Schlagwort: Deutschland

  • Neue Aufträge in Deutschland stärken Hochbaugeschäft

    Neue Aufträge in Deutschland stärken Hochbaugeschäft

    Implenia zieht in Deutschland Aufträge für Hochbauten mit einem Volumen von mehr als 200 Millionen Euro an Land. Wie es in einer Mitteilung heisst, entsprechen die Projekte „dem strategischen Fokus der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Immobilienprojekte, die umfassende Expertise und langjährige Erfahrung voraussetzen“.

    So wird der Baukonzern im Auftrag des Projektentwicklers und Vermögensverwalters Rock Capital Group als Generalunternehmer in München-Neuhausen das rund ein Hektar grosse Bruckmann Quartier an der Nymphenburgerstrasse zu einem hochwertigen Büroquartier umformen. Dort entstehen in einer Kombination von Neubau und Modernisierung in bester Zentrumslage 28’000 Quadratmeter Bürogeschossfläche. Dabei werden einzelne Gebäudeteile neu gebaut, historische Bauteile erfahren eine Modernisierung im Bestand, ein Gebäude wird aufgestockt, bei einem anderen steht die Fassade unter Denkmalschutz. Baubeginn ist noch 2025.

    In Brandenburg errichtet Implenia als technischer Federführer in einer Arbeitsgemeinschaft mit GP Papenburg ein neues Verwaltungsgebäude, im Ruhrgebiet eine Gesamtschule und in Frankfurt am Main eine Sechsfeld-Sporthalle mit Funktionsgebäuden für zwei Gymnasien. Alle drei Neubauten werden schlüsselfertig übergeben.

    Am Mainzer Zollhafen wird Implenia zum wiederholten Mal aktiv. Für die Projektgesellschaft der BWL Wohnungsbaugesellschaft und der Volksbank Darmstadt realisiert die Gruppe nun das Projekt Rheinwiesen living. Es besteht aus fünf fünfgeschossigen Wohngebäuden mit freiem Blick auf den Rhein. Ausserdem wurde Implenia mit der Errichtung einer Seniorenwohnanlage in Magdeburg sowie mit dem Bau eines Ausstellungs- und Verkaufsgebäudes für die Stark Gruppe in Nürnberg beauftragt.

  • Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Die dhp Technology AG hat laut Medienmitteilung ein Tochterunternehmen im deutschen Stuttgart gegründet. Die Anbieterin des «weltweit einzigartigen Solarfaltdachs» unterstreiche damit ihre Ambitionen, die Energiewende mit innovativen Photovoltaiklösungen auch in Deutschland voranzutreiben, heisst es weiter. Mit der Gründung der dhp Technology Deutschland GmbH lege das Unternehmen den Grundstein für eine langfristige Präsenz im deutschen Markt.

    «Die Expansion nach Deutschland ist eine logische Konsequenz der stark gestiegenen Nachfrage nach unserer innovativen Photovoltaik-Lösung», wird Mitgründer und CEO Gian Andri Diem zitiert. In Deutschland sei das Marktpotential für Solarfaltdächer riesig, insbesondere mit Blick auf Kläranlagen, Parkplätze und Logistikflächen.

    Die Niederlassung in Stuttgart wird von Gian Andri Diem, CEO der dhp Technology, und Torsten Brandstetter als Geschäftsführer geleitet. Brandstetter ist Wirtschaftsingenieur und bringt Erfahrung in der Energiewirtschaft und technologischen Innovation mit.

    dhp Technology ist Entwickler und Anbieter von Solarfaltdächern. Diese sind speziell für die Installation über versiegelten Flächen und bestehenden Infrastrukturen konzipiert. Je nach Wetter falten sie sich automatisch auf oder zusammen. Dies ermöglicht es Gemeinden und Unternehmen, lokal und nachhaltig Strom zu produzieren ohne zusätzliche Bodenfläche zu beanspruchen.

    Schon jetzt sind in drei deutschen Klärwerken Solarfaltdächer von dhp Technology in Betrieb. Weitere zehn Anlagen sind in der Ausführungsphase und sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen, heisst es in der Firmenmitteilung.

  • Wüest Partner erhält Great Place to Work Zertifizierung

    Wüest Partner erhält Great Place to Work Zertifizierung

    «Wir freuen uns sehr über die Great Place to Work Zertifizierung. Engagement, gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen gehören für uns seit jeher zu unserer Unternehmenskultur. Die Auszeichnung spiegelt unseren kontinuierlichen Einsatz für eine starke Arbeitsplatzkultur wider, in der unsere Mitarbeitenden ihr volles Potenzial entfalten können», sagt Patrik Schmid, CEO bei Wüest Partner.

    Die Great Place to Work Zertifizierung basiert auf dem Trust IndexTM, einem standardisierten und international anerkannten Befragungsinstrument. Im Zeitraum Juni 2022 bis Anfang Juli 2023 wurden die Mitarbeitenden von Wüest Partner in Deutschland und der Schweiz zu 60 Aussagen hinsichtlich der Arbeitsplatzkultur befragt. Themen der Befragung waren unter anderem Vertrauen in Führungskräfte, Teamgeist, Wertschätzung, Respekt sowie Identifikation mit dem Unternehmen. Die abschließende Bewertung erfolgt anhand des Trust IndexTM-Scores, der sich aus der durchschnittlichen Zustimmung zu allen standardisierten Trust IndexTM-Aussagen errechnet.

    Wüest Partner Deutschland erreichte einen beeindruckenden Trust IndexTM-Wert von 79 Prozent, Wüest Partner Schweiz sogar 86 Prozent. Diese hervorragenden Ergebnisse unterstreichen das Engagement von Wüest Partner, ein positives und vertrauensvolles Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeitenden geschätzt und unterstützt fühlen.

