Schlagwort: Eigenverbrauch

  • Lokale Stromgemeinschaften treiben Ausbau der Solarenergie voran

    Lokale Stromgemeinschaften treiben Ausbau der Solarenergie voran

    Eigentümerschaften von Solaranlagen können ihren überschüssigen Strom seit Anfang Jahr über lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) lokal verkaufen. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) bietet mit seinem neuen Produkt ewz.solarquartier eine einfache Handhabung dafür.

    Derzeit speisen laut einer Mitteilung bereits 130 solcher Stromgemeinschaften ihren überschüssigen Strom ein. Sie erhalten dafür einen garantierten Abnahmepreis von 14 Rappen pro Kilowattstunde. Bereits 6000 Kundinnen und Kunden beziehen diesen Strom von der ewz.

    Das Produkt soll die Nutzung von Dachflächen für Solaranlagen fördern. „Mit unserem LEG-Produkt ewz.solarquartier haben wir einen weiteren wirtschaftlichen Anreiz geschaffen, damit Solaranlagen nicht nur zugebaut werden, sondern damit langfristig hohe Erträge erzielt werden können“, wird Corinne Pellerin, Leiterin Markt und Kunden bei der ewz, in der Mitteilung zitiert. Die lokale Nutzung des Stroms entlastet zudem das Netz.

    Die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) bringt bereits den überschüssigen Strom aller ihrer Anlagen ein. „Dank der LEG-Lösung von ewz.solarquartier war für uns klar, dass wir alle 28 Photovoltaikanlagen auf unseren Siedlungen im Stadtgebiet anmelden“, so Eliane Hurni, Bereichsleiterin Gebäude und Umgebung sowie Geschäftsleitungsmitglied bei der ABZ.

    Insgesamt sind derzeit in der Stadt fast 2900 Photovoltaikanlagen mit fast 100 Megawatt Peak Leistung installiert. Sie produzieren rund 80 Gigawattstunden Strom im Jahr. Bis 2040 soll die Produktion auf 500 Gigawattstunden steigen.

  • Energiegemeinschaften ZEV als Schlüssel zur Zukunft

    Energiegemeinschaften ZEV als Schlüssel zur Zukunft

    Der ZEV stellt eine innovative Lösung für die Energieversorgung in Immobilien dar. Durch diese Form der Kooperation können Eigentümer und Mieter von erneuerbaren Energien profitieren, die gemeinschaftlich erzeugt und konsumiert werden. ZEV ermöglicht es, den Energiebedarf effizienter zu decken, senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. In der SVIT Zürich Seminarreihe werden die Grundlagen des ZEV detailliert aufgezeigt und deren Relevanz für die Immobilienbewirtschaftung umfassend beleuchtet.

    Ein rechtlicher Rahmen für ZEV
    Um ZEV erfolgreich implementieren zu können, ist es unerlässlich, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verstehen. Das Seminar bietet einen Überblick über relevante Vorschriften und rechtliche Aspekte, damit die rechtlichen Anforderungen bekannt sind. Diese Kenntnisse sind entscheidend, um mögliche rechtliche Fallstricke zu vermeiden und eine rechtskonforme Umsetzung zu gewährleisten.

    Erfolgreiche Umsetzung im Fokus
    Mit  Praxisbeispiele werden Einzelhauslösungen sowie umfassende Areallösungen illustriert. Durch die Analyse konkreter Projekte erfahren die Teilnehmenden, wie diese Konzepte nicht nur in der Theorie funktionieren, sondern in der Realität erfolgreich Anwendung finden. Der Austausch über Best Practices wird dazu anregen, innovative Ideen für eigene Umsetzungen zu entwickeln.

    Effiziente Strukturen
    Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Organisation des Betriebs von ZEV in Miet- und Stockwerkeigentumsliegenschaften. Die effiziente Verwaltung und transparente Abrechnung sind ausschlaggebend für den Erfolg dieser Projekte. Experten erläutern, wie eine optimale Betriebsorganisation gestaltet werden kann, um die Vorteile des ZEV für alle Beteiligten zu maximieren und eine reibungslose Umsetzung zu garantieren.

