Schlagwort: Darlehen

  • Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Mit 166 zu 2 Stimmen hat der Nationalrat am 14. Juni 2025 ein zinsloses Bundesdarlehen für die Erneuerung des Hauptsitzes der Internationalen Organisation für Migration bewilligt. Der Entscheid folgte auf ein bereits im März gefälltes Ja des Ständerats. Die IOM, als Teil des UNO-Systems, spielt eine führende Rolle in der globalen Migrationspolitik. Der aktuelle Standort im Genfer Morillons-Quartier stammt aus den frühen 1980er-Jahren und entspricht weder energetischen, funktionalen noch sicherheitsrelevanten Standards.

    Ivestition mit strategischer Bedeutung
    Die Zustimmung des Parlaments erfolgte, obwohl die IOM kürzlich angekündigt hatte, rund 20 Prozent der rund 1000 Stellen in Genf abzubauen. Hintergrund ist ein Hilfsstopp der USA, einer der Hauptgeldgeber der Organisation. Aussenminister Ignazio Cassis betonte jedoch im Rat, dass das Bauprojekt auch mit reduziertem Personalstand, künftig rund 600 Mitarbeitende, sinnvoll dimensioniert sei. Die Schweiz verfolge mit dem Engagement eine klare gaststaatpolitische Strategie zur langfristigen Stärkung des internationalen Genf.

    Finanzierungsstruktur und Zeitplan
    Das vom Bund gewährte Darlehen über 44,7 Millionen Franken ist zinslos und soll innerhalb von 50 Jahren zurückgezahlt werden. Die Gelder fliessen an die FIPOI (Immobilienstiftung für internationale Organisationen), welche das Projekt verantwortet. Der Kanton Genf beteiligt sich zusätzlich mit 21,6 Millionen Franken. Damit tragen Bund und Kanton etwa zwei Drittel der Gesamtkosten. Bereits 2022 hatte das Parlament ein Vorprojekt mit 5,7 Millionen Franken für Planungsarbeiten unterstützt. Der Baustart ist für Januar 2026 vorgesehen, der Bezug für 2029.

    Genf als strategischer Standort internationaler Organisationen
    Die Unterstützung des Bundes ist als Teil der übergeordneten Gaststaatenpolitik zu verstehen. Genf beherbergt heute mehr als 40 internationale Organisationen und gilt weltweit als einer der bedeutendsten multilateralen Standorte. Die Schweiz verfolgt das Ziel, diese Rolle weiter zu festigen. Nicht zuletzt in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld um internationale Sitze. Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein zentrales Mittel, um Organisationen wie die IOM dauerhaft an Genf zu binden.

    Signal für Kontinuität trotz Unsicherheiten
    Mit der klaren Zustimmung zum Neubau der IOM-Zentrale bekennt sich die Schweiz einmal mehr zu ihrer Rolle als Gaststaat internationaler Organisationen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und interner Kürzungen bei der IOM wird mit dem Projekt ein starkes Signal für die Standortattraktivität und die Verlässlichkeit der Schweiz gesetzt. Ein Aspekt, der für Fach- und Führungskräfte in Diplomatie, internationalen Organisationen und Bauwesen gleichermassen von Bedeutung ist.

  • Stadtrat von Luzern beantragt Darlehen und Kredite für ewl-Areal

    Stadtrat von Luzern beantragt Darlehen und Kredite für ewl-Areal

    Für den Umbau des ewl-Areals in Luzern beantragt der Stadtrat ein städtisches Darlehen in Höhe von 50 Millionen Franken. Ausserdem benötigt er für das sogenannte Projekt Rotpol Sonderkredite in Höhe von fast 83 Millionen Franken, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern.

    Geplant sind 90 gemeinnützige sowie 60 altersgerechte Wohnungen und der Neubau einer Feuerwache für die Berufs- und Milizfeuerwehr inklusive eines Standortes für die Zivilschutzorganisation ZSOpilatus und eines Stützpunktes für den Rettungsdienst des Luzerner Kantonsspitals. Hinzu kommt ein Neubau des ewl-Gebäudes sowie neue Büroräume für mehrere städtische Abteilungen. Aus dem denkmalgeschützten Roten Haus soll ein Treffpunkt für die Öffentlichkeit werden.

    Da der geplante Nutzungsmix auf öffentliche Bedürfnisse zugeschnitten ist, weist der Businessplan der ewl Areal AG eine Gesamtrendite von nur 2,6 Prozent auf. „Die tiefe Rendite ist aufgrund der umfangreichen Nutzungen für öffentliche Zwecke zwar grundsätzlich vertretbar“, heisst es in der Medienmitteilung. Allerdings befinde sich auch die Eigenkapitalquote auf einem tiefen Niveau. Daher beantragt der Stadtrat ein städtisches Darlehen in Höhe von 50 Millionen Franken.

    Für eine Kapitalerhöhung der ewl Areal AG von 6 Millionen Franken um 39 auf 45 Millionen Franken beantragt der Stadtrat überdies einen Sonderkredit von 7,8 Millionen Franken. Weiterhin 25,5 Millionen Franken für den Mieterausbau für die städtischen Nutzungen sowie deren Miet- und Nebenkosten in Höhe von 49,5 Millionen Franken über die nächsten zehn Jahre.

    Der Grosse Stadtrat will am 30. März über die Sonderkredite entscheiden. Aufgrund der Höhe soll zudem eine Volksabstimmung am 18. Juni stattfinden.

  • ZKB bietet Hypothek für gemeinnützige Wohnbauträger

    ZKB bietet Hypothek für gemeinnützige Wohnbauträger

    Die Zürcher Kantonalbank bietet eine neue Hypothek für Wohnungsbaugenossenschaften zu vergünstigten Finanzierungskonditionen an. Gemeinnützige Bauträger profitieren von einem reduzierten Zinssatz um bis zu 0,5 Prozent, heisst es in einer Medienmitteilung. Dieser kommt sowohl bei der Verlängerung bestehender Darlehen zum Tragen als auch bei einer neuen Hypothek.

    Grundvoraussetzung für die Vergabe der ZKB WohnPlus Hypothek ist, dass die Wohnungsmieten des Wohnbauträgers mindestens um 15 Prozent unter den Marktmieten liegen. „Wir wollen damit gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnraum erhalten und fördern“, wird Patrick Bühlmann, Firmenkundenbetreuer der Zürcher Kantonalbank, in der Medienmitteilung zitiert. Denn in den Städten, allen voran Genf und Zürich, führen steigende Mieten zu einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

    Des Weiteren müssen die Antragsteller 29 Kriterien erfüllen, davon sieben Basiskriterien vollumfänglich. Erfüllt der Antragsteller weitere 14 Kriterien in der Stufe 1, erhält er eine maximale Zinsreduktion von 0,3 Prozent. Um die vollen 0,5 Prozent zu erhalten, muss er insgesamt 21 Voraussetzungen erfüllen, angelehnt an die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDG), den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) und die zehn Leitsätze für den gemeinnützigen Wohnungsbau Schweiz.

    Wird bei einem Bauprojekt zunächst die Stufe 1 erreicht, kann der Bauträger weitere Kriterien im späteren Verlauf nachweisen. So will die Bank einen Anreiz schaffen, „auch während der Laufzeit eine weitere Verbesserung hinsichtlich gesellschaftlicher Leistung zu erbringen“.