Schlagwort: E-Auto

  • Schlieren geht beim Solarausbau weiter voran

    Schlieren geht beim Solarausbau weiter voran

    Die Stadt Schlieren macht ihrer Medienmitteilung zufolge einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung und Mobilität: Sie nimmt bis Ende August sechs neue Ladestationen für elektrische Fahrzeuge sowie am IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum an der Rütistrasse die grösste städtische Photovoltaikanlage in Betrieb.

    Jedes ihrer 1278 Module der neuesten Generation erbringt eine Leistung von 425 Watt Peak. Der erzeugte Solarstrom werde nicht nur ins Netz eingespeist, sondern auch für den Eigenverbrauch genutzt: „Das Projekt beim IJZ unterstreicht exemplarisch den Fortschritt in der Energiewende, auf den wir in diesem und vielen weiteren Projekten äusserst viel Wert legen“, wird Dr. Martin Nicklas zitiert, der das Energiecontracting der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) leitet. Denn mit dem dort produzierten Solarstrom werden das IJZ und die darin ansässigen gewerblichen Betriebe sowie die umliegenden Wohnungen versorgt. „Damit wird der PV-Strom am selben Ort produziert und genutzt – mehr Lokalität geht nicht.“

    Gerade angesichts der im Kanton bisher verfehlten Solarziele wolle Schlieren ein positives Zeichen setzen. Die Stadt forciere den Solarausbau auf den eigenen städtischen Liegenschaften, insbesondere auf Flachdächern, so Albert Schweizer, Bereichsleiter Liegenschaften und Standortförderung bei der Stadt Schlieren. „Unsere eigenen städtischen Instanzen sowie der Denkmalschutz und unsere Netzanbieterin EKZ unterstützen uns im Vorantreiben der Solarenergie massgeblich.“

  • «E-Ladestationen steigernden Wert einer Immobilie»

    «E-Ladestationen steigern
    den Wert einer Immobilie»

    Zur Person
    Marisa Timm setzt sich im Innovationsteam von Energie Zukunft Schweiz für die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen ein. Sie berät zunehmend Immobilienbesitzende zu Fragen der Elektromobilität.

    Brauchen Immobilien Elektro-Ladestationen?
    Die Antwort ist einfach: Ja. Die Nachfrage nach Ladelösungen wird zunehmen. Nach Schätzungen des Verbands Swiss eMobility wird 2025 jeder zweite und bis 2035 fast jeder Neuwagen einen elektrischen Antrieb besitzen. Ladestationen steigern den Wert einer Immobilie. Sie sind eine langfristige Investition, die sich vollständig über die Parkplatzmiete amortisieren lässt.

    Welche Möglichkeiten gibt es zum Laden von Elektroautos?
    Es gibt zwei verschiedene Typen von Ladestationen. «Langsame» Stationen kommen zum Einsatz, wo das Auto über längere Zeit steht, etwa am Wohn- oder Arbeitsort oder der blauen Zone. «Schnelle» Stationen können eine Reichweite von 100 Kilometern in 6-30 Minuten laden.

    Welches Vorgehen empfiehlt sich für Ladestationen in Immobilien?
    Bei Immobilienportfolios oder Mehrparteiengebäuden lohnt es sich, von Anfang an ganzheitlich zu denkeniniert. Wenn Komponenten miteinander kompatibel sind und der Endausbau mitgedacht wird, spart das langfristig Kosten. Institutionellen Immobilienbesitzenden empfehlen wir, das Erarbeiten einer Strategie für den Ausbau der E-Mobilität.

    Wo liegt die Herausforderung des Ausbaus von Ladestationen mit mehreren Parteien?
    Je mehr Ladestationen es in einer Liegenschaft gibt, desto höher ist die potenzielle Belastung für die Hausanschlussleitungen. Um eine Überlastung des Hausanschlusses mit Folge eines Stromausfalls im Gebäude zu verhindern, kommt ein sogenanntes Lastmanagement zum Einsatz, das die Ladestationen in Abhängigkeit von den zu ladenden Autos und dem Stromverbrauch im Gebäude reguliert.

    Was gibt es beim Ausbau von Ladestationen für E-Autos sonst noch zu beachten?
    Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter zu kennen. Ausserdem müssen die Möglichkeiten des betroffenen Gebäudes berücksichtigt werden. Ein wichtiger Punkt, auf den wir bei der Beratung zum Ausbau von Ladestationen achten, ist das Synergiepotenzial im Gebäude: Können Elektroautos mittels Solarstrom vom Dach geladen werden?

    Welche Hilfsmittel gibt es für den Ausbau von Ladestationen?
    Wir haben eine Marktübersicht zu Energiemanagementsystemen erstellt, die die Funktionen verschiedener Anbieter vergleicht. Damit liefern wir eine Entscheidungsgrundlage bei der Suche nach einem System. Für den Ausbau liefert das anerkannte Merkblatt SIA 2060 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins klare Empfehlungen. Wir haben ein Pilotprojekt durchgeführt, um Bedürfnisse von Mietenden und Vermietenden besser zu verstehen. Darauf aufbauend erarbeiten wir mit Partnern weitere Hilfsmittel wie Merkblätter, die bald zur Verfügung stehen.

    Über Energie Zukunft Schweiz
    Die Energie Zukunft Schweiz AG (EZS) treibt nachhaltige Energieprojekte voran und begleitet professionelle Immobilienakteure dabei, ihr Netto-Null-Ziel praxisnah und rentabel zu erreichen. Die Expertinnen und Experten von EZS sind als neutrale Beratende insbesondere im Bereich Dekarbonisierung der Wärmeversorgung sowie Solarstrom Eigenverbrauch aktiv.