Schlagwort: Effizienzsteigerung

  • Robotersystem optimiert Aufzugsmontage in Singapur

    Robotersystem optimiert Aufzugsmontage in Singapur

    Schindlers robotergestütztes Montagesystem für Aufzüge, Schindler R.I.S.E, wurde im neuen Shaw Tower in Singapur eingesetzt. Wie das Unternehmen aus Ebikon in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, spiele der Roboter eine Schlüsselrolle bei der Installation, indem er manuelle Arbeit reduziert, die Baustellensicherheit verbessert und die Gesamteffizienz des Installationsprozesses steigert. Der selbst kletternde Roboter übernimmt autonom Installationsschritte wie das Bohren und Setzen von Ankerbolzen.

    Mit dem R.I.S.E-System können Installationsschritte schneller fertiggestellt werden als mit herkömmlichen Montagemethoden. Während das System unabhängig arbeitet und keine Bedienung erfordert, ermöglicht eine auf der Plattform montierte Kamera die Fernüberwachung. Zur Qualitätskontrolle und Unterstützung bleibt ausserdem ein Bediener oder Bedienerin von Schindler R.I.S.E während der Montagezeit vor Ort.

    „Schindler R.I.S.E wird mittlerweile auf zahlreichen Baustellen weltweit erfolgreich eingesetzt. Es hat nicht nur Kunden und Kollegen mit seiner beispiellosen Geschwindigkeit und Genauigkeit beeindruckt, sondern auch die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter drastisch verbessert. Es ist Innovation vom Feinsten“, so Urs Püntener, Leiter Global Fulfillment der Schindler-Gruppe, über die Unternehmensinternetseite.

  • Effizienzschub für Wasserstoff

    Effizienzschub für Wasserstoff

    Die Elektrolyse, die Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mittels Stroms ist ein bewährtes Verfahren, aber energietechnisch noch nicht ausgereizt. Zwar liegt die theoretisch benötigte Spannung bei 1,23 Volt, in der Praxis sind jedoch oft 1,5 bis 1,6 Volt notwendig. Diese Diskrepanz ist kostspielig und bremst die wirtschaftliche Nutzung.

    Ein Forschungsteam um Franz Geiger hat nun eine zentrale Ursache identifiziert. Vor der Sauerstofffreisetzung müssen sich die Wassermoleküle um ihre Achse drehen, um ihre Sauerstoffatome zur Elektrode auszurichten. Erst dann kann die Sauerstoffentwicklungsreaktion erfolgen. Diese Rotation erfordert eine erhebliche Menge  Energie vergleichbar mit der, die Wassermoleküle im flüssigen Zustand zusammenhält.

    Sichtbarmachung durch Lasertechnologie
    Ermöglicht wurde dieser Einblick durch ein neuartiges Analyseverfahren, die phasenaufgelöste zweite harmonische Generation. Mit dieser Lasertechnologie konnten die Forschenden in Echtzeit beobachten, wann und wie viele Moleküle ihre Orientierung ändern. Diese Daten liefern erstmals eine präzise energetische Quantifizierung der Rotation. Ein Meilenstein für die Weiterentwicklung effizienterer Elektrolyseverfahren.

    Besonderes Augenmerk galt dabei der Hämatit-Elektrode, einem kostengünstigen Eisenoxid, das trotz vielversprechender Eigenschaften bislang unter geringer Effizienz litt. Die neue Analyse legt nun offen, wo Optimierungspotenzial besteht.

    Basischer pH-Wert als Hebel zur Effizienzsteigerung
    Ein weiterer Schlüsselfaktor, der pH-Wert der Lösung. Die Studie zeigt, dass ein basisches Milieu, also ein pH-Wert über 9, die für die Molekülrotation nötige Energie erheblich reduziert. Damit steigt die Effizienz der Sauerstoffentwicklungsreaktion deutlich. Unterhalb dieser Schwelle läuft die Elektrolyse kaum noch ab.

    Diese Erkenntnis eröffnet neue Perspektiven für die industrielle Wasserstoffproduktion. In Kombination mit gezielten Katalysatoren und fortschrittlichen Zellmaterialien lassen sich Elektrolyseanlagen künftig ressourcenschonender und wirtschaftlicher betreiben.

  • KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    SmartHelio hat eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte prädiktive Diagnoselösung für Photovoltaikanlagen entwickelt und Anfang 2024 auf den Markt gebracht. Sie trägt den Namen Autopilot. Seither konnte diese Plattform für Steuerung, Betrieb und Wartung von Solarkraftwerken laut Hersteller die Effizienz von 218 solcher Anlagen mit mehr als 2 Gigawatt-Peak optimieren. Deren Leistung habe um durchschnittlich 8 Prozent angehoben werden können.