    «Unsere Mitarbeitenden sind das wichtigste Kapital von Wüest Partner. In einem stark umkämpften Arbeitsmarkt ist es wichtig, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und sich für die Zukunft optimal aufzustellen. Dazu gehört auch, in eine gute Unternehmens- und Arbeitsplatzkultur zu investieren. Die Auszeichnung ist deshalb für uns alle eine zusätzliche Motivation, den eingeschlagenen Kurs weiterzuverfolgen», sagt Marion Fürbeth, Head Group HR bei Wüest Partner.

  • Grundstein für die internationale Renera Group

    Grundstein für die internationale Renera Group

    Seit der Gründung setzt sich Energie Zukunft Schweiz für eine rasche Umsetzung der Energiewende ein. Das Unternehmen ist spezialisiert auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. 2022 verkaufte seine italienische Tochterfirma eine 375 MWp starke Photovoltaik-Projektpipeline an einen der grössten europäischen Energieversorger. «Die Energiewende ist ein weltumspannendes Projekt, deshalb war immer klar, dass wir unser Energiewende-Know-how auch über unsere Schweizer Grenzen hinaus in weitere Länder tragen wollen», sagt Geschäftsleiter Aeneas Wanner.

    Um Synergien zwischen den Ländergesellschaften besser zu nutzen und der Internationalisierung besser Rechnung zu tragen, reorganisieren sich die Firmen jetzt neu als international tätige Gruppe mit Hauptsitz in der Schweiz unter einem gemeinsamen Namen. In Anlehnung an die anbrechende Ära der Erneuerbaren wird die Firmengruppe «Renera» heissen. Der Bereich Energiehandel und Biogas ist der erste, der wechselt. Für Mitarbeitende und Kund:innen habe die Reorganisation positive Konsequenzen, so Aeneas Wanner: «Alle Dienstleistungen werden in der gewohnten Qualität weitergeführt und ausgebaut. Aufgrund der hohen Nachfrage werden wir weiterhin viele neue Arbeitsplätze schaffen und alle bestehenden erhalten. »

    Eine einzige starke Unternehmensmarke für alle Tätigkeiten in Europa soll aufgebaut und gepflegt werden. Die neue Markenstrategie soll die Mitarbeitenden näher zusammenbringen, die Komplexität für Kund:innen reduzieren und Synergien zwischen Ländergesellschaften sowie Geschäftsbereichen schaffen. Um die Positionierung auch visuell zu unterstützen, wurde ein neues Logo und Corporate Design in Zusammenarbeit mit einer spanischen Branding-Agentur entwickelt.

    Warum das Unternehmen so erfolgreich wächst, erklärt sich Aeneas Wanner so: «Unser Erfolgsrezept sind unsere talentierten und engagierten Mitarbeitenden. Dank ihnen werden Projekte Realität, die für Kund:innen und die Umwelt gleichzeitig profitabel sind.» Das Unternehmen ist bekannt für seine «hands-on»-Mentalität, die Mitarbeitenden bezeichnen sich als «Energiewende-Macher:innen». «Unternehmen aus der Energie- und der Immobilienbranche schätzen unsere ganzheitliche Herangehensweise und unser vielfältiges Know-how. Wir können komplexe Energieprojekte nicht nur ausdenken und planen, wir können auch die Umsetzung begleiten und die Resultate anschliessend monitoren.» Aeneas Wanner blickt auch sehr optimistisch in die Zukunft. Die Nachfrage nach Energieeffizienz und erneuerbaren Energien ist gerade enorm. Der Wunsch nach sauberer, verlässlicher Energie und hohe Energiepreise haben dazu beigetragen. «Wir sind jetzt in knapp vier Jahren von 40 auf 200 Mitarbeitende gewachsen, in den nächsten vier Jahren werden wir wohl weitere 500 Arbeitsplätze schaffen.» Nur so könne das Unternehmen seine Vision verwirklichen, eine führende Kraft auf dem Weg in eine vollständig erneuerbare Energiewelt zu sein.

  • Quotenspielraum nutzen, bevor sich das Fenster schliesst

    Quotenspielraum nutzen, bevor sich das Fenster schliesst

    Dass die Immobilienquoten in vielen institutionellen Portfolios die gewählten oder regulatorischen Grenzen bereits erreicht oder teilweise sogar überschritten haben, steht ausser Zweifel. In der jahrelangen Niedrigzinsphase wurde das Immobilien-Exposure zum Teil massiv ausgebaut, weil die regelmässigen Cashflows als geeignetes Substitut für Obligationenerträge galten.

    Ohne einen neuen Franken die Immobilienquote gerissen
    Mit den Kursrückgängen an den Aktien- und Anleihemärkten im Jahr 2022 trat der sogenannte Denominator-Effekt zutage: Die Immobilienquote stieg (ungewollt) weiter, ohne dass ein einziger Franken neu in Immobilien investiert worden wäre, einzig weil die Anteile der anderen Assetklassen relativ zu den Immobilien an Wert verloren. Durch diese passiven Wertverschiebungen sieht sich nun mancher Investor mit einer ausgeschöpften oder gar überhöhten Immobilienquote konfrontiert. Ohne anderslautende Vorgaben gilt für schweizerische Pensionskassen zum Beispiel höchstens 30 Prozent in Immobilien zu investieren, davon maximal ein Drittel im Ausland.

    Vor diesem Hintergrund scheint es zunächst einmal nicht umsetzbar, bei sich bietenden Opportunitäten zuzugreifen und weitere Immobilieninvestments – sei es direkt oder über Fonds – zu tätigen. Ihnen sind scheinbar die Hände gebunden. Das ist ausgerechnet in einer Marktphase wie dieser, in der man antizyklisch agieren könnte, sehr ungünstig.

