Schlagwort: Elektrizitätswerke

  • Erste Projekte des Dietiker Smart City-Projekts sind realisiert 

    Erste Projekte des Dietiker Smart City-Projekts sind realisiert 

    Die Dietiker Bevölkerung ist am Abend des 27. September auf dem Kirchplatz über die Umsetzung des von Stadt Dietikon und Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) entwickelten Smart City-Projekts informiert worden. Dabei fand die Einweihung erster Teilprojekte statt.

    Auf dem Zelgliplatz befindet sich laut Medienmitteilung neu eine Ladestation für Elektroautos, die während des Einkaufens zur Verfügung steht, aber auch von Anwohnerinnen und Anwohnern genutzt werden kann. Im zweistöckigen Velohaus beim Bahnhof können im Untergeschoss Elektrovelos geladen werden. Auf dem Hedinger-Parkplatz erkennt eine Kamera freie Parkplätze. Bei der Markthalle steht der Bevölkerung ein öffentliches WLAN zur Verfügung. Dort erfasst eine Luftmessstation Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftschadstoffe wie Feinstaub oder Ozon. Die Station wird ergänzt durch ein Netz über die Stadt verteilter weiterer Umweltsensoren. Im Winter warnt die Messung der Bodentemperatur vor allfälligem Glatteis.

    „Erst die Vernetzung und die intelligente Nutzung der Daten führt zu einem Mehrwert für die Bevölkerung und für die Verwaltung, wie man ihn in einer Smart City anstrebt“, wird Jörg Haller zitiert, Leiter Smart City und öffentliche Beleuchtung bei EKZ.

    Die Umweltdaten, die an den Messstationen erfasst werden, sollen transparent dargestellt werden, beispielsweise auf Monitoren im Stadthaus. „Schon heute dienen die umfangreichen Daten der Stadt bei der Verkehrs- oder Bauplanung“, wird Stadtpräsident Roger Bachmann zitiert. „Das Preisgeld des BFE hat nochmals Schub verliehen“, so Bachmann weiter.

    Das Projekt Smart City hat bei der Smart City Innovation Challenge des Bundesamts für Energie (BFE) Anfang 2021 den Hauptpreis und damit Fördergelder von 100’000 Franken gewonnen.

  • Nachfrage nach lokaler Solarenergie hat sich verdoppelt

    Nachfrage nach lokaler Solarenergie hat sich verdoppelt

    Die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) haben laut einer Medienmitteilung 7544 Quadratmeter Solarfläche veräussert. Damit habe sich die Nachfrage nach Solarenergie gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Der erhöhte Zuspruch für nachhaltig produzierten Strom wird dem Engagement für das Netto-Null-Ziel, der von der Stadt lancierten Solaroffensive und den Folgen des Ukrainekriegs zugeschrieben.

    Die ewz kündigt an, bei der im Bau befindlichen zweiten hochalpinen Solaranlage in Graubünden mit 1795 Quadratmeter Fläche erneut auf die Bereitschaft der Öffentlichkeit zu setzen, sich an lokalen Solaranlagen zu beteiligen und damit die Energiewende zu beschleunigen.

    Die Photovoltaikgrossanlage im Hochgebirge soll im Laufe des Sommers an der Staumauer des Lago di Lei gebaut werden. Laut Unternehmensangaben verfüge sie über ein Potenzial von 1000 Photovoltaikmodulen, mit denen 380 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden könnten. Die Staumauer gehöre den Kraftwerken Hinterrhein AG, an der ewz beteiligt sei.

    Für die ewz-Kundschaft der Stadt Zürich und im Versorgungsbereich Mittelbünden besteht ab sofort die Möglichkeit, sich auf der Internetseite der ewz bereits ab einem halben Quadratmeter für 280 Franken zu beteiligen. Als Gegenleistung kündigt die ewz an, 20 Jahre lang jährlich 90 Kilowattstunden nachhaltig produzierten Strom aus erneuerbarer Energie auf der Rechnung gutzuschreiben.

