Schlagwort: Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich

  • DuraMon nimmt 1 Million Franken frisches Kapital ein

    DuraMon nimmt 1 Million Franken frisches Kapital ein

    Die DuraMon AG mit Sitz in Zürich hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 1 Million Franken erhalten. Die Investition führte die Zürcher Risikokapitalgesellschaft QBIT Capital an. Neben Serpentine Ventures, der ETH Foundation und anderen Investoren beteiligte sich auch der Zuger Baustoffkonzern Sika als strategischer Investor, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

    Demnach dienen die eingeworbenen Mittel insbesondere dem Ausbau des Teams, der Erweiterung des Kundenportfolios und der Optimierung und Automatisierung der Abläufe im Unternehmen.

    DuraMon entwickelt die weltweit erste Sensortechnologie und Smart-Analytics-Lösung zur präzisen und zuverlässigen Überwachung des Korrosionszustandes von Stahl- und Spannbeton. Diese Lösungen ermöglichen das rechtzeitige Erkennen von Verfall in Betoninfrastrukturen wie Brücken, Tunnel, Parkhäusern und Garagen.

    DuraMon hilft Kunden dabei, „die richtige Art der Instandsetzung für das richtige Bauwerk zum richtigen Zeitpunkt auszuwählen“. Dadurch werden Stahl- und Spannbetoninfrastrukturen weder zu früh noch zu spät repariert, so das Versprechen.

    Durch die strategische Partnerschaft mit dem weltweit aktiven Unternehmen Sika „können wir unsere Kunden in der Bauindustrie mit einer umfassenden Technologie bedienen, die Nachhaltigkeit durch rationellen Einsatz von Baumaterialien und den richtigen Unterhalt von Infrastrukturen und Gebäudestrukturen ermöglicht“, wird Philippe Jost, Leiter der Bauabteilung und Mitglied der Konzernleitung bei Sika, in der Medienmitteilung zitiert.

    Das Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wurde 2021 gegründet und im April dieses Jahres von der DuraMon GmbH in die DuraMon AG umgewandelt.

  • ETH sucht Ideen für kreislauffähige Bauindustrie

    ETH sucht Ideen für kreislauffähige Bauindustrie

    Der Circular Building Industry (CBI) Innovation Booster des an der ETH angesiedelten Sustainability in Business Lab nimmt bis zum 4. April Ideen im Bereich Kreislauffähigkeit in der Bauindustrie an. Für diese dritte Ausgabe des Inkubationsprogramms können sich Interessierte mit Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Geschäftsmodellen bewerben, die zu mehr Kreislaufwirtschaft in der Schweizer Baubranche beitragen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der CBI Innovation Booster stellt 20’000 Franken Fördergeld zur Verfügung. Er bietet den aufgenommenen Projekten Unterstützung bei der Entwicklung und Ausarbeitung ihrer Ideen. Dazu erhalten die Teilnehmenden methodische und technologische Impulse durch Expertinnen und Experten sowie Zugang zu Workshops, Konferenzen und einem Netzwerk aus Unternehmen, Forschenden und öffentlichen Institutionen. Beim sogenannten Pitch & Enrich-Workshop am 9. März können Interessierte ihre Idee bereits vorstellen und erste Rückmeldungen erhalten.

    Das Programm wird von der schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse unterstützt und vom Sus.lab am Lehrstuhl für Nachhaltigkeit und Technologie der ETH geführt. Es zielt darauf ab, „den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in der Schweizer Bauwirtschaft durch systemische und kollaborative Innovation zu ermöglichen“.

  • MARNA Beteiligungen will Solarfirma Flisom kaufen

    MARNA Beteiligungen will Solarfirma Flisom kaufen

    Die MARNA Beteiligungen AG aus Heidelberg plant laut einer Medienmitteilung die mehrheitliche Übernahme der Flisom Gruppe mit Sitz in Niederhasli. Bei der Transaktion will die MARNA Beteiligungen AG mit der zu ihr gehörenden FL1 Holding GmbH kooperieren und plant ausserdem eine Kapitalerhöhung.

    Flisom, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat besonders flexible und leichte Dünnschichtsolarzellen entwickelt. Sie werden auf Kunststofffolien unter Verwendung sogenannter Roll-to-Roll-Herstellungstechniken produziert und können beispielsweise auf Dächern oder Fassaden angebracht werden. Sie eignen sich aber auch für den Einsatz in Mobilitätsanwendungen, etwa in der Luftfahrt. Für die Herstellung der Module hat Flisom 2020 eine 40-Megawatt-Produktionsanlage in Ungarn in Betrieb genommen.

