Schlagwort: Crypto

  • BlackRock’s Investment und die Schweiz als aufstrebender Blockchain Hub

    BlackRock’s Investment und die Schweiz als aufstrebender Blockchain Hub

    Auch die Schweiz, die bereits als führender Blockchain Hub und Heimat für bedeutende Akteure im Bereich Blockchain und Kryptowährungen bekannt ist, erkennt das Potenzial, das diese Technologien bieten. Die Schweiz verfügt über eine offene Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten und der Blockchain-Technologie im Allgemeinen. Dies könnte dazu beitragen, das Land als bevorzugtes Ziel für Unternehmen zu etablieren, die nach neuen Standorten suchen, um von der aufstrebenden Branche zu profitieren.

    Angesichts der jüngsten Herausforderungen im Kryptobereich, wie dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX in den USA, erwägen viele Unternehmen alternative Standorte. Hier bietet die Schweiz eine vielversprechende Gelegenheit, indem sie sich als sicherer und attraktiver Standort für die Kryptobranche positioniert. Allerdings sind andere Länder, allen voran Frankreich, bereits aktiv dabei, Krypto-Firmen anzuziehen und regulatorische Lösungen zu erarbeiten, um diesen Unternehmen ein optimales Umfeld zu bieten.

    Die Schweiz, als angesehener Blockchain Hub, darf den Wettbewerb in diesem dynamischen Sektor nicht unterschätzen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Schweiz ihre Vorreiterrolle weiter ausbaut, um sich auch in Zukunft optimal für digitale Finanzprodukte und die Blockchain-Technologie zu positionieren. Die Swiss Blockchain Federation wird sich in den kommenden Monaten weiterhin dafür einsetzen, die Politik, Regulierung, Medien und andere wichtige Akteure auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen.

  • Blockchain-Anwendungen für die Immobilienbranche

    Blockchain-Anwendungen für die Immobilienbranche

    Der Begriff Blockchain dürfte mittlerweile bekannt sein. Die meisten Leute verbinden es mit Kryptowährungen wie Bitcoin und es ist teilweise richtig, obwohl Blockchain die Technologie ist, während Bitcoin eine Anwendung davon ist. Die Technologie mag kompliziert erscheinen, sagt der Schweizer Blockchain-Experte Michael Trübestein, aber er ist überzeugt, dass „die Blockchain-Technologie mit dem Debüt des Internets vergleichbar ist und nicht aufhören wird. Vorerst ist nur ungewiss, wie es sich entwickeln wird».

    Zunächst einmal müssen Sie verstehen, wie es funktioniert: Eine Blockchain besteht aus einzelnen Blöcken, auf denen jeweils Datensequenzen, beispielsweise Transaktionen, gespeichert sind. Eine Blockchain ist ein dezentrales Netzwerk. Das bedeutet, dass jeder, überall auf der Welt, natürlich mit einem Computer an einer Blockchain teilnehmen kann. Jeder an einer Blockchain teilnehmende Computer speichert dieselben einzelnen Blöcke in der exakten Reihenfolge, die die Kette bildet. Jeder Block hat seine eigene "DNA". Ein neuer Computer ist nur erlaubt, wenn er von allen anderen geprüft und verifiziert wurde. Was auf einer Blockchain programmiert wurde, kann von einem Computer nicht nachträglich verändert werden. Um eine Änderung vorzunehmen, müssten alle anderen Computer im Netzwerk eingebunden werden, und genau deshalb ist die Blockchain so sicher. Wenn ein einzelner Computer versucht, die Blockchain zu ändern, wird die Kette sofort unterbrochen und der Täter wird rausgeschmissen.

    In Baar ist «Hello World» die erste Immobilie der Welt, die tokenisiert wird
    Die Möglichkeiten, die die Blockchain-Technologie in der Immobilienbranche bietet, sind enorm, sagt Michael Trübestein, Professor für Immobilienverwaltung an der Universität Luzern mit den Schwerpunkten Real Estate Investment und Real Estate Asset Management. Zahlreiche Unternehmen forschen derzeit nach möglichen Anwendungsgebieten. „Aktuell gibt es nur vereinzelte Anwendungen, etwa im Grundbuch oder im Anlage-/Finanzierungsbereich. Ein konkretes Beispiel ist die weltweit erste Tokenisierung einer Immobilie, Baars ‚Hello World‘-Eigenschaft“, sagt Trübestein. 20 Prozent (3 Millionen Franken) des Wertes von "Hello World" wurden von der Zuger Firma "Blockimmo" tokenisiert und an vier Investoren verkauft.