  • Photovoltaikausbau steckt in den Kinderschuhen

    Photovoltaikausbau steckt in den Kinderschuhen

    Die Photovoltaik müsse neben der Wasserkraft zum Stützpfeiler einer klimafreundlichen Energiezukunft werden, schreibt der Verband unabhängiger Energieerzeuger (VESE) in einer Mitteilung. Die Fachgruppe der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie hat eine Online-Karte entwickelt, auf der der Ausbaustand der Photovoltaik in den einzelnen Gemeinden, Bezirken oder Kantonen dargestellt wird. Die interaktive Karte zeigt zudem wahlweise auch den schweizweiten Stand oder die Ausbauten einzelner Elektrizitätswerke an.

    Durch die Karte werde ein sehr heterogenes Bild beim Stand der Photovoltaik sichtbar, erläutert VESE. Je nach Kanton falle die installierte Leistung pro Einwohner bis zum Fünffachen höher oder geringer aus. Den höchsten Ausbaustand können die Kantone Appenzell Innerrhoden und Jura mit mehr als 600 Watt Leistung pro Einwohner vorzeigen. Im Kanton Zürich dagegen wurden bisher dagegen nur 134 Watt Leistung pro Einwohner installiert.

    An mangelnden Flächen könne dies nicht liegen, erklärt VESE in der Mitteilung weiter. Selbst Spitzenreiter Appenzell Innerrhoden nutze sein Potenzial erst zu „verschwindend kleinen 5,2 Prozent“. Für VESE-Projektleiter Diego Fischer ist vielmehr die Photovoltaikpolitik verantwortlich. Sie sei „ein grosses Flickwerk, in welcher die heisse Kartoffel zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden, den Elektrizitätswerken und den Investoren hin und her geschoben wird, und sich am Schluss alle wundern, wieso es nicht schneller vorwärts geht“.

    Um den Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben, müssten Kantone und Gemeinden die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente besser nutzen, meint Fischer. Konkret spricht der VESE-Projektleiter die Vergütung von eingespeistem Solarstrom und Subventionen zur Ergänzung von Einmalvergütungen an. Den Ausbau von Photovoltaik auch auf Dächern von Mietobjekten will Fischer durch Bauvorschriften steigern lassen.

  • Windenergieprojekt am Chroobach kommt voran

    Windenergieprojekt am Chroobach kommt voran

    Die Projektgemeinschaft Chroobach Windenergie besteht aus den beiden regionalen Energieversorgern Elektrizitätswerke des Kantons Schaffhausen AG (EKS) und SH POWER. Ihr Ziel ist es, das Potenzial für Windenergie am Chroobach auszunutzen. Insgesamt will sie dort 25 bis 27 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr produzieren, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das ist in etwa doppelt so viel Strom, wie derzeit von der Bevölkerung des oberen Kantonsteils im Jahr verbraucht wird.

    Im Jahr 2019 hat der Bund den kantonalen Richtplan zur Windenergie gutgeheissen. Mit der Festsetzung des Windenergiegebietes auf dem Chroobach in der Gemeinde Hemishofen habe er damit eine wichtige Basis für das Projekt gelegt. Seither konnten die Planungsarbeiten den Angaben zufolge erfolgreich vorangetrieben werden. In einem nächsten Schritt soll nun die Teilrevision der Nutzungsplanung bei der Gemeinde Hemishofen beantragt werden. Die Projektgemeinschaft sei bereits für die Besprechung der nächsten Planungsschritte im Dialog mit der Gemeinde.

    Weiter will Projektgemeinschaft auch die lokale Bevölkerung am neuen Projekt teilhaben lassen. So soll sie sich mit einer Windaktie am Windpark beteiligen können. Weitere Details dazu will die Projektgemeinschaft „in Kürze“ veröffentlichen.