    „Flisom ist bestens positioniert, um von den Megatrends die hinter der steigenden Nachfrage nach Strom stehen (…) zu profitieren“, schreibt die MARNA Beteiligungen AG in der Mitteilung. Zu diesen Megatrends zählt sie beispielsweise das Bevölkerungswachstum, den zunehmendem Wohlstand, die Digitalisierung und die Elektromobilität.

    Für die geplante Transaktion müssen den Angaben zufolge noch verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden.

  • Schweiz und Japan eröffnen Architekturprojekt

    Schweiz und Japan eröffnen Architekturprojekt

    Die Gramazio Kohler Forschungsgruppe der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und das Obuchi Lab – T_ADS der Universität Tokio stellen beim Architekturprojekt Collaborative Constructions eine Installation aus. Das Projekt in der städtischen Töpferei der japanischen Stadt Tokoname geht auf eine Initiative der beiden Hochschulen und der Schweizerischen Botschaft in Japan zurück.

    Es ist das erste Projekt von Vitality.Swiss, dem Schweizer Programm für öffentliche Diplomatie auf dem Weg zur Expo 2025 in Osaka. Die Ausstellung findet im Rahmen des Kunstfestivals Aichi Triennale in mehreren Städten der Präfektur Aichi statt. Feierlich eröffnet wurde sie laut einer Botschaftsmitteilung anlässlich des Bundesfeiertages am 1. August und ist bis zum 10. Oktober zu besichtigen.

    Gramazio Kohler Research unter der Leitung von Matthias Kohler und Fabio Gramazio präsentiert eine dreigeschossige Holzrahmenkonstruktion, die die lange Geschichte des fachmännischen Holzbaus in Japan durch Schweizer Design und Technologie wiederbelebt. Sie interpretiert das Zimmerhandwerk im Zeitalter der Robotik neu, ohne Metallteile, Nägel, Schrauben oder Befestigungselemente. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Centre Pompidou, auf der Biennale in Venedig und im Guggenheim-Museum Bilbao ausgestellt.

    Das Obuchi Lab – T_ADS um Yusuke Obuchi stellt eine torähnliche Struktur mit zahlreichen Töpferketten aus, durch die eigentlich Töpferwaren bedampft werden, was auch die Luft abkühlt. Sie wurden durch Interaktionen zwischen Mensch und Maschine hergestellt. Obuchi-Projekte erforschen innovative, integrative und kollaborative Baumethoden. Sie sind weltweit für ihren kreativen Umgang mit Technologie bekannt.

  • Baumer baut in Frauenfeld für 20 Millionen Franken

    Baumer baut in Frauenfeld für 20 Millionen Franken

    Baumer wird seinen Standort Frauenfeld um Entwicklungszentrum erweitern. Für sein neues Innovation Center investiert das Unternehmen 20 Millionen Franken. Es wird auf 5000 Quadratmetern Platz für rund 120 Mitarbeitende bieten. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen die Teams im Spätsommer 2023 einziehen.

    Damit investiere Baumer nach dem 2018 eröffneten Neubau des High-Tech Center im süddeutschen Stockach zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in seine Innovationskraft. Dafür sei die zentrale Lage zwischen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Exzellenzuniversität Konstanz und der OST – Ostschweizer Fachhochschule „optimal“. „Der Neubau ermöglicht uns den Ausbau der Entwicklungskapazitäten am Headquarter, um unsere Position als Innovationstreiber auszubauen“, wird Dr. Oliver Vietze zitiert, CEO des Unternehmens aus der St.GallenBodenseeArea.

    Bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz soll das Innovation Center ein Vorzeigeprojekt werden. Für die Stromerzeugung ist eine komplette Solargebäudehülle vorgesehen. Erdsonden und Wärmepumpe sollen das Gebäude temperieren. Weiteren CO2-neutralen Strom wird Baumer aus Schweizer Wasserkraft beziehen.