    Zukunftsperspektiven
    Abschliessend wird einen Blick in die Zukunft geworfen. Wie wird sich ZEV in der Immobilienbranche weiterentwickeln? Welche Trends zeichnen sich ab und welche Chancen ergeben sich für Fachleute? Das SVIT Seminar bietet nicht nur wertvolle Impulse für die aktuelle Praxis, sondern auch visionäre Perspektiven für die Immobilienbewirtschaftung von morgen. Lassen Sie die Energiewende vorantreiben und ZEV als Schlüssel zu einer nachhaltigeren Immobilienwirtschaft etablieren.

  • Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Nexans Schweiz hat fünf Monate früher als geplant seinen neuen Solarpark am Standort in Cortaillod in Betrieb genommen. Er besteht aus zehn einzelnen Anlagen, von denen jede auf einem anderen Dach installiert wurde. Diese unabhängigen Einheiten wurden dann zu einem übergeordneten System zusammengeschlossen. Dabei waren laut einer Mitteilung des Kabelherstellers Anpassungen an die architektonischen und strukturellen Besonderheiten erforderlich.

    Dieser Ansatz habe es ermöglicht, Eingriffe in die Produktionstätigkeit am Standort während der Installationsarbeiten vollständig zu vermeiden. «Das Ergebnis: eine zu 100 Prozent gelungene Inbetriebnahme, knapp fünf Monate früher als geplant.»

    Seit dem Sommer 2023 waren durch ein Spezialistenteam der Groupe E Greenwatt vom Standort Boudry NE «unter anspruchsvollen technischen Bedingungen» über 4000 Solarmodule mit einer Kapazität von je 430 Watt installiert worden. Insgesamt verfügt der Solarpark über eine Leistung von 1,7 Megawatt. Zusammen mit einer früher von Groupe E installierten 700 Kilowatt-Anlage erzielt Nexans nun eine auf über 90 Prozent geschätzte Eigenverbrauchsrate.

    «Diese strategische Partnerschaft unterstützt unser Ziel, unseren ökologischen Fussabdruck weiterhin zu verringern und unsere Tätigkeit nachhaltig zu entwickeln, und stärkt unsere Energieresilienz», wird Nexans Schweiz-CEO Marco Spinelli zitiert. «Auch ohne diese Anlagen verbraucht Nexans nur Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt, und zwar seit Jahresbeginn.»

  • Neue Netzplattform erleichtert Eigenverbrauch von Solarstrom und Batteriespeicherung

    Neue Netzplattform erleichtert Eigenverbrauch von Solarstrom und Batteriespeicherung

    Evaarist startet laut einer Mitteilung eine Netzplattform «zur Demokratisierung der Energieautarkie». Das Start-up mit Sitz in Sitten will mehr Besitzern von bestehenden Solaranlagen ermöglichen, ihre Solarproduktion stärker selbst zu verbrauchen. Evaarist bietet dazu neben der Plattform autarcie.ch zur Steuerung des Solarstroms vom Dach auch einfach zu installierende Batteriesätze an.

    «Die Energieautarkie ist unser Herzensanliegen», wird Loïc Viret zitiert. Er hat mit Julien Morard und Stéphane Curchod Evaarist 2023 gegründet. Das Ingenieurbüro ist auf erneuerbare Energien und Energieautarkie spezialisiert und hat im Rahmen des Espace Innothèque der Messe Foire du Valais 2024 die Plattform autarcie.ch lanciert, heisst es in der Mitteilung.

    Die Überlegungen von Evaarist basierten auf der Feststellung, dass fast 98 Prozent der rund 240‘000 bestehenden Solaranlagen in der Schweiz nicht mit Batterien ausgestattet sind. Evaarist bietet universell einsetzbare Batteriesysteme für Solardächer an. Parallel zum Stromnetz, den Solarmodulen und den vorhandenen Wechselrichtern wird ein Batteriesatz installiert. «Das wird es ermöglichen, zusätzliche Energie zu speichern und mit ihr zu arbeiten. Und vor allem kann der Autarkiegrad auf 65 bis 85 Prozent erhöht werden, während er ohne Batterien bei 20 bis 30 Prozent liegt», wird Viret zitiert.