    Keiner will, aber manche müssen verkaufen
    Nach vielen Jahren, in denen die Immobilienpreise von Rekord zu Rekord geeilt sind, wird es in den kommenden Monaten relativ günstige Kaufangebote am Markt geben. Warum? Verlieren die Immobilienmärkte etwa an Attraktivität? Keineswegs, strukturell sind und bleiben Immobilien im DACH-Raum oder auch in den USA höchst attraktiv. Denn die Nachfrage vor allem nach Wohnimmobilien in den grossen Städten steigt und steigt und kann durch Neubau nicht gedeckt werden. In Deutschland ist man weit von dem Ziel entfernt, die 400’000 neuen Wohnungen pro Jahr zu fertigzustellen, die sich die Bundesregierung vorgenommen hatte. In der Schweiz, in den USA oder in Österreich ist es im Grundsatz nicht anders. Raiffeisen-Chefvolkswirt Martin Neff warnt sogar vor Wohnungsnot in der Schweiz.

    Am Potenzial für die Cashflows hat sich ebenfalls nichts geändert. Ja, die Renditeerwartungen sind gestiegen, was zum Teil etwas niedrigere Bewertungen zur Folge hat. Aber die Immobilie als Assetklasse an sich ist nicht der entscheidende Faktor für das sich ergebende Opportunitätsfenster, sondern die spezifische Situation vieler Eigentümer.

    Spätestens Mitte 2024 schliesst sich das Fenster wieder
    Grosse Bestandshalter müssen in den kommenden Monaten zum Teil Milliarden an auslaufenden Verbindlichkeiten wie Bankdarlehen oder Anleihen refinanzieren, aufgrund der Zinswende aber zu deutlich teureren Konditionen. Mitunter wird das benötigte Fremd- und Eigenkapital auch gar nicht zur Verfügung stehen. Dann wird Liquidität benötigt – und die Eigentümer sind zum Verkauf eines Teils ihres Portfolios gezwungen.

    Doch am Markt treten kaum Käufer auf, weil vor allem die institutionellen Investoren – siehe oben – ja ihre Quoten ausgeschöpft haben. Dann freuen sich die Schnäppchenjäger, die sich von starren Quoten nicht ausbremsen lassen. Und wenn sich das Fenster wieder schliesst und sich die Preise wieder normalisieren – was gegen Mitte 2024 wahrscheinlich der Fall sein wird –, werden die Institutionellen mit einem gewissen Neid auf die jetzt aktiven Käufergruppen schauen.

    Sich nicht in der starren Quote bequem einrichten
    Doch so weit muss es gar nicht kommen. Dazu braucht es aber die Bereitschaft, sich von dem etwas versteiften Verweis auf die Quoten zu lösen. Umgangssprachlich könnte man sagen, dass es an der Zeit ist, die Strassenseite zu wechseln und eine andere Perspektive einzunehmen, die vor allem die Chancen sieht und nach Wegen sucht, diese wahrzunehmen. Das gilt besonders auch im Interesse der Destinatäre, die aufgrund der angestiegenen Inflation mit einem markanten Kaufkraftverlust ihrer Anlageerträge konfrontiert sind.

    So sieht die Regulierung in der Schweiz durchaus Möglichkeiten vor, die Quotenregelung anzupassen. Demnach sind Pensionskassen dazu verpflichtet, für ihre Anlagegelder eine angemessene Risikoverteilung zu wahren sowie ihre kurz- und langfristigen Verpflichtungen einhalten zu können. Um das zu erreichen, können sie auch von Quotenregelungen abweichen.

    Für die Anlagequoten gilt mit gewissen zwingenden Einschränkungen das Prinzip «Comply or Explain». Also: Erfülle die Vorschriften – oder falls nicht: erläutere, warum. Die Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) bietet diesen Spielraum im Rahmen der Asset- und Liability-Verpflichtungen, freilich solange der Grundsatz einer angemessenen Risikoverteilung und der dauernd gewährleisteten Erfüllung der Verpflichtungen gewahrt wird.

    Stiftungsräte sind am Zug
    Allerdings ist das ein strategisches Thema, bei dem besonders auch die Stiftungsräte gefordert sind. Sie müssen die entsprechenden Entscheidungen fällen und in ihren Reglements verankern. Und noch davor müssen die entsprechenden Chancen- und Risikobeurteilungen und eine darauf basierende Diskussion initiiert werden.

    Zeit also, sich über Chancen zu unterhalten und den grossen Herdentrieb zu hinterfragen. Dazu braucht es nur ein bisschen Mut und Entschlossenheit.

  • Start-up smino übernimmt Wiener Bimspot

    Start-up smino übernimmt Wiener Bimspot

    Das Start-up smino mit Sitz in Jona übernimmt den Software-Hersteller Bimspot mit Sitz in Wien. Damit möchte smino zur Standardlösung für Projektmanagement und Kollaboration in der Bauindustrie der DACH-Region werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das Start-up aus der St.GallenBodenseeArea bietet eine digitale Plattform für Planungs- und Bauprojekte in der Schweiz an. 8000 Firmen nutzen bereits die Anwendung von smino, die als Datendrehscheibe bei Bauprojekten fungiert.

    Die Technologie von Bimspot, mit der Gebäudeinformationen aus Modellen für digitale Bauplanung (Building Information Modeling/BIM) zusammengeführt, strukturiert und automatisch auf Fehler und Vollständigkeit geprüft werden, soll nach der Übernahme in die Plattform von smino integriert werden.

    Dadurch soll sich der Funktionsumfang für Anwender im Bereich BIM-Prozessabwicklung erweitern. Die Mitarbeitenden von Bimspot sollen das Team von smino ergänzen. Von einem neuen Standort in Wien aus sollen die BIM-Experten und Software-Entwickler die Weiterentwicklung der Technologie und deren Vertrieb vorantreiben.

