Schlagwort: Elektromobilität

  • Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    AXA Schweiz warnt auf Basis der Ergebnisse des dritten AXA Mobilitätstachos davor, dass ein schwindendes Interesse an Elektroautos die Mobilitätswende gefährden könnte. Laut einer Mitteilung des Versicherungsunternehmens mit Hauptsitz in Winterthur geben die Zahlen generell Anlass dazu, von einer Trendwende für den Automobilmarkt zu sprechen: Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil derjenigen, die einen Autokauf planen, um 12 Prozent auf 34 Prozent gestiegen. Gleichzeitig kommt nur für 24 Prozent ein Elektroauto in Frage; 2023 war dies für 34 Prozent eine Option. Die zugrundeliegende repräsentative Umfrage wurde im Mai 2025 in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Sotomo in Zürich durchgeführt.

    Elektromobilität wird gemäss der Studie heute von 30 Prozent der Befragten abgelehnt, 25 Prozent waren es 2023. Die wachsenden Vorbehalte beziehen sich auf die Reichweite, den Preis und die Lademöglichkeiten. Dabei bleibt laut der Mitteilung auch der Occasionsmarkt für E-Autos weiterhin hinter demjenigen für Verbrenner zurück. Gründe hierfür seien Bedenken in Bezug auf den Batteriezustand und die schnelle technologische Entwicklung. Parallel dazu ist das Ansehen von Elektroautos im vergangenen Jahr um 9 Prozent gesunken. „Trotz dieser offensichtlichen Durchsetzungsschwierigkeiten von Elektroautos befürwortet weiterhin nur eine Minderheit von 38 Prozent eine stärkere politische Förderung der Antriebstechnologie“, wird Sotomo-Leiter Michael Hermann zitiert.

    Unabhängig von der Antriebstechnologie beobachtet die AXA im Zuge des Aufschwungs für den Automobilmarkt, dass deutsche Fabrikate unangefochten an der Spitze stehen; chinesische, insbesondere BYD, holen auf. Elektroautos aus den USA verlieren an Beliebtheit.

    Abgefragt wurde auch, wie die Bevölkerung zum autonomen Fahren steht: Hier herrscht Skepsis, hauptsächlich wegen Sicherheitsbedenken und möglicher Cyberangriffe. Die Mehrheit der Autobesitzenden sorge sich um den Missbrauch ihrer Fahrzeugdaten, heisst es.

  • Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Adelboden hat jetzt seine erste Gleichstrom-Schnellladestation für Stromautos. Die Station bei der Licht- und Wasserwerk Adelboden AG (LWA) an der Dorfstrasse 36 bietet laut einer Mitteilung Leistungen von 50 bis 100 Kilowatt. Damit können Stromautos innert 30 bis 60 Minuten aufgeladen werden. Insgesamt bietet die LWA damit 20 öffentliche Ladepunkte an sechs Standorten in Adelboden an.

    Die LWA sieht in der Schnellladestation einen Meilenstein für die nachhaltige Mobilität Adelbodens. „Jede Ladepause ist eine Einladung, Adelbodens Dorfkern zu erkunden“, wird Pascal von Allmen, Geschäftsführer der LWA, in der Mitteilung zitiert. Davon profitieren nicht nur die Autofahrerinnen und -fahrer, sondern auch das lokale Gewerbe.

  • Luzern baut öffentliches Netz von Ladestationen auf

    Luzern baut öffentliches Netz von Ladestationen auf

    In Luzern soll bis 2035 ein öffentliches Netz von rund 30 Ladestationen für E-Autos entstehen. Dabei soll laut einer Medienmitteilung der Fokus auf dem Laden im Quartier liegen. Dafür stellt die Stadt Drittanbietern gegen eine Konzessionsgebühr öffentlichen Grund und die Basisinfrastruktur inklusive Netzerschliessung zur Verfügung. Ihre Investition in Höhe von 960’000 Franken will sie durch die Konzessionsgebühren verursachergerecht refinanzieren.

    Bis ins Jahr 2040 sollen alle Fahrzeuge, die in der Stadt Luzern eingelöst sind, elektrisch oder erneuerbar angetrieben sein. Um dieses Ziel der Klima- und Energiestrategie zu erreichen, haben die Stadt Luzern und Energie Wasser Luzern (ewl) im April 2024 das Pilotprojekt Grüne Zonen lanciert. In diesem Rahmen wurden an der Berg- und der Eichmattstrasse die ersten öffentlichen Ladestationen erstellt. Die Erfahrungen des auf fünf Jahre angelegten Projekts bezeichnet die Stadt als „durchweg positiv“.

    Die Massnahmen sind Teil des Gesamtkonzepts für erneuerbare Antriebe in der Mobilität. Es wurde vom Zürcher Beratungs- und Ingenieurunternehmen EBP Schweiz im Auftrag der Stadt Luzern erarbeitet. Zum Umfang des Konzepts zählen auch Förderprogramme für Basis- und Ladeinfrastruktur, die aus dem Energiefonds der Stadt Luzern finanziert werden oder dass ab 2033 nur noch emissionsfreie Taxis Betriebsbewilligungen erhalten werden. Zudem sollen per 2040 Parkkarten für Dauerparkierung auf öffentlichem Grund nur noch für emissionsfreie Fahrzeuge erteilt werden.

  • Räte verlangen Recht auf Ladestationen in Wohnhäusern

    Räte verlangen Recht auf Ladestationen in Wohnhäusern

    Mit 24 zu 18 Stimmen hat der Ständerat am Mittwoch eine Motion von Nationalrat Jürg Grossen angenommen. Der Bundesrat soll verbindliche Vorgaben schaffen, damit der Zugang zu privaten Ladestationen in Miet- und Eigentumswohnungen gewährleistet ist. Die Langsamladestationen seien ein zentraler Hebel für die Mobilitäts- und Energiewende, argumentierten die Befürworter.

    Dekarbonisierung braucht Infrastruktur
    Flavia Wasserfallen betonte, dass fehlende Ladeinfrastruktur einer der Hauptgründe für stagnierende Verkaufszahlen bei Elektrofahrzeugen sei. «Autos müssen dort geladen werden, wo sie stehen», sagte sie. Auch Thierry Burkart plädierte für staatliche Rahmenbedingungen,  «Verbrenner hätten sich auch nie ohne Tankstellen durchgesetzt.»

    Eigentumsrecht versus Klimaziel
    Die Mehrheit der ständerätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie stellte sich gegen eine gesetzliche Pflicht. Sie warnte vor einem zu starken Eingriff in die Eigentumsgarantie und die Privatautonomie. Daniel Fässler argumentierte, der Markt solle bestimmen, wo welche Ladeinfrastruktur entsteht.

    Bundesrat in der Pflicht
    Auch der Bundesrat hatte sich gegen die Motion ausgesprochen. Im geltenden Miet- und Stockwerkeigentumsrecht sei die Situation unklar geregelt, so die Regierung. Dennoch muss sie nun Vorschläge zur Umsetzung der Forderung ausarbeiten.

    Vergangene Förderansätze gescheitert
    Im Rahmen der letzten Revision des CO₂-Gesetzes wollte der Bundesrat jährlich bis zu 30 Millionen Franken für Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern und auf öffentlichen Parkplätzen bereitstellen. Diese Massnahme scheiterte damals jedoch am Widerstand des Parlaments.

  • Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Die AVIA VOLT Suisse AG kauft den Ladeinfrastrukturanbieter Plug’N Roll und erweitert ihre Ladeinfrastruktur um 2345 Ladepunkte. Plug’N Roll-Kunden profitieren vom Zugang zu einem europaweiten Netzwerk aus über 850‘000 Ladepunkten. Die Bündner Repower AG, bisherige Eigentümerin von Plug’N Roll, richtet mit Repower E-Mobility ihren Fokus neu aus.

    AVIA VOLT prüft nun laut einer Mitteilung Verträge und Geschäftsprozesse von Plug’N Roll. Deren 24‘600 Kunden werden nahtlos in den AVIA-Verbund integriert.  Die Übernahme ermöglicht eine integrierte Abrechnung elektrischer und fossiler Energie für Plug’N Roll-Flottenbetreiber. Die Systemarchitektur von AVIA VOLT biete Kompatibilität mit den Soft- und Hardwarelösungen vieler Hersteller, heisst es in der Mitteilung.

    Die AVIA VOLT mit Sitz in Frauenfeld ist eine Tochter mehrerer Schweizer AVIA-Unternehmen. Sie sieht die Übernahme als wichtigen Schritt, um sich als führender Service-Anbieter im Bereich Elektromobilität zu etablieren. „Für uns bedeutet die Übernahme eine gezielte Stärkung unserer Position als Anbieterin für verlässliche Ladeinfrastruktur in der Schweiz“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident von AVIA VOLT, zitiert.

    Plug’N Roll ist die E-Mobility Abteilung der Repower AG. Die E-Mobility Anbieterin entwickelt seit 2012 Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum, für Unternehmensflotten und für Immobilien. Bis Ende 2025 wird die Marke Plug’N Roll von AVIA VOLT genutzt. Drei Plug’N Roll-Mitarbeitende werden von AVIA VOLT übernommen.

  • Virtuelles Kraftwerk aus Solaranlagen und E-Autos

    Virtuelles Kraftwerk aus Solaranlagen und E-Autos

    „Das erste virtuelle Kraftwerk der Schweiz für Privatkunden ist live“, überschreibt die Helion Energy AG einen Beitrag auf LinkedIn. Die 2022 von der AMAG Gruppe übernommene Energiefirma will tausende kleine Energiequellen in Privathand zu einem intelligenten virtuellen Kraftwerk zusammenschliessen. Die einzelnen Solaranlagen, Hausbatterien und Elektroautos werden dabei von der Plattform Helion ONE vernetzt.

