Schlagwort: Energiedienstleisterin

  • ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    Die Energieversorgerin Energie Wasser Luzern (ewl) investiert gemäss einer Medienmitteilung mehr als 1 Milliarde Franken in den Umbau des Energiesystems. Für eine klimaneutrale Zukunft im Raum Luzern will ewl die Nutzung von See-Energie, Fernwärme, Photovoltaikanlagen, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und intelligente Energiekonzepte fördern. Im Fokus hat die ewl klimafreundliche Lösungen aus einer Hand.

    Die umweltschonende Energieversorgung über Fernwärme und See-Energie sei schon in vollem Gange, wie das Unternehmen mit Verweis auf getätigte Investitionen in Höhe von 330 Millionen Franken unterstreicht. Aktuell werden 3700 Haushalte im Zentrum Luzerns mit nachhaltig gewonnener Wärme versorgt. Für bestehende Fernwärmenetze sind ewl zufolge Erweiterungen vorgesehen. Netzausbauten in ausserstädtischen Gebiete sollen folgen. Für Orte, an denen sich Gas und Öl nicht unmittelbar ersetzen lassen, will ewl Übergangslösungen schaffen. 20 Millionen Franken sieht ewl für die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden vor.

    Bei der Elektromobilität seien „Ladelösungen mit intelligentem Lademanagement“ für grössere Überbauungen und Unternehmen vorgesehen. Mehr als 250 Ladestationen hat die ewl installiert, davon rund 100 im laufenden Geschäftsjahr. Mit Investitionen in die Ladeinfrastruktur in Höhe von 13 Millionen Franken soll die Verfügbarkeit bis 2030 auf 3000 Stationen wachsen.

    Aktiv zeigt sich ewl bei Projekten zur Förderung von Biogas oder Power to X-Technologien. Im Fokus stehe auch die Weiterführung einer flächendeckenden Versorgung der Haushalte mit intelligenten Messsystemen und Stromzählern.

  • BKW übernimmt deutsche Ingenieursfirma

    BKW übernimmt deutsche Ingenieursfirma

    Die BKW Gruppe hat ihr Engineering-Netzwerk in Deutschland mit der Übernahme der R&P Ruffert GmbH verstärkt, informiert die Berner Energiedienstleisterin in einer Mitteilung. Das 1976 in Limburg gegründete Unternehmen verfügt über weitere Standorte in Erfurt, Halle, Düsseldorf und Hamburg. Zudem unterhält die auf Tragwerksplanung spezialisierte Ingenieursfirma Projektbüros in Berlin, Koblenz, Frankfurt, Leipzig und Nürnberg.

    Der jährliche Umsatz der R&P Ruffert GmbH wird in der Mitteilung auf einen „tieferen zweistelligen Millionenbetrag“ beziffert. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht. Die Genehmigung der Übernahme durch die deutschen Kartellbehörden ist derzeit noch anhängig.

    Nach der Übernahme soll die R&P Ruffert GmbH in die BKW-Tochter BKW Engineering eingegliedert werden. Die Leitung werde bei den bisherigen Inhabern und Geschäftsführern verbleiben, informiert die BKW. Sie will mit der Übernahme „die Kompetenzen ihres Netzwerkes erweitern und ihre Position im Wettbewerb mit multidisziplinären Marktführern stärken“, heisst es in der Mitteilung.

  • Frauenfeld bekommt Holzkraftwerk

    Frauenfeld bekommt Holzkraftwerk

    Die Zürcher Energie- und Mobilitätsdienstleisterin Energie 360° und die Schweizer Zucker AG bauen in Frauenfeld gemeinsam ein Holzheizkraftwerk. Es soll ab Juni 2022 Strom für rund 8000 Haushalte sowie Wärme für die Zuckerfabrik und den Wärmeverbund Frauenfeld West liefern. Zu diesem Zweck werden die beiden Unternehmen die Bioenergie Frauenfeld AG gründen. In einer gleichlautenden Medienmitteilung betonen sie, dass dieses Holzheizkraftwerk „klimapositiv“ sei.

    Dabei werde aus Holz in einem thermochemischen Prozess Holzgas gewonnen. Dieses Gas treibe Motoren an, die daraus erneuerbaren Strom produzieren. Bei diesem thermochemischen Prozess falle weiterverwertbare Biokohle an. Somit würden pro Jahr rund 9000 Tonnen CO2, die im Holz gespeichert sind, nicht freigesetzt, sondern stattdessen der Atmosphäre dauerhaft entzogen.

    Das Herzstück des Kraftwerks werde von der Tiroler Firma Syncraft geliefert und eingebaut. Deren eigenentwickelte und patentierte Technologie zählt laut der Mitteilung zu den effizientesten der Branche.

    „Unser Unternehmen will einerseits diversifizieren“, so Guido Stäger, CEO der Schweizer Zucker AG, „andererseits gestalten wir unsere Produktionsprozesse nachhaltiger. Ab 2022 trägt das Holzheizkraftwerk zu beiden Zielen bei.“