    Den Angaben zufolge liefert das Plug-in-System mit mehr als 50 proprietären Algorithmen ab dem ersten Tag eine 95-prozentige Genauigkeit bei der Erkennung von Fehlern, bevor sie sich auf die Leistung auswirken. Im Durchschnitt werden laut SmartHelio durch den One-Time-Diagnostikprozess behebbare Energieverluste von bis zu 7 Prozent identifiziert. Die Datenqualität werde um über 98 Prozent verbessert.

    Die Lebensdauer erhöhe sich um acht Jahre, die Solarenergieproduktion um 10 Prozent und die Kapitalrendite um bis zu 600 Prozent. Vor allem reduziere Autopilot die Diagnosezeiten erheblich, so CEO und Gründer Govinda Upadhyay: «Von 358 Stunden auf nur 3 Stunden – so hilft uns die Technologie, die Diagnose neu zu definieren und den Betreibern von Solaranlagen Zeit zu sparen.» Das Unternehmen plant, die Anwendungsgebiete auf Batteriespeicher und den Energiehandel auszudehnen und so die Energiewende weltweit voranzutreiben.

    SmartHelio ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne mit Sitz im Kanton Waadt und betreibt eine Aussenstelle im indischen Uttar Pradesh. Seine Technologie stellt das 2019 gegründete Unternehmen vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Es ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Benetics legt starkes Wachstum vor

    Benetics legt starkes Wachstum vor

    Benetics hat eine Software entwickelt, mit der Arbeiten auf Baustellen effizient koordiniert werden können. Seit Markteintritt im Oktober 2023 kann das Zürcher Proptech starkes Wachstum verbuchen. Bereits 25 Unternehmen, hauptsächlich aus der Elektrobranche, nutzen die digitale Anwendung von Benetics, informiert ein Beitrag auf startupticker.ch. Die meisten davon sind Firmen mit 10 bis 15 Mitarbeitenden, beim grössten Kunden wird die Software von über 100 Mitarbeitenden genutzt.

    „Unser App-basiertes Tool braucht kaum Zeit fürs Onboarding, macht Baupläne digital nutzbar und verfügte neben weiteren Funktionen über eine Fotodokumentation der geleisteten Arbeit und einen integrierten intelligenten Übersetzungsservice“, wird Benetics-Mitgründer und -CEO Ferdinand Metzler im Beitrag zitiert. Nutzende können Texte und Sprachnachrichten in ihrer Muttersprache eingeben. Sie werden dann automatisch in die von den anderen Beteiligten genutzten Sprachen übersetzt.

    Benetics wird aktuell von 13 Personen getragen, neun von ihnen kommen aus der Entwicklungsbranche. Viele von ihnen, darunter auch die beiden anderen Mitgründer Aaron Shon und Johan Tibell, haben zuvor bei Google gearbeitet, heisst es im Beitrag. „Mit unserem Entwicklungsteam sind wir schnell in der Umsetzung von Kunden-Inputs“, meint Metzler. Zudem verfüge das Unternehmen über grosses Fachwissen für Big Data und Künstliche Intelligenz.

  • Bouygues ES baut digital und mit Robotern

    Bouygues ES baut digital und mit Robotern

    Bouygues Energies & Services setzt auf einer Baustelle in Zuchwil Arbeitsroboter und eine Version der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) ein, BIM-to-field. Laut Medienmitteilung wird beides im Rahmen des Neubaus RiverNest in Zuchwil angewandt. In dem an der Aare gelegenen Areal entsteht derzeit als Holzbau das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energie, das auch Hauptsitz der Geschäftseinheit Helion von Bouygues ES wird.

    Auf der Basis der Koordinations- und Ausführungspläne sind die Grundlagen für die Vorfabrikation des Rohrleitungsbaus und der Befestigungspunkte modelliert worden. Ebenso wurde ein Logistikkonzept erstellt, um sämtliche Materialien für den Bau der Anlagen in der gewünschten Menge sowie in den erforderlichen Massen zu bestellen. Auf diese Weise lassen sich laut der Medienmitteilung Planungsrisiken minimieren und Fehlerquellen vermeiden.

    Am Bau in Zuchwil wurde auch der von Hilti entwickelte semi-autonome Bohrroboter Jaibot zum ersten Mal im Holzbau eingesetzt. Der Jaibot arbeitete sich der auf Grundlage der digitalen Planungsdaten durch die Räumlichkeiten und bohrte alle für die Montage der Aufhängungen erforderlichen Löcher. Dabei operierte er in einem vorgegebenen Radius jeweils selbstständig und markierte die gebohrten Löcher auch gleich für das jeweilige Gewerk vor, heisst es in der Mitteilung. Der Roboter arbeitet wesentlich schneller als ein Arbeiter und vermeidet Fehlinterpretationen der Planungsdaten.

    Dies „bedeutet nicht, dass wir den Monteur nicht mehr brauchen auf der Baustelle“, wird Yves Kessler, Bereichsleiter HLKS bei Bouygues ES in der Region Jürasüdfuss zitiert. Aber er müsse bei geeigneten Baustellen nicht mehr für „minderwertige Arbeiten“ wie das Bohren von Löchern eingesetzt werden.