    „Schon ein Drittel der heutigen PV-Anlagen könnte ein Pumpspeicherkraftwerk ersetzen“, schreibt Helion Energy. Geplant ist, das dezentrale Grosskraftwerk im Regelenergiemarkt zur Stabilisierung des Stromnetzes einzusetzen. Dafür wird das Netz aktuell in Zusammenarbeit mit der Swissgrid AG getestet.

    Privathaushalte, die sich am virtuellen Kraftwerk beteiligen, können von 200 bis 300 Franken Ertrag im Jahr profitieren. Für KMU liege der Betrag aktuell bei über 1000 Franken bei steigender Tendenz, heisst es im Beitrag. Noch in diesem Jahr will Helion weiteren Interessierten die Teilnahme am dezentralen Grosskraftwerk ermöglichen.

  • Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Die in Opfikon ansässige Libattion AG hat in Biberist ein neues Werk für die Aufbereitung ausgedienter Batterien aus Elektroautos in Betrieb genommen. Hier werden aus den Batterien modulare stationäre Energiespeicher gefertigt. Laut Unternehmensangaben handelt es sich dabei um Europas grösste Anlage dieser Art. Die Produktionsstätte wurde auf dem Gelände eingerichtet, das auch vom Batterierecylingunternehmen Librec genutzt wird.

    Die neue Anlage verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad. „Unsere neue Produktionshalle ermöglicht es uns, flexibel auf die Marktanforderungen zu reagieren und dabei einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung in Europa zu leisten“, wird Stefan Bahamonde, CEO und Mitgründer von Libattion, in der Mitteilung zitiert. „Durch die Automatisierung unserer Produktion können wir nicht nur effizient, sondern auch wirtschaftlich agieren und unsere Kapazitäten präzise an die Nachfrage anpassen.“

    Im Jahr 2022 hat Libattion stationäre Speicher mit einer Gesamtkapazität von 7 Megawattstunden hergestellt, im vergangenen Jahr wurden bereits 27 Megawattstunden Gesamtkapazität erreicht. Bis 2026 will das Unternehmen die Gesamtkapazität auf 500 Megawattstunden steigern. Die Speichersysteme von Libattion sind modular aufgebaut und können Kapazitäten von 97 Kilowattstunden bis zu 60 Megawattstunden aufweisen. Sicherheit stehe dabei an erster Stelle, erklärt Bahamonde: „durch die automatisierte Produktion und strenge Qualitätskontrollen können wir für jeden Speicher höchste Sicherheitsstandards garantieren“.

  • Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Die weltweite Nachfrage nach Batterien wird sich bis 2030 voraussichtlich verdreifachen und zwischen 4,0 und 4,6 Terawattstunden erreichen. Bis 2040 könnte sie sich erneut verdoppeln. Der Markt wird derzeit von technologisch führenden Unternehmen aus Asien, insbesondere China, dominiert. Dort führen erhebliche Überkapazitäten zu global sinkenden Preisen, was europäischen Herstellern mit höheren Produktionskosten und Unsicherheiten im Hochlauf der Elektromobilität zusätzlichen Druck bereitet.

    Europäische Stärken
    Trotz dieser Herausforderungen besitzt Europa das Potenzial, eine bedeutende Rolle in der Batteriefertigung einzunehmen. Wettbewerbsvorteile liegen in innovativen Ansätzen, hochwertigen Produktionstechnologien und einem Fokus auf die ökologische Bilanz von Batterien. Um zu den asiatischen Marktführern aufzuschliessen, müssen westliche Hersteller kosteneffiziente Massenproduktionen aufbauen, intensive Forschung betreiben und enge Kooperationen eingehen, auch mit asiatischen Partnern.

    Marktvolatilität und Zukunftsszenarien
    Im Jahr 2024 hat die Volatilität im Batteriezellmarkt deutlich zugenommen. Hauptgründe sind die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen sowie regulatorische Unsicherheiten in den USA und der Europäischen Union. Experten haben daher drei Szenarien für die zukünftige Nachfrage entwickelt.

    Positives Szenario: Schneller Fortschritt bei der Elektrifizierung führt bis 2030 zu einer Nachfrage von 4,6 TWh und bis 2040 zu 8,8 TWh.

    Basisszenario: Trotz temporärer Rückgänge bei den Elektroauto-Verkäufen werden Emissionsziele erreicht, was zu einer Nachfrage von 4,3 TWh im Jahr 2030 und 8,6 TWh im Jahr 2040 führt.

    Negatives Szenario: Signifikante Verzögerungen, etwa durch eine Verschiebung des Verbrenner-Verbots in der EU, resultieren in einer Nachfrage von 4,0 TWh im Jahr 2030 und 8,1 TWh im Jahr 2040.

    Diese Prognosen unterstreichen die Unsicherheiten und die Notwendigkeit flexibler Planungen für europäische Hersteller.

    Strategien für europäische Hersteller
    Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, sollten europäische Unternehmen folgende Ansätze verfolgen.

    Fokus auf Nachhaltigkeit: Reduktion der CO₂-Emissionen bei der Batteriezellproduktion auf 30 bis 40 Kilogramm pro Kilowattstunde durch Optimierung der Rohstoffbeschaffung und innovative Produktionsverfahren wie Trockenbeschichtung oder Lasertrocknung.

    Frühe Integration von Innovationen: Ausrichtung der Produktionspläne auf neue, kosteneffiziente Batterietypen für Klein- und Mittelklasse-Elektrofahrzeuge, um schneller in die Massenproduktion einzusteigen und von steigenden Volumen zu profitieren.

    Kooperationen stärken: Enge Zusammenarbeit mit anderen europäischen Herstellern sowie Partnerschaften mit führenden asiatischen Unternehmen, die in Forschung, Entwicklung und Industrialisierung voraus sind, um von deren Expertise zu profitieren.

    Durch die Umsetzung dieser Strategien können europäische Batteriehersteller ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und eine bedeutende Rolle im wachsenden globalen Batteriemarkt einnehmen.

  • Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Der europaweit aktive Schnellladestationenspezialist Electra und der Immobilien-Asset Manager Procimmo aus Renens engagieren sich gemeinsam für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Westschweiz. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Zusammenarbeit begonnen, informiert Electra in einer Mitteilung. Im ersten Schritt werden zwei Schnellladestationen in Aubonne VD und Gland VD installiert.

    Die Schnellladestation im Einkaufszentrum Outlet Aubonne wird vom Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial umgesetzt. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Commercial PK ist für die Schnellladestation am Gland BackStage Pub in Gland zuständig. Seit Dezember 2024 sind bereits zwei erste Ladepunkte in Betrieb, noch in diesem Quartal sollen zwei weitere Ladepunkte folgen.

    Electra mit Sitz in Paris ist in der Schweiz durch die Electra Charging Switzerland AG in Zürich vertreten. Gemeinsam mit Procimmo «können wir die Westschweiz noch besser vernetzen und dadurch wichtige und zentrale Orte mit Ladestationen aufwerten», wird Alessandro Inderbitzin, General Manager Electra Schweiz & Österreich, in der Mitteilung zitiert. Procimmo-CEO Arno Kneubühler wiederum betrachtet die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Schnellladestationen «als einen bedeutsamen Schritt, um unser Portfolio mit den starken Leistungen von Electra auszubauen und zu ergänzen». Mit ihrer Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Schnellladestationen in der Schweiz reagieren. Für Procimmo stellt das Engagement zudem einen Beitrag für eine elektrifizierte Schweiz dar.

  • Kreislaufwirtschaft für Elektroautobatterien

    Kreislaufwirtschaft für Elektroautobatterien

    Der Kanton Solothurn und der Swiss Innovation Park Biel/Bienne (SIPBB) spannen im Bereich Kreislaufwirtschaft für die Elektromobilität zusammen. Wie es in einer Mitteilung heisst, lässt sich der SIPBB in diesem Rahmen mit der Tochterfirma Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH am Standort Biberist nieder, die ihre Tätigkeit 2026 aufnehmen wird.

    In dem Unternehmen sollen Rohstoffe aus Batterien mittels einer Kombination aus Automatisierung, Robotik, Künstlicher Intelligenz, Sicherheitstechnologien sowie chemischer und materialtechnologischer Verfahren zurückgewonnen werden. Eingesetzt werden dabei Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der Tätigkeit des SIPBB, unterstützt vom Kanton Solothurn, der seit 2015 Mitaktionär des Innovationsparks ist.

    Die Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH soll künftig als Innovationsakteur mit am Standort Biberist bereits agierenden Firmen der Kreislaufwirtschaft wie Librec AG, Grensol sowie Libattion tätig sein.

    «Mit der Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH haben wir für den Standort Biberist einen weiteren wichtigen Partner gewinnen können, um in der Elektromobilität zu einem Werkplatz von europäischem Format zu werden», wird Monika Beck, Leiterin der kantonalen Standortförderung Solothurn, in der Mitteilung zitiert.

  • Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Die SMG Swiss Marketplace Group hat ein neues Nachhaltigkeitsmanifest präsentiert. Mit dem Dokument will das Unternehmen laut einer Mitteilung sein Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken unterstreichen. Das Manifest enthält vier zentrale Säulen, die den künftigen Handlungsrahmen der SMG beschreiben sollen.

    Zu diesen zählen Integrität durch gute Unternehmensführung und Transparenz, Schutz der digitalen Zukunft durch fortschrittliche Cybersicherheit und Datenschutz, Stärkung der Mitarbeitenden durch Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds sowie positives Engagement durch ökologische und soziale Initiativen.

    Im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie setzt sich SMG für verschiedene Initiativen ein, so für die Förderung der Elektromobilität, die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen in verschiedenen Geschäftsbereichen und die Verbesserung der Energieeffizienz in ihren Rechenzentren.

    Als ein wichtiges Beispiel sieht das Unternehmen seinen Online-Marktplatz Ricardo an. «Seit 25 Jahren bietet Ricardo eine echte Alternative für einen verantwortungsvollen Konsum», wird Christoph Tonini, CEO von SMG, in der Mitteilung zitiert. «Durch seinen kreislaufwirtschaftlichen Ansatz, der die Wiederverwendung von Produkten fördert, ist Ricardo ein zentraler Treiber für nachhaltiges Konsumverhalten in der Schweiz. Nachhaltigkeit ist seit Beginn ein Teil unserer DNA, und wir sind entschlossen, diesen Ansatz auf unsere gesamte Gruppe auszuweiten.»

