Schlagwort: Energieabrechnung

  • Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch gewinnen weiter an Bedeutung

    Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch gewinnen weiter an Bedeutung

    Die ista swiss ag kann durch die Akquise der Blockstrom AG neu auch Abrechnungslösungen für Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) anbieten. Denn wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat sie den Energiedienstleister Blockstrom am 4. März 2026 übernommen. Die Co-Geschäftsführer Claudio Wyss, Marcel Lack und Urs Martin Springer werden weiterhin für das Unternehmen tätig sein. Der Standort Bern bleibt erhalten.

    Springer gründete Blockstrom 2017 gemeinsam mit Marcel Lack. Das Unternehmen hat Lösungen für Gemeinschaften entwickelt, die ihren Strom vor Ort selbst erzeugen und ihn sowohl an Endverbrauchende als auch ins Verteilnetz abgeben können. In der Übernahme sieht Springer vor allem Chancen für weiteres Wachstum: „Der ZEV-Markt ist erwachsen geworden“, wird er zitiert. „In den nächsten Jahren wird ein hohes Volumen wichtiger als eine rasche Produktentwicklung. Ista swiss ag ist für uns der ideale Partner, um unsere Lösungen breiter im Markt zu verankern und weiter zu skalieren.“

    Dabei setzt Blockstrom auf einen konsequent digitalen Ansatz. Dieser, so das Unternehmen in einem Selbstbeschrieb, „bringt effiziente Prozesse und minimale Fehlerquoten: Alle Energieverbräuche werden mit intelligenten Zählern erfasst, via Internet übertragen, in Echtzeit visualisiert und in der Cloud gespeichert.“ Neu steht der Blockstrom-Kundschaft auch das Angebot von ista swiss zur Verfügung, unter anderem für die Abrechnung des Wasser- und Wärmeverbrauchs.

    Mit der Übernahme von Blockstrom baue ista swiss seine Kompetenz als Komplettanbieter für moderne integrierte Energielösungen weiter aus, so ista swiss-Geschäftsführer Guillaume Dubois. „Eigentümer und Bewirtschafter erhalten einen zentralen Ansprechpartner für sämtliche energierelevante Themen – von der Messung über Abrechnung, Monitoring und Energiedatenmanagement bis zu ZEV und Elektromobilität.“

  • Flexible Abrechnungssysteme stärken lokale Energiegemeinschaften

    Flexible Abrechnungssysteme stärken lokale Energiegemeinschaften

    Das Softwareunternehmen zevvy AG und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) spannen bei Stromabrechnungslösungen zusammen. Künftig nutzt auch die ewz die flexible Abrechnungsplattform, die Energieflüsse in Mehrparteiengebäuden und Quartieren berechnet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. So ermöglicht die zevvy-Software die Abrechnung von Solarstrom bei Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV), virtuellen ZEVs (vZEV), Mieterstrom und lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), sowie Heiz-und Wasserkosten und von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Plattform wird künftig als White-Label, also unter dem Logo der ewz, genutzt.

    Laut der Mitteilung profitiere ewz besonders von der Integrationsfähigkeit der Software, die mit verschiedenen Gebäudetechniksystemen, Monitoringplattformen, Smart-Home Anbietern sowie Internet der Dinge (IoT)-Lösungen genutzt werden kann. Diese Vielfältigkeit ermöglicht eine flexible Systemarchitektur für zukünftige Energiedienstleistungen und reduziere sogenannte Lock-In-Effekte. Bei diesen wird der Wechsel zu anderen Anbietern oder Systemen erschwert.

    „Wir freuen uns sehr, dass weitere Partner aus dem zevvy-Ökosystem zum Erfolg beitragen. Die Software erlaubt das Arbeiten im Mandantensystem. So begleitet die Firma dSyde SA französischsprachige Projekte und die Prola Services GmbH hilft beim initialen Aufwand der Migration“, wird Cyrill Burch zitiert, CEO von zevvy.

    Hintergrund für die Partnerschaft ist die steigenden Bedeutung geteilten Solarstroms und der damit verbundenen Dienstleistungen und Technologien. So benötigt etwa die aktive Energiesteuerung in Solar-Energiegemeinschaften sowie das Konzept der lokalen Energiegemeinschaften), das im Januar 2026 eingeführt wird, neue Lösungen. Die ewz will mit der zevvy-Software ihr Angebot bei der Energieabrechnung von Immobilienportfolios erweitern.