Schlagwort: Datenmanagement

  • Von Daten zu KI in der Immobilienwelt

    Von Daten zu KI in der Immobilienwelt

    Gerade deshalb lohnt sich der Blick zurück. Denn in den letzten 30 Jahren hat sich die Art, wie Immobilien geplant, betrieben und gesteuert werden, grundlegend verändert.

    Vor 30 Jahren waren viele Prozesse noch erstaunlich analog. Daten lagen in Ordnern und Papierdokumenten, Entscheidungen basierten stark auf Erfahrung, weniger auf systematischen Analysen. Bald begann eine Phase, in der sich die Branche Schritt für Schritt entwickelte: Prozesse wurden digitaler, Daten wichtiger, Gebäude und Unternehmen zunehmend vernetzt.

    In diesem Umfeld entstand Mitte der 1990er-Jahre auch pom+ als Spin-off der ETH Zürich – mit der Idee, Aufgaben, Daten und Prozesse im Bau- und Immobilienbereich stärker zu integrieren. Dreissig Jahre später feiert pom+ Jubiläum und die Grundfrage ist nach wie vor sehr aktuell: Wie lassen sich Immobilien, Organisation und Technologie sinnvoll zusammendenken?

    Technologisch stehen wir heute an einem neuen Wendepunkt. Die Digitalisierung der Immobilien schreitet weiter voran: Cloud-Technologien, IoT und digitale Modelle ermöglichen immer präzisere Abbildungen von Gebäuden. Der sogenannte Digital Twin entwickelt sich zunehmend zur Realität und schafft neue Möglichkeiten zur Automatisierung von Prozessen.

    Parallel dazu verändert sich die Art, wie Unternehmen arbeiten. Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren viele Prozesse verändern – insbesondere dort, wo grosse Mengen Informationen verarbeitet und Entscheidungen heute noch manuell getroffen werden müssen. Unterschiedliche Daten können einfacher analysiert, fertige Ergebnisse automatisiert erstellt und Entscheidungen auch mit Einbezug des Menschen massiv beschleunigt werden. Assistenzsysteme, sogenannte Agents, werden Teil des Arbeitsalltags.

    Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Branche ein interessantes Spannungsfeld: Die technologische Entwicklung schreitet schnell voran, die Umsetzung in den Unternehmen hingegen deutlich langsamer.

    Seit 2016 misst die pom+Consulting AG jedes Jahr im Rahmen der Digital Real Estate & Construction Studie den digitalen Reifegrad der Bau- und Immobilienwirtschaft. Aktuell liegt der Digital Real Estate Index bei 4,3 von 10 Punkten – eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr, aber definitiv kein Quantensprung.

    Künstliche Intelligenz rückt, wenig überraschend, immer stärker in den Fokus. Gemäss der aktuellen Studie zählt Artificial Intelligence & Machine Learning, neben Platforms & Portals sowie Data Analytics erneut zu den am häufigsten eingesetzten Technologien. Die Bewertung von KI fällt jedoch deutlich differenzierter aus als in Vorjahren: Rund zwei Drittel der Befragten sehen darin einen hohen Nutzen. In der letztjährigen Erhebung waren es noch 75 Prozent. Mit häufigerem Einsatz von KI werden zwar die Möglichkeiten der Technologie, aber auch ihre Grenzen deutlich sichtbarer und dadurch Erwartungen realistischer.

    Technologie allein entscheidet also nicht über den Erfolg. Der entscheidende Faktor bleibt die Organisation: Datenqualität, Umsetzungsstärke, klare Verantwortlichkeiten – und die Bereitschaft, bestehende Arbeitsweisen zu hinterfragen.

    Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Parallele zu den letzten 30 Jahren.

    Auch damals ging es nicht nur um neue Technologien, sondern um neue Denkweisen. Künstliche Intelligenz könnte damit zum nächsten grossen Entwicklungsschritt der Branche werden – nicht, weil sie alles verändert, sondern weil sie hilft, die wachsende Komplexität von Immobilien und Organisationen besser zu beherrschen.

  • Switzerland Innovation Park Biel führt fortschrittliches CO₂-Emissionsmanagement ein

    Switzerland Innovation Park Biel führt fortschrittliches CO₂-Emissionsmanagement ein

    In einer Zeit, in der die Reduktion von CO₂-Emissionen oberste Priorität hat, bringt der Switzerland Innovation Park Biel/Bienne (SIPBB) eine zukunftsweisende Lösung auf den Markt. Mit der Einführung der Technologie, setzt SIPBB neue Massstäbe im Emissionsmanagement. Diese Software nutzt Realdaten statt industrieller Durchschnittswerte zur Berechnung des CO₂-Fussabdrucks von Produkten, wodurch Unternehmen ihre Emissionen gezielt reduzieren können.