    Weiter will Evaarist das Material direkt vom Hersteller zum Kunden bringen und die Installation wird weitgehend als «Do it yourself» durchgeführt. Dank einer Vereinbarung mit einem deutschen Importeur bietet autarcie.ch Batteriesätze ab 5800 Franken  für 10 Kilowattstunden an.

    Autarcie.ch ist kein Anti-Blackout-System. «Aber unsere Systeme können so ausgestattet werden, dass sie funktionieren, wenn das Netz ausfällt», wird Viret zitiert.

  • Schlieren geht beim Solarausbau weiter voran

    Schlieren geht beim Solarausbau weiter voran

    Die Stadt Schlieren macht ihrer Medienmitteilung zufolge einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung und Mobilität: Sie nimmt bis Ende August sechs neue Ladestationen für elektrische Fahrzeuge sowie am IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum an der Rütistrasse die grösste städtische Photovoltaikanlage in Betrieb.

    Jedes ihrer 1278 Module der neuesten Generation erbringt eine Leistung von 425 Watt Peak. Der erzeugte Solarstrom werde nicht nur ins Netz eingespeist, sondern auch für den Eigenverbrauch genutzt: „Das Projekt beim IJZ unterstreicht exemplarisch den Fortschritt in der Energiewende, auf den wir in diesem und vielen weiteren Projekten äusserst viel Wert legen“, wird Dr. Martin Nicklas zitiert, der das Energiecontracting der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) leitet. Denn mit dem dort produzierten Solarstrom werden das IJZ und die darin ansässigen gewerblichen Betriebe sowie die umliegenden Wohnungen versorgt. „Damit wird der PV-Strom am selben Ort produziert und genutzt – mehr Lokalität geht nicht.“

    Gerade angesichts der im Kanton bisher verfehlten Solarziele wolle Schlieren ein positives Zeichen setzen. Die Stadt forciere den Solarausbau auf den eigenen städtischen Liegenschaften, insbesondere auf Flachdächern, so Albert Schweizer, Bereichsleiter Liegenschaften und Standortförderung bei der Stadt Schlieren. „Unsere eigenen städtischen Instanzen sowie der Denkmalschutz und unsere Netzanbieterin EKZ unterstützen uns im Vorantreiben der Solarenergie massgeblich.“

  • Neue Einmalvergütung für Solaranlagen tritt in Kraft

    Neue Einmalvergütung für Solaranlagen tritt in Kraft

    Anfang Januar ist die Revision des Energiegesetzes in Kraft getreten. Sie sieht parallel zu den beiden bereits bestehenden Fördermodellen für kleine und grosse Photovoltaikanlagen unter anderem eine neue hohe Einmalvergütung für Photovoltaikanlagen vor, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche schlüsselt dort die Voraussetzungen auf, unter denen Eigener bis zu 60 Prozent der Investitionskosten von Referenzanlagen erstattet bekommen können.

    Danach muss die neue Photovoltaikanlage eine Leistung von mindestens 2 und höchsten 150 Kilowatt aufweisen. Die von ihr erzeugte Energie darf zudem nicht zum Eigenverbrauch genutzt, sondern muss über mindestens 15 Jahre hinweg ins Netz eingespeist werden. Auch werden nur Anlagen mit einem Inbetriebnahmedatum ab Jahresbeginn 2023 gefördert.

    Für das laufende Jahr beläuft sich die hohe Einmalvergütung auf 450 Franken pro Kilowatt installierter Leistung, so Swissolar. Zudem ist die Förderung auf eine neue Photovoltaikanlage ohne Eigenverbrauch pro Jahr und Grundstück begrenzt. Ein allfälliger Neigungswinkelbonus kann jedoch zusätzlich beantragt werden.

  • IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) und die auf dezentrale Energie und E-Mobilität spezialisierte deutsche IT-Firma Kiwigrid spannen für die Einrichtungen von Energiegemeinschaften zusammen. Beide Unternehmen haben zusammen eine Software für Energiemanagement und Anlageverwaltung entwickelt, informieren IWB und Kiwigrid in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie soll zum ersten Mal auf dem Areal Westfeld in Basel zum Einsatz kommen. Dort realisiert die Baugenossenschaft wohnen&mehr ein neues Quartier mit rund 500 Genossenschaftswohnungen.