     „Mit dieser Übernahme werden wir die Marktführerschaft im Bereich BIM übernehmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich unsere beiden Angebote ideal ergänzen und wir den Kunden dadurch einen weiteren echten Mehrwert bieten können“, wird Silvio Bee, Mitbegründer und Managing Partner der smino AG, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Fünf Finalisten für ULI Europe Awards for Excellence 2022

    Fünf Finalisten für ULI Europe Awards for Excellence 2022

    «Mit den Auszeichnungen wird der gesamte Projektentwicklungsprozess gewürdigt, von der Planung und dem Bau bis hin zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit, dem Design, dem Management und den Auswirkungen auf die Gesellschaft.  

    Die diesjährigen Finalisten umfassen eine Vielzahl von Projekten aus verschiedenen Sektoren und mit unterschiedlichen Nutzungsarten, wobei der Schwerpunkt auf der Kombination unterschiedlicher Nutzungen, Nachhaltigkeit, Wiederverwendung und Umnutzung sowie der Gestaltung von Standorten und der Bildung von Quartieren liegt. 

     Die fünf Finalisten in alphabetischer Reihenfolge: 
      
    Hammerbrookyln Digital Pavilion, Hamburg, Deutschland (Entwickler: Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG. Eigentümer: Hammerbrooklyn Immobilien GmbH. Architekt: LP Spine Architects); nachhaltiges digitales Zentrum und intelligentes Bürogebäude 

    Latitude, Courbevoie, Paris, Frankreich (Bauherr und Eigentümer: Générale Continentale Investissements. Architekt: Studios Architecture); umgestaltetes und erweitertes Bürogebäude aus den 1970er Jahren 

    MÉCA (Maison de l’Économie Creatives et de la Culture en Aquitaine) Bordeaux, Frankreich (Bauherr und Eigentümer: Region Nouvelle-Aquitaine. Architekten: BIG-Bjarke Ingels Group; FREAKS freearchitects; Lafourcade-Rouquette Architectes); Zentrum für zeitgenössische Kunst, in dem drei Institutionen zusammengeschlossen sind 

    Norblin Factory, Warschau, Polen (Entwickler und Eigentümer: Capital Park Group; Architekt: PRC Architekci); multifunktionaler Komplex für hochmoderne Büros sowie Kultur-, Freizeit- und Einzelhandelsangebote 

    Quai des Caps, Bordeaux, Frankreich (Entwickler: Fayat Immobilier & Pitch Promotion. Bauherr: Keys REIM, Caisse des dépô Architekten: Chartier Dalix, Hardel et Le Bihan, Moon Safari et Marjan Hessamfar & Joe Verons, und Jacques Ferrier); Komplex mit gemischter Nutzung im erneuerten Herzen der Hafenstadt 

    Die Jury, die sich aus Immobilienexperten aus den Bereichen Architektur, Gewerbeimmobilien, Entwicklung, Investment, Immobilienverwaltung sowie öffentlich-private Partnerschaften zusammensetzt, wird nun den Sieger für die EMEA-Region ermitteln. 

    Die Projekte werden danach bewertet, inwieweit sie: 

    • eine Akzeptanz auf dem Markt erfahren und damit für finanziellen Erfolg stehen; 
    • einen hohen Standard in den Bereichen Architektur, Design, Planung, Bau, Ausstattung, Wirtschaftlichkeit sowie Management erzielen; 
    • Relevanz für die gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnisse der Gesellschaft, in der sie angesiedelt sind, aufweisen; 
    • Innovation durch Techniken, Prozesse oder Partnerschaften bieten; 
    • eine positive Auswirkung auf das Gemeinwesen und/oder ihr unmittelbares Umfeld haben, z.B. durch Förderung von Gerechtigkeit und Integration; 
    • sich durch ökologische Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Widerstandsfähigkeit auszeichnen; und 
    • Modelle, Strategien oder Techniken bereitstellen, die repliziert oder angepasst werden können. 

    Die Jury wählt nicht nur die Gesamtsieger aus, sondern berücksichtigt auch „besondere Erwähnungen“ für Projekte, die in einem bestimmten Bereich, wie bezahlbarer Wohnraum, sozialer Wert, Klimawandel / Widerstandsfähigkeit / Nachhaltigkeit, Biowissenschaften, Umnutzung, kreative Ortsgestaltung / Kunst & Kultur / Engagement für die Gesellschaft, Gesundheit und Wohlbefinden sowie intelligente Technologie herausragend sind. 

  • BIM-Daten helfen bei Rohstoffknappheit und Materialmangel

    BIM-Daten helfen bei Rohstoffknappheit und Materialmangel

    Mit zunehmendem Digitalisierungsgrad steigen für die Bauindustrie die Chancen, ihre Lösungen in den Plänen der Architekten zu verankern und dadurch öfter als Leitprodukt ausgeschrieben zu werden. Zudem lassen sich Informationen über Verfügbarkeiten und Lieferzeiten einfacher ergänzen. Noch allerdings hinkt der Digitalisierungsgrad der Bauindustrie dem BIM-Experten Matthias Uhl zufolge in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße anderen Branchen hinterher. „BIM stellt eine der größten Chancen der letzten Jahrzehnte dar. Vom Entwurf bis hin zum Betrieb des Bauwerks lassen sich Prozesse und Schritte effizienter, günstiger und transparenter abbilden. Doch dafür müssen Baustoffhersteller ihre Daten jetzt digital aufbereiten und bereitstellen”, konstatiert Uhl, der mit BIM & More Orchestra eine BIM-Lösung für Hersteller entwickelt hat. Er nennt drei Gründe, warum Hersteller jetzt ihr Produktportfolio digital aufbereiten und Planern und Architekten BIM-Daten liefern müssen. 