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint. Diese fokussieren unter anderem auf Immobilien, Automotive und Finanzen.

  • Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Vom 14. bis 17. November 2024 erwartet die Besucherinnen und Besucher der Bernexpo ein einzigartiges Messeformat: Die Hausbau+Energie Messe und die Energy Future Days bündeln erneut ihre Kräfte, um das grösste Schweizer Event für Bauen, Sanieren und Energie zu präsentieren. Jährlich zieht dieser Event über 10’000 private Hauseigentümer, angehende Bauherrschaften, Architekten und Planer an und bietet ein vielfältiges Programm für Fachleute und Interessierte.

    Fachveranstaltungen und Innovationen für Energie und Bau
    Das diesjährige Schwerpunktthema liegt auf nachhaltiger Energieerzeugung und -nutzung. Ein breites Angebot an Fach- und Publikumsveranstaltungen bietet spannende Einblicke und wertvolle Informationen zu Themen wie Photovoltaik, Speichersysteme, Elektromobilität und Sanierungsprozesse. Speziell für Architekten steht das Forum Architektur unter dem Motto «Lebenswerte Wohn- und Arbeitsräume» im Fokus, welches innovative Lösungen für moderne Bauprojekte beleuchtet.

    Fachtag für Experten und Entscheidungsträger
    Der Donnerstag richtet sich gezielt an Fachleute aus der Bau- und Energiebranche. Architekten, Planer, Energiefachleute, Installateure sowie Entscheidungsträger aus der öffentlichen Hand und Investoren finden hier eine ideale Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung. Die Kombination aus Messe und Expertenforum schafft Synergien, die wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens und der Energieversorgung setzen.

    Neue Plattform für solare Energielösungen: «BärnSOLAR 24»
    Ein weiterer Höhepunkt ist die Einführung von «BärnSOLAR 24», einer Plattform, die sich ganz der Integration von Solarenergie in Bauprojekten widmet. Sie bietet Fachleuten zielgerichtete Antworten und individuelle Lösungen für die Nutzung von Solarenergie im Bau.

  • Projektförderung von LadenPunkt – Jetzt bewerben!

    Projektförderung von LadenPunkt – Jetzt bewerben!

    Wie kann das Laden von E-Fahrzeugen netzschonend und effizient gestaltet werden? Die diesjährige Förderung sucht nach Projekten, die Lösungen für intelligentes Laden am Wohn- und Arbeitsort bieten – gerade dann, wenn das Netz nicht stark belastet ist.

    Welche Projekte werden gefördert?
    Im Jahr 2024 liegt der Schwerpunkt der Projektförderung auf dem Thema „Intelligentes Laden 2.0 am Wohn- und Arbeitsort“. Gesucht werden innovative Ansätze, die netzdienliches, erneuerbares und bedarfsorientiertes Laden in der Praxis testen.

    Gefördert werden Projekte, die beispielsweise eine neue Technologien erproben, Nutzerfreundliche Services wie datengestützte Ladepläne anbieten, Geschäftsmodelle entwickeln, z. B. dynamische Preisgestaltung oder Vernetzung von Gebäuden und Fahrzeugen.

    Wer kann teilnehmen?
    Die Projektförderung richtet sich an Unternehmen und Organisationen aus Bereichen wie Elektromobilität, Energieversorgung, Immobilien, Architektur und Arealentwicklung. Besonders willkommen sind Projektanträge von multidisziplinären Konsortien, die Partner aus verschiedenen Fachrichtungen vereinen.

    Ablauf und Förderhöhe
    Die Förderung erfolgt im Rahmen eines Wettbewerbs. Eine Fachjury wählt 5 bis 8 Projekte, die zwischen 30’000 CHF und 200’000 CHF erhalten, maximal jedoch 40 % der anrechenbaren Projektkosten.

    Das Team von LadenPunkt steht Ihnen gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von LadenPunkt.

    Eingabeschluss ist der 15. Dezember 2024

  • Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Der Trägerverein Energiestadt will seine 644 Gemeinden und Städte als Mitglieder künftig vor allem auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. In 30 Jahren Engagement habe vieles, was anfangs als fortschrittlich galt, zum Standard etabliert werden können, schreibt Energiestadt in einer entsprechenden Mitteilung. Um weiter als Schrittmacher zu agieren, sollen Zertifizierung und Unterstützung der Mitglieder konsequent auf das Netto-Null-Ziel ausgerichtet werden.

    Das Label Energiestadt zeichnet Städte und Gemeinden für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik aus. Der Zertifizierungsprozess wird dabei künftig netto-null-relevante Strategien und Massnahmen besonders stark gewichten. Als Beispiele werde in der Mitteilung der Ausstieg aus Erdgas beim Heizen und die Förderung von Elektromobilität genannt. Für die höchste Auszeichnung als Gold-Stadt muss in Zukunft nachgewiesen werden, dass Strategien und Massnahmen konsequent verfolgt werden und mit dem Netto-Null-Ziel vereinbar sind. Gleichzeitig will Energiestadt den Zertifizierungprozess für kleinere Gemeinden vereinfachen.

    «Mit den neuen Instrumenten stärkt Energiestadt seine Rolle als führendes Kompetenzzentrum für lokale Energie- und Klimapolitik in der Schweiz», wird Maren Kornmann, Co-Geschäftsführerin von Energiestadt, in der Mitteilung zitiert. «So bietet Energiestadt als einzige Organisation ein umfassendes Paket für die Planung, Umsetzung und das Monitoring von Netto-Null-Massnahmen auf lokaler Ebene an.»

  • ASTRA fördert Elektromobilität in der Schweiz

    ASTRA fördert Elektromobilität in der Schweiz

    Im Rahmen der Roadmap Elektromobilität beschleunigt das ASTRA den Ausbau von Schnellladestationen entlang der Nationalstrassen. Bereits heute wird ein engmaschiges Netz auf Rastplätzen aufgebaut, doch nun sollen zusätzliche Flächen zur Verfügung gestellt werden. Am 12. Februar 2024 startete ein Projektaufruf, um neue Standorte für Schnellladehubs bereitzustellen. Fünf Lose mit insgesamt elf Parzellen, die landesweit verteilt sind, wurden kürzlich an Unternehmen vergeben.

    Effizienz und Fortschritt in Rekordzeit
    Sieben Unternehmen bewarben sich innerhalb von nur drei Monaten um die ausgeschriebenen Lose. Nach einer intensiven Prüfung der eingereichten Angebote wurden die fünf besten Bewerbungen ausgewählt:
    Los 1: Fastned Switzerland AG
    Los 2: Mercedes-Benz High Power Charging Europe GmbH
    Los 3: Atlante Italia S.r.l.
    Los 4: Electra Charging Switzerland AG
    Los 5: GOFAST AG

    Diese Unternehmen haben nun drei Jahre Zeit, um die Hubs zu planen, Bauanträge zu stellen und die Infrastruktur aufzubauen. Sie tragen die volle Verantwortung für Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Wartung der Stationen.

    Ein gemeinsames Ziel – Roadmap Elektromobilität 2025
    Die Roadmap Elektromobilität 2025 vereint über 70 Akteure aus Wirtschaft, öffentlicher Hand, Verbänden und Wissenschaft, um die Elektromobilität in der Schweiz zu fördern. Gemeinsam verfolgen sie diese drei zentralen Ziele.

    •            50% Steckerfahrzeuge bei Neuzulassungen bis 2025
    •            Ausbau der Ladeinfrastruktur auf 20’000 Ladestationen
    •            Förderung des nutzerfreundlichen und netzdienlichen Ladens

    Die Plattform ermöglicht die Zusammenarbeit dieser Akteure, wobei jeder durch individuelle Massnahmen oder in gemeinsamen „Leuchtturm“-Projekten zur Verbreitung der Elektromobilität beiträgt.

    Zukunftsorientiert und nachhaltig
    Mit dem ambitionierten Ausbau der Schnellladehubs entlang der Nationalstrassen positioniert sich die Schweiz als Vorreiter in der Elektromobilität. Diese Projekte sind nicht nur ein Fortschritt in der Ladeinfrastruktur, sondern auch ein bedeutender Schritt hin zu einer nachhaltigeren Zukunft.

  • Erfolgreiche Rückkehr der ineltec mit Fokus auf Innovation

    Erfolgreiche Rückkehr der ineltec mit Fokus auf Innovation

    Ein Neustart, der überzeugt
    Die Rückkehr der ineltec war ein voller Erfolg. Die Messe, die am 11. und 12. September 2024 in der Messe Zürich stattfand, verzeichnete regen Zulauf und begeisterte sowohl Aussteller als auch Fachbesucher. Mit einem klaren Fokus auf Effizienz und Innovationskraft präsentierte die Messe ihre Neuheiten auf kompakten, fokussierten Ständen, die den direkten Austausch zwischen Besuchern und Anbietern förderten.

    Enormes Besucherinteresse und spannende Innovationen
    Die ineltec überzeugte mit einem beeindruckenden Besucherandrang: Bereits am Eröffnungstag waren die Hallen dicht gefüllt. Fachkräfte aus der gesamten Schweiz drängten sich um die neuesten Entwicklungen und Produkte der Aussteller. Messeleiterin Noëlle Marti zeigte sich überwältigt von der Resonanz: «Das enorme Interesse und die positiven Rückmeldungen unserer Besucher übertreffen alle Erwartungen. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn sich unsere intensive Vorarbeit auf diese Weise auszahlt.»