    Die Implementierung im SIPBB bietet Industrieunternehmen die Möglichkeit, die CO₂-Werte jedes Produkts genau zu quantifizieren und zu verifizieren. Dies ist ein entscheidender Schritt, um den Herausforderungen der digitalen Transformation und den strengen Klimazielen gerecht zu werden. Es wurden zwei spezifische Anwendungsfälle realisiert, die zeigen, wie das Tool die Emissionen von Firmen effektiv mit denen aus ihrer Lieferkette verknüpft, um eine genaue Ermittlung des wahren CO₂-Fussabdrucks zu ermöglichen.

    Die Swiss Smart Factory des SIPBB in Biel bietet Interessierten die Möglichkeit, die Anwendung und Effektivität der Siemens-Lösung unter realen Bedingungen zu testen. Dr. Dominic Gorecky, Leiter, erläutert: «Kunden können hier direkt erleben, wie die Technologie nicht nur nachprüfbare CO₂-Zertifikate generiert, sondern auch die Basis für nachhaltige Produktionsprozesse schafft.» Ein praktisches Beispiel hierfür ist die Drohnenproduktion, die demonstriert, wie das Tool eine nachhaltige Fertigung von der Konzeption bis zur Lieferkette ermöglicht.

    Zusätzlich können interessierte Industrieunternehmen Marktplace Dienstleistungen für verschiedene Anwendungsfälle buchen und den Zertifizierungsprozess sowie das Datenmanagement verfolgen. Stefan Schnider, Country Head von Siemens Digital Industries in der Schweiz, betont: «Die ‚Sustainability Journey‘ ist ein integraler Bestandteil unseres Angebots in der Swiss Smart Factory und wird als Halbtagesworkshop angeboten.»

    Die Anbindung der Betriebstechnologie in der Fertigung und die IT-Systeme an SiGREEN ist essenziell, um einen effizienten Datenfluss und eine automatisierte Erhebung von CO₂-Emissionen auf Produktebene zu gewährleisten. Die erforderliche Expertise in der Datenintegration liefern die Firmen NTT Com und NTT DATA, die als langjährige Partner im Bereich der IT/OT-Konvergenz fungieren.

    Diese Initiative des SIPBB, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Siemens Schweiz und weiteren Partnern, markiert einen wichtigen Fortschritt in der Bemühung, Industrieemissionen zu senken und trägt dazu bei, die Schweiz in ihren ambitionierten Klimazielen weiter voranzubringen. Eine detaillierte Präsentation des Projekts ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant.

  • Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Angesichts des hohen Beitrags der Immobilienbranche zu den globalen Treibhausgasemissionen ist es dringend erforderlich, effiziente Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen zu finden. Wincasa hat sich dieser Aufgabe angenommen und unterstützt seine Klienten aktiv auf dem Weg zu Netto-Null Emissionen. Dabei stösst man auf die Komplexität der Datenerfassung und -verwaltung im Bereich der Nachhaltigkeit, insbesondere angesichts der diversen Datenquellen und der Anforderungen an die Datenqualität.

    Die ESG-Datenmanagement-Plattform
    Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Wincasa in Kooperation mit Novalytica eine ESG-Datenmanagement-Plattform entwickelt. Diese Plattform ermöglicht die Integration verschiedenster Datenquellen und die Auswertung gemäss internationalen Reporting-Standards. Ein wesentliches Merkmal der Plattform ist die Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz zur automatisierten Prüfung der Datenqualität.

    Innovative Werkzeuge auf der Plattform
    Ein Schlüsselelement der Plattform ist der Zirkularitätsindex, ein Werkzeug zur Bewertung der Wiederverwendbarkeit von Materialien in Gebäuden. Dieses Tool ermöglicht es, den Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten Hand in Hand zu bewerten. Darüber hinaus erleichtert der Einsatz von Materialpässen in der Bauplanung die Identifizierung von nachhaltigen und kosteneffizienten Bauvarianten, indem sie eine detaillierte Übersicht über Baustoffe und ihre Eigenschaften bieten.

    Zukunftsperspektiven und Impact
    Durch die Einführung dieser Plattform leistet das Unternehmen einen bedeutenden Beitrag zur Förderung umweltbewussten und ressourcenschonenden Bauens in der Immobilienbranche. Die Plattform stellt nicht nur ein Instrument zur Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards dar, sondern ebnet auch den Weg für zukunftsorientierte, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Bauweisen.