Die in Emmen ansässigen SME Technik AG hat den ersten Spatenstich zum Bau eines neuen Firmengebäudes gesetzt. Mit dem Bau der neuen Produktionsstätten will der Spezialist für CNC-Fertigung seinen Standort im Kanton Luzern stärken, heisst es in einer Mitteilung. Mit einer Investition von 7 Millionen Franken entsteht ein dreigeschossiges Arbeits- und Produktionsgebäude. Zudem werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Das Gebäude mit einer 1200 Quadratmeter grossen Produktionsfläche und mit 1100 Quadratmetern Bürofläche soll vor allem die CNC-Fertigung von kleinen Teilen oder Serie für die Aviatik und die Bahn optimieren. In einem ersten Schritt werden dazu zwei neue CNC-Maschinen aufgestellt. Der Bezug ist für Frühling 2026 vorgesehen.
Der von der Cerutti Partner Architekten AG aus Rothenburg geplante und ausgeführte Bau ist auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt. Für einen ressourcenschonenden Betrieb wurden eine Solaranlage auf dem Dach sowie Luft-Wasserwärmepumpen installiert.
„Mit dem neuen Gebäude schafft die SME Technik moderne Arbeitsplätze, die sowohl für bestehende als auch für zukünftige Mitarbeitende attraktiv sind“, wird Jan Kottucz, Investor, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der SME Technik AG, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir in den modernen Produktionshallen mit neuen Anlagen unseren Kunden CNC-Teile in höchster Präzision und nach Schweizer Qualitätsmassstäben anfertigen.“ Ramona Gut-Rogger, Gemeindepräsidentin von Emmen, sieht in der neuen Investition der SME Technik ein „starkes Signal für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“
Geblendet von der Sonne blickt Bernard Illi unter seiner Schiebermütze hervor über die Feldbreite in Emmen: «1943 initiierte der Patron Alfred Friedrich Schindler hier selbst das Schindler-Dörfli.» Das soziale Wohnbauprojekt ermöglichte es seinen Angestellten, zu äusserst günstigen Konditionen Wohneigentum zu erwerben. 56 sehr einfach gehaltene Einfamilienhäuschen waren es am Ende. «Dieser Ort ist mit grosser Tradition verbunden und voller Geschichte. Lebten doch hier über Jahrzehnte hinweg Menschen zusammen, die dem Schweizer Aufzugsunternehmen Schindler zu weltweitem Renommee verhalfen», so Illi nachdenklich.
«Wir wollten hier ein neues Kapitel aufschlagen und den innovativen und nachhaltigen Geist von damals wieder aufleben lassen.»
Das Schindler-Dörfli ist heute verschwunden. Gewichen ist es einer modernen Siedlung mit 530 Wohnungen. Ein Projekt, das Bernard Illi nahezu 20 Jahre begleitete. Illi bringt dem historischen Wohngebiet grossen Respekt entgegen. Bereits 1995, als er als Finanzchef von Schindler Management amtete, zeichnete sich ab, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnen würde und ein neues Konzept erarbeitet werden musste. Seither erlebte Bernard Illi, der das Projekt von Beginn weg und auch nach seiner Pensionierung 2009 als Delegierter des Alfred-Schindler-Fonds leitete, manch politisches Tauziehen: «Wir wollten hier ein neues Kapitel aufschlagen und gleichzeitig den innovativen und nachhaltigen Geist von damals wieder aufleben lassen.»
Energiecontracting – ein Sorglos-Paket für Immobilien Dieser Gedanke spiegelt sich im Energiesystem wider, das EKZ in einer der Überbauungen für 73 Eigentumswohnungen errichtet hat. Ein gesamtheitliches, erneuerbares Energiekonzept im Contracting-Modell. Das bedeutet, dass das Totalunternehmen GENU Partner AG die komplexen Fragen rund um die Energieversorgung komplett auslagert. EKZ übernimmt die Finanzierung, die Konzeption, den Bau sowie im Anschluss den Betrieb der Anlage – ein Sorglos-Paket für Immobilien. «Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in denen die Anforderungen gefühlt täglich steigen, entlastet die Unterstützung durch einen zuverlässigen Energiepartner enorm», erklärt Projektleiter Philippe Sonderegger.
Erneuerbare Energie auch im Mietverhältnis Denn auch Käufer und Mieter in Wohnsiedlungen verlangen den Einsatz erneuerbarer Energietechnologien immer nachdrücklicher. Der Einsatz solcher Energiesysteme ist jedoch keine triviale Angelegenheit, sie erfordert eine fachmännische Konzeption. David Bühler entwickelt bei EKZ solche Energiekonzepte: «In Emmen wünschte man sich ein zukunftsorientiertes Gesamtkonzept für Wärme, Brauchwarmwasser, Kühlung, Photovoltaikanlage und E-Mobilität, das clever abgestimmt ist und eine einfache Abrechnung ermöglicht.»