    Erstens: Bau- und Immobilienbranche sind bereits digital 
    Der Digitalisierungsgrad der großen Bau- und Immobilienunternehmen in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren eine signifikante Größe erreicht. Die großen Player der Branche wie Drees & Sommer, Goldbeck oder ZECH machen zusammen einen großen Anteil des gesamten Planungsvolumens aus. Sie haben sich mittlerweile schon so weit digitalisiert, dass sie zunehmend auf digitale Produkte angewiesen sind. „Sie greifen aus einer Notwendigkeit heraus auf die Produkte zurück, die in den führenden Planungsprogrammen in den entsprechenden Detailtiefen zur Verfügung stehen”, erklärt Uhl. Baustoffherstellern muss bewusst werden, dass sie im digitalen Kosmos nur existieren, wenn sie digital sichtbar sind. Gerade angesichts der Liefer- und Materialengpässe ist die digitale Sichtbarkeit wichtiger denn je für Planer, um über technische Spezifikationen hinaus Preise und Verfügbarkeiten zu prüfen. 

    Zweitens: Alle Zukunftstrends haben eine digitale Komponente  
    Bauweisen und Trends entwickeln sich zunehmend aus der Digitalisierung heraus. Uhl: „Ob Modulbau, Nachhaltigkeit oder das Thema Vorfertigung: Alle relevanten Ideen haben eine digitale Komponente. Ohne Digitalisierung in Planung und Umsetzung geht es gar nicht.” Auch dies spreche dafür, dass Hersteller ihre Daten jetzt digital liefern müssen, wenn sie an den Megatrends teilhaben oder sie gestalten wollen. Mit der Menge an Daten erhöhen sich für Planer und Büros die Kombinationsmöglichkeiten, mit denen sich nicht nur neue bauliche Lösungen finden lassen. Zudem werden Alternativen sichtbar bei anderweitigen Nichtverfügbarkeiten. 
    „Blicken wir exemplarisch auf den Megatrend Nachhaltigkeit am Beispiel des Building Circularity Passports im Koalitionsvertrag”, nennt Uhl ein anderes Beispiel aus dem Klimaschutz. Die Bundesregierung habe mit dem Building Circularity Passport das Thema Kreislaufwirtschaft als verpflichtendes Element für die Zukunft im Koalitionsvertrag verankert. Erst der Zugang zu transparenten Produktinformationen erlaubt Überlegungen zur Kreislauffähigkeit. Ohne Informationen zur stofflichen Zusammensetzung, Herstellungsweise, Lebensdauer, Reparaturfähigkeit und Verwertungsoptionen der Produkte funktioniert die Circular Economy nicht. „Produktinformationen bilden die Basis für einen Übergang zur Kreislaufwirtschaft”, so Uhl. Noch gebe es keine Gesetze, aber sie würden bald kommen. Die ersten Kommunen in Deutschland wollen unabhängig von der Gesetzgebung für ihre Neubauten den Building Circularity Passport einführen. Bei allen neuen Schulen, Kindergärten oder Bürogebäuden werden Produkte erforderlich, deren Kreislauffähigkeit bewertet, berechnet und zertifiziert wurde. 

    Drittens: Komplexität der Planungsprozesse steigt und damit der Datenbedarf 
    Ein weiterer Grund für die BIM-Datenbereitstellung: Die Anforderungen an Planungsprozesse und dadurch an Planer im Sinne von Nachweisen und Berechnungen werden immer komplexer. Planer und Architekten öffnen sich deshalb zunehmend für Unterstützung aus der Industrie. „Während heute Nachweise in Sachen Kreislaufwirtschaft eine immer größere Rolle spielen, waren es früher bauphysikalische Anforderungen wie Energieverbräuche, etwa bei der Energieeinsparungsverordnung (EnEV), bei Passivhaus-Berechnungen oder Plusenergiehaus-Konzepten. Diese Themen erfordern aufseiten der Planer ein neues Maß an Datenmenge und Informationsqualität”, erläutert Uhl. Dieser Bedarf würde weiter zunehmen. Auch dieser Umstand verlangt von der Industrie, jetzt Daten digital zur Verfügung zu stellen. „Nie waren Produktinformationen von der Industrie populärer als heute. Nie war es für Hersteller einfacher, Akzeptanz bei Planern zu erreichen”, resümiert der BIM-Datenexperte. 

  • Yukon zukünftig auch in der Schweiz

    Yukon zukünftig auch in der Schweiz

    Der Fokus der Projektmanagement- und Beratungsleistungen von Yukon liegt auf der Implementierung von kollaborativen Projektabwicklungsmodellen und Lean Management-Ansätzen bei anspruchsvollen Bauvorhaben. So begleitet das Unternehmen aktuell die meisten Projekte in Deutschland, die im Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) mit Mehrparteienverträgen durchgeführt werden. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen aus der Industrie und der Immobilienwirtschaft sowie öffentliche Bauherrenorganisationen. 

    Auch in der Schweiz hat Yukon bereits erste Aufträge erfolgreich abgeschlossen. Mit der neuen Niederlassung bietet Yukon den Kunden in der Schweiz neu das gesamte Leistungsportfolio im Lean Project Management an.  

    Die neue Niederlassung in Rotkreuz wird durch Thomas Hänggi vertreten. Er bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie im Projektmanagement in der Baubranche und in anderen Industrien mit. Wir freuen uns, mit ihm einen ausgewiesenen Experten im Bereich Integrierte Projektabwicklung und Lean Management im Bauwesen für unser Engagement in der Schweiz zu gewinnen.

  • Energieeffizienz macht Gebäude sparsamer

    Energieeffizienz macht Gebäude sparsamer

    Nirgendwo sonst wird so viel Energie verbraucht, wie im Gebäudebereich. So entfallen in Europa rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und 36 Prozent der Treibhausgasemissionen auf diesen Sektor. Die Talkpool AG trägt mit ihren Smart-Buildings-Technologien dazu bei, Gebäude energieeffizienter zu machen. Etwa über intelligente Sensoren, mit denen sich die Raumluft und das Raumklima automatisch steuern und optimieren lassen. „Unsere Technik hilft nicht nur, den Energiebedarf von Gebäuden signifikant zu senken, sondern spart in entsprechendem Maße auch die Kosten dafür“, sagt Aurelius Wosylus, Group Chief Commercial Officer bei der Talkpool AG. Er verweist dabei auf die rasant gestiegenen Energiepreise und rät Gebäudebetreibern, das Problem jetzt anzugehen. 

