Schlagwort: Energieinnovation

  • Start-up treibt Elektrifizierung industrieller Prozesse voran

    Start-up treibt Elektrifizierung industrieller Prozesse voran

    SolidWatts gibt den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde bekannt. Dabei hat das Ende 2022 gegründete Waadtländer Start-up 1,8 Millionen Franken erhalten. Laut einer Mitteilung haben die bestehenden Investoren Evercurios VC (Athen), Kickfund (Basel) und Axel Carbon Capital (Mailand) ihr Engagement fortgesetzt. Neu gewonnen werden konnten Uni.Fund und Investing for Purpose, beide aus Athen, Loggerhead Ventures aus Thessaloniki und der britische Investor Almanac Ventures.

    Bei der Entwicklung seiner Festkörper-Hochfrequenzplattform hat sich SolidWatts-CTO und -Gründer Dr. Markus Aicheler, damals noch Postdoktorand am CERN, von der Pionierarbeit des Genfer Kernforschungszentrums in der Hochleistungsfestkörper (HF)-Technologie inspirieren lassen. Während das CERN diese Technologie für wissenschaftliche Anwendungen nutzt, erkannte der Wissenschaftler ihr Potenzial, fossile Brennstoffe in der Industrie zu ersetzen. HF ermöglicht dielektrische Hochleistungserwärmung „mit einer Effizienz und einem Umfang, die sie erstmals zu einem direkten Einsatz für herkömmliche, auf fossilen Brennstoffen basierende Verfahren machen“, so das von der Klimastiftung Schweiz unterstützte Start-up in der Mitteilung.

    „Diese Investition ist eine enorme Bestätigung unserer Mission, den Energieverbrauch der Industrie grundlegend zu verändern“, wird Aicheler zitiert. „Sie ermöglicht es uns, die HF-Technologie auf die Leistungs- und Effizienzniveaus zu bringen, die die Industrie tatsächlich benötigt.“ Die Anschubfinanzierung dient dem Ausbau der SolidWatts-Plattform auf höhere Leistungsstufen und der Durchführung von Pilotprojekten mit Industriepartnern und Kunden, die aktiv ihren Energieverbrauch und ihre Energiekosten durch die Elektrifizierung von Heizprozessen senken möchten.

    „SolidWatts gestaltet die Zukunft der industriellen Resilienz“, so George Georgiadis, Partner bei Evercurious VC und Vertreter der Investorengruppe. „Dessen Technologie steigert die Effizienz und bietet einen klaren Weg weg von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.“ Die Gruppe fördere „einen in Europa gegründeten und für die Welt gerüsteten Innovator“.

  • DACH-Raum schafft Plattform für Energieinnovation in Europa

    DACH-Raum schafft Plattform für Energieinnovation in Europa

    Universitäten, Start-up-Ökosysteme und Energieunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben eine europäische Plattform für Energieinnovation eingerichtet. Aus jedem Land ist beim Energy Launchpad eine Spitzenhochschule und ein Energieunternehmen vertreten, informiert das zur Plattform gehörende Gründerzentrum UnternehmerTUM aus Garching bei München in einer Mitteilung.

    Die Schweiz wird von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und Energie 360° aus Zürich repräsentiert. Aus Österreich sind die Technische Universität Wien und die VERBUND AG, aus Deutschland auch die Technische Universität München und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

    Die als offenes Netzwerk angelegte Plattform hat das Ziel, europäische Technologien und Jungunternehmen zu fördern. Im nächsten Jahr sollen dabei Künstliche Intelligenz und Quantum Computing im Mittelpunkt stehen. „Mit dem Energy Launchpad schaffen wir Raum für Umsetzungsstärke in Europa“, wird Helmut Schönenberger, Gründer und CEO von UnternehmerTUM, in der Mitteilung zitiert. „Forschung, Industrie und Startups bringen hier Technologien schneller in die Anwendung – offen, grenzüberschreitend und mit klarem Fokus auf Wirkung.“ Das schaffe „Resilienz im Energiesystem und technologische Souveränität für Europa“, meint Schönenberger.

    Der Startschuss für das Projekt ist am 24. Oktober bei einer Auftaktveranstaltung in Wien gefallen. Von hier aus soll das Energy Launchpad nun auf die Reise durch den DACH-Raum gehen. Nächste Station dabei ist am 11. November die Teilnahme an der Energy Week @ ETH in Zürich.