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  • Einblick in Baubewilligungen und Sanierungsdynamik

    Einblick in Baubewilligungen und Sanierungsdynamik

    Mit dem Whitepaper «Retrofitting the Future» legt das CRML an der HEC Lausanne gemeinsam mit E4S eine fundierte Grundlage für die Beurteilung der Fortschritte im Gebäudesektor vor. Die Analyse von über 45’000 erteilten Baubewilligungen im Jahr 2024 eröffnet ein präzises Bild davon, wie die Schweizer Immobilienbranche auf dem Weg zur Klimaneutralität vorankommt und wo sie noch auf Hindernisse trifft.

    Viel Potenzial, wenig Energieeffizienz
    Die Untersuchung zeigt, dass sich bedeutende Trends bei der Gebäudesanierung abzeichnen. Doch nur ein kleiner Teil der Renovationen zielt direkt auf die Verbesserung der Energieeffizienz ab. Der Wandel zu emissionsarmen Gebäuden hat zwar begonnen, doch er reicht bislang nicht aus, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen.

    Finanzielle Herausforderung für Immobilienfonds
    Der Bericht hebt auch die Rolle von Immobilien-Investmentvehikeln (REIVs) hervor. Um die Klimaziele bis 2050 umzusetzen, müssten diese durchschnittlich 13 Prozent ihres Nettovermögens, insgesamt 28,3 Milliarden Franken, für energetische Sanierungen mobilisieren. Einige Marktakteure werden dabei weit über diesen Durchschnitt hinaus investieren müssen, wie die Autoren betonen.

    Datenbasierte Perspektive für die Zukunft
    «Durch die Kombination aktueller Daten und detaillierter Projekttypologien schaffen wir eine Brücke von der theoretischen Analyse zur konkreten Handlungsgrundlage», erklärt Dr. Nathan Delacrétaz, Mitautor des Whitepapers. Gemeinsam mit den Professoren Eric Jondeau und Fabio Alessandrini liefert er damit einen entscheidenden Impuls für die dringend benötigte Immobilienwende in der Schweiz.