  • ETH-Professorin Kaijima erhält Wolf Preis

    ETH-Professorin Kaijima erhält Wolf Preis

    Die Professorin für Architectural Behaviorology an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), Momoyo Kaijima, ist gemeinsam mit ihrem Partner Yoshiharu Tsukamoto mit dem diesjährigen Wolf Preis für Architektur ausgezeichnet worden. Tsukamoto ist Professor am Tokyo Institute of Technology. Beide betreiben gemeinsam das Atelier Bow-​Wow. Die Jury hat laut Medienmitteilung der ETH die Arbeiten beider Professoren aufgrund ihrer grossen Feinfühligkeit für lokale Kontexte und die sozialen Auswirkungen von Architektur zu Preisträgern gewählt.

    Der Wolf Preis wird seit 1978 an Wissenschaftler und Künstler von der in Israel ansässigen Wolf Foundation vergeben. Ausgezeichnet werden Verdienste zum Wohle der Menschheit und freundschaftliche Beziehungen unter den Völkern. Frühere Preisträger in der Kategorie Architektur sind laut der ETH-Mitteilung Frank O. Gehry, Jean Nouvel, Peter Eisenman oder David Chipperfield. Momoyo Kaijima ist erst die dritte Frau, die den Wolf Preis für Architektur erhält.

    Nach diversen Gastprofessuren. unter anderem an der Unoversität Harvard, der Royal Danish Academy of Fine Arts und der Columbia Universität, kam Momoyo Kaijima 2017 an die ETH Zürich, wo sie den Lehrstuhl für Architectural Behaviorology aufgebaut hat.

  • Swiss Prime Site und Superlab bauen Laborflächen in Schlieren

    Swiss Prime Site und Superlab bauen Laborflächen in Schlieren

    Swiss Prime Site Immobilien ist mit Superlab Suisse eine Partnerschaft eingegangen. Superlab ist Anbieterin von Labor- und Forschungsflächen. Laut Medienmitteilung stellt Superlab Suisse betriebsbereite und voll ausgestattete Forschungs- und Laborflächen zur Verfügung sowie Betriebsdienstleistungen bereit. Es verfüge bereits über einen solchen Standort in Lausanne. Beide Partner planen, Standorte in Basel und Schlieren mit mehr als 10‘000 Quadratmetern Gesamtfläche zu entwickeln. Das Labor in Schlieren wird nach Angaben von Superlab Suisse 5400 Quadratmeter Fläche haben.

    Die Limmatstadt beherberge Einrichtungen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), der Universität Zürich (UZH) und Forschungszentren von zahlreichen nationalen und internationalen Pharmaunternehmen. Entsprechend stark seien Laborflächen nachgefragt, heisst es. In Schlieren plant Swiss Prime Site Immobilien auf dem Areal JED ein modernes Neubauprojekt. Darin sollen in Zusammenarbeit mit Superlab Suisse auf zwei Stockwerken Forschungs- und Laborflächen für Start-ups, Ausgründungen oder etablierte Unternehmen entstehen.

    „Durch die direkte Nachbarschaft zum Wagi-Areal in Schlieren und dem Technologiepark in Basel können Unternehmen aus dem Bereich Life Science von bedeutenden Synergieeffekten dieser Ökosysteme profitieren“, wird Zhang Xi, CEO von Superlab, zitiert. In Basel solle am Stücki Park in den kommenden 18 Monaten ein hochmodernes Gebäude mit Labor- und Forschungsflächen von Superlab Suisse entstehen.

    Für Martin Kaleja, CEO Swiss Prime Site Immobilien, sind der moderne Ausbaustandard, die Flexibilität der Flächen sowie die Gewährleistung von Support und Services zentrale Erfolgsfaktoren. Swiss Prime Site Immobilien und Superlab Suisse verfügten zusammen über das notwendige Know-how, um den Flächenbedarf im Bereich Labor- und Forschungsflächen zu gewährleisten, wird Kaleja zitiert.

  • ETH-Roboter bauen hängende Gärten für Zug

    ETH-Roboter bauen hängende Gärten für Zug

    Der Tech Cluster Zug erhält nach antikem Vorbild hängende Gärten. Die dafür vorgesehene bepflanzte architektonische Skulptur trägt den Namen Semiramis. Sie ist 22,5 Meter hoch und besteht aus fünf unterschiedlich grossen und geometrisch komplexen Holzschalen, die je übereinander platziert werden. Ein in einer Medienmitteilung der ETH präsentiertes Video zeigt, wie diese von acht schlanken Stahlstützen getragen werden.

