Schlagwort: Dämmstoffe

  • Kapital für industrielle Skalierung gesichert

    Kapital für industrielle Skalierung gesichert

    FenX hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und dabei 8,2 Millionen Franken eingenommen. Angeführt wurde die Runde von den Risikokapitalunternehmen Supernova Invest aus Paris und Move Energy aus Amsterdam. Beteiligt haben sich ausserdem Çimsa, der türkische Zementproduzent und strategische Partner von FenX, die Zürcher Kantonalbank, die beiden Schweizer Wagniskapitalfirmen 4see Ventures aus Chêne-Bougeries GE und buildify.earth aus Risch ZG und mehrere Family Offices aus der Schweiz und aus Frankreich.

    „Diese Investition ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur Dekarbonisierung der Bauindustrie“, wird FenX-Mitgründer und -CEO Etienne Jeoffroy in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert. „Mit dieser Finanzierung sind wir bereit, unsere Technologie in vollem Umfang zu validieren.“

    Die 2019 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich will das frische Kapital den Angaben zufolge dafür einsetzen, seine Mineralschaumtechnologie zu industrialisieren, strategische Partnerschaften beschleunigt auf den Weg und neue Produktlinien auf den Markt zu bringen. Dafür verfolgt FenX ein kapitalarmes Modell: Kunden aus der Branche für Gebäudedämmungen erwerben eine Lizenz für die FenX-Technologie und erhalten im Gegenzug FenX-Schaumadditive, die auf ihre mineralischen Rohstoffe zugeschnitten sind. Für die Produktion setzt sie Produktionsanlagen ein, die in Zusammenarbeit mit MASA WhiteHub, dem deutschen Maschinenbaupartner von FenX, entwickelt wurden. Die Vermarktung des Produkts obliegt dem Lizenznehmer.

    Derzeit baut Çimsa, der erste Kunde von FenX, in Spanien eine erste industrielle Produktionslinie für mineralische Dämmplatten auf Basis der FenX-Technologie. Das Werk soll seinen Betrieb Ende 2025 starten. „Das kapitalarme Geschäftsmodell verschafft dem Unternehmen einen einzigartigen Vorteil für eine schnelle Skalierung“, wird Investment Director Marine Glon von Supernova Invest zitiert.

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion der ETH Zürich (BUK ETHZ) hat eine Kooperation mit der Klimastiftung Schweiz initiiert, um innovative, klimafreundliche Baustoffe und Baumethoden voranzutreiben. Diese Zusammenarbeit beinhaltet die Beurteilung von Förderanträgen sowie die Bekanntmachung und Markteinführung geförderter Innovationen.

    Die Notwendigkeit, den Immobiliensektor an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen, treibt diese Initiative voran. Durch die Prüfung der Praktikabilität neuer Materialien und Methoden an Pilotprojekten und deren Demonstration will die BUK ETHZ das Risiko für Erstanwendungen im Baubereich mindern. Dabei wird die Klimastiftung finanzielle Unterstützung leisten, um die Markteinführung zu erleichtern.

    Beispielhaft für die Art der geförderten Innovationen sind Spin-offs wie FenX, das mineralische Abfälle in nachhaltige Dämmstoffe umwandelt, und Oxara, das zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologien für das Upcycling von Bauschutt entwickelt. Beide Projekte wurden bereits von der Klimastiftung unterstützt. Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ betonen die Bedeutung dieser Kooperation für die Transformation der Baubranche.

  • Swisspor baut in Reiden

    Swisspor baut in Reiden

    Swisspor will in Reiden Mehlsecken ein Produktionswerk für mineralische Dämmstoffe und ein Dienstleistungszentrum errichten. Das international tätige Unternehmen mit Sitz in Stans habe sich das vom Kanton Luzern als strategisches Arbeitsgebiet ausgewiesene Areal im Umfang von 200’000 Quadratmetern kaufrechtlich gesichert, informiert die Staatskanzlei Luzern in einer Mitteilung. Die von swisspor geplante Einrichtung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters wird vom Kanton Luzern und der Gemeinde Reiden unterstüzt.

    Für die eigenen Anlagen wird swisspor 145’000 Quadratmeter der Gesamtfläche des Areals nutzen. Die restliche Fläche ist für Forschungseinrichtungen und andere im Bereich Gebäude- und Umwelttechnologie tätige Unternehmungen reserviert. Die Hochschule Luzern will in Reiden Mehlsecken ihre bereits bestehende Zusammenarbeit mit swisspor ausbauen.

    Darüber hinaus sollen weitere branchenverwandte Betriebe und Forschungspartner angeworben werden. Die Koordinierung dafür habe der Switzerland Innovation Park Central übernommen, heisst es in der Mitteilung. Auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sei angesprochen worden.

    „Wir unterstützen die Entstehung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters mit swisspor und der Hochschule Luzern“, wird Regierungsrat Fabian Peter in der Mitteilung zitiert. Der Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes sieht darin einen doppelte Chance für Region und Kanton: „Einerseits entstehen Arbeitsplätze, Innovation und Wertschöpfung und andererseits ermöglicht das Cluster einen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele.“