Schlagwort: Energiebedarf

  • Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Der Energiebedarf im Kanton Zug beträgt fast 3000 Gigawattstunden jährlich, wobei Gebäude und Mobilität den grössten Anteil ausmachen. Die neue Energie- und Klimastrategie (EKS) des Regierungsrats zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu reduzieren und verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen. Zugleich will die Regierung die Versorgungssicherheit im Kanton stärken und die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null senken. Mit klaren Zwischenzielen bis 2030 konkretisiert die Regierung den Weg zu diesen ehrgeizigen Zielen.

    Investitionen in Solarstrom und Energiespeicherung
    Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Steigerung der Produktion von Solarstrom im Kanton. Parallel dazu werden Investitionen in innovative Energiespeichertechnologien wie Wasserstoff geplant. „Durch enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Wissenschaft wollen wir die Energieinfrastruktur der Zukunft gestalten“, erklärt Baudirektor Florian Weber. Auch die Gebäude im Kanton sollen vermehrt als Energieproduzenten dienen und so zur Energiedrehscheibe werden.

    Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und Negativemissionstechnologien
    Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts KERB setzt der Kanton auf Massnahmen in der Landwirtschaft zur Reduktion des CO2-Ausstosses. Wälder und Moore spielen eine zentrale Rolle bei der CO2-Bindung. Für unvermeidbare Emissionen setzt der Kanton auf Negativemissionstechnologien, die CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen sollen. Eine Studie soll das Potenzial dieser Technologien im Kanton ermitteln.

    Anpassungen an den Klimawandel
    Neben der Reduktion von Emissionen bereitet sich der Kanton Zug auch auf die Auswirkungen des Klimawandels vor. Durch eine kantonale Naturgefahrenstrategie sollen klimabedingte Risiken wie Hitze und invasive Schädlinge minimiert werden. Zugleich wird in klimaangepasste Strassenbeläge und nachhaltige Forstbewirtschaftung investiert, um sowohl Schutz als auch Erholungsräume zu sichern.

  • Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    368 Mietwohnungen beherbergt die Überbauung Webermühle in Neuenhof. Die auf einer Halbinsel in einer Limmatschlaufe liegende Siedlung wurde auf dem Industrieareal einer ehemaligen Weberei erstellt und konnte 1984 nach zehnjähriger Bauzeit bezogen werden. Vom Architekturbüro Steiger Partner AG geplant und von der Ernst Göhner AG errichtet, bietet die Webermühle mit ihren unterschiedlich hohen Volumen Wohnraum für bis zu 1’500 Bewohnerinnen und Bewohner. Trotz der sehr hohen Dichte zeichnen sich die Wohnungen mit den vier kreuzförmig zueinander angeordneten Hochhauszeilen durch eine überraschende Weitsicht aus. Seit 2008 befinden sich die im Elementbausystem «Göhner 3» realisierten Gebäude im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management.

    Ökologisch und ökonomisch nachhaltig sanieren
    Gut 40 Jahre nach dem Bezug entsprachen die Wohnungen nicht mehr den heutigen Ansprüchen – weder optisch noch hinsichtlich ihres Komforts. Mit einer Analyse der Bausubstanz startete die Bauherrschaft 2009 die Planung einer umfangreichen Teilsanierung, die zwischen 2012 und 2014 in Etappen umgesetzt wurde. Die Portfoliostrategie von Credit Suisse Asset Management legt grossen Wert auf ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen. Mit der Modernisierung der Webermühle wollte man zum einen den Wohn- und Grünraum für die Mieterinnen und Mieter attraktiver gestalten und den Wert der Immobilie erhalten. Zum anderen sollte die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht und damit der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Ebenso war die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr ein wichtiges Ziel: So ist der Bahnhof Wettingen seit dem Bau eines neuen Schräglifts im Jahr 2015 innerhalb weniger Minuten zu Fuss erreichbar.

    Wärmeversorgung: Umstieg auf Flusswärme
    Kernstück der energetischen Sanierung ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung in der Webermühle sollte künftig zu mindestens 70 % CO2-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems mit einem Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft auch nach detaillierter Prüfung durch Spezialisten überzeugt.

