Schlagwort: Energiekrise

  • Ein solides Jahr 2022 für die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg

    Ein solides Jahr 2022 für die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg

    Bei den 41 begleiteten Projekten handelt es sich um 25 Erweiterungen und 16 Neuansiedlungen von Unternehmen. Von den 16 Ansiedlungen sind 3 aus der Schweiz und 13 aus dem Ausland. Wie z.B. das japanische Unternehmen Epson, das sich im Marly Innovation Center niedergelassen hat oder die brasilianische Firma Carob House in Freiburg. Bei den Erweiterungen sind beispielsweise die Projekte von Immomig in Düdingen oder Wago Contact in Domdidier zu erwähnen.

    Auch wenn die WIF im 2022 beträchtliche Ressourcen dafür eingesetzt hat, ist das Rolex-Projekt nicht in den Zahlen des Jahresberichts berücksichtigt. Mit dem Abschluss des Raumplanungs- und Bauverfahrens sowie der Einrichtung von provisorischen Produktions- und Ausbildungsstätten wird das Projekt 2023 Form annehmen. Dieses Projekt von ausserordentlicher Tragweite und Qualität wird eine Stärkung des Freiburger Industriestandorts und eine Beschleunigung der kantonalen Kompetenzen in den Bereichen der Automatisierung, der Robotisierung sowie ganz allgemein der Industrie 4.0 zur Folge haben.

    Staatsrat Olivier Curty, Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektor, sagte an der Medienkonferenz: «Die Freiburger Unternehmen haben in den letzten Jahren und Monaten ihre Resilienz eindrücklich unter Beweis gestellt. Weder die weltweite Pandemie noch der Krieg in Europa kann sie davon abhalten, zu investieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Der Kanton Freiburg setzt seine wirtschaftliche Entwicklung erfolgreich und tatkräftig fort.»

    WIF-Direktor Jerry Krattiger fasst zusammen: «Die WIF hat trotz schwierigem weltwirtschaftlichem Kontext ein gutes Jahr hinter sich. Nachdem der Staatsrat vor bald drei Jahren die Biowirtschaft und die Industrie 4.0 als Hauptachsen der kantonalen Wirtschaftsförderungsstrategie definiert hat, hat der Kanton Freiburg seine Positionierung in diesen Bereichen erfolgreich fortgesetzt.»

    Neue Regionalpolitik mit 15 neuen Projekten
    Im Rahmen des Umsetzungsprogramms 2020-2023 der Neuen Regionalpolitik (NRP) wurden letztes Jahr 15 Projekte genehmigt, mit einem Unterstützungsbeitrag von 1,35 Millionen Franken. Diese Projekte verteilen sich auf folgende Bereiche: Gemeinschaftsprojekte (9), Programm für die Bergregionen (3), Tourismus (2) und neue Themen (1).

    Ausserdem haben die Arbeiten für das NRP-Umsetzungsprogramm 2024-2027 begonnen. Industrie und Tourismus sind nach wie vor die beiden Schwerpunktthemen. Neu kommen als fachübergreifende Themen die lokale Wirtschaft, die nachhaltige Entwicklung und die Digitalisierung hinzu. Neben ihrer üblichen Tätigkeit zur Unterstützung der Gründung, Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen sowie ihren Aktivitäten im Bereich der NRP hat die WIF im vergangenen Jahr das letzte COVID-Unterstützungspaket für Unternehmen abgeschlossen.

  • Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Infrarottechnologie erobert zunehmend den Heizungsmarkt. Ob in privaten Wohnräumen, in der Hotellerie, im Gewerbe oder in Industriebetrieben: Heizen mit Infrarot verbessert das Raum- und Arbeitsklima gleichermaßen. Gleichzeitig ist diese Technologie wartungsfrei und kosteneffizient. Ob Haupt- oder Zusatzheizung, Decken- oder Wandmontage, Aufbau- oder Einbaupaneel: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Manche Produkte können aufgrund ihres geringen Gewichts sogar sicher an der Decke montiert werden – dort, wo die Heizplatte technischen Studien, Tests und praktischen Ergebnissen nach die höchste Heizwirkung entwickelt. Auch Kombilösungen aus Wärme und Licht oder als Bildheizung, Handtuchtrockner oder Wohnraumaufsteller sind Optionen, die Infrarotpaneele anbieten.

    Raus aus Gas und Öl, rein in die Infrarotheiztechnik: Heizplatten arbeiten höchst effizient. Sie haben die gleichmäßigste und höchste Infrarotstrahlung (76 Prozent) am Markt und erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Doch welche Eigenschaften und Merkmale machen ein Paneel zu einer hochwertigen Infrarotstrahlungsheizung? Und welche Kriterien gelten für ein Infrarotpaneel, das auch hält, was es verspricht?

    Trend: elektrisch betriebene Systeme
    Die kommenden drei bis fünf Jahre werden Heizungsjahre sein. Die Heizung steht zunehmend im Mittelpunkt, egal um welchen Wärmeerzeuger es sich handelt. Zumal beim Großhändler die Umsätze in der Heizungs- und Installationstechnik am schnellsten wachsen. „Daher werden wir diese Sortimentsbereiche noch mehr in den Fokus nehmen“, erklärt Christian Herbst, Produktmanager bei Reisser. Der Trend hin zu elektrisch betriebenen Systemen ist weiterhin ungebrochen: „In unseren Ausstellungen wird daher in Zukunft immer mehr energieeffiziente Heiztechnik zu sehen sein. Sowohl digital als auch offline werden wir unsere Kunden umfassend über intelligente und nachhaltige Heiztechnik informieren.“

    Dass in der Branche nach wie vor die klassischen Wärmeerzeuger wie Ölkessel und Gasthermen den Ton angeben, stellen die Fachleute immer wieder fest. Doch auch, dass sich der Markt inzwischen mit zukunftsweisenden Technologien wie beispielsweise Wärmepumpen beschäftigt. „Gerade in der jetzigen Situation und aufgrund der absehbaren Entwicklungen ist man mit dem Thema Elektro gut aufgestellt. Alles wird nachhaltiger und unsere Kunden sind offen dafür“, prognostiziert Herbst. Schon heute gibt es Anwendungsmöglichkeiten, um ein Haus elektrisch zu beheizen. Ob im Neubau für die gesamte Beheizung oder bei der Zusatzbeheizung von Räumen zeigt sich, dass durch Infratotheizplatten so manche Technologie unterstützt oder sogar abgelöst wird. „Mitunter ersetzt Infrarot schon heute die klassischen Wärmeträger und Wärmeerzeuger. Erst recht in Kombination mit Photovoltaik ergeben sich hier herausragende Möglichkeiten.“

    Anwender sollten auf Produkte verzichten, bei denen eine indirekte Wärmeübertragung an die strahlende Produktoberseite passiert. Denn bei dieser Variante wird eine Platte benötigt, die vor das Heizmedium installiert wird und in der Regel aus beschichtetem Stahlblech oder Glas besteht. Auf dem Wege der Wärmeübertragung vom Heizmedium auf die anliegende Produktvorderseite geht Energie verloren – und damit Strom und Geld. Aufbau, Qualität und Leistung sind Aspekte, die Nutzer berücksichtigen sollten. Nur dann greifen auch die Vorteile, die diese Technologie ermöglicht.

    Wärmeübertragung ohne Energieverluste
    Außerdem eignen sich Infrarotpaneele mit Kohlenstoff als Basis der Bauweