Schlagwort: Energieinfrastruktur

  • Energiegenossenschaft stärkt Marke und erhöht Investitionen

    Energiegenossenschaft stärkt Marke und erhöht Investitionen

    Der Wandel von der EBM zur Primeo Energie ist endgültig abgeschlossen: Die Delegierten haben auf ihrer ordentlichen Versammlung am 15. April 2026 die Namensänderung der EBM in Primeo Energie Genossenschaft beschlossen. Das Unternehmen tritt bereits seit 2019 unter der Marke Primeo Energie auf. Mit der Namensänderung soll die Dachmarke künftig auch im Namen der Genossenschaft sichtbar werden und Missverständnisse vermeiden, heisst es in einer Mitteilung.

    Zuvor hatten die Delegierten die Jahresrechnung und den Lagebericht der Primeo Energie-Gruppe genehmigt. Das operative Ergebnis (EBIT) war 2025 auf 127 Millionen Franken gestiegen. Im Vorjahr hatte es 124 Millionen Franken betragen. Der Gewinn wuchs im gleichen Zeitraum von 91 auf 109 Millionen Franken. Insgesamt investierte Primeo Energie 187 Millionen Franken in die Energieinfrastruktur. Im laufenden Jahr soll diese Summe auf 220 Millionen Franken steigen.

    Die Einlage in den Energiefonds wurde von 2 auf 4 Millionen Franken verdoppelt. 3,1 Millionen Franken aus dem Fonds wurden für Förderanträge vergeben, vor allem für Anschlüsse an Fernwärmeverbünde. Neu wird auch die Umstellung von Photovoltaikanlagen mit Direkteinspeisung auf Eigenverbrauch unterstützt. Daher rechnet das genossenschaftlich organisierte Unternehmen mit einer Zunahme der Anträge. Weitere 500’000 Franken wurden für Vergabungen an gemeinnützige Institutionen zur Verfügung gestellt.

    Gilbert Fuchs und Carmen Gerber-Balmelli wurden für eine weitere Amtsperiode bis 2030 im Verwaltungsrat bestätigt. Neu in das Gremium gewählt wurde Thomas Ernst. Der langjährige Vizepräsident Urs Grütter wurde verabschiedet.

  • Neue Finanzierung treibt Wachstum im Energiemanagement voran

    Neue Finanzierung treibt Wachstum im Energiemanagement voran

    Die Youdera Group SA sichert sich eine strategische Investition durch Amundi Energy Transition. Laut einer Mitteilung sollen die Mittel die nächste Wachstumsphase des Unternehmens sowie einen Umsetzungsplan von rund 150 Millionen Euro für dezentrale Energieinfrastruktur im europäischen Gewerbe- und Industriesektor unterstützen.  

    Youdera bietet Unternehmen Energiemanagement an, bei dem Planung und Entwicklung, Finanzierung, Bau und Betrieb von Energieanlagen übernommen werden. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom Stromnetz zu reduzieren, Energiekosten planbarer zu machen und die Elektrifizierung voranzutreiben. Das Angebot umfasst Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Sanierungen der Gebäudehülle, Wärmepumpen sowie weitere Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. 

    Die Investition durch Amundi Energy Transition, einer Tochtergesellschaft des französischen Vermögensverwalters Amundi S.A., biete die Möglichkeit, das Modell europaweit zu skalieren, so Pedro Miranda, CEO und Mitgründer von Youdera. „In einer volatileren Welt müssen europäische Unternehmen entschlossen handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“  

    Youdera wurde 2015 gegründet, hat seinen Sitz in Ecublens und seinen Hauptstandort im EPFL Innovation Park in Lausanne. Die Kernmärkte sind Schweiz, Spanien und Portugal, das Unternehmen sieht weiteres Wachstumspotential in Europa. „Da Gewerbe- und Industriekunden nach resilienteren und kosteneffizienteren Energielösungen suchen, sind wir überzeugt, dass Youdera bestens positioniert ist, um diesen wachsenden Marktbedarf zu decken“, lässt sich Claire Chabrier, Head of Direct Investments – Private Markets bei Amundi, zitieren. 

  • Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Die Kraftwerk Meiental AG hat am 11. März laut einer Mitteilung den Bau des Kraftwerkes Meiental in der Gemeinde Wassen mit dem offiziellen Spatenstich gefeiert. Die eigentlichen Bauarbeiten haben bereits im September begonnen. Derzeit wird an der Druckleitung und an der neuen Kraftwerkszentrale gearbeitet.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Meienreuss. Dieses wird auf einer Höhe von 1317 Metern gefasst und durch eine 3250 Meter lange Druckleitung zum neuen Wasserkraftwerk geleitet, das sich auf einer Höhe von 1100 Metern in Fedenbrügg befindet. Das Kraftwerk soll mit einer Leistung von 10 Megawatt pro Jahr rund 34 Gigawattstunden Strom erzeugen. Es soll voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb gehen.

    Insgesamt werden 40 Millionen Franken investiert. Der Kanton Uri und die Gemeinde Wassen rechnen mit zusätzlichen Steuereinnahmen, Kanton und Korporation Uri mit Wasserzinsen von einer halben Million Franken pro Jahr. „Wir nutzen unsere heimische Wasserkraft, stärken die regionale Wertschöpfung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung“, wird der Urner Regierungsrat und Baudirektor Hermann Epp in der Mitteilung zitiert.

    Die Kraftwerk Meiental AG gehört dem kantonalen Energieversorger energieUri AG, dem Kanton und der Korporation Uri sowie der Gemeinde Wassen.

  • Neues Werkareal bündelt Energie und Netzkompetenz

    Neues Werkareal bündelt Energie und Netzkompetenz

    Die CKW AG will Geschäftsbereiche aus dem Luzerner Quartier Reussbühl auf die Reussinsel nach Emmen verlegen und dort auch den neuen Hauptsitz des Unternehmens realisieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Axpo-Tochter beabsichtigt mit diesem Schritt, ihre Aktivitäten zu bündeln.

    Im Zentrum des Projektes unter dem Namen EnergiePark Emmen steht der Bau eines neuen Werkgebäudes für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik. Der dort entstehende Netzstützpunkt von CKW soll für den Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern verantwortlich zeichnen. Für die Mitarbeitenden sollen mit dem Neubau moderne Arbeitsplätze entstehen. Nach mehrjährigem Planungsverfahren erhielt das Projekt Compact von Penzel Valier AG aus Zürich mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten aus Bern den Zuschlag zum Bau der neuen Firmenzentrale.

    Die Reussinsel ist der historische Ursprungsort von CKW, hier lieferte 1894 das erste Kraftwerk Strom für die Region. „Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes nach Emmen knüpfen wir an diese Wurzeln an und bekennen uns langfristig zum Standort Emmen“, wird Martin Schwab, CEO von CKW, in der Mitteilung zitiert. Durch die Verlegung der Geschäftsbereiche und des Hauptsitzes nach Emmen werden künftig 1000 statt der bisherigen 600 Mitarbeitenden auf der Reussinsel tätig sein.

    In den kommenden Jahren wird nun ein Bebauungsplan auf Basis des Richtprojektes durch die Gemeinde Emmen erstellt. „Gemeinsam mit den Gemeinden Emmen und Ebikon wollen wir die Reussinsel im Interesse aller Beteiligten weiterentwickeln“, heisst es weiter von Schwab. Nach heutigem Stand könnten ab 2030 Bauprojekte bewilligt und realisiert werden, so die Mitteilung.

  • Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Mit dem Projekt «EnergiePark Emmen» will CKW ihren bestehenden Standort auf der Reussinsel weiterentwickeln. Herzstück ist ein neues Werkgebäude für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik, inklusive Netzstützpunkt für Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern. Die bisher in Reussbühl angesiedelten Mitarbeitenden erhalten damit in Emmen moderne Arbeitsplätze, Abläufe werden räumlich und organisatorisch gebündelt.

    Bekenntnis zu Emmen und mehr Arbeitsplätze
    Die Reussinsel ist historischer Ursprungsort von CKW, hier nahm 1894 das erste Kraftwerk den Betrieb auf. Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes knüpft CKW an diese Wurzeln an und bekennt sich langfristig zum Standort Emmen. Die Zahl der Mitarbeitenden auf der Reussinsel soll von heute rund 600 auf etwa 1’000 steigen, was zusätzliche Steuereinnahmen generiert und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde stärkt.

    Sorgfältige Planung und Verdichtung nach innen
    Das Richtprojekt entstand in einem mehrjährigen Planungsprozess mit der Gemeinde Emmen und einem Studienauftrag mit fünf Planungsteams. Ausgewählt wurde das Projekt «Compakt» von Penzel Valier AG mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten, das insbesondere mit seiner städtebaulichen Qualität und der sensiblen Einbettung in die Landschaft überzeugt. Das Vorhaben setzt konsequent auf Verdichtung nach innen. Der wertvolle Naturraum auf der Reussinsel bleibt unangetastet, zusätzliche Gebäude sind erst als langfristige Reserve vorgesehen.