    Mehr zum Projekt 

    Whitepaper zum Thema Energetische Sanierung
    In Ergänzung zum Praxisbeispiel «Webermühle» bietet das Whitepaper «Energetische Sanierungen als Chance für die Immobilienwirtschaft», das in enger Zusammenarbeit zwischen ewz und dem Forschungs- und Beratungsunternehmen intep entstanden ist, Einblicke in die Relevanz energetischer Sanierungen.

    Mit dem Wissen, dass der Gebäudesektor etwa einen Viertel der Emissionen verursacht, ist es dringend notwendig, dass der Gebäudebestand saniert wird. Denn die wenigen klimafreundlichen und energieeffizienten Neubauten werden keinen grossen Effekt auf den gesamten Sektor haben. Im Moment befinden wir uns in einem Sanierungsstau. Die aktuelle Sanierungsrate von einem Prozent muss verdoppelt werden, damit die Klimaziele erreicht werden können.

    Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass bei Erneuerungsprozessen die energetische Sanierung im Vergleich zu Ersatzneubauten noch zu wenig beachtet wird. Oftmals fehlen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern grundsätzliche Informationen, die ihnen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Potenziale energetischer Sanierungen aufzeigen. Das Whitepaper soll genau dazu einen Beitrag leisten. Es gibt eine grundlegende Übersicht über Dringlichkeit, gesetzlichen Rahmen, Nutzen, Chancen und mögliche Strategien von energetischen Sanierungen.

    Ausgezeichnete Entscheidungsgrundlagen bilden beispielsweise die Ergebnisse einer Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA) und einer Analyse der Lebenszykluskosten (LCC). Diese quantitativen Bewertungsmethoden berücksichtigen den gesamten Gebäudelebenszyklus.

    Die Lebenszyklusanalyse (LCA) zur Ermittlung der Umweltauswirkungen und die Analyse der Lebenszykluskosten (LCC) bieten quantitative Entscheidungsgrundlagen zur energetischen Sanierung. (Quelle: Kellenberger (intep), 2021)

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  • NEST-Rechenzentrum hilft beim Heizen

    NEST-Rechenzentrum hilft beim Heizen

    Das Projekt ECO-Qube untersucht, wie die elektrische und die thermische Welt mit der IT-Infrastruktur zusammengebracht werden können. Dafür soll das Abwärmepotenzial von Mikro-Rechenzentren für die Gebäudeheizung untersucht werden. Die Feldtests finden im neu installierten Rechenzentrum im Forschungsgebäude NEST der Empa sowie an zwei weiteren Standorten in der Türkei und den Niederlanden statt.

    ECO-Qube ist auf drei Jahre angelegt. Danach will das Team Richtlinien für Planer und Betreiber von Gebäuden bereitstellen. Das Projekt wird durch das EU-Förderprogramm Horizon 2020 unterstützt. Es bringt Forschungs- und Industriepartner aus der Schweiz, der Türkei, Spanien, Deutschland, Schweden und den Niederlanden zusammen. „Unser Ziel ist es, sowohl den Energiebedarf als auch die CO2-Emissionen von kleinen Rechenzentren um je ein Fünftel zu senken“, wird Çağatay Yılmaz, Innovation Manager beim türkischen IT-Lösungsanbieter Lande und Projektleiter von ECO-Qube, in einer Medienmitteilung der Empa zitiert.

    Mithilfe von Big Data-Strukturen und Künstlicher Intelligenz werden Sensordaten der einzelnen IT-Komponenten akkumuliert und mit Luftstromsimulationen zur punktuell genauen Kühlung kombiniert. Gleichzeitig würden die Rechenlasten so verteilt, dass die Anlagen so energieeffizient wie möglich arbeiten.

    Die drei Rechenzentren werden ausserdem in die Energiesysteme der umliegenden Quartiere integriert. Sie sollen möglichst mit erneuerbarer Energie gespeist werden. „Für uns ist es interessant, das Mikro-Rechenzentrum nicht nur als elektrischen Verbraucher zu betrachten, sondern als eine dynamische Komponente im Gesamtsystem“, erklärt Philipp Heer, Leiter der Energieforschungsplattform Energy Hub an der Empa.

  • Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    368 Mietwohnungen beherbergt die Überbauung Webermühle in Neuenhof. Die auf einer Halbinsel in einer Limmatschlaufe liegende Siedlung wurde auf dem Industrieareal einer ehemaligen Weberei erstellt und konnte 1984 nach zehnjähriger Bauzeit bezogen werden. Vom Architekturbüro Steiger Partner AG geplant und von der Ernst Göhner AG errichtet, bietet die Webermühle mit ihren unterschiedlich hohen Volumen Wohnraum für bis zu 1’500 Bewohnerinnen und Bewohner. Trotz der sehr hohen Dichte zeichnen sich die Wohnungen mit den vier kreuzförmig zueinander angeordneten Hochhauszeilen durch eine überraschende Weitsicht aus. Seit 2008 befinden sich die im Elementbausystem «Göhner 3» realisierten Gebäude im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management.

    Ökologisch und ökonomisch nachhaltig sanieren
    Gut 40 Jahre nach dem Bezug entsprachen die Wohnungen nicht mehr den heutigen Ansprüchen – weder optisch noch hinsichtlich ihres Komforts. Mit einer Analyse der Bausubstanz startete die Bauherrschaft 2009 die Planung einer umfangreichen Teilsanierung, die zwischen 2012 und 2014 in Etappen umgesetzt wurde. Die Portfoliostrategie von Credit Suisse Asset Management legt grossen Wert auf ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen. Mit der Modernisierung der Webermühle wollte man zum einen den Wohn- und Grünraum für die Mieterinnen und Mieter attraktiver gestalten und den Wert der Immobilie erhalten. Zum anderen sollte die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht und damit der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Ebenso war die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr ein wichtiges Ziel: So ist der Bahnhof Wettingen seit dem Bau eines neuen Schräglifts im Jahr 2015 innerhalb weniger Minuten zu Fuss erreichbar.

    Wärmeversorgung: Umstieg auf Flusswärme
    Kernstück der energetischen Sanierung ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung in der Webermühle sollte künftig zu mindestens 70% CO2-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems mit einem Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft auch nach detaillierter Prüfung durch Spezialisten überzeugt.

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  • Poenina und Burkhalter loten Fusion bei Gebäudetechnik aus

    Poenina und Burkhalter loten Fusion bei Gebäudetechnik aus

    Die Poenina Holing AG auf Opfikon und die Burkhalter Holding AG aus Zürich haben den Start ihrer Fusionsverhandlungen in einer Medienmitteilung bekanntgegeben. Ziel sei es, „eine starke, lokale Anbieterin“ auf den Weg zu bringen, die „zukunftsorientierte Gebäudetechnik gewerkübergreifend konzipieren und installieren könnte“, heisst es.

    Gemäss der Energiestrategie 2050 des Bundes soll der Energieverbrauch in Gebäuden über Sanierungen der Haustechnik halbiert werden. Die auf Gebäudetechnik spezialisierten Gesellschaften Poenina und Burkhalter wollen zur Verbrauchsreduzierung beitragen, indem sie sämtliche Leistungen der Gebäudetechnik künftig aus einer Hand anbieten. Dies markiere ein „zukunftsweisendes Angebot im Bereich der Gebäudetechnik“ und könne einen Beitrag zur Energiewende leisten.

    Zugleich versprechen sich beide Gesellschaften einen Wachstumsschub und die Schaffung zusätzlicher Stellen. Durch die schweizweite Präsenz der Burkhalter Gruppe will sich Poenina neue Kundenfelder erschliessen. Voraussichtlich am 31. März will Poenina bei der Bilanz-Medienkonferenz über die weiteren Pläne informieren.

  • Bauen an der Energiezukunft

    Bauen an der Energiezukunft

    Das Grundstück gleich am Eingang der Gemeinde liegt keine 10 Kilometer entfernt von der Stadt Winterthur und ist dennoch ein idyllischer Flecken Land, mit direktem Anstoss ans Ufer der Töss und mit Sicht auf Wiesen und Wald. Hier wird an den Zielen der Energiestrategie 2050 gebaut. Seit Herbst 2019 ist die Überbauung Verde Blu bewohnt. So weit, so normal. Bemerkenswert ist aber, dass diese Überbauung ihren Energiebedarf zu einem hohen Anteil selbst deckt und das ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen. «Die Vorgaben der Energiestrategie 2050 sind für die Immobilienwirtschaft eine Chance», erklärt Dieter Stutz von der Atlantis AG, die in den Bereichen Umweltberatung, Siedlungsplanung und Architektur tätig ist und das Projekt entwickelt hat. Die Wärmeversorgung übers Grundwasser sei die beste und überzeugendste Lösung gewesen für das Areal. Gemeinsam mit EKZ hat Atlantis dieses komplexe Bauprojekt geplant und umgesetzt. 