    Allein in Deutschland gibt es 21 Millionen Gebäude, davon rund 19 Millionen Wohngebäude und etwa 2 Millionen Nicht-Wohngebäude. Zusammen verbrauchten sie im Jahr 2019 rund 865 Terrawattstunden (TWh) Energie. Mit 76 Prozent entfällt dabei der mit Abstand größte Teil auf die Raumwärme (658 TWh). Schon damals im Jahr 2019, also noch vor dem Energiepreisschock, beliefen sich die Kosten für Raumwärme, Warmwasser und Beleuchtung in Gebäuden in Deutschland auf geschätzte 73 Milliarden Euro. Zwar hat sich der Endenergieverbrauch im Gebäudebereich in den vergangenen Jahren leicht reduziert, aber nicht in dem Umfang, der für das Erreichen der Klimaziele notwendig wäre. Das liegt auch daran, dass rund ein Drittel der Gebäude in Deutschland und Europa älter sind als 50 Jahre. Gerade betagtere Gebäude verfügen häufig nur über unzureichende HLK-Systeme. HLK steht für Heizung, Lüftung und Klimatechnik und bezieht sich auf die verschiedenen Systeme in einem Gebäude, die für Wärmeregulierung, Innenraumkomfort und Luftqualität verantwortlich sind. 

    Überzeugende Lösungen zur Energieeinsparung in Gebäuden 

    Das international aufgestellte Unternehmen mit Hauptsitz im Schweizer Chur hat Lösungen entwickelt, mit denen sich bei bestehenden HLK-Systemen Energie- und Kosteneinsparungen von 10 bis 25 Prozent erzielen lassen. Aurelius Wosylus, erklärt die dahinterstehende Technologie: „Die Basis bilden unsere drahtlosen Raumklimasensoren. Diese überwachen, nachdem sie im Gebäude installiert wurden, in Echtzeit die verschiedenen Parameter wie Raumwärme und Luftqualität.“ Dieser Input gehe per Internet-Gateway an einen selbstlernenden Steueralgorithmus. Die KI, so Wosylus weiter, greife dabei auch auf externe Daten zu, wie etwa zur Wetterlage oder zur Entwicklung der Energietarife. „Auf diese Weise steuert die KI in einem ständigen Verbesserungsprozess das HLK-System, um die Raumklimaqualität zu maximieren und den Energieverbrauch zu optimieren.“ 

    Das System ist bereits in Gebäuden mit einer Fläche von insgesamt mehr als einer Million Quadratmeter installiert. Mit durchweg sehr guten Ergebnissen. Als Beispiel nennt Wosylus ein Hotel- und Büroprojekt in Schweden mit einer Fläche von rund 25.000 Quadratmetern. „Unsere Analyse zeigt, dass sich nicht nur die Luftqualität und damit der Wohlfühlfaktor in erheblichen Umfang verbessert hat, sondern auch der Energieverbrauch für die Heiz- und Kühlsysteme zwischen 20 und 25 Prozent gesenkt werden konnte.“ Es habe nicht einmal ein Jahr gedauert, so Wosylus, bis das Projekt seine Kosten für den Gebäudebetreiber wieder eingespielt hat. 

  • Grösstes Holzmodul-Werk Deutschlands

    Grösstes Holzmodul-Werk Deutschlands

    Die Renggli Deutschland GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der vier Gesellschafter Renggli AG, Saxovent Smart Eco Investments GmbH, Sächsische Ärzteversorgung (SAEV) und der MQ Real Estate GmbH. Die Renggli AG engagiert sich als Knowhow- und Kompetenz-Träger. Das neue Werk entsteht in Eberswalde (Bundesland Brandenburg), rund 40 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Im Februar 2022 wurde der Kaufvertrag für das Grundstück der Produktionsstätte unterzeichnet. Der Baustart erfolgt im dritten Quartal 2022, die Fertigstellung ist auf Ende 2023 geplant. Im modernen Werk werden dann ab 2024 auf rund 20’000 Quadratmetern Produktionsfläche Holzmodule für nachhaltige und klimagerechte, mehrgeschossige Gebäude hergestellt.

    Grosses Potential in Deutschland

    Im Grossraum Berlin ist das Potenzial für seriell und industriell gefertigte Holzmodule gross. Beim Modulbau werden ganze Raumeinheiten im Produktionswerk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Modulare Bauten erfüllen heute alle Ansprüche moderner und nachhaltiger Immobilien und bieten eine Lösung für die Realisierung von attraktivem, bezahlbarem und klimagerechtem Wohnraum. So meint Samuel Renggli: «Wir wollen die grosse Nachfrage nach Holzbaukapazitäten im Raum Berlin/Brandenburg bedarfsgerecht bedienen und damit einen wesentlichen Beitrag zum ressourcengerechten und klimaneutralen Bauen leisten. Mit der Leistungsfähigkeit dieses modernen Produktionswerkes erfüllen wir die hohen Ansprüche an Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit.»