    Forschende aus der Gruppe der ETH-Architekturprofessoren Fabio Gramazio und Matthias Kohler entwerfen und erstellen Semiramis zusammen mit Müller Illien Landschaftsarchitekten, den Holzbauingenieuren von Timbatec und weiteren Partnern aus Industrie und Forschung. Die Design-Optionen stammen von einem Algorithmus des Maschinellen Lernens, der in Zusammenarbeit mit dem Swiss Data Science Center entwickelt wurde.

    „Das Computermodell ermöglicht es uns, den konventionellen Gestaltungsprozess umzukehren und den gesamten Gestaltungsspielraum für ein Projekt zu explorieren“, wird Matthias Kohler, Professor für Architektur und Fabrikation an der ETH Zürich, zitiert. Im Immersive Design Lab, einem ETH-Labor für erweiterte Realität, konnten die Forschenden die Entwürfe dreidimensional erkunden. Eine gemeinsam mit dem Computational Robotics Lab der ETH entwickelte Software erlaubte Modifikationen der Entwürfe. Dieses Leuchtturmprojekt der Architekturforschung treibe „heute massgebende Forschungsthemen wie interaktives Architekturdesign und digitale Fabrikation“ voran, so Kohler.

    Gebaut wird die Semiramis-Skulptur derzeit von vier kooperierenden Roboterarmen im robotischen Fertigungslabor der ETH Zürich. Ein Algorithmus verhindert Kollisionen, wenn sie je gleichzeitig eine der Holzplatten anheben und im Raum platzieren. Die Roboter nehmen dem Menschen das schwere Heben und das exakte Positionieren ab. Zudem machen sie eine aufwändige Gerüstkonstruktion überflüssig.

    Die einzelnen Schalensegmente bestehen je aus 51 bis 88 Holzplatten. Ist eines davon fertig, wird es per Lastwagen nach Zug transportiert. Im Frühjahr 2022 soll Semiramis aufgerichtet und bepflanzt werden.

  • In Zug entsteht Meilenstein für nachhaltiges Bauen

    In Zug entsteht Meilenstein für nachhaltiges Bauen

    Das Bauprojekt für das neue Produktions- und Montagegebäude der V-ZUG namens Zephyr Ost im Tech Cluster Zug ist das bislang grösste, bei dem CO2-angereicherter Beton zum Einsatz kommt. Er entsteht aus Recyclingbeton des Baustoffkonzerns Holcim, der durch ein Verfahren von neustark mit CO2 angereichert wird. Die Bauarbeiten sind laut einer Medienmitteilung am Mittwoch gestartet. Das Gebäude soll 2023 in Dienst gestellt werden.

    Für diesen klimafreundlichen Beton wird zum ersten Mal CO2 aus der Schweiz eingesetzt. Das in Bern ansässige und 2019 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliederte Start-up neustark gewinnt das CO2 aus der Abwasserreinigungsanlage der ara region bern AG.

    Das rezyklierte Granulat für die Betonproduktion wird von der Recycling-Aufbereitungsanlage Arge EvoREC in Oberdorf NW aufbereitet. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Holcim Kies und Beton AG und der Zimmermann Umweltlogistik AG. Anschliessend wird das Granulat mit dem Trockenverfahren von neustark karbonatisiert. Die Technologie sei in den vergangenen Monaten getestet worden und werde nun kommerziell eingesetzt.

    Mit dem Einsatz von 4200 Kubikmeter Recyclingbeton und der CO2-Bindung werde im Vergleich zu einer konventionellen Bauweise insgesamt eine Einsparung von 71 Tonnen CO2 erreicht. Das entspreche etwa der jährlichen CO2-Aufnahme von 3500 Schweizer Tannen.

    „Wir freuen uns, mithilfe des innovativen neustark-Verfahrens unserer Vision einer klimaneutralen und zirkulären Betonproduktion einen Schritt näher zu kommen“, so Giovanni Barbarani, Head Concrete Performance bei Holcim Schweiz. „Dieses Projekt ist ein Meilenstein auf dem Weg zum nachhaltigen Bauen in der Schweiz, auch dank seiner Regionalität und kurzer Transportwege.“

    Die Metall Zug Gruppe will im Tech Cluster Zug „ein neues Stück Stadt für ein industriell geprägtes Ökosystem“ schaffen. Dort sollen auch andere Industriebetriebe, Start-ups, technologienahe Dienstleister, Ausbildungseinrichtungen und Wohnungen angesiedelt werden.

  • Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Das Empa-Team des Laboratoriums für dünne Filme und Photovoltaik unter der Leitung von Ayodhya N. Tiwari hat seinen siebten Rekord für den Wirkungsgrad flexibler CIGS (Copper Indium Gallium Diselenide)-Solarzellen aufgestellt. Nach einem rekordhohen Wirkungsgrad von 12,8 Prozent im Jahr 1999 erreichte es nun laut einer Medienmitteilung 21,38 Prozent. Dieser neue Rekord wurde vom unabhängigen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme im deutschen Freiburg bestätigt.

    Der nun gemessene Wert liegt bereits nahe am besten Wirkungsgrad herkömmlicher, nicht biegsamer Solarzellen aus kristallinem Silizium von 26,7 Prozent. Die hocheffizienten flexiblen Solarzellen eignen sich besonders für die Anwendung auf Dächern und Gebäudefassaden, für Gewächshäuser, Transportfahrzeuge, Flugzeuge und tragbare Elektronik. Gemeinsam mit der in Niederhasli ZH ansässigen Firma Flisom, einer Ausgründung aus der Empa und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), entwickeln die Forschenden eine Rolle-zu-Rolle-Herstellung von leichten, flexiblen Solarmodulen für derartige Anwendungen.

    Diese Solarzellen werden mittels einer Niedrigtemperatur-Verdampfungsmethode auf einer Polymerfolie hergestellt. Darauf liegt das lichtabsorbierende Halbleitermaterial als hauchdünner Film. Empa-Forscher Shiro Nishiwaki optimierte deren Zusammensetzung. So konnte er den Wirkungsgrad weiter erhöhen. Laut Messungen des Teams blieb die Steigerung der Photovoltaikleistung auch nach mehreren Monaten stabil.

    Tiwaris Team arbeitet eng mit dem Kovalenko Lab für Funktionale Anorganische Materialien der ETH Zürich zusammen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden vom Bundesamt für Energie unterstützt.

  • Geschäftsführer Audergon verlässt arv Baustoffrecycling

    Geschäftsführer Audergon verlässt arv Baustoffrecycling

    Nach fünf Jahren an der Spitze der Geschäftsführung des Verbandes arv Baustoffrecycling Schweiz scheidet Laurent Audergon aus. Er wolle sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen, heisst es in einem Schreiben von Verbandspräsident Adrian Amstutz und der beiden Vizepräsidenten Stefan Eberhard und Laurent Steidle an alle Mitglieder und Partner des Verbandes arv Baustoffrecycling Schweiz.

    Der Vorstand habe sich mit Audergon auf ein sofortiges Arbeitsende geeinigt. Der ausscheidende Geschäftsführer steht dem arv jedoch für eine geordnete Übergabe zur Verfügung, heisst es in dem Schreiben. Der Verband suche deshalb einen neuen Geschäftsführer oder eine neue Geschäftsführerin.

    In der Zwischenzeit werde der stellvertretende Geschäftsführer Gregor Schguanin die Geschäftsführung des Verbandes mit Unterstützung des Vorstandes übernehmen. Er verfüge über ein breites und langjähriges Fachwissen in den Bereichen Inspektorat und Umweltschutz sowie über fundierte Erfahrungen in der Projekt- und Teamführung. Schguanin hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) Kulturtechnik und Vermessung studiert und ist Diplomingenieur sowie zertifizierter Berater für Organisationsentwicklung.

    Audergon ist Diplomchemiker und Bauingenieur ETH. In seinen fünf Jahren als Geschäftsführer habe er die Neupositionierung und stetige Weiterentwicklung des arv massgeblich geprägt, stellen die Präsidenten in ihrem Schreiben fest. Er habe den Verband mit grossem Engagement geführt.

    Der Verband arv Baustoffrecycling Schweiz hat seinen Sitz in Schlieren.

  • Universität Zürich setzt auf Winterthurer Wasserstrom

    Universität Zürich setzt auf Winterthurer Wasserstrom

    Stadtwerk Winterthur hat die Universität Zürich (UZH) als Neukundin gewinnen können. In der entsprechenden Ausschreibung habe die UZH Strom aus erneuerbaren Energien vorausgesetzt und sich für Wasserstrom aus der Europäischen Union entschieden, erläutert die Stadtverwaltung Winterthur in einer Mitteilung. Das städtische Unternehmen wird der UZH von 2024 bis 2028 jährlich 69 Gigawattstunden Strom aus Wasserkraft liefern.