    Nachhaltiges Wohnen als Bedürfnis
    Das Neubauprojekt Verde Blu mit neun Wohn- und Geschäftshäusern umfasst 108 Eigentumswohnungen sowie verschiedene Gewerbeflächen, die unter anderem von einer Migros-Filiale, einer Gemeinschafts- sowie einer Physiotherapiepraxis genutzt werden. Eine alte, denkmalgeschützte Scheune dient als Gemeinschaftsraum und sorgt für urigen Charme auf dem Gelände. Im Gegensatz dazu steht die topmoderne Technik, die die Anlage mit Energie versorgt: Als Wärmequelle für die Heizung und das Warmwasser wird Grundwasser genutzt, welches über einen sogenannten Anergiering die Häuser versorgt, in denen dezentrale Wärmepumpen stehen. Ein Anergiering ist ein kaltes Nahwärmesystem, das im Unterschied zu konventionellen Nahwärmesystemen mit Übertragungstemperaturen von unter 30 Grad Celsius arbeitet. Anergienetze haben deshalb keine Wärmeverluste in den Leitungen, sondern erzielen sogar zusätzliche Energiegewinne durch die Umweltwärme. Im Sommer können die Gebäude über den Anergiering mit dem Grundwasser passiv gekühlt werden.

    Für die elektrische Energie der Gebäude sorgt eine Photovoltaikanlage, die optimal auf den Bedarf der Überbauung ausgelegt ist. Die Anlage entstand erst, nachdem die Wohnungen bereits bezogen worden waren. Denn man wollte den Entscheid für oder gegen Solarstrom den Eigentümerinnen und Eigentümern überlassen. Dass die Anlage mit 100-Kilowatt-Spitzenleistung an der ersten Eigentümerversammlung im Winter 2019 mit überwiegender Mehrheit angenommen wurde, spricht eine klare Sprache. Martin Nicklas, Verantwortlicher für moderne Energielösungen bei EKZ, erstaunt dies nicht: «Das Bedürfnis, auch im Wohnbereich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, ist uns im Immobilienbereich schon lange bekannt.» So wurde in der Unterniveaugarage auch eine Ladeinfrastruktur für die 209 Parkplätze eingebaut. Dank einem Lastgangmanagement ist es möglich, die Autos gestaffelt zu laden, sollte dereinst eine ganze Flotte an Elektrofahrzeugen die Garage besiedeln.

    Gut abgestimmte Anlage
    In Kollbrunn werden die Stromerzeugung sowie die Wärme- und Kälteerzeugung und die Elektromobilität in einem integrierten Energiesystem kombiniert. Herzstück ist eine intelligente Steuerung, die die Eigenverbrauchsquote maximiert und das Lastmanagement übernimmt. Dadurch kann das eigentlich wichtigste Ziel erreicht werden: dass der produzierte Strom aus der PV-Anlage auch maximal vor Ort verbraucht wird. Die Steuerung verwendet hierfür Wetterprognosen von einem externen Wetterportal. Ein Algorithmus in der Steuerung wertet diese Daten aus und entscheidet jeweils am Vorabend, ob am nächsten Tag genügend Solarstrom produziert wird, um die Boiler und Speicher der Heizung zu laden. Bei zu geringer Solarproduktion werden die Boiler in der Nacht zum Niedertarif geladen, ansonsten wird abgewartet, bis am nächsten Tag genügend Solarstrom vorhanden ist, um die Wärmepumpe zu starten.