    Marktaufbau in Deutschland – Weiterentwicklung in der Schweiz

    Die Investition ist die konsequente strategische Weiterentwicklung der Aktivitäten in Deutschland und basiert auf dem langfristig ausgelegten Businessplan der Renggli AG. Das Engagement in Deutschland wird die Tätigkeiten in der Schweiz nicht tangieren. Die Renggli AG wird, parallel zum Aufbau in Deutschland, in der Schweiz wie geplant die Marktposition weiter stärken und in die Digitalisierung und Weiterentwicklung des Unternehmens investieren. Im Produktionswerk in Schötz (LU) realisiert die Renggli AG weiterhin industriell gefertigte, hochwertige und klimagerechte Gebäude in Element- und Modulbauweise. Sie bedient damit die Nachfrage aus der Schweiz nach architektonisch anspruchsvollen, mehrgeschossigen Holzbauten für Wohnüberbauungen, Büro- und Gewerbebauten oder Kindergärten und Schulen. 

  • Hybridbauten aus Holz haben Zukunft

    Hybridbauten aus Holz haben Zukunft

    Herr Wappner, der Baustoff Holz gehört zu den ältesten in Mitteleuropa. Wir alle kennen Pfahlbauten oder mittelalterliche Fachwerkhäuser. Heutzutage allerdings sind Holzgebäude rar. Seit wann ist Holz vor allem im urbanen Kontext des Bauens in Vergessenheit geraten und warum?

    Es ist richtig: Der Baustoff Holz wurde für die Errichtung von Gebäuden früher sehr viel häufiger verwendet. Das liegt vor allem daran, dass Holz in unseren mitteleuropäischen Regionen schon immer ausreichend verfügbar war – auch weil die klimatischen Verhältnisse in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern das zügige Nachwachsen begünstigen. Durch den enormen Einsatz beim Bauen in den zurückliegenden Jahrhunderten haben Handwerker über viele Generationen hinweg hervorragende Kenntnisse und Fähigkeiten entwickelt, mit diesem Material zunehmend kreativer, geschickter und effizienter umzugehen. Davon profitieren wir noch heute.

    Vor allem im städtischen Kontext ist Holz aber im Zuge der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts stark in Vergessenheit geraten oder hat als Baustoff industriell gefertigte Konkurrenz erhalten. Maschinell hergestellte Baustoffe wie Ziegel oder Beton wurden zunehmend bevorzugt. Denn sie konnten günstiger, schneller und in großen Mengen produziert werden. Außerdem waren viele unserer Städte früher komplett aus Holz gebaut und sind teilweise in ihrer Geschichte mehrere Male abgebrannt. Holz war daher in den Köpfen der Menschen als Gefahrenquelle verankert. Der bauliche Brandschutz im Zusammenhang mit dichter innerstädtischer Bebauung war also schon immer ein Thema im Städtebau. Im Gegensatz dazu konnten im Industriezeitalter mit brandresistenteren Baustoffen bessere Sicherheitsnachweise und damit auch mehr Vertrauen bei den Menschen erzeugt werden. Das ist einer der Gründe dafür, dass die industriellen Baustoffe das Material Holz gerade im europäischen Städtebau immer mehr verdrängt haben.

    Wie erklären Sie sich den aktuellen Boom rund um den Holzbau?

    Der Holzbau-Boom wurde eindeutig ausgelöst durch das wachsende ökologische Bewusstsein in der Gesellschaft. Holz als Baustoff ist so attraktiv, weil wir mit einem nachwachsenden, ressourcenschonenden und kreislaufgerechten Rohstoff arbeiten. Mit Holz können wir CO2 in Gebäuden speichern und setzen damit der energetisch aufwendigen Produktion anderer Baustoffe und deren Einsatz ein nachhaltiges und umweltschonendes Statement entgegen. Die CO2-Bilanz von Holz ist im Vergleich zu anderen Baustoffen unschlagbar gut. Aber Holz ist nicht unendlich verfügbar, sodass wir klug mit den Ressourcen umgehen müssen.

    Ermöglicht wird der aktuelle Boom zudem durch die umfassende Forschung in den vergangenen Jahren – gerade in Regionen wie Vorarlberg, Graubünden oder Südtirol, aber auch im Schwarzwald und dem Allgäu. Wir verfügen damit heute über ein sehr großes Wissen über das Material, das gepaart ist mit den Jahrhunderte alten überlieferten handwerklichen Erfahrungen. So gibt es mittlerweile hervorragende Möglichkeiten, die Tragfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit von Holz gegen Brände in Langzeitversuchen optimal zu testen.

    Eine weitere große Rolle spielt die Digitalisierung. Die CNC-Technologie und andere technische Revolutionen waren hier ein echter Quantensprung. Durch technisch basierten Maschineneinsatz kann Holz heute bis auf den Millimeter genau bearbeitet und vorproduziert werden. Das geschieht dann auch direkt in einer Werkstatt, wo die Bauteile im Trockenen vorgefertigt und teilweise schon aufgebaut werden können. Dieser hohe Vorfertigungsgrad von modularen Holzelementen spart viel Zeit und Kosten.

    Durch all diese Entwicklungen ist Holz als Baustoff in den vergangenen Jahren wieder sehr spannend geworden – und das Vertrauen in das Material ist enorm gewachsen. Zudem hat Holz auch viele weitere Vorteile, die die Menschen schätzen: Es riecht gut, sieht vertraut aus und fühlt sich angenehm an.

  • ACRON akquiriert zertifiziert nachhaltige Büroimmobilie in Leudelingen, Luxemburg

    ACRON akquiriert zertifiziert nachhaltige Büroimmobilie in Leudelingen, Luxemburg

    „Mit der Beteiligung an dem vollvermieteten und nach ökologischem Stand der Technik konzipierten Bürogebäude WOODEN bieten wir unter anderem deutschen Anlegern eine direkte Investition in eine nachhaltige Immobilie. Mit der Investition in dieses Projekt haben die Anleger beste Aussichten auf eine stabile und zukunftsträchtige Investition“, sagt Kai Bender, Geschäftsführer der ACRON GmbH.