    Zudem hat Stadtwerk Winterthur zwei weitere Ausschreibungen von Altkunden für sich entscheiden können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Danach wird zum einen die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) auch in den Jahren 2024 bis 2028 nachhaltigen Wasserstrom vom Stadtwerk Winterthur beziehen. Von den vertraglich vereinbarten jährlich 110 Gigawattstunden sollen 4 Gigawattstunden den strengen ökologischen Richtlinien von naturemade star genügen.

    Zum anderen wird auch das Kantonsspital Winterthur zwischen 2024 und 2026 weiterhin Strom aus Wasserkraft vom Stadtwerk Winterthur erhalten. Die entsprechende vertragliche Vereinbarung umfasse die Lieferung von jährlich rund 24 Gigawattstunden Strom, schreibt die Stadtverwaltung Winterthur.

  • Forscher wollen Turm drucken

    Forscher wollen Turm drucken

    Das Bündner Dorf Mulegns am Julierpass soll eine neue Kulturstätte erhalten: Giovanni Netzer, Theaterintendant und Gründer des Origen-​Kulturfestivals, will einen neuen weissen Turm bauen lassen. Dieser soll 23 Meter hoch werden und vier Etagen umfassen. Ganz oben soll unter einer Kuppel eine Bühne für Aufführungen entstehen. Das Aussehen des Turms soll an die Bündner Zuckerbäcker-​Tradition erinnern.

    Beim Bau des Turms will Netzer auf digitale Bautechnologien setzten. Dafür arbeitet er mit Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zusammen. Entworfen und geplant wird der Turm von ETH-​Professor Benjamin Dillenburger und Michael Hansmeyer aus der Forschungsgruppe Digitale Bautechnologien zusammen mit der Origen Stiftung von Netzer. Ausserdem sind mit Robert Flatt, Walter Kaufmann und Andreas Wieser drei weitere ETH-​Professoren des Nationalen Forschungsschwerpunkts Digitale Fabrikation beteiligt.

    Die Bauteile des Turms sollen mit einem 3D-Drucker vor Ort hergestellt werden. Bei diesem Prozess können Interessierte zuschauen. Roboter sollen aus diesen Teilen dann den Turm bauen. Laut einer Mitteilung der ETH wird der Turm eine der höchsten Strukturen werden, die jemals 3D-gedruckt und von Robotern gebaut wurden. Die Bauweise mittels 3D-​Druck ermögliche es, komplexe Geometrien herzustellen und Rohmaterialien sparsam einzusetzen.

    Bei der Vorstellung des Projekts am Dienstag war auch Bundespräsident Guy Parmelin präsent. Der Baustart ist für April 2022 vorgesehen. Ausserdem ist auch der Rückbau schon eingeplant. So können die Betonelemente zu einem späteren Zeitpunkt wieder voneinander getrennt werden. Theoretisch könnte der Turm dann einem anderen Ort wieder aufgebaut werden.

  • FenX überzeugt mit nachhaltigem Dämmstoff

    FenX überzeugt mit nachhaltigem Dämmstoff

    Die FenX AG hat sich im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde 2,7 Millionen Franken gesichert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.  Zu den Investoren gehören unter anderem die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site, die Zürcher Kantonalbank sowie das auf simulationsbasierte Planungen spezialisierte Unternehmen CADFEM International.

    FenX AG hat eine patentierte Technologie entwickelt, mit der Industrieabfälle durch ein kostengünstiges Schaumverfahren bei Raumtemperatur in Dämmplatten verwandelt werden können. Die so hergestellten Dämmplatten weisen laut der Mitteilung gute Isolationseigenschaften und eine hohe mechanische Festigkeit auf. Sie sind nicht brennbar und verursachen fast keinen CO2-Ausstoss.

    Mit den frischen Mitteln will FenX einerseits weiter in die Forschung und Entwicklung investieren. Andererseits will das Unternehmen seine erste Produktionsanlage aufbauen und den Markteintritt vorbereiten. Das langfristige Ziel von FenX ist es, weltweit wiederverwertbare Baumaterialien herzustellen. Die Produktion soll dabei dezentral aus lokal verfügbaren Ressourcen erfolgen.