    IWB wird das Quartier mit einer integrierten Wärme-, Kälte- und Stromversorgung ausstatten. Das dafür nötige Energiemanagement bezieht der Basler Energieversorger von Kiwigrid. Über die Energy-IoT-Plattform der in Dresden ansässigen Firma können die Stromzähler, Photovoltaikanlagen, Ladestationen und Wärmepumpen des Quartiers in einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch integriert, intelligent gesteuert und verwaltet werden.

    „Unser Ziel ist eine vollständig erneuerbare, klimafreundliche Energieversorgung“, wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von IWB, in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen will einen Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebens- und Arbeitsräume leisten. „Als Experte für Energiemanagementsysteme und IoT für Erneuerbare Energien hat sich Kiwigrid als optimaler Partner in der Umsetzung unserer ambitionierten Ziele erwiesen“, erklärt Balmer.

    Die Energiegemeinschaft im Westfeld soll nicht das einzige gemeinsame Projekt von IWB und Kiwigrid bleiben. Für weitere Zusammenschlüsse haben die Partner laut Mitteilung bereits Interessenten aufgetan. hs

  • «Schlatt-Park» Schmerikon: Intelligentes Multi-Energiesystem

    «Schlatt-Park» Schmerikon: Intelligentes Multi-Energiesystem

    Die Sektorkopeplung von Strom, Wärme und Wasser in einem umfassenden Multi-Energie-System optimiert Produktion und Verbrauch maximal – und das für Eigentümer, Mieterschaft und Verwaltung gleichermassen. Der minimale CO2-Ausstoss des Energieverbrauchs der Überbauung entspricht zu 100 Prozent der «Energiestrategie 2050» des Bundes. Die Immobilien-Dächer des «Schlatt-Parks» wurden mit rund 600 m2 Photovoltaikmodulen mit einer Spitzenleistung von 100 Kilowatt ausgestattet. Wärmepumpenanlagen mit einer Gesamtleistung von 180 Kilowatt sowie ein modular erweiterbares Ladestationensystem für E-Autos, welches über ein intelligentes Lastmanagement eine reduzierte Gebäude-Anschlussleistung ermöglicht, ergänzen die Prosumer-Lösung. Nicht zuletzt versorgt eine Blockchain-basierte Abrechnungslösung alle mit Produktions- und Verbrauchsdaten in Echtzeit.

    Bisher wurden die einzelnen Gewerke – Strom, Wärme und Wasser – technisch separat behandelt. Im Projekt sind diese Sektoren in einem System kombiniert und aufeinander abgestimmt. Dabei profitiert die Volatilität in der Produktion von Strom von der Flexibilität der Wärmespeicherung. Die intelligente Nutzung des überschüssig produzierten Photovoltaikstroms wirkt sich wirtschaftlich positiv aus – schliesslich ist sonnenproduzierter Strom günstiger als Strom aus dem Netz.

    Der nächste Entwicklungsschritt umfasst die Umstellung auf «Smart Microgrid», ein intelligentes, gebäudeübergreifendes Energiemanagementsystem. Die Wirtschaftlichkeit einer kompletten und nachhaltigen Energieanlage wird mitunter durch die Eigenverbrauchsquote definiert. Je höher die Quote, desto rentabler und nachhaltiger die Anlage. Anlagen bei Einfamilienhäusern umfassen im Schnitt 10 bis 30 Prozent Eigenverbrauch, bei Mehrfamilienhäusern sind es zwischen 45 und 50 Prozent. Diese Anlagen sind jedoch meistens pro Gebäude in sich selbst geschlossen. «Smart Microgrid» vernetzt mehrere Gebäude – in Zukunft bis zu ganzen Quartieren – wodurch die Eigenverbrauchsquote nochmals deutlich gesteigert werden kann. Die SAK wird bei ihrem nächsten Projekt in Uzwil dieses System erstmals verbauen.