    Wooden SA ist Eigentümerin der Büroimmobilie WOODEN, deren Nutzfläche von 9.462 m² vollständig an renommierte Finanzunternehmen vermietet ist. Das Gebäude wird unter anderem den Hauptsitz der Bâloise Assurances Luxembourg beherbergen. Die Bâloise mietet rund 82 Prozent der gesamten Nutzfläche für bis zu 15 Jahre an. Die verbleibenden rund 18 Prozent werden von der CLE (Compagnie Luxembourgeoise d’Entreprises) bis mindestens Ende 2028 genutzt.

    Das erste Holz-Bürogebäude dieser Größe in Luxemburg ist ein „Pionierprojekt“ an einem begehrten Standort in Leudelingen. Die wachsende Bedeutung und die rasante Entwicklung haben Leudelingen bereits zum wichtigsten Ballungsraum Luxemburgs und zu einem der Top-Standorte für Immobilien im Land gemacht.

    Die Mieter werden ihre Büroräume voraussichtlich ab Ende 2022 beziehen können.

    Diese Anlagemöglichkeit steht semiprofessionellen und professionellen Investoren aus Deutschland über die eigens zu diesem Zweck gegründete ACRON LUX REAL ESTATE I S.C.S. (ISIN: LU2399210942) offen. Nach vollständiger Platzierung des Investments in diesen Club-Deal bei 10 bis 15 Anlegern wird sich die Zusammensetzung des Investorenkreises bis zum Exit voraussichtlich nicht mehr ändern. Ziel des Unternehmens ist es, WOODEN zu entwickeln, die Immobilie zu halten und zu verwalten und sie später mit Gewinn zu verkaufen.

    BREEAM ist das weltweit führende Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen, das den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden einbezieht – vom Neubau über die Nutzung bis zur Instandhaltung. WOODEN wurde mit „BREEAM Excellent“ bewertet. Der WELL-Gebäudestandard wurde entwickelt, um Gesundheit und Wohlbefinden in Gebäuden weltweit zu fördern. Die in der Immobilie verbauten Holzarten stammen ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus PEFC-zertifizierten Wäldern im Großraum Luxemburg. Für jeden gefällten Baum werden ein oder zwei neue angepflanzt.

  • Catella Group zieht sich aus Immobilienberatungsgeschäft in Deutschland zurück

    Catella Group zieht sich aus Immobilienberatungsgeschäft in Deutschland zurück

    Nach einer strategischen Überprüfung des Geschäftsbereichs Corporate Finance hat Catella beschlossen, seine Aktivitäten in Deutschland zum 30. Juni 2022 zu beenden. Nach der Umstrukturierung wird man sich künftig auf die Bereiche Investment und Asset Management konzentrieren. Mit den Immobilienfonds der Catella Real Estate AG (CREAG) und der Catella Residential Investment Management (CRIM) sowie der Projektentwicklungsgesellschaft Catella Project Management (CPM) wird Deutschland weiterhin der größte Markt für sie sein.  

    Die Catella Gruppe ist einer der führenden Spezialisten für Immobilieninvestments und Fondsmanagement und in 14 europäischen Ländern aktiv. 

  • Kompotoi spürt den Frühling

    Kompotoi spürt den Frühling

    Mit dem Frühling kommt auch wieder der Bedarf nach Toilettenhäuschen im öffentlichen Raum. Kompotoi, der Zürcher Anbieter von Komposttoiletten, ist seit dem letzten Montag im März denn auch wieder mit über 20 seiner Toilettenhäuschen in der Stadt Zürich zu finden. Sie stehen etwa auf der Saffainstel bei der Landiwiese, auf dem Bullingerplatz und im Hohensteinpark auf dem Uetliberg, wie das Unternehmen mitteilt.

    Kompotoi setzt dieses Jahr auch seine Expansion nach Deutschland fort. Nachdem die Firma ihre Toilettenhäuschen in Deutschland von Darmstadt aus geliefert hat, ist sie dieses Jahr auch in München vertreten. In der Schweiz liefert Kompotoi ausser von Zürich auch von Basel, Bern, Freiburg, aus Graubünden, Lausanne, Martigny und St.Gallen sowie neu auch von Wohlen BE.

    Die Toiletten von Kompotoi verarbeiten die menschlichen Hinterlassenschaften ohne Chemie und Spülung in einen Bodenverbesserer. Sie werden in der Schweiz in Handarbeit hergestellt. Kompotoi verkauft und vermietet die Anlagen.

  • Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Zum Jahresbeginn habe Repower sein Portfolio von Windanlagen in Deutschland erweitert, informiert der Bündner Energieversorger in einer Mitteilung. Konkret hat Repower den Windpark Berlar in Nordrhein-Westfalen übernommen. Die Anlage mit fünf Turbinen und einer Gesamtleistung von 7,5 Megawatt soll jährlich rund 14,4 Gigawattstunden Strom produzieren. Über den Kaufpreis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Der Bündner Energieversorger betreibt laut Mitteilung bereits eine ganze Reihe von Windparks in Italien und Deutschland. Die Neuerwerbung soll in die deutsche Repartner Wind GmbH integriert werden. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent zur Bündner Repartner Produktions AG, die sich mit 51 Prozent mehrheitlich im Besitz von Repower befindet. Die LKW halten mit 10,39 Prozent den grössten Minderheitenanteil.

    Über die Repartner Produktions AG will Repower seinen Aktionären „Zugang zu diversifizierter, erneuerbarer Stromproduktion“ bieten, heisst es in der Mitteilung. An der Repartner Produktions AG sind neben Repower und den LKW weitere Schweizer Energieunternehmen beteiligt, darunter Eniva, WWZ und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ).

    „Für die LKW ist diese Beteiligung ein absoluter Gewinn“, wird Gerald Marxer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der LKW, in einer eigenen Mitteilung der LKW zur Übernahme des Windparks zitiert. „Zum einen können wir unsere Eigenproduktion erhöhen und zum anderen investieren wir gemäss unserer Strategie in erneuerbare Produktionstechnologien.“