    FenX wurde 2019 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliedert. Hinter dem Unternehmen stehen Forschende aus dem Labor für komplexe Materialien der ETH.

  • Genomforscher am Campus Irchel bekommen neues Labor

    Genomforscher am Campus Irchel bekommen neues Labor

    Das Functional Genomics Center Zurich (FGCZ) der Universität Zürich (UZH) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) erhält am Campus Irchel einen Neubau. Spatenstich ist im Mai. Verantwortlich für die Planung und Umsetzung zeichnet als Totalunternehmer Implenia AG Schweiz zusammen mit der SAM Architekten AG Zürich. Sie hatten mit ihrem Projekt ein Auswahlverfahren des kantonalen Hochbauamtes Zürich im März gewonnen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach ist ein neues Laborgebäude von 1300 Quadratmetern geplant. Dieses bietet Platz für 20 verschiedene Raumtypen. Darin sollen Hightech-Geräte untergebracht werden, die unterschiedliche Anforderungen an Raumklima, Temperatur, Strombedarf und Verfügbarkeit stellen.

    Neben den Laboren entsteht auch ein neuartiges Bürokonzept, welches unterschiedliche Möglichkeiten der Gemeinschaft und Privatheit bietet. Diese neue Arbeitsumgebung soll den Genomforschern sowie externen Nutzenden die Arbeit erleichtern, heisst es in der Medienmitteilung. Läuft alles nach Plan, könnten die 80 Mitarbeitenden des Functional Genomics Center Zurich im Sommer 2022 umziehen.

    Das alte Gebäude der Genomforschenden am Campus Irchel wird unterdessen freigemacht für eine Zwischennutzung. Ab 2023 sollen dort drei Mittelschulen des Kantons Zürich einziehen. Nach etwa zehn Jahren sollen die Gebäude renoviert und wieder für universitäre Zwecke übergeben werden.

    Dementsprechend handelt es sich bei dem neuen Laborgebäude um ein Provisorium. Es besteht aus Modulen, die leicht zurückgebaut und wiederverwertet werden können. Denn: Nach 15 Jahren sollen die Wissenschaftler zurück in ihr angestammtes Gebäude ziehen.

  • Sevensense-Mitgründer lobt Robotikstandort Schweiz

    Sevensense-Mitgründer lobt Robotikstandort Schweiz

    Roland Siegwart ist Professor für autonome Systeme an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Ausserdem ist er als Co-Direktor des Förderprogramms Wyss Zurich tätig. 2018 hat Siegwart die ETH-Ausgliederung Sevensense Robotics mitgegründet. Die Firma mit Sitz in Zürich entwickelt Technologien für Roboter, welche ihnen beispielsweise bei der selbstständigen Orientierung helfen. Sevensense arbeitet auch mit der Deutschen Bahn zusammen, um Technologien für die Zukunft des Zugverkehrs zu entwickeln.

    In einem Interview, das auf der Blog-Seite von Sevensense veröffentlicht wurde, lobt Siegwart den Robotikstandort Schweiz. Es seien alle wichtigen Fachkenntnisse für Robotik im Land vorhanden. Besonders bedeutend sei einerseits die Präzisionsmechanik, welche eine „lange Tradition in der Schweiz“ habe. Andererseits spiele die Sensortechnologie eine wichtige Rolle in der Branche. Diese sei weltweit weniger bekannt, die Schweiz sei hier dagegen bereits sehr fortgeschritten.

    Siegwart hebt weiter die ETH Zürich sowie die ETH Lausanne (EPFL) positiv hervor. Die beiden Hochschulen würden die nötige Steuerung und Intelligenz liefern, um das vorhandene Fachwissen gut nutzen zu können, betont er. Sie brächten auch eine Vielzahl von erfolgreichen Ausgliederungen hervor – besonders im Bereich Robotik. Die Schweiz habe ausserdem einen grossen Pool an ausländischen Talenten anziehen können, welche die Robotikszene weiter stärken.

    Aufholbedarf habe die Schweiz noch bei grossen Investitionen. Investoren in Europa seien generell eher risikoscheu im Vergleich zu jenen in den USA. Allerdings trage dies auch dazu bei, dass europäische Jungunternehmen eine nachhaltige kundenorientierte Herangehensweise entwickeln. Entsprechend sei die Überlebensrate von Start-ups – etwa in der Schweiz – viel höher ist als von jenen in USA. Bei den ETH-Ausgründungen liege die langjährigen Überlebensrate bei 80 bis 90 Prozent.