    Breite und Tiefe des Angebots – für jeden das Richtige
    Mit einem klar strukturierten Messelayout und einer breiten Palette an Ausstellern bot die ineltec für jeden etwas: Ob es um Smart Building, Kreislaufwirtschaft, Elektromobilität oder innovative Technologien ging – das Fachpublikum konnte gezielt nach den für sie relevanten Themen suchen und fündig werden. Besonders geschätzt wurde die Übersichtlichkeit, die es den Besuchern ermöglichte, sich effizient durch die verschiedenen Messestände zu bewegen.

    Expertenwissen im Speakers Corner
    Ein Highlight der Messe war das umfangreiche Vortragsprogramm im Speakers Corner. Hier präsentierten Branchenexperten ihre neuesten Entwicklungen und Tools, unter anderem zu den Themen künstliche Intelligenz, elektrische Anlagen und Elektromobilität. Die moderierten Innovation Pitches, organisiert von Electrosuisse, prüften die vorgestellten Technologien auf ihre Praxistauglichkeit – eine wertvolle Wissensquelle für alle Teilnehmenden.

    Der Nachwuchs im Fokus
    Ein besonderes Augenmerk legte die ineltec auf die Förderung des Nachwuchses. Insgesamt 16 Ausbildungsklassen besuchten die Messe und erhielten in geführten Touren einen Einblick in die neuesten Entwicklungen der Branche sowie in mögliche Karrieremöglichkeiten. Die Nachwuchsförderung wurde von EIT.swiss unterstützt, die den Gewinnern eines Wettbewerbs hochwertige Messgeräte überreichte – ein Motivationsschub für die nächste Generation der Elektrobranche.

    Netzwerken und Interaktion auf höchstem Niveau
    Neben den fachlichen Highlights bot die Messe auch Raum für Unterhaltung und Interaktion. Auf dem zweiten Marktplatz konnten die Besucher an Virtual-Reality-Simulationen, Geschicklichkeitstests und interaktiven Vorführungen teilnehmen – eine ideale Gelegenheit, um sich mit Kollegen auszutauschen und dabei neue Technologien hautnah zu erleben.

    Ein starkes Netzwerk und unterstützende Partner
    EIT.swiss, die Berufsorganisation für die Elektrobranche, war ein starker Partner der Messe und trug massgeblich zu ihrem Erfolg bei. Direktor Simon Hämmerli zeigte sich begeistert: «Die ineltec hat erneut bewiesen, dass sie der perfekte Ort ist, um den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Branche zu fördern. Die grosse Besucherzahl zeigt, dass das Interesse an der technologischen Entwicklung ungebrochen ist.»

    Die ineltec 2024 war ein voller Erfolg und hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Branche lebendig und zukunftsorientiert ist. Mit dem gelungenen Neustart freut sich die Elektrobranche bereits auf die nächste Ausgabe, die am 9. und 10. September 2026 stattfinden wird.

  • Ausbau der Elektromobilität in der Schweiz

    Ausbau der Elektromobilität in der Schweiz

    Die Schweizerische Post und die fenaco Genossenschaft gehen laut einer Medienmitteilung ihre gemeinsamen Pläne für ein schweizweites Elektroschnellladenetz an. Bis Mitte 2025 sind 50 Standorte vorgesehen. Anschliessend soll die Kapazität schrittweise auf 300 Standorte mit 1500 Ladestationen erweitert werden.

    Private Fahrer von Elektrofahrzeugen sowie Elektro-Fuhrparks von Unternehmens werden diese Lademöglichkeiten unter anderem bei Postfilialen, Tankstellen von Agrola und Landi-Läden finden. An allen soll zu 100 Prozent heimischer Strom aus erneuerbaren Energiequellen fliessen, der mit gängigen Zahlungsmitteln wie Twint und Kreditkarte oder einer Kundenkarte bezahlt werden kann.

    Das Ziel soll über das Gemeinschaftsunternehmen PowerUp erreicht werden. Beide Partner haben daran einen je 50-prozentigen Anteil. Die Verträge seien unterschrieben und den Wettbewerbsbehörden zur Genehmigung vorgelegt worden, heisst es.

    Die Stärke von PowerUp sei die unmittelbare Nähe zu Arbeitsplätzen, Einkaufsgeschäften und Freizeitangeboten. Die Kombination mit Dienstleistungsangeboten gewährleiste eine sichere und gut gewartete Ladeinfrastruktur mit Ansprechpersonen vor Ort. PowerUp sehe zudem eine einfache Preisgestaltung ohne versteckte Kosten vor. In ihrem gemeinsamen Engagement für die Elektromobilität sehen die Partner einen Beitrag zur Roadmap Elektromobilität des Bundes.

  • Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Energie 360° hat im Einkaufszentrum Serfontana den grössten Ladepark für Elektroautos im Kanton Tessin eröffnet. Der Park umfasst insgesamt 38 Ladepunkte, von denen 18 neu hinzugefügte Schnellladepunkte sind. Diese ermöglichen es Elektromobilist*innen, ihre Fahrzeuge innerhalb von 20 bis 40 Minuten von 10% auf 80% aufzuladen, während sie einkaufen oder eine Pause einlegen. Mit diesem Ausbau setzt Energie 360° einen weiteren Meilenstein in der Förderung der Elektromobilität in der Region.

    Schnellladung mit Ökostrom
    Die neuen Schnellladestationen im Centro Shopping bieten eine beeindruckende Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt, angetrieben durch 100% Ökostrom. Jörg Wild, CEO und Leiter Mobilität bei Energie 360°, betont die Bedeutung dieser Erweiterung: «Unser Ziel ist es, die Elektromobilität in der ganzen Schweiz rasch voranzutreiben. Mit dem neuen Ladepark bieten wir unseren Kund*innen einen der grössten und leistungsfähigsten Ladeparks der Schweiz.»

    Über 300 Ladestandorte in der Schweiz
    Energie 360° betreibt bereits über 300 Ladestandorte in der gesamten Schweiz und plant, baut und unterhält diese in Zusammenarbeit mit Partnern wie Coop, SBB und der Swiss Finance & Property Group. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen zu schaffen und die Elektromobilität flächendeckend verfügbar zu machen. Mit dem neuen Ladepark in Chiasso setzt Energie 360° ein klares Zeichen für die Zukunft der Mobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz.

  • Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    In der Schweiz sind 2023 die Emissionen aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, nämlich um 8,8 Prozent. Dabei wurden die unterschiedlich kalten Wintermonate auf eine durchschnittliche Witterung umgerechnet. Im Vergleich zu 1990 lagen diese Emissionen um 41,7 Prozent niedriger. Das zeigt die soeben veröffentlichte CO2-Statistik 2023. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) legt diese Statistik jährlich vor.

    Laut seiner diesbezüglichen Medienmitteilung ist diese Abnahme vor allem auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen. Insbesondere sei der Gasverbrauch im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen.

    Dagegen blieb der durch Treibstoffe wie Benzin und Diesel verursachte CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorjahr gleich. Gegenüber 1990 sind die Emissionen um 5,2 Prozent zurückgegangen. Dass sie nach der Pandemie, also nach 2022, nicht wieder angestiegen sind, liegt den Angaben zufolge zum einen an der damals begonnenen Veränderung des Mobilitätsverhaltens: mehr Heimarbeit und weniger Geschäftsreisen. Zum anderen führt das BAFU als Grund dafür auch den wachsenden Anteil der Elektromobilität an. Der Anteil biogener Treibstoffe am gesamten Treibstoffverbrauch ist von 3,4 leicht auf 3,6 Prozent gestiegen.

  • Galliker nimmt Ladestation der Superlative von Designwerk in Betrieb

    Galliker nimmt Ladestation der Superlative von Designwerk in Betrieb

    Die Galliker Transport AG verfügt neu über eine Ladestation der Superlative: Im Rahmen des Innovation Day by Galliker hat der Logistiker aus Altishofen den ersten Stationary Battery Backed Mega Charger von Designwerk in Betrieb genommen, informiert die Designwerk Technologies AG in einer Mitteilung. Die Pilotanlage des batteriegepufferten Schnellladesystems verfügt über eine Gesamtkapazität von 1 Megawattstunde und wird mit von Galliker selbst produziertem Solarstrom betrieben.

    „Durch den Einsatz der batteriegepufferten Ladestation können wir den tagsüber produzierten Solarstrom nutzen, um unsere elektrischen Nutzfahrzeuge rund um die Uhr effizient zu laden“, wird Felix Felder, Leiter Flottenmanagement bei der Galliker Transport AG, in der Mitteilung zitiert. „Dabei kann der Mega Charger zur Stabilität unseres Arealnetzes beitragen, indem er Lastspitzen glättet.“

    Die Ladestation hat die Grösse eines Standardcontainers. Die Pilotanlage bei Galliker ist mit zwei Ladepunkten mit einer Leistung von je 420 Kilowatt Gleichstrom ausgestattet. In der Maximalversion des Mega Chargers kann eine Gesamtkapazität von bis zu 2 Megawattstunden untergebracht werden.

    „Die Inbetriebnahme des Mega Chargers bei Galliker ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung zukunftsfähiger Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge“, erläutert Thorben Maier, Leiter Vertrieb und Kundendienst Ladetechnik der Designwerk Technologies AG. „Unsere Technologie ermöglicht es Logistikunternehmen, eine Vielzahl von Ladeszenarien nachhaltig abzudecken, wobei die Pufferspeicher das Stromnetz entlasten.“

  • Neues Whitepaper: Synergien dank integrierter Energielösungen

    Neues Whitepaper: Synergien dank integrierter Energielösungen

    Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen bringen Mehrwerte für alle Stakeholder*innen. Sie vernetzen sämtliche Komponenten der Energieversorgung intelligent miteinander, wodurch Produktion, Verbrauch und Speicherung als Gesamtsystem optimal zusammenspielen. Auf diese Weise lassen sich Effizienzpotenziale nutzen, der Autarkiegrad erhöhen und die sichere Versorgung neuer und bestehender Liegenschaften langfristig gewährleisten. Das neue Whitepaper «Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen» von ewz und Faktor dient Eigentümerschaften als Wissensgrundlage bei der Planung.

