Schlagwort: Energieerzeugung

  • EPFL-Forschende machen Strom aus Glasscheiben

    EPFL-Forschende machen Strom aus Glasscheiben

    Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben einen innovativen Weg zur Herstellung fotoleitender Schaltkreise entwickelt. Dabei werden diese mit einem ultraschnellen Femtosekundenlaser direkt auf eine Glasoberfläche gedruckt. Diese neue Technologie ist lichtdurchlässig und erfordert ein einziges Material. Sie könnte eines Tages zur Energieerzeugung genutzt werden, heisst es in einer Mitteilung der EPFL.

    Was passiert, wenn Telluritglas Femtosekundenlaserlicht ausgesetzt wird? Diese Frage versuchte Gözden Torun vom Galatea Laboratory an der EPFL in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der japanischen Hochschule Tokyo Tech in ihrer Dissertation zu beantworten, als sie eine Entdeckung machte, die Fenster eines Tages in Lichtsensoren aus einem einzigen Material verwandeln könnte, heisst es in der Mitteilung.

    Durch die Untersuchung, wie sich Atome in Telluritglas neu anordnen, wenn sie schnellen Impulsen hochenergetischen Femtosekundenlaserlichts ausgesetzt werden, entdeckten Wissenschaftler die Bildung nanoskaliger Kristalle aus Tellur und Telluroxid, zwei Halbleitermaterialien, die genau dort in das Glas geätzt wurden, wo das Glas freigelegt worden war. Eine wichtige Entdeckung, ein dem Tageslicht ausgesetztes Halbleitermaterial kann Strom erzeugen.

    «Da Tellur ein Halbleiter ist, haben wir uns gefragt, ob es möglich ist, dauerhafte Muster auf die Oberfläche von Telluritglas zu drucken, die bei Lichteinwirkung zuverlässig Elektrizität induzieren können, und es stellte sich heraus, dass ja», wird Yves Bellouard zitiert, Direktor des Galatea-Labors an der EPFL. «Ein interessanter Aspekt dieser Technik ist, dass bei diesem Prozess keine zusätzlichen Materialien benötigt werden. Alles, was Sie brauchen, ist Telluritglas und ein Femtosekundenlaser, um ein aktives fotoleitfähiges Material herzustellen.»

  • AXA erhöht Anteil an erneuerbaren Energien

    AXA erhöht Anteil an erneuerbaren Energien

    AXA hat Pläne zum Ausbau der erneuerbaren Energien bekanntgegeben. Insgesamt 200 der von den AXA Investment Managers verwalteten 750 Immobilienobjekte sollen laut einer Medienmitteilung in den nächsten vier Jahren Photovoltaikanlagen erhalten. Die klimafreundliche Stromproduktion komme der schweizweiten Energieversorgung zugute. Auf 18 Dachflächen im Raum Winterthur und Zürich sollen bereits in den kommenden Wochen Anlagen in Betrieb gehen.

    Den Anfang machte der Hauptsitz in Winterthur. Der über 90-jährige Turm wurde auf einer Fläche von 730 Quadratmetern mit 382 Solarpanelen bedeckt. Der Versicherer kündigt an, 90 Prozent der Energie selbst zu nutzen, was den Energiebedarf dieser Immobilie zu 15 Prozent abdeckt. Das Ziel, alle AXA-Geschäftsbauten in Winterthur mit Photovoltaikanlagen auszurüsten, sei in Kürze erreicht. Die Liegenschaft an der Römerstrasse sei das erste zertifizierte 2000-Watt-Areal in Transformation.

    Parallel plant die AXA die Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern weiterer Liegenschaften aus ihrem Portfolio. Einige setzen das Modell Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) um, bei dem sich Stromnutzer vertraglich zusammenschliessen und die vor Ort erzeugte Energie selbst nutzen. Elf weitere ZEVs sollen im Raum Winterthur und Zürich hinzukommen.

    Mit einer Reihe von Strategien engagiert sich AXA für die Nachhaltigkeitsziele. So kommen bei Neubauten und Sanierungen erneuerbare Energien und umweltschonender Heizsysteme zum Einsatz. Zur Nachhaltigkeitsstrategie des Versicherungsunternehmens gehören ebenso die Erhöhung der Energieeffizienz, eine naturnahe Gestaltung der Aussenflächen sowie ressourcenschonende Bauweisen.