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  • Bis 2040 wird alles neu auf dem Rösslimatt-Areal

    Bis 2040 wird alles neu auf dem Rösslimatt-Areal

    Das Areal Rösslimatt mitten in Luzern grenzt zweiseitig an Gleisanlagen. Bis 2040 soll es komplett umgestaltet werden.

    Das Areal ist auf verschiedene Baufelder aufgeteilt und wird in drei Etappen realisiert. In der ersten Etappe zwischen 2018 und 2025 werden die Baufelder A bis C entwickelt und die Güterstrasse 7 sanft saniert. In der zweiten Etappe von 2025 bis 2040 ist für die freiliegenden Flächen eine Zwischennutzung geplant. In der dritten Etappe und nach der Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern ab ungefähr 2040 ist auf den Baufeldern D bis F die Entwicklung neuer Nutzungen mit dem Schwerpunkt Wohnen geplant.

    Auf dem Baufeld A entsteht ein 180 Meter langes, nachhaltiges Gebäude des Architekten Rolf Mühlethaler. Es wird am Standort eines alten Güterschuppens realisiert, der 2020 abgebrochen wurde. Die Fassade des Neubaus ist geprägt von umlaufenden Veranden sowie einer zweigeschossigen Arkade auf der Seite der neuen Walter-von-Moos-Promenade mit einer witterungsgeschützten Holz-Glas-Fassade aus heimischem Holz.

    Der Neubau verfügt über rund 21’600 Quadratmeter vermietbare Fläche. Ende 2019 konnte die Hochschule Luzern als Hauptmieterin gewonnen werden. Sie beabsichtigt, auf rund 16’000 Quadratmeter ihren Hochschulbetrieb ab dem Herbstsemester 2025 zu starten. Das Erdgeschoss wird geprägt sein von publikumsorientierten Nutzungen wie einer Mensa, einem Café, Begegnungszonen und einem grossen Hörsaal. Besonders die Gleisloggia, eine markante zweigeschossige Öffnung des langen Gebäudes, und der neu gestaltete Bürgenplatz bilden zusammen mit den vorgesehenen Gastro-Nutzungen neue urbane Treffpunkte.

    Auf den Baufeldern B und C soll ein Gebäude mit gemischter Nutzung entstehen. Nach dem im Februar 2020 abgeschlossenen Architekturwettbewerb wurde das Siegerprojekt der Arbeitsgemeinschaft Demuth Hagenmüller Lamprecht Architekten mit Alessandra Villa Architektur zur weiteren Bearbeitung vom Begleitgremium empfohlen und befindet sich aktuell im Bau.

    In der ersten Etappe werden die Baufelder A bis C entwickelt und die Güterstrasse 7 sanft saniert.

    Im September 2020 bekannte sich das Pharmaunternehmen MSD zum Standort Luzern. Es wird auf den Baufeldern B und C rund 15’000 Quadratmeter Bürofläche beziehen. Die Arealvorbereitung startete im zweiten Quartal 2021, und der Bezug ist für 2025 geplant.

    Beide Neubauten verfügen über heute noch nicht vermietete Flächen.

    Das Gebäude an der Güterstrasse 7 wurde 1905 errichtet und ist als erhaltenswertes Objekt im Bauinventar der Stadt Luzern eingetragen. Bei diesem Gebäude mit der historischen Fassadengestaltung handelt es sich um einen 7-geschossigen Mauerwerksbau, bestehend aus einem Untergeschoss, fünf Obergeschossen und einem Dachgeschoss. Er umfasst Gewerbe- und Wohnflächen. Der Bau wurde 2020 saniert, die Flächen 2021 bezogen. Die sanfte Sanierung ermöglichte, die Wohnungen zu moderaten Mietzinsen wieder zur Verfügung zu stellen.

    Das Areal Rösslimatt wird nachhaltig, nachfrageorientiert und qualitativ hochstehend entwickelt. Mit der Anbindung des Areals an das Fernwärme- und Kältenetz von Energie Wasser Luzern wird eine zu 100 Prozent nachhaltige Erzeugung von Wärme und Kälte gewährleistet. Durch die zentrale Lage lassen sich die gegebenen ÖV-Angebote sowie mehrere Angebote für Car- und Velo-Sharing optimal nutzen.

    Zusätzlich zu den Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft werden die Ziele der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft der Stufe Silber eingehalten. Im September 2019 wurde das Rösslimatt für seine nachweislichen und vorbildlichen Resultate nach den 2000-Watt-Areal-Kriterien in der Phase Entwicklung ausgezeichnet und 2021 rezertifiziert.

  • Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Schweiz startet Bildungsoffensive Gebäude

    Der Fachkräftemangel in der Bau- und Immobilienbranche soll behoben werden. Dazu wurde jetzt die Schweizer „Bildungsoffensive Gebäude“ ins Leben gerufen. Der Startanlass findet am 20. Januar um 16 Uhr statt und wird per Live-Stream übertragen. Dabei wird laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Energie eine „Roadmap mit 32 Massnahmen und vier Handlungsfeldern“ vorgestellt.

    Schliesslich solle der Gebäudesektor der Schweiz massgeblich zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen. Dazu müssten „hunderttausende fossile Heizungen durch erneuerbare ersetzt, eine grosse Anzahl an Gebäuden energetisch saniert, intelligente Steuerungssysteme installiert und auch die Stromversorgung der Gebäude vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden“. Doch fehlten schon heute Fachkräfte. Gleichzeitig gehe die Zahl derer zurück, die sich für eine Ausbildung in dieser Branche entscheiden.

    Die Bildungsoffensive sei von allen relevanten Vertreterinnen und Vertretern der Gebäude- und Bildungsbranche erarbeitet worden. Unterstützt wurden sie dabei von EnergieSchweiz, dem Programm des Bundesamts für Energie für erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Mit beteiligt waren auch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, das Bundesamt für Umwelt und das Staatssekretariat für Migration.