    Komponenten integrierter Energielösungen
    Um die Synergien nutzen zu können, muss die Energielösung bereits in einer frühen Phase als vernetztes System geplant werden.  

    Wärme und Kälte aus lokalen, erneuerbaren Quellen
    Eine gute Möglichkeit, Areale oder Überbauungen mit CO2-freier bzw. neutraler lokaler Wärme und Kälte zu versorgen, sind thermische Netze. Diese lassen sich in verschiedenen Massstäben (für Überbauungen, Areale und ganze Quartiere) und auf verschiedenen Temperaturniveaus realisieren und betreiben: Hochtemperaturnetze nutzen als Energiequelle meist Holz oder die Abwärme von Kehrichtverbrennungsanlagen. Erdwärme, See-, Fluss- und Grundwasser oder Abwärme (z.B. aus Rechenzentren) kommen meist in Netzen mit einem mittleren oder tiefen Temperaturniveau zum Einsatz. Die tiefsten Betriebstemperaturen erreichen Anergienetze respektive Niedertemperaturnetze, die im Sommer über ein Freecooling Gebäude auch kühlen. Um die Effizienz zu erhöhen, lassen sich verschiedene Netztypen und Energiequellen miteinander kombinieren (siehe Coté Parc und Greencity).

    Solarstrom mit hohem Eigenverbrauchsanteil nutzen
    Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) trägt dazu bei, einen möglichst hohen Eigenverbrauchsgrad zu erzielen und so die Photovoltaikanlage schneller zu amortisieren. Dazu kommt: Für die ZEV-Teilnehmenden ist der Solarstrom oftmals günstiger als der Strom aus dem öffentlichen Netz. Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), deren Einführung auf 2025 oder 2026 zu erwarten ist, ermöglichen die Versorgung mit Solarstrom über Grundstücke hinweg und nutzen dabei das Verteilnetz.

    Microgrids schaffen Planungs- und Versorgungssicherheit
    Mit Strom-Arealnetzen können Überbauungen, Areale oder Quartiere mit elektrischer Energie versorgt werden. Microgrids respektive die mit den smarten Komponenten ausgestatteten Smart Grids integrieren sowohl Stromerzeuger als auch Stromverbraucher. Sie tragen zur Netzstabilität bei, indem Verbraucher selektiv zugeschaltet, Speicher geladen oder die Produktion gedrosselt werden kann.

    Ladeinfrastruktur und Elektromobilität als neuer Standard
    Ein wichtiger Aspekt nachhaltiger Areale ist auch die Elektromobilität. Um der steigenden Nachfrage nach Elektroladestationen gerecht zu werden, ist es ratsam, den Bau der Ladeinfrastruktur frühzeitig anzugehen. Über ein Lastmanagement lässt sich der Strombedarf der Ladestation(en) mit dem der anderen Verbraucher im Gebäude koordinieren und das Aufladen regeln.

    Energiespeicherung für mehr Effizienz
    Da der Anteil erneuerbarer Energien künftig zunehmen wird, kommt der Energiespeicherung eine immer grössere Bedeutung zu. Als Speicher kommen beispielsweise Batterien von Elektroautos infrage, die sich für das bidirektionale Laden eignen. Auch stationäre Batteriespeicher dienen dazu, überschüssigen Solarstrom aufzunehmen und bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen. Thermische Speicher lassen sich mit Solarstrom aufladen, der sonst ins öffentliche Netz eingespeist werden müsste. Damit können sie Lastspitzen brechen, aber auch dazu beitragen, Wärmeerzeuger kleiner zu dimensionieren. Auch Erdsondenfelder nehmen überschüssige Wärme (z.B. von Sonnenkollektoren oder Abwärme) auf, um das Erdreich zu regenerieren und Räume zu kühlen.

    Emissionen und Kosten langfristig senken
    Um Energiekosten und Treibhausgasemissionen langfristig zu senken, lohnt sich ein kontinuierliches Energiemonitoring. Dieses überwacht die Verbrauchswerte beispielsweise für Strom, Wärme oder Kälte einer Liegenschaft laufend und dient als Basis für die Justierung. Ein Energiemonitoring ist auch mit Blick auf das ESG-Reporting relevant, das für gewisse Firmen bereits heute Vorschrift ist. Die laufende Überprüfung der Verbrauchsdaten und ein professioneller Betrieb bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Effizienz- und Umweltziele zu erreichen und Transparenz gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen zu schaffen.

    Energy-as-a-Service
    Nutzen statt besitzen – dieses Prinzip eignet sich hervorragend für integrierte Energielösungen ganzer Überbauungen oder Areale. Für Kunden reduziert sich neben dem zeitlichen Aufwand auch das finanzielle Risiko bei einer deutlich höheren Versorgungssicherheit. Entscheidet sich eine Bauherrschaft für ein Energy-as-a-Service-Modell, lagert sie Planung, Bau, Betrieb und/oder Finanzierung der gesamten Energieinfrastruktur über Jahrzehnte aus. Damit verbunden ist auch die Gewissheit, dass die Anlagen zuverlässig und effizient betrieben werden.

    Mehr erfahren Sie in unserem neuen Whitepaper «Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen».

  • Helion eröffnet Schulungszentrum für die Energiewende

    Helion eröffnet Schulungszentrum für die Energiewende

    Helion hat ein eigenes Schulungszentrum in Betrieb genommen. Am Helion TrainingCenter lernen künftige Fachkräfte der Energiebranche praxisnah „wie auf einer echten Baustelle“, heisst es in einer Medienmitteilung des Anbieters von Energielösungen zur Eröffnung. Das Schulungszentrum bestehe aus einem Modell-Einfamilienhaus mit Schräg- und Flachdach in Originalgrösse. Es biete Raum für die Ausbildung von mehr als 200 Solarfachkräften pro Jahr. Zudem seien 50 Schulungen pro Jahr möglich.

    Ziel seien acht bis zehn Lehrstellen pro Jahr. Auch Quereinsteigende könnten auf dem Weg der Erwachsenenbildung zu Solarspezialisten qualifiziert werden. Dank der Verknüpfung von Photovoltaik, Elektromobilität, bidirektionalem Laden und Wärmepumpen decke das Schulungszentrum die Ausbildung von Fachpersonal sowohl für die Energie- als auch die Mobilitätsbranche ab. „Beide Bereiche werden die Zukunft prägen“, wird Anja Bates, Leiterin HR der AMAG Gruppe, zitiert. Helion ist Teil von AMAG.

    Die Anlage bilde mit einer 200 Quadratmeter grossen Gesamtfläche schweizweit die umfangreichste Lernumgebung für erneuerbare Energien. Das Schulungszentrum könne dem „hohen Qualitätsanspruch an die dringend benötigten Fachkräfte“ nachkommen, wird Frank Rutschmann, Leiter Sektion Erneuerbare Energien beim Bundesamt für Energie, zitiert. Sie seien „unser Kapital für den Ausbau der erneuerbaren Energien“.

    Helion schult bereits seit vier Jahren auf eigene Initiative neues Personal, darunter zahlreiche Quereinsteigende. Diese bekamen vor Schaffung der Solarausbildungen „Solarinstallateur:innen und Solarmonteur:innen mit Eidgenössischem Berufsattest“ in einem zweiwöchigen Kurs die Kenntnisse vermittelt. Damit sei der Grundstein für das hauseigene Helion TrainingCenter gelegt worden. Es wird vom Bundesamt für Energie und vom Kanton Solothurn unterstützt.

  • Erstes e-mobile Lade Forum der Electrosuisse

    Erstes e-mobile Lade Forum der Electrosuisse

    Elektromobilität ja, aber wie Laden? Schon vor dem Kaufentscheid ist kompetente Beratung entscheidend. Bei der Planung und Realisierung einer zweckmässigen Ladeinfrastruktur tauchen Fragen aus unterschiedlichen Bereichen auf. Was ist die geeignete Ladeinfrastruktur für zu Hause, das Geschäft oder unterwegs?

    Die Fachgesellschaft e-mobile hat das Bedürfnis der Branche nach einer Fachtagung im Bereich Ladeinfrastruktur wahrgenommen und eine Ausschreibung für Vorträge lanciert. Über 25 Vorschläge wurden entgegengenommen und daraufhin in einem Themen-Voting abgestimmt. Das Feedback der Community war klar auf folgende 5 Themen fokussiert:

    – Bidirektionales Laden
    – Smart Charging
    – Ladeinfrastruktur in der Tiefgarage
    – Energieversorgung 2050
    – Ladeinfrastruktur 2050

    Die Moderatorin Sarah Andrina Schütz führt kompetent durch den Tag, renommierte Referentinnen und Referenten zeigen Lösungsansätze für konkrete Umsetzungen auf und vermittelt Ausblicke auf die kommenden Trends. Daneben gestalten namhafte Partner eine interessante Begleitausstellung. Zahlreiche Verbände unterstützen den Kongress, mit dem Ziel, den Dialog zwischen den verschiedenen, an der Elektromobilitätsbranche beteiligten Fachleuten, zu etablieren.

    Am e-mobile Lade Forum werden die aktuellen Entwicklungen der Ladeinfrastruktur-Branche thematisiert und ein interaktiver Wissens- und Erfahrungsaustausch ermöglicht.

  • Swisscharge.ch und Protoscar schliessen sich zusammen

    Swisscharge.ch und Protoscar schliessen sich zusammen

    Swisscharge.ch aus Gossau und Protoscar verschmelzen unter dem Namen swisscharge.ch. Beide Unternehmen sind Beteiligungen des Zürcher Energieversorgers Energie 360°. Mit dieser Fusion wird laut einer Medienmitteilung von Energie 360° das Ladenetz noch schneller ausgebaut und die Elektrifizierung von Wohnimmobilien und Firmenflotten vorangetrieben. Damit entstehe ein „umfassendes Kompetenzzentrum der Schweizer E-Mobilität“: Swisscharge.ch verfüge über 95’000 Nutzende und über 2600 öffentliche Ladepunkte und Protoscar über „umsetzungsnahes Beratungs-Know-how“.

