhaltenden Ausnahmesituation auch negative Effekte auf dem Immobilienmarkt. Auf die Mieterträge negativ auswirken könnten sich eine niedrigere Zuwanderung, sinkende Umsätze im stationären Handel sowie die Gastronomie und mögliche Unternehmenskonkurse. Vor diesem Hintergrund dürften hingegen Wohnliegenschaften weniger stark betroffen sein als kommerziell genutzte Liegenschaften. Da die Unterstützung von betroffenen Branchen und Unternehmen zurzeit intensiv diskutiert wird, geht die UBS davon aus, dass mit signifikanten Stützungsmassnahmen seitens des Bundes zu rechnen ist.

    Noch immer attraktive Risikoprämie
    Nach Einschätzungen der UBS dürften die weiterhin tiefen Zinsen stützend wirken und die Nachfrage nach kotierten Immobilienfonds, im Vergleich zu anderen Anlageklassen stabil halten. Die aktuelle Dividendenrendite der kotierten Immobilienfonds von 2.8% würde im Vergleich eine noch immer attraktive Risikoprämie bieten.

  • Beny Ruhstaller: «Auch die SVSM ist jetzt gefordert»

    Beny Ruhstaller: «Auch die SVSM ist jetzt gefordert»

    Im Moment befindet sich die Schweiz, ja die ganze Welt in einer Situation, wie wir sie noch nie erlebt haben. Die Corona-Krise wird auch die Standorte und die Immobilien-Wirtschaft hart treffen. Bereits jetzt sind neue Lösungen für bisher scheinbar in Stein gemeisselte Aufgaben und Prozesse nötig. So findet auch die Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement SVSM virtuell statt – und unseren Hauptanlass, den Tag des Standortmanagements, mussten wir mit grossem Bedauern absagen.

    Die Standortförderer in der Schweiz müssen auch in „normalen“ Zeiten mit bescheidenen Mitteln möglichst viel für ihre Standorte leisten. In der aktuellen Krise sind sie noch stärker auf sich alleine gestellt; Rückhalt und Wertschätzung fehlen vielerorts. Doch gerade jetzt, wo praktisch alle Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen schliessen mussten, werden von den Standort- und Wirtschaftsförderungen Wunder erwartet. Nun gilt es, zusammenzustehen: Der Fokus liegt im Moment auf dem Regionalen, dem Lokalen – was auch eine Chance sein kann, wenn die Beschränkungen für das Gewerbe wieder gelockert werden.

    Die Rückkehr zur «Normalität» nach der Corona-Pandemie wird auf jeden Fall keine Rückkehr in die gleiche Realität sein, wie wir sie bis anhin kannten. Weiterhin – und dann erst recht – werden innovative Lösungen, «Querdenken» und kreative Ideen gefragt sein; auch im Standortmarketing und in der Wirtschaftsförderung. Ohne in Zweckoptimismus verfallen zu wollen: In diesem Sinne kann die aktuelle Situation durchaus als Chance für hoffentlich positive Veränderungen gesehen werden.

    Wir als Verband werden versuchen, unsere Mitglieder bestmöglich bei den aktuellen und noch kommenden Herausforderungen zu unterstützen – sei es mit Informationen, mit Lobbying oder mit der Bereitstellung eines gut funktionierenden Netzwerkes.

  • Credit Suisse: Erste Stimmen eines Crash im Immobilienmarkt

    Credit Suisse: Erste Stimmen eines Crash im Immobilienmarkt

    Durch die Verbreitung des Coronavirus liegen verschiedene Sektoren der Wirtschaft im In- und Ausland still. An eine Rezession 2020 führt kein Weg vorbei, da sind sich die CS-Ökonomen einig. Die Frage ist nur, wie gravierend der wirtschaftliche Rückschlag ausfallen wird. Entscheiden für das Ausmass des Konjunkturschocks dürfte die Dauer des Lockdowns sein. Dieser ist wiederum davon abhängig, wie lange es dauert, bis sich die epidemiologische Lage stabilisiert.

    Verkauf von neuen Wohneinheiten gerät ins stocken
    Welche Auswirkungen die Coronavirus-Krise nach sich zieht lässt sich noch nicht schlüssig beantworten. Trotz den  wieder aufkommenden Befürchtungen über einen Crash erachtet die Credit Suisse den Wohnungsmarkt als stabilen Anker des Immobilienmarktes. Dennoch werden nach Einschätzungen der CS vor allem die Promotoren von Eigentumswohnungen leiden. Sollte die Corona-Krise länger als erwartet dauern, werde der Verkauf von neuen Wohneinheiten erheblich ins Stocken geraten und bei Promotoren zu Liquiditätsproblemen führen. Nach Abflauen der Pandemie dürfte der Markt für Wohneigentum relativ rasch wieder zum Vorkrisenzustand zurückkehren – mit Ausnahme des Luxussegments.