    Auch Crowdlitoken ist auf Immobilien spezialisiert: Das 2018 gegründete Start-up versteht sich als digitales Immobilienunternehmen. „Anleger können ab einem Betrag von 100 Franken / Euro Beteiligungen an ausgewählten Schweizer Immobilien erwerben. Sie dürfen dann ihr Immobilienportfolio aufbauen, indem sie die gekauften Anleihen (Crowdlitokens ‹CRTs›) individuell auf die verschiedenen Crowdlitoken-Objekte verteilen“, erklärt Domenic Kurt, CEO von Crowdlitoken. Durch die Beteiligung an den Immobilien können Anleger eine jährliche Rendite von 7 Prozent erzielen und sich entscheiden, ob sie monatlich auf ihr Bankkonto oder digital als CRT-Token ausbezahlt werden soll.

    Der Zugang zum Finanzmarkt ist liberalisiert
    Für eine digitale Anleihe wird keine Zwischenbank benötigt und ist daher für den Anleger bequemer. Crowdlitoken hat über 630 Investoren mit einem Volumen von 18 Millionen CRTs und sein Immobilienportfolio wächst stetig. Zu ihren prominenten Nutzern zählen der Schweizer Profifußballer Diego Bena-
    Sohn. Kurt definiert den Unterschied zwischen Crowdlitoken und anderen auf Blockchain-Technologie basierenden Unternehmen so: «Es gibt keine Konkurrenten, die eine so geringe Investition für eine Beteiligung an verschiedenen Immobilien akzeptieren würden. Um Investitionen zu verwalten, können Benutzer mit ihrem Smartphone auf das Portal zugreifen ».

    Dass Blockchain disruptives Potenzial hat, ist sowohl Trübestein als auch Kurt klar. Crowdlitoken-CEO fügt hinzu: „Banken werden für Anlageprodukte wie unseres obsolet. Neue Vertriebswege entstehen und der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert ». Einerseits ist die Digitalisierung des Kapitalmarktes völlig disruptiv, da sie zu einer Öffnung des Finanzmarktes führt. "Es gibt keine Barrieren und die Mindestmengen, um darauf zuzugreifen, sind gesunken." Destabilisierend sei dagegen die Digitalisierung von Titeln: „Das bedeutet, dass sie nicht mehr übertragen werden“
    Werte durch Dritte übertragen und – da sie auf der Blockchain-Technologie basieren – können ohne vorherige Duplizierung versendet werden“, erklärt Kurt.

    Trübestein ergänzt: «Kryptowährungen haben bereits die Welt und das Denken der verschiedenen Marktteilnehmer beeinflusst. Niemand weiß, wie sie sich in Zukunft entwickeln werden, aber die Vorteile sind jetzt schon klar ». Auch in der Schweiz gibt es Voraussetzungen: «Wir haben zielorientierte Rahmenbedingungen und innovative Unternehmen», sagt Trübestein. Bei der Umsetzung von Innovationen ist es wichtig, dass Unternehmen zusammenarbeiten. So ist es zum Beispiel bei «Hello World» passiert: Der Betrieb ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Block-immo, Elea Labs und Swiss Crypto Tokens.

    WAS IST EIN TOKEN?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: ist ein digitales Asset (Token) basierend auf der Blockchain. Es ist die digitale Darstellung eines Titels. Sie enthält die Eigentumsrechte der Anleihe sowie das Rückgaberecht und stellt eine Rückzahlungspflicht dar.

    WAS IST BLOCKKETTE?
    Michael Trübestein, Experte: eine Kette (=Kette) von Informationen (=Block). Sie werden mit einem Zeitstempel versehen und auf verschiedenen Computern gespeichert. Dies gewährleistet eine hohe Fälschungssicherheit. Blockchain-Systeme unterscheiden auch zwischen öffentlichen Netzwerken und privaten Netzwerken. Sie können rund um die Uhr genutzt werden.

    WAS KANN BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE BESSER MACHEN ALS EINE BANK?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: Mit Wertpapieren auf Basis der Blockchain-Technologie ist es möglich, Werte zu senden, ohne sie zu duplizieren. Es ersetzt das Kreditorenbuch und sorgt dafür, dass Transaktionen schlanker, bequemer und effizienter ablaufen.

    Michael Trübestein

    Domenic Kurt