    „Wir schaffen so die idealen Voraussetzungen für den beschleunigten Ausbau der verlässlichen, benutzerfreundlichen sowie effizienten nationalen Ladeinfrastruktur“, wird der Bereichsleiter Mobilität bei Energie 360°, Rami Syväri, zitiert. „Diese bildet die Grundlage für die fortschreitende Elektrifizierung der Schweizer Mobilität.“

    Der Markenname Protoscar wird bewahrt. Der bisherige Gesellschafter Touring Club Schweiz bleibt am fusionierten Unternehmen beteiligt und unterstützt den Angaben zufolge die Wachstumspläne. Stellen sollen nicht abgebaut, sondern im Gegenteil neu geschaffen werden.

  • ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    Die Energieversorgerin Energie Wasser Luzern (ewl) investiert gemäss einer Medienmitteilung mehr als 1 Milliarde Franken in den Umbau des Energiesystems. Für eine klimaneutrale Zukunft im Raum Luzern will ewl die Nutzung von See-Energie, Fernwärme, Photovoltaikanlagen, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und intelligente Energiekonzepte fördern. Im Fokus hat die ewl klimafreundliche Lösungen aus einer Hand.

    Die umweltschonende Energieversorgung über Fernwärme und See-Energie sei schon in vollem Gange, wie das Unternehmen mit Verweis auf getätigte Investitionen in Höhe von 330 Millionen Franken unterstreicht. Aktuell werden 3700 Haushalte im Zentrum Luzerns mit nachhaltig gewonnener Wärme versorgt. Für bestehende Fernwärmenetze sind ewl zufolge Erweiterungen vorgesehen. Netzausbauten in ausserstädtischen Gebiete sollen folgen. Für Orte, an denen sich Gas und Öl nicht unmittelbar ersetzen lassen, will ewl Übergangslösungen schaffen. 20 Millionen Franken sieht ewl für die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden vor.

    Bei der Elektromobilität seien „Ladelösungen mit intelligentem Lademanagement“ für grössere Überbauungen und Unternehmen vorgesehen. Mehr als 250 Ladestationen hat die ewl installiert, davon rund 100 im laufenden Geschäftsjahr. Mit Investitionen in die Ladeinfrastruktur in Höhe von 13 Millionen Franken soll die Verfügbarkeit bis 2030 auf 3000 Stationen wachsen.

    Aktiv zeigt sich ewl bei Projekten zur Förderung von Biogas oder Power to X-Technologien. Im Fokus stehe auch die Weiterführung einer flächendeckenden Versorgung der Haushalte mit intelligenten Messsystemen und Stromzählern.

  • AMAG erwirbt Solarspezialisten Helion

    AMAG erwirbt Solarspezialisten Helion

    AMAG mit Sitz in Cham erwirbt von dem Zuger Unternehmen Bouygues Energies & Services den Geschäftsbereich Helion. Darauf hat sich das Autohandelsunternehmen mit dem Anbieter für Gebäude- und Energieversorgungstechnik am 2. September vertraglich geeinigt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Demnach soll der Kauf bis Anfang November abgeschlossen sein. Der auf Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Mobility spezialisierte Geschäftsbereich Helion soll als eigenständige Aktiengesellschaft vollständig in die neu gegründete Geschäftseinheit AMAG Energy & Mobility der AMAG Group AG eingegliedert werden. AMAG übernimmt alle Mitarbeitenden von Helion im Rahmen einer Betriebsübernahme.

    Die AMAG-Gruppe ist auf den Import und Vertrieb von Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi, SEAT, Skoda, Cupra und VW Nutzfahrzeuge spezialisiert. In Zukunft möchte sie sich „zur führenden Anbieterin nachhaltiger individueller Mobilität entwickeln“. Im Bereich Elektromobilität möchte das Unternehmen mit Hilfe der Übernahme des Solarspezialisten neue Dienstleistungen für seine Kunden anbieten und den Strom für den Betrieb der von ihm verkauften elektrischen Fahrzeuge selbst produzieren.

    „Helion ermöglicht es, über unser Handels- und Servicepartnernetz unseren Privatkunden Komplettlösungen rund um die Elektromobilität anzubieten“, wird Helmut Ruhl, CEO der AMAG Group, in der Medienmitteilung zitiert.

    Geleitet wird der neu gegründete Bereich AMAG Energy & Mobility von Martin Everts. Er war bisher Head of Corporate Development der AMAG und ist ausgewiesener Energieexperte. Helion wird den Angaben zufolge weiterhin vom bisherigen Führungsteam rund um die beiden Gründer Noah Heynen und Samuel Beer geleitet. 

  • Nachhaltige Wohnquartiere: großer Sprung statt kleiner Schritte

    Nachhaltige Wohnquartiere: großer Sprung statt kleiner Schritte

    Nur mit der Wohnungswirtschaft ist die Energiewende zu schaffen. Denn fast 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus Gebäuden, und der größte Teil davon wiederum aus Wohngebäuden. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, zielt die europäische und nationale Regulierung daher immer stärker auf die Bau- und Wohnungsbranche.  

    Doch nicht nur immer schärfere Vorschriften zwingen Bauherren und Eigentümer, auf die Nachhaltigkeit zu achten. Auch unabhängig davon fordern Investoren zunehmend ein, dass bei Immobilienprojekten ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden, und die EU-Offenlegungsverordnung sorgt in dieser Hinsicht für mehr Transparenz. Objekte, die Nachhaltigkeitskriterien unzureichend erfüllen, werden an Wert verlieren und es immer schwerer haben, Käufer und Mieter zu finden.  

    So schafft der Markt Anreize für Bauherren und Eigentümer, ihre Objekte nachhaltiger zu machen. Dabei tritt der «Impact»-Gedanke immer mehr in den Vordergrund: Es geht nicht darum, mit geringstmöglichem Aufwand die Vorschriften zu erfüllen, sondern mit angemessenem Aufwand größtmöglichen Nutzen für Umwelt und Gesellschaft zu stiften.  

    Es kommt dabei nicht in erster Linie darauf an, am Reißbrett Neubauten nach den neuesten ökologischen Standards zu planen. Denn die allermeisten Häuser, in denen wir in zehn, 20 oder 30 Jahren wohnen werden, sind längst gebaut. Und viele davon haben den energetischen Standard der siebziger Jahre und damit keinerlei Features, um Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen im Rahmen zu halten. Abriss und Neubau sind oftmals nicht finanzierbar. Hinzu kommt die sogenannte graue Energie, die für Förderung, Herstellung und Transport von Baustoffen und den Bau selbst aufgewendet wird. Eine Sanierung mit unspektakulären, aber intelligenten Maßnahmen hat damit oftmals mehr ökologischen Impact als ein ökologischer Musterneubau.  

    Starker Hebel 
    Quartiere, also ganze Gebäudeensembles oder Stadtviertel, bieten besondere Möglichkeiten, Impact zu erzielen. Zum einen natürlich, weil entsprechende Projekte eine Vielzahl von Wohneinheiten umfassen. Damit multipliziert sich die Wirkung von Maßnahmen auf Gebäudeebene wie verbesserte Dämmung, Einbau besser isolierender Fenster oder Austausch der Heizanlage durch energieeffizientere Technologie.  

    Vor allem aber ist dank der Skaleneffekte der Bau aufwendiger Anlagen erheblich kostengünstiger möglich, weil sich mehrere Gebäude gemeinsame Infrastruktur teilen können. Energieeffiziente Blockheizkraftwerke können damit ebenso wirtschaftlich werden wie Nutzung von Solarenergie, Klein-Windkraftanlagen oder Geothermie. Auch Elektromobilitätskonzepte, zu denen zum Beispiel das Angebot von Ladeinfrastruktur für Elektroautos oder -fahrräder gehört, lassen sich in einem Quartier erheblich leichter realisieren als in einem Einzelgebäude. Weitere Möglichkeiten betreffen gemeinsame Grünanlagen, die das Mikroklima verbessern oder Biotope für Pflanzen und Insekten beherbergen.  

    Zudem haben größere Quartiersprojekte Ausstrahlungswirkungen auf die Nachbarschaft und unter Umständen sogar darüber hinaus. Das betrifft insbesondere die soziale Komponente. So können Einrichtungen wie etwa Kindergärten oder Arztpraxen, die im Rahmen der Quartiersentwicklung mitgeplant werden, auch von Anwohnern aus dem weiteren Umkreis genutzt werden. Die Planung bezieht daher die soziale Struktur über die Grenzen des Quartiers hinaus ein und sollte in enger Abstimmung mit Kommune und Anwohnern erfolgen. Bei größeren Projekten sollte es auch eine Verkehrsplanung in Zusammenarbeit mit externen Stellen geben, die auf Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit und eine stärkere Nutzung von öffentlichem Personennahverkehr und Elektromobilität hinwirkt.  

    Je stärker ein Projekt auf die Nachbarschaft ausstrahlt, umso größer ist das Gewicht, das Bauherren und Eigentümer in Verhandlungen mit Kommunen und Behörden auf die Waage bringen. Das kann auch zu städtebaulichen Entscheidungen führen, die die Nachhaltigkeit und damit auch den Marktwert des Projekts steigern, etwa wenn für ein neues oder umgestaltetes Quartier eine neue Straßenbahnhaltestelle angelegt wird.  

    Gute Kontakte und Verhandlungsgewicht im Austausch mit Behörden sind auch wichtig, um bürokratische Prozesse im Sinne der Nachhaltigkeit des Projekts zu beeinflussen oder zu beschleunigen. Ein Beispiel ist der Milieuschutz, der nicht selten verhindert, dass umweltschädliche Heizungssysteme durch effizientere Technologie ersetzt werden. Behörden haben bei Genehmigungen aber einen gewissen Spielraum und werden diesen eher nutzen, wenn eine Genehmigung für ein umfangreiches Projekt großen Nutzen für den Umweltschutz bringt.  