    Verkehr, Erschliessung und nächste Schritte
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Erschliessung und Verkehrssteuerung. Gemeinsam mit Emmen und Ebikon sind Mobilitätsmassnahmen vorgesehen, darunter eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen, Anpassungen an der Strasseninfrastruktur sowie ein Mobilitätsmanagement mit Fahrtendeckeln und ausgewogener Verkehrsverteilung. Auf Basis des Richtprojekts erarbeitet die Gemeinde Emmen nun den Bebauungsplan unter aktiver Einbindung der Bevölkerung. Gemäss heutigem Fahrplan könnten ab 2030 konkrete Bauprojekte bewilligt und realisiert werden.

  • Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Forschende der HSLU arbeiten an einer kostengünstigen Alternative zu Energiemanagementsystemen. Sogenannte Datenräume sollen den sicheren Datenaustausch zwischen Gebäuden und Energieversorgung übernehmen, erläutert die HSLU in einer Mitteilung. Das Team unter der Leitung von Christoph Imboden am Institut für Innovation und Technologiemanagement der HSLU arbeitet dabei mit dem Neuenburger Technologie-Innovationszentrum CSEM und der Privatwirtschaft zusammen und wird vom Bundesamt für Energie über das Programm EnergieSchweiz unterstützt.

    Den Einschätzungen der Forschenden zufolge liegt das Potenzial der Einsparungen durch Datenräume bei bis zu 5,32 Terawattstunden Strom jährlich. «Die Nutzbarkeit von vielen verschiedenen Messpunkten führt zu mehr Energieeffizienz, Flexibilität und überhaupt zu einer viel besseren Ausnutzung der Energieinfrastruktur», wird Imboden in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig benötigen die Datenräume im Gegensatz zu Energiemanagementsystemen keine zusätzliche Hardware. Auch müssen die Daten nicht zentral gespeichert werden. «Das führt zu grossen Kosteneinsparungen, einer Marktdynamisierung und auch zu einer Reduktion der Datenmenge, die transferiert und gespeichert werden muss», meint Imboden.

    Ein von den Forschenden aufgebauter erster Datenraum im Energiesektor erfüllt bereits auch die Anforderungen des Datenschutzes. Für eine Umsetzung im grossen Massstab muss die Technologie aber noch weiterentwickelt und an spezifische Schweizer Bedürfnisse angepasst werden.

  • Innovationen für das Schweizer Energiesystem

    Innovationen für das Schweizer Energiesystem

    Das Konsortium RECIPE hat den Zuschlag in der 2023 ausgeschriebenen Runde des Förderprogramms SWiss Energy Research for the Energy Transition (SWEET) bekommen, informiert das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung. Die Ausschreibung trug den Titel Kritische Infrastrukturen, Klimawandel und Resilienz des Schweizer Energiesystems und wurde vom BFE in Zusammenarbeit mit dem National Centre for Climate Services (NCCS) lanciert. RECIPE setzt sich aus den Eidgenössische Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL), der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Hochschule Luzern (HSLU) sowie den Wirtschaftspartnern Swisscom, Infras und Zoï zusammen. Die Federführung hat die ETH.

    Im Rahmen von SWEET wird RECIPE die Gefahren analysieren, die der Schweizer Energieinfrastruktur durch den Umbau des Energiesystems und dem Klimawandel drohen. Gleichzeitig sollen damit verbundene Risiken für Wirtschaft, Gesellschaft, Ressourcen und Ökosystem untersucht werden. Darauf basierend will RECIPE Massnahmen zur Erhöhung der Resilienz entwickeln und konkrete Empfehlungen für die Beteiligten ausarbeiten.

    SWEET wurde zur Förderung von Innovationen eingerichtet, die wesentlich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 und der Erreichung der Schweizer Klimaziele beitragen können. Das bis 2032 laufende Programm wird vom BFE geleitet und führt rollend Ausschreibungen zu zentralen Themen von Energiestrategie und langfristiger Klimastrategie durch. Gefördert werden ausschliesslich Projekte von Konsortien. Im Fall von RECIPE übernimmt das Förderprogramm 8 Millionen Franken des Gesamtbudgets von 10,5 Millionen Franken.