  • Zürich und Singapur erforschen Grossstädte

    Zürich und Singapur erforschen Grossstädte

    Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) und drei in Singapur ansässige Hochschulen – die National University of Singapore, die Nanyang Technological University und die Singapore University of Technology and Design – wollen gemeinsam erforschen, wie das weltweite Wachstum von Städten nachhaltiger gestaltet werden kann. Dafür haben sie laut einer Medienmitteilung am 1. Dezember das Forschungsprogramm Future Cities Lab Global ins Leben gerufen. Es ist eine Erweiterung des nach zehn Jahren erfolgreich abgeschlossenen Future Cities Laboratory des Singapore-ETH Centre.

    Dieses Programm befasst sich mit den grossen globalen Herausforderungen der zunehmenden Verstädterung durch die Ausdehnung bestehender und die Entstehung neuer Städte. Dies vor dem Hintergrund, dass nach Angaben der Vereinten Nationen bis 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben werden.

    „Die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile stark verdichteter, wenig Platz einnehmender Städte werden durch die Zersiedelung des Um- und Hinterlands zunichte gemacht“, erklärt Professor Stephen Cairns, Co-Direktor des Forschungsprogramms und ETH-Architekturprofessor in Singapur. „Inwieweit wir den Klimawandel in den nächsten hundert Jahren eindämmen können, hängt davon ab, wie gut diese gegensätzlichen Stadtformen geplant werden.“

    Zahlreiche Projekte seien in Planung, so die ETH Zürich. Bereits begonnene befassten sich mit verdichteten grünen Bauten und Quartieren, den Materialien dafür sowie mit neuen Technologien für die Wiederverwertung von Baumaterial. Zudem würden Lösungen für belastete und hochwassergefährdete Städte und umliegende Regionen gesucht. Auch Möglichkeiten für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in Städten und ihrem Umland würden erforscht.

  • Empa verleiht drei Innovation Awards

    Empa verleiht drei Innovation Awards

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat drei ihrer bahnbrechenden Projekte und Leistungen mit dem Empa Innovation Award geehrt. Der mit 5000 Franken dotierte Preis wird seit 2006 alle zwei Jahre verliehen. Damit honoriert die Empa die Anstrengungen ihrer Forschenden, mit angewandter, marktorientierter Forschung weitere Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schlagen.

    Der erste Preis geht laut einer Medienmitteilung der Empa an die neuartige Gewebekleber-Technologie Nanoglue. Entwickelt wurde sie von Forschenden des Particles-Biology Interactions-Labors der Empa in St.Gallen in Zusammenarbeit mit dem Nanoparticle Systems Engineering Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Ihr radikal neuer Ansatz nutze die wundheilenden Eigenschaften anorganischer Nanopartikel. Die kostengünstigen Materialien könnten in grossem Massstab hergestellt werden. Die „einzigartige Technologie“ werde jetzt vom noch zu gründenden Zürcher Start-up anavo medical zur Marktreife gebracht.

    Ausgezeichnet wurde auch die transparente Gesichtsmaske des Hello Mask-Projekts von Empa und Eidgenössischer Technischer Hochschule Lausanne (EPFL). Sie besteht aus einer feinen Membran von etwa 100 Nanometern Porengrösse. Diese Membran lässt zwar Luft durch, hält aber Viren und Bakterien zurück. „Die vollständig durchsichtige Maske wurde vor allem mit dem Ziel entwickelt, die Beziehung zwischen Pflegepersonal und Patienten zu verbessern“, so Forscher Joshua Avossa. Seit 2020 arbeitet das Genfer Start-up HMCare von Empa und EPFL an der Markteinführung der Hello Mask. Mitte 2021 soll sie erhältlich sein.

    Die Software-Plattform Urban Sympheny zur Planung nachhaltiger Energiesysteme ist die dritte Preisträgerin. Die Empa-Ausgründung gleichen Namens mit Sitz in Dübendorf hilft Planern beim Identifizieren optimaler Lösungen für ihren Standort und ihre Kunden. Das Ziel ist Energie- und Kosteneffizienz. Die innovative Plattform wurde in der Empa-Abteilung Urban Energy Systems entwickelt. Im vergangenen Jahr hat Venture Kick Urban Sympheny bereits mit 50’000 Franken ausgezeichnet.