    Mögliche Konflikte zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit sind dabei zu berücksichtigen. So ist es denkbar, dass energetische Sanierungen die Mieten erhöhen. Dem steht eine Entlastung der Mieter bei den Nebenkosten gegenüber, was wegen der jüngst stark gestiegenen Energiekosten stärker ins Gewicht fällt. Mit staatlichen Hilfen ist es denkbar, energetische Sanierungen gesamtmietenneutral zu gestalten.  

    Der Klimaschutz ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, und die Immobilienbranche hat hier eine besondere Verantwortung. Bei Quartiersprojekten haben die Akteure einen besonders starken Hebel in der Hand, schnell spürbare Wirkungen zu erzielen. 

  • Hans Egloff, Präsident HEV Schweiz: «Der Zusammenschluss von Immoscout24 und Homegate könnte ein Fall für die WEKO werden»

    Hans Egloff, Präsident HEV Schweiz: «Der Zusammenschluss von Immoscout24 und Homegate könnte ein Fall für die WEKO werden»

    Herr Egloff, inwiefern profitieren Sie von Ihrem Studium der Rechtswissenschaften für Ihre Arbeit als Präsident des Hauseigentümerverbandes (HEV) der Schweiz und des Kantons Zürich?
    Es ist auf jeden Fall hilfreich. Der Hauseigentümer hat immer wieder rechtliche Probleme und Fragen zu lösen: Vom klassischen Bereich des Eigentums über Steuern, Grundbuch bis hin zum Nachbarschafts- und Mietrecht gibt es ein breites Spektrum, das für unsere Mitglieder wichtig ist. Wir bieten unseren Mitgliedern eine kostenlose Rechtsberatung an – diese wird sehr rege genutzt. Aber auch im politischen Diskurs profitiere ich von meinem juristischen Background.

    Die Abschaffung des Eigenmietwerts wird derzeit erneut auf politischer Ebene diskutiert. Können Sie kurz die Nachteile benennen, die dadurch für Hausbesitzer entstehen und wer davon am meisten betroffen ist?
    Der Eigenmietwert wird auf ein fiktives Einkommen besteuert. Eigenheimbesitzer müssen daher 60 bis 70 Prozent der marktüblichen Miete als Einkünfte für ihre Immobilie versteuern – und zwar solche, die sie in der Praxis nicht erwirtschaften. Dieser Betrag kommt zusätzlich zum regulären Einkommen hinzu. Das hat oft zur Folge, dass die Betroffenen in die höhere oder gar höchste Progression abrutschen und somit deutlich mehr Steuern zahlen müssen. Vor allem ältere Hausbesitzer sind von der derzeitigen Praxis negativ betroffen. Oft haben sie ihre Schulden abbezahlt, sodass der Schuldzinsabzug für sie nicht mehr relevant ist.

    Wie zuversichtlich sind Sie, dass die Reform dieses Mal durchgeht?
    Der Eigenmietwert wurde vor 100 Jahren als Kriegssteuer eingeführt. Diese wurde dann immer wieder befristet verlängert, bis sie sich als feste Steuer etablierte. Seit 25 Jahren versuchen wir, den Eigenmietwert abzuschaffen. Vor 10 Jahren war ich einmal sehr zuversichtlich, dass wir erfolgreich sein könnten. Das Projekt läuft jetzt wieder, aber ich bin mir nicht sicher, ob es gelingen wird.

    Wo sehen Sie die Probleme?
    Einerseits stellen Eigenheimbesitzer eine Minderheit in der wahlberechtigten Bevölkerung dar. Auf der anderen Seite hat man gerne Hausbesitzer als Steuerzahler – der Staat verzichtet nur ungern darauf. In diesem Fall gibt es wahrscheinlich keine perfekte Lösung.

    Energierechts-Initiant Martin Neukom von den Grünen sagte, dass laut einer Umfrage in der Stadt Zürich weniger als die Hälfte der Hausbesitzer beim Austausch ihrer Heizungsanlage Alternativen zu Öl und Gas in Betracht gezogen hätten und es daher verbindliche Regeln für den Austausch brauche. Was halten Sie von dieser Argumentation?
    Energie- und Wärmethemen waren in den letzten Jahren ein Thema in jeder Publikation des HEV Schweiz und des HEV des Kantons Zürich. Unsere Mitglieder verfügen diesbezüglich über einen hohen Informationsstand. Die Treibhausgasemissionen sind in den letzten 30 Jahren um 34 Prozent gesunken. Und das, obwohl die Wohnfläche im gleichen Zeitraum um 46 Prozent zugenommen hat. Unsere Mitglieder investieren jährlich 20 Milliarden Franken in den Gebäudeunterhalt – je 9,5 Milliarden Franken in energetische Sanierungen. Diese Zahlen zeigen, dass Hauseigentümer ihre Verantwortung ernst nehmen.

    Weitere Argumente gegen das geplante Energiegesetz, etwa Zwangsräumungen, Zwangsverkäufe oder Mieterhöhungen, hat der Mieterverband der Stadt Zürich entkräftet: Das Energiegesetz zwingt Hauseigentümer nicht, Liegenschaften umfassend zu renovieren und Mietverhältnisse zu kündigen. Waren die Argumente des HEV und Ihrer Partei, der SVP, irreführend?
    Das Energiegesetz zwingt Immobilieneigentümer dazu, im Laufe der Zeit fossile Heizsysteme durch solche mit erneuerbaren Energien zu ersetzen. Nehmen wir als technisches Beispiel eine Immobilie aus den 1960er Jahren mit Ölheizung. Geht diese aus, muss der Eigentümer eine Wärmepumpe einbauen lassen. Bei dieser bereits in die Jahre gekommenen Immobilie macht dies nur Sinn, wenn gleichzeitig die Gebäudehülle saniert wird. Wird beispielsweise mit alten Heizkörpern die Vorlauftemperatur nicht mehr erreicht, muss zusätzlich eine Fußbodenheizung eingebaut werden. Dies führt einerseits zu enormen Kosten. Andererseits können diese Renovierungen nicht mit dem Mieter in der Wohnung durchgeführt werden.

    Und was sagen Sie zur politischen Sichtweise?
    Im Juni dieses Jahres hat der Präsident des Schweizerischen Mieterverbandes, Carlo Sommaruga, in Bern eine Vorlage eingereicht, in der er wörtlich „mietrechtliche Massnahmen gegen Leerstandsanzeigen im Zusammenhang mit energetischen Sanierungen“ fordert. Wenn die von uns vorgebrachten Argumente irreführend wären, wäre ein solcher Ansatz meines Erachtens nicht erforderlich.

    Welchen Beitrag könnten Hausbesitzer Ihrer Meinung nach leisten, um die Klimaziele zu erreichen?
    Ich glaube an Eigenverantwortung, und die oben genannten Zahlen bestätigen, dass diese ernst genommen wird. Zeichnet man auch den Absenkpfad des CO2
    Wenn wir im Gebäudebereich weiter voranschreiten, sehen Sie, dass wir die Klimaziele des Pariser Abkommens problemlos erreichen können. 2050 werden wir bei Netto Null sein. Eine staatliche Regelung halte ich daher in diesem Fall für überflüssig.

    Für wie wichtig und zukunftsweisend halten Sie persönlich die Elektromobilität?
    Grundsätzlich bin ich für Elektromobilität. Aber es bringt viele Herausforderungen mit sich. Einerseits haben wir Lücken in der Energieversorgung. Wir können selbst nicht genug Strom produzieren. Das heißt, wir müssen Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Deutschland beziehen. Andererseits ist die graue Energie in der Elektromobilität relativ hoch. Für die Entsorgung der entsprechenden Batterien wurde noch keine nachhaltige Lösung gefunden. Für mich gibt es zu diesem Thema noch viele offene Fragen.

    Laut einer Studie des Beratungsunternehmens EBP scheitert ein forcierter Verkauf von E-Autos in Sachen Elektromobilität unter anderem an fehlenden Ladestationen in Liegenschaften. Warum fällt es Hausbesitzern schwer, eine solche Installation durchzuführen?
    Ein privater Hausbesitzer, der eine Ladestation für sich selbst benötigt, wird es sicherlich nicht schwer haben, diese installieren zu lassen. Vorausgesetzt, er hat die Mittel dazu. Hat man aber ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen und eine Tiefgarage mit zehn Stellplätzen, stellt sich die Frage, wie viele Ladestationen man eigentlich installieren sollte. Und wer zahlt die Investition, wenn hinterher kein Mieter ein Elektroauto hat? In einem solchen Fall ist es unwahrscheinlich, dass der Mieter einer Mieterhöhung zustimmt. Darüber hinaus gibt es einen zunehmenden Trend zu autofreien Wohnsiedlungen – insbesondere in Ballungsgebieten. Die Installation von Ladestationen würde hier keinen Sinn machen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Markt vieles selbst regelt.

    Können Sie den letzten Punkt näher erläutern?
    Vor etwa 50 Jahren konnte man plötzlich keine Wohnung mehr mieten, wenn sie keine Badewanne hatte. Oder vor 30 Jahren wiederholte sich das Szenario mit Wohnungen ohne Geschirrspüler. Ich gehe davon aus, dass die zukünftige Nachfrage auch das Angebot bei der Elektromobilität beeinflussen wird. Irgendwann werden Sie keine Wohnung mehr vermieten können, wenn Sie dem Mieter keine auf seine Mobilitätsbedürfnisse zugeschnittene Lösung anbieten können.

    Wie beurteilen Sie die Immobilienblase, die die UBS seit längerem prognostiziert und von der vor allem Zürich stark betroffen sein soll?
    Bei Zins- und Immobilienpreisentwicklungen sehe ich eine Konstante: Die Prognosen waren in den letzten Jahren immer falsch. Der UBS-Index sagt diese Blase seit Jahren voraus – geplatzt ist sie bisher noch nie. Ich persönlich sehe einen starken Immobilienmarkt mit steigenden Preisen. Bei der Finanzierung von Wohneigentum ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Vor allem im Heimbereich. Die Portabilitätsregelungen sind individuell und umfassend zu prüfen. Andernfalls könnte ein plötzlicher starker Anstieg der Zinsen den einen oder anderen vor existenzielle Probleme stellen.