    Energieproduktion vor Ort 
    Im westschweizerischen Epalinges entstand die Überbauung «Grand Chemin», wobei ein Teil des benötigten Stroms von einer Photovoltaikanlage (PV) vor Ort produziert wird. In  Emmen (LU) entsteht ein Mehrfamilienhaus-Neubau, der sich durch eine Wärmepumpe mit Grundwasser sowie eine PV mit ZEV auszeichnen wird. Zwei Beispiele von vielen, die zeigen: Die Energie-Zukunft hat längst begonnen.

    Umfassende Energiesysteme für Ihre Immobilie

  • BKW erneuert Unterstationen im Oberaargau

    BKW erneuert Unterstationen im Oberaargau

    Die BKW erneuert ihre in die Jahre gekommenen Umspannwerke in den Berner Gemeinden Huttwil, Niederbipp und Bannwil, informiert die Energiedienstleisterin in einer Mitteilung. Als Hintergrund wird dort der steigende Energiebedarf im Oberaargau genannt. Hier planten diverse Unternehmen eine Erweiterung ihrer Kapazitäten, schreibt die BKW.

    In die Erneuerung der drei Unterstationen will die BKW rund 11 Millionen Franken investieren. Die Arbeiten werden gemeinsam mit den Tochterunternehmen AEK und onyx durchgeführt, da die Anlagen auch die Gebiete dieser Tochterfirmen versorgen, heisst es in der Mitteilung. Bis 2023 sollen die Gebiete rund um Niederbipp, Densingen, Bannwil, Herzogenbuchsee und Huttwil „mit hochmoderner Netztechnik“ ausgestattet werden, schreibt die BKW.

    Die Arbeiten in Huttwil stehen bereits kurz vor Fertigstellung, informiert die Energiedienstleisterin in der Mitteilung weiter. Hier wurde die 50-Kilovolt-Anlage erneuert und in einem neuen Gebäude untergebracht. In Niederbipp laufen die Arbeiten seit August letzten Jahres. Dabei wird die alte 16-Kilovolt-Anlage durch ein leistungsfähigeres neues Exemplar ersetzt. In Bannwil soll eine neue 50-Kilovolt-Schaltanlage installiert werden.

  • EKZ versorgt das Limmattal mit weiteren 80 Megawatt

    EKZ versorgt das Limmattal mit weiteren 80 Megawatt

    Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) nehmen mit der Anlage in Oberengstringen ihr drittes Unterwerk im Limmattal in Betrieb. Das Limmattal wird nun durch die drei Unterwerke Schlieren, Dietikon und Oberengstringen versorgt. Das neue Unterwerk mit einer Leistung von 80 Megawatt wird bis kommenden Februar sukzessive in Betrieb genommen.

    „Damit sind wir sehr gut gewappnet für den stetig wachsenden Energiebedarf in der Region“, wird Hans-Peter Häberli, Leiter Bau und  Anlagen bei EKZ, in einem Interview zitiert. Der wirtschaftliche Aufschwung im Limmattal mit Ansiedlung neuer Firmen, eines grossen Rechenzentrums und der Limmattalbahn lässt den Strombedarf kräftig steigen. Häberli: „Wir verzeichneten über die vergangenen Jahre im Limmattal generell starke Lastzunahmen. Zukünftig wird der Energiebedarf durch die Limmattalbahn und die Ansiedlung eines Rechenzentrums in der Region zusätzlich stark getrieben. Das Unterwerk Schlieren, welches bisher die Region mit Energie versorgte, muss daher entlastet werden. Seine Kapazität würde schon bald nicht mehr ausreichen.“

    Im neuen Unterwerk erfolgt die Umspannung der elektrischen Energie. Im Fall von Oberengstringen übernimmt EKZ den Strom mit einer Spannung von 110 Kilovolt vom Hochspannungsnetz der Axpo. Mit zwei 40-Megawatt-Transformatoren erfolgt die Umspannung der Energie auf 16 Kilovolt, heisst es auf der Internetseite von EKZ. Danach würde der Strom weiter heruntertransformiert, bis er ins Netz für die Endverbraucher wie Wohnsiedlungen eingespeist wird.

    Der Anschluss des neuen Werks soll schrittweise bis zum Februar erfolgen. Dann wird Oberengstringen nach Angaben von Häberli voll an das Hochspannungsnetz der Axpo angeschlossen sein. Versorgt werden dann die Gemeinden Ober- und Unterengstringen, Weiningen und Teile von Schlieren.