    Verbreitete Unsicherheit, steigende Arbeitslosigkeit
    Wohnungen gewinnen in Zeiten von Home-Office, Social Distancing und geschlossenen Restaurants an Bedeutung. Dennoch rechnen die CS-Experten auch im Mietwohnungssegment mit einer geringeren Nachfrage. Die verbreitete Unsicherheit und die steigende Arbeitslosigkeit werden die Mietwohnungsnachfrage zusätzlich beeinträchtigen. Prognostiziert wird, dass per Stichdatum 1. Juni dieses Jahres zusätzlich 7000 bis 8000  Mietwohnungen leer stehen werden. Ebenso rechnen die CS-Ökonomen, dass sich die Leerstandziffer auf über 2,9% ansteigen und den Druck auf die Angebotsmieten leicht erhöhen wird. Für Besitzer von Mietrenditeliegenschaften, die über grössere Immobilienportfolios verfügen, werde sich dadurch wenig ändern.

    Büroflächenmarkt kommt zum Erliegen
    Die CS-Ökonomen kommen zum Schluss, dass aufgrund der enormen Unsicherheit die Erholung des Büroflächenmarkts relativ rasch zum Erliegen kommt. Sie erwarten, dass die Nettonachfrage nach zusätzlichen Büroflächen in sich zusammenfällt. Unter die Räder kommen dürfte der Retailflächen- sowie der Hotelmarkt. Der Lockdown, beziehungsweise die ausbleibende Nachfrage seitens ausländischer wie inländischer Konsumenten, sorgt  – je länger der Lockdown dauert – für einen weitgehenden Ertragsausfall. Der Anteil des Retailsektors und der Hotellerie am Gesamtbestand des Schweizer Immobilienmarktes  beträgt nur 5 bis 6%. Mit anderen Worten: Der Rückschlag für den Immobiliensektor dürfte sich in Grenzen halten.

    Warnung einer bevorstehenden Krise
    Die Coronavirus-Krise stellt einen Schock dar, wie er in der Wirtschaftsgeschichte nur selten vorkommt. Sofern sei es verständlich, dass erste Stimmen von einer bevorstehenden tiefgreifenden Krise oder Crash im Immobilienmarkt warnen. Dennoch kommen die CS-Ökonomen zum Schluss, dass die Corona-Krise den Schweizer Immobilienmarkt nicht in seinen Grundfesten erschüttern wird. Vor allem aufgrund der höheren Sicherheit der Mietzinseinnahmen. Im Vergleich zu anderen Cashflows werden sich die Investoren hüten, dem Immobilienmarkt den Rücken zu kehren. Ganz im Gegenteil: Man rechnet eher mit einer verstärkten Nachfrage. Unbestritten ist, dass es Blessuren geben wird. Diese würden sich vor allem auf die gewerblichen Immobiliensegmente und dort im speziellen auf den Verkaufsflächenmarkt und den Hotelbereich konzentrieren.

  • Baustellen-Betrieb wird eingeschränkt

    Baustellen-Betrieb wird eingeschränkt

    Die Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeitenden, die Massnahmen der Behörden und die Einschränkung des öffentlichen Lebens, haben Auswirkungen auf das operative Geschäft von Implenia. Deshalb kommt es in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich teilweise zu Unterbrüchen oder Schliessungen von Baustellen. In Schweden und Norwegen werden die Baustellenarbeiten bis auf weiteres normal weitergeführt.

    Unter Einhaltung der notwendigen Massnahmen wird das Tagesgeschäft soweit wie möglich aufrechterhalten. Die vereinbarten Termine mit Kunden, Partnern und werden wann immer möglich eingehalten und bei Baustellenschliessungen wird mit den behördlichen Anordnungen alles getan, um die erstellte Bauleistung zu schützen und die Baustelle für die Dauer der Schliessung zu sichern.

    Dort, wo es aufgrund der ausserordentlichen Lage zu kommt, werden jeweils notwendige Massnahmen geprüft. Das Ziel ist, den wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen, seine Kunden und Partner zu begrenzen sowie die Arbeitsplätze zu sichern.