Um ein solches System realisieren zu können, bedarf es umfangreicher Abklärungen. In Emmen wurden darum Testbohrungen durchgeführt, mit denen man die Verfügbarkeit von Grundwasser abklärte. Dieses wird heute genutzt, um die Überbauung mittels Wärmepumpen zu heizen und im Sommer passiv zu kühlen.
David Bühler, Leiter Engineering und Verkauf.
Clever mit Energie versorgt Ein ganzheitliches Energiesystem für 73 Wohnungen: Wärmepumpen gespeist durch das Grundwasser vier Dächer mit Photovoltaikanlagen Ladesystemanschluss für Elektromobilität passive Kühlung über das Grundwasser im Sommer System optimiert für den Eigenverbrauch eine Anlaufstelle bei EKZ während Betrieb
4B verfolgt seit vielen Jahren eine Unternehmensstrategie, die sich an den Bedürfnissen des Marktes und an sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien orientiert. Damit ist das Unternehmen erfolgreich und heute Marktleader in der Fensterproduktion. Traditionellerweise fokussiert sich das Unternehmen auf die Herstellung von Holz/Metallfenstern, die ausschliesslich in Hochdorf entwickelt und hergestellt werden. Mit dem Werk in Emmen und der Fabrikation von Kunststofffenstern hat sich 4B in der Vergangenheit einen Zusatzmarkt erschlossen. Die Nachfrage nach diesen Produkten ist in den letzten Jahren aber kontinuierlich zurückgegangen. Auf dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen Entwicklung und in Übereinstimmung mit der Ausrichtung von 4B auf die Produktion von Fenstern mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Materialien, ist die Schliessung der Fabrikation in Emmen eine logische Konsequenz. Auf die energieintensive Produktion von Kunststofffenstern wird das Unternehmen 4B ab 2023 verzichten. In den Produktionsstandort Hochdorf dagegen wird weiter investiert.
Anschlusslösung für alle Mitarbeitenden
4B ist sich der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitenden bewusst. Das Unternehmen bietet deshalb allen in Emmen angestellten 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Anschlusslösung am Hauptsitz in Hochdorf. 4B sichert sich damit das Know-how und die breite Erfahrung gut qualifizierter Fachkräfte. Ohnehin ist es 4B ein grosses Anliegen, konsequent in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden zu investieren. Mit einem eigenen Campus hat 4B dafür eine Plattform zur Förderung der Mitarbeitenden entwickelt, was wiederum der internen Weiterentwicklung der Produktion und der Produkte zugutekommt. Damit sichert sich 4B die Fähigkeit, als Branchenleader im Markt jederzeit mit überzeugenden und innovativen Lösungen präsent zu sein.
Als Initialprojekt am Seetalplatz soll «4Viertel» der Gemeinde Emmen und dem zukünftigen Stadtzentrum Luzern Nord neue Impulse verleihen und einen unverwechselbaren Auftakt zum neuen Stadtteil machen. Es lasse den industriellen Charakter des Gebiets nachklingen und setze gleichzeitig auf neue urbane Plätze und Gassen zwischen den Baukörpern, betonen die Projektverantwortlichen. Dass das neue Quartier «4Viertel» heisst, hat folgenden Grund: Das städtebaulich und architektonisch markante Gebäudeensemble besteht aus vier Bauten. Diese würden eine unverwechselbare Gesamteinheit, das grosse Ganze bilden. Mit anderen Worten: die Nummer eins am Seetalplatz.
Vielseitiger Nutzungsmix Zu dem bestehenden Gebäude mit dem heutigen Kino Maxx gesellen sich drei Neu- und Anbauten mit rund 45 000 Quadratmeter Nettogeschossfläche. Vorgesehen ist ein Nutzungsmix aus rund 180 Wohnungen, Büros und Läden, Gastronomie und Freizeitangeboten. Das öffentliche Parkhaus soll bestehen bleiben. Die vier Bauten, die das architektonisch markante Ensemble bilden, integrieren sich harmonisch in die Umgebung, ist einer Medienmitteilung zu entnehmen. Das «4Viertel» ist ein gemeinsames Projekt der Viscosuisse Immobilien AG sowie des Investmentfonds «CS 1a Immo PK» der Credit Suisse.
Förderung der Durchmischung von LuzernNord Das Projekt sieht einen Nutzungsmix aus Wohnungen, Büros, Retail, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen wie Kino und Bowling vor. Um die Flächenbedürfnisse der zukünftigen Mieter abzudecken, sei das Raum- und Flächenangebot flexibel konzipiert. Das öffentliche Parkhaus bleibt bestehen. Für Christoph Zurflüh, Gebietsmanager Luzern Nord, ist klar: «Das vielseitige Projekt fördert die Durchmischung von LuzernNord weiter ,und das neue Stadtzentrum am Fluss ist der Ort, wo Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Bildung zusammentreffen.» Ausserdem biete es grosse zusammenhängende Büro- und Dienstleistungsflächen, was für die Ansiedlung neuer Unternehmen von Interesse sein könnte. Läuft alles nach Plan, soll im Frühling 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden. ■
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