Schlagwort: CPC

  • Wenn sich Beton verbiegt

    Wenn sich Beton verbiegt

    Die CPC-Betonplatten wurde an der ZHAW in der Fachgruppe Faserverbundkonstruktionen FVK, in Zusammenarbeit mit der Silidur AG, entwickelt. Sie sind sehr dünn, anstatt mit Stahl, mit Carbon bewehrt und stark vorgespannt. 

    Bei der Bogenbank ist es dem FVK-Team der ZHAW gelungen, die ebenen, 24 mm starken Betonplatten CPC 24-2-2 maximal zu biegen. Durch einen langsamen Biegeprozess der Platten entstehen an der Oberfläche geplante, kontrollierte, sehr feine Risse. Aufgrund dieser Haarrisse wird die Platte weicher und der Biegeradius kann schrittweise verkleinert werden. Dank der nichtrostenden Carbonbewehrung führt dies im Gegensatz zu stahlbewehrten Bauteilen zu keinerlei Einschränkungen bezüglich Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit.

    Raffinierte Verbindungen
    Durch die Vorspannung in der Platte möchte sich der Bogen wieder strecken. Dies wird mittels zwei CPC-Keilen verhindert. Dadurch wird das gesamte Bauwerk in Form gehalten und stabilisiert. Alle Verbindungen wurden komplett mit rein mechanischen Steckverbindungen ausgeführt. Auf Stahl, Mörtel oder Kleber wurde gänzlich verzichtet, was einen Rückbau in die ebenen Einzelteile einfach ermöglicht. Die einzelnen Bauteile können nach dem Rückbau der Bank für andere Zwecke wiederverwendet werden.

    CPC-Platten sind extrem flexibel, stecken voller zukunftsträchtiger Vorteile, schonen die Umwelt und sind wiederverwend- oder rezyklierbar.

  • Holcim realisiert Bauwerk in neuer Betonbauweise

    Holcim realisiert Bauwerk in neuer Betonbauweise

    Holcim hat an seinem Werk Hüntwangen die freitragende Brücke namens Bridge to the Future gebaut. Das Unternehmen bezeichnet die filigrane Betonplattform für die Annahme von Aushubmaterial in einer Medienmitteilung als „eines der klimafreundlichsten Bauwerke weltweit“. Diese Brücke ist in enger Zusammenarbeit mit der CPC AG aus Andelfingen und der Fachgruppe Faserverbundwerkstoffe (FVK) an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entstanden.

    Für diese Brücke wurde die Betonplattentechnologie von CPC verwendet und weiter optimiert. Die 2013 gegründete Firma stellt besonders filigrane, tragfähige und langlebige Betonplatten und Bauteile her, die statt mit korrodierendem Stahl mit vorgespannten Carbonfasern (carbon prestressed concrete, CPC) armiert sind. Dadurch können bis zu 75 Prozent Material und damit auch CO2 eingespart werden. Diese Technologie wurde in einer Forschungszusammenarbeit der ZHAW und der Firma Silidur ab 2010 entwickelt und patentiert. Wie es in der Mitteilung heisst, hat sich Holcim „als Beweis für das Vertrauen in die CPC-Technologie“ inzwischen an der CPC AG beteiligt.

    Für die Bridge to the Future setzte Holcim den Angaben zufolge seinen klinkerfreien Zement Locarbo ein. Dieser weise im Vergleich zu einem herkömmlichen Zement 63 Prozent weniger CO2-Emissionen auf. Daraus hat Holcim einen hochfesten Recyclingbeton entwickelt. Dessen CO2-Fussabdruck habe so von 210 auf 138 Kilogramm CO2 pro Kubikmeter reduziert werden können.

    Die FVK unterstützte Holcim mittels Machbarkeits- und Traglastversuchen sowie Berechnungen der Statik. „Dieses Projekt ist für uns ein Highlight“, so FVK-Leiter Josef Kurath. Die einzelnen Materialeigenschaften würden „auf einmalige Art widergespiegelt und optimal ausgenutzt“.