    Gibt es einen massiven Anstieg der Zinsen?
    Die dafür relevanten Länder EU und USA können sich eine Zinserhöhung nicht leisten. Andererseits sehen wir deutliche Anzeichen einer steigenden Inflation – das könnte Auswirkungen haben. Für den Immobilienmarkt bedeutet Inflation jedoch meist steigende Preise – denn in dieser Situation steigt der Bedarf an Sachwerten.

    Sie haben sich aus der aktiven Politik zurückgezogen. Welche Erfolge würden Sie als Ihre persönlichen Meilensteine bezeichnen?
    Mein grösster Erfolg war sicherlich die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuern für direkte Nachkommen im Kanton Zürich. Als zweiten großen Erfolg betrachte ich die Abschaffung der Grunderwerbsteuer, die wir mit einer Volksinitiative herbeigeführt haben.

    Und welche Meilensteine haben Sie in der Immobilienbranche erreicht?
    Hier möchte ich den guten Kontakt und Austausch zwischen den verschiedenen Immobilienorganisationen erwähnen. In meiner Anfangszeit als Präsident des HEV Schweiz hat jeder in erster Linie sein eigenes Gärtchen bestellt. Mir war es wichtig, den Austausch zu pflegen und gemeinsame Ziele zu definieren. Heute treffen wir uns viermal im Jahr im Bundeshaus und besprechen aktuelle politische Dossiers.

    Mit Immoscout24 und Homegate haben sich zwei große Player zusammengeschlossen. Wie bewerten Sie diese Veranstaltung?
    Ich bin mir nicht sicher, ob diese Fusion ein Gewinn für die Verbraucher ist. Ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft mit massiven Preiserhöhungen rechnen müssen. Dieser Fall dürfte allenfalls die Wettbewerbskommission (WEKO) betreffen.

  • The Metropolitans:  Über 180 Parkplätze Elektroauto ready

    The Metropolitans: Über 180 Parkplätze Elektroauto ready

    Rund 60 Meter hoch ragen die zwei Türme in den Himmel und prägen damit den Charakter des Leutschenbach-Quartiers im Norden der Stadt Zürich. «The Metropolitans» ist jedoch nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch ein Vorzeigeprojekt in Sachen Elektromobilität. Die Tiefgarage wurde so ausgerüstet, dass für die Bewohnerinnen und Bewohner der 212 Wohnungen eine zukunftsfähige Infrastruktur für e-Fahrzeuge bereitsteht.

    Eindeutiger Entscheid
    Als die Wohntürme 2015/16 fertiggestellt wurden, war in der Tiefgarage lediglich eine einzige Ladestation vorhanden. Nach und nach liessen weitere Bewohnende ihren Parkplatz ausrüsten. «Es entstand ein gewisser Wildwuchs», erklärt Christian Steiger, der als Delegierter der Stockwerkeigentümerschaften den Ausbau von Beginn an begleitete. «Als weitere Eigentümerinnen und Eigentümer Interesse an einer Ladestation bekundeten, gründeten wir ein Projektteam, um eine einheitliche Lösung zu finden». Das Team holte Offerten ein und empfahl nach eingehender Prüfung die Ladelösung von ewz. «Die Zusammenarbeit mit ewz in der Evaluierungsphase war sehr angenehm und produktiv», erklärt Steiger. «Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Know-how sowie die Komplettlösung überzeugten uns.» Die Miteigentümerversammlung folgte der Empfehlung und entschied sich mit deutlichem Mehr für die ewz-Lösung.

    Neuartige Deckensäulen
    Nach dem Zuschlag stellte ewz einen Förderantrag bei der Stadt Zürich, die im Rahmen der 2000-Watt-Beiträge bis zu 60 Prozent der Kosten für die Ladeinfrastruktur übernimmt. Der Antrag wurde gutgeheissen – im Frühjahr 2021 konnte die Realisierung beginnen. In einer ersten Phase wurden alle 187 Parkplätze in der Tiefgarage mit einem Flachbandkabel erschlossen. Dadurch muss bei einer Anmeldung nur noch die Ladestation installiert und angeschlossen werden. Mehrere Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner haben dies direkt getan: Im Sommer 2021 waren bereits über 80 Parkplätze mit einer Ladestation von «easee» ausgerüstet.

    Je nach Standort eines Parkplatzes wird die Ladestation an der Wand (Wallbox) montiert oder aber von der Decke abgehängt. Solche Deckensäulen mit bis zu je vier Ladestationen eignen sich hervorragend für Parkplätze in der Mitte von Tiefgaragen und überzeugen mit ihrem hochwertigen Design. Die Rückmeldungen zur neuen Ladeinfrastruktur sind gemäss Christian Steiger sehr positiv. «Die Ladestationen sehen gut aus und funktionieren tadellos», fasst er zusammen.

    Lastmanagement spart Kosten
    Die Ladeinfrastruktur von «The Metropolitans» beinhaltet ein dynamisches Lastmanagement. Es stellt sicher, dass alle angeschlossenen E-Autos ausreichend Strom erhalten und am nächsten Morgen aufgeladen sind. Gleichzeitig sorgt das System dafür, dass der Bedarf für das Aufladen mit dem Bedarf der Haushalte koordiniert wird. Dieser automatische Lastenausgleich der Ladestationen von «easee» hat den Vorteil, dass bis zu drei Mal mehr Elektrofahrzeuge gleichzeitig geladen werden können – während 24 Stunden am Tag und dank Einheitstarif ohne Mehrkosten. So wird Überlastungen oder gar Stromausfällen vorgebeugt und eine zuverlässige, stabile Stromversorgung gewährleistet. Zudem konnte dank des Lastmanagements ein teurer Ausbau der Anschlussleistung der zwei Wohntürme vermieden werden.

    Einfache Abrechnung
    Während der Grundausbau der Ladeinfrastruktur von allen Stockwerkeigentümerschaften über einen Verteilschlüssel gemeinsam bezahlt wurde, bezahlt der einzelne Eigentümer die Ladestation selbst. Danach entstehen im Betrieb nur noch geringe Kosten. Die Nutzenden erhalten eine Chipkarte (RFID-Karte), um sich an ihrer Ladestation identifizieren und das Aufladen freischalten zu können. Zum ewz-Paket gehört auch eine App, die jederzeit den verbrauchten Strom und die Kosten anzeigt. Abgerechnet wird monatlich über eine Kreditkarte, die in der App hinterlegt ist. Für diese Dienstleistungen bezahlen die Nutzenden lediglich 9.90 Franken pro Monat an ewz.

    Vorteile der ewz-Ladelösung
    Durch die Partnerschaft profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner von einer zukunftssicheren Komplettlösung. Das Projektteam und die Verwaltung schätzen es sehr, mit ewz als Totalunternehmer einen einzigen Ansprechpartner für die Planung, die Realisierung als auch den Betrieb der Ladeinfrastruktur zu haben. Dies garantiert eine effiziente, praxisorientierte Lösung mit einfacher Skalierbarkeit. Der 24-7-Kundenservice von ewz und das Renommee als städtischer Partner stärken das Sicherheitsgefühl der Kundinnen und Kunden. Sie können sich zudem darauf verlassen, dass ihre Elektrofahrzeuge ausschliesslich mit grünem Strom aufgeladen werden.

    Flexibel, einfach und nachhaltig: So funktioniert die Ladelösung von ewz. Und mehr über schweizweite Energielösungen von ewz erfahren Sie hier.

  • Allreal schafft Werte durch langfristige und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftstätigkeit

    Allreal schafft Werte durch langfristige und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftstätigkeit

    Allreal hat eine Nachhaltigkeitsstrategie (ESG) entwickelt, die ambitionierte und konkrete Ziele vorgibt und lässt sich künftig jährlich an diesen messen. Allreal schafft Werte durch volle CO2-Neutralität (Environment) Bis spätestens im Jahr 2050 will Allreal für das Portfolio der Renditeliegenschaften die volle CO2-Neutralität erreichen. Bis Ende 2022 stellt das Unternehmen deshalb die vollständige Verbrauchserfassung der Renditeliegenschaften sicher und erarbeitet individuelle Objektstrategien. Zudem wird das Unternehmen mit einem breit angelegten Ausbau der Photovoltaikanlagen und der Gebäudeleitsysteme starten. Zur Erreichung des Absenkpfads werden ab dem Jahr 2022 Teilkompensationen der CO2-Emissionen vorgenommen. Einen weiteren Beitrag zur Absenkung der Emissionen soll die aktive Steuerung des Nutzerverhaltens leisten. Neben «Green Lease»-Verträgen gehört die Förderungen der Elektromobilität und die Schaffung finanzieller Anreize, um nachhaltiges Nutzerverhalten bei den Mietern zu fördern. Bis im ersten Halbjahr 2024 werden mindestens 20% der Garagenparkplätze mit einer Elektroladestation ausgerüstet (800 Ladestationen).


    Mit Blick auf die Tätigkeiten der Generalunternehmung setzt Allreal auf den konsequenten Einsatz von wiederverwendbaren Materialien. Bei Eigenprojekten wird so rasch als möglich der gesamte Lebenszyklus eines Materials berücksichtigt. Allreal schafft Werte durch die Übernahme von Verantwortung (Social) Im Bereich Gesellschaft setzt sich Allreal für umfassende Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie echte Chancengleichheit ein. Das Unternehmen bietet bereits heute ein attraktives Arbeitsumfeld, das dank der Flexibilisierung der Arbeitszeit (Teilzeitarbeit/Teilpensionierung) die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht. Weitere diesbezügliche Massnahmen werden laufend ausgebaut.