Schlagwort: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne

  • Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Mit Beginn des Herbstsemesters 2025 bietet die Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften (ENAC) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) einen Master-Studiengang für die Herausforderungen des städtischen Wandels an. Ein Master-Abschluss in Urbanen Systemen soll die ENAC-Studierenden in die Lage versetzen, Spezialisten für die Anpassung von Städten und umliegenden Gebieten an den Klimawandel zu werden, heisst es in einer Medienmitteilung der EPFL.

    Angesichts des Klimawandels muss sich die Schweiz mit Experten für Stadtmanagement im weitesten Sinne ausstatten, heisst es von der EPFL. Der neue Masterstudiengang ist in Zusammenarbeit mit der Praxis entwickelt worden. Er bietet den Absolventen der ENAC-Bachelorstudiengänge Bauingenieurwesen und Umwelttechnik die Möglichkeit, sich auf den nachhaltigen Wandel von Städten und umliegenden Gebieten zu spezialisieren, heisst es weiter. Der Masterstudiengang stehe auch anderen verwandten Disziplinen, einschliesslich der Architektur, offen, sofern sie einen Antrag stellen.

    Der Studiengang hat drei Spezialisierungen: Mobilität und Transport in einem sich verändernden Klima, nachhaltige Übergänge in städtischen Systemen und Gesundheit und Wohlbefinden in der städtischen Umwelt.

    Am Ende des Programms erhalten die Studierenden einen EPFL Master of Science MSc in Urban Systems. Dieses Diplom berechtigt sie zum Führen des Titels EPF qualified engineer.

  • EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    Für ihre Masterarbeit im Bauingenieurwesen hat Selina Heiniger eine Methode zur nachhaltigeren Herstellung von Baumaterial entwickelt. Dazu benutzt sie laut Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) Plastikabfälle, schon einmal verwendeten Beton und klein gemachte Terrakotta-Ziegel.

    In ihrer Masterarbeit wollte Heiniger laut der Mitteilung der EPFL zwei miteinander verbundene Herausforderungen angehen: die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle und die Entwicklung von Bauweisen, die weniger Rohstoffe verbrauchen.

    Sie entwickelte Ziegel aus wiederverwertetem Kunststoff – Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) – sowie aus zerkleinerten Terrakotta-Ziegeln und wiederverwertetem Beton. Ihre Ziegel seien so konzipiert, dass sie ineinander greifen, so dass kein Mörtel erforderlich ist, heisst es weiter. Erste Tests seien ermutigend, aber die Erfindung befinde sich noch im Prototypenstadium. Bei Erfolg könne Heinigers Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie leisten.

    Heiniger hat im Kanton Bern die Matura gemacht und sich anschliessend an der EPFL für das Studium des Bauingenieurwesens eingeschrieben. Sie studierte zunächst nur in Teilzeit, da sie zusätzlich in einem Lausanner Tiefbauunternehmen arbeitete.

    Die Masterarbeit von Selina Heiniger wurde gemeinsam von Corentin Fivet, dem Leiter des EPFL-Labors für Strukturexploration in der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, und Yves Leterrier, einem leitenden Wissenschaftler des EPFL-Labors für die Verarbeitung fortgeschrittener Verbundwerkstoffe in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, betreut.

  • Individuell klimatisierte Büros steigern Wohlbefinden

    Individuell klimatisierte Büros steigern Wohlbefinden

    Menschen fühlen sich unter denselben Temperaturbedingungen unterschiedlich wohl. Das haben nun auch Messungen von Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) in einer üblichen Büroumgebung belegt. Sie sammelten thermophysiologische Daten von Testpersonen. Laut einer Mitteilung der EPFL zeigen sie, dass etwa Alter und Geschlecht den Stoffwechsel beeinflussen. Und dieser wiederum kann je nach Ernährung, Jahreszeit und Tagesrhythmus schwanken.

    Klimaanlagen seien derzeit auf den Raum und nicht auf den Menschen ausgerichtet, erklärt Dolaana Khovalyg, Assistenzprofessorin an der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen der EPFL und Leiterin des Labors für integriertes Komfort-Engineering. 80 Prozent der Mitarbeitenden fühlen sich bei einer durchschnittliche Bürotemperatur im Winter von 21 Grad behaglich, aber 20 Prozent nicht. „Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sich alle gut fühlen, ohne Ausnahme.“

    Die Möglichkeit, den Energieverbrauch eines Menschen genau zu messen, ebne den Weg für eine neue Art von Technologien, bei der die gesammelten Daten in zentrale Heiz- und Kühlsysteme eingespeist werden. Diese wiederum können die Temperatur in einem bestimmten Bereich, etwa an einem Schreibtisch, in Echtzeit anpassen und so den Energieverbrauch in Gebäuden optimieren.

    Nun sucht das Forschungsteam nach weniger invasiven Messmethoden als die Silikongesichtsmasken und Körpersensoren, die die Probanden tragen mussten. Aktuell arbeitet es mit Infrarotkameras. Auch Fragen des Datenschutzes seien noch zu klären. Ihre Studie wurde unlängst im Fachblatt „Obesity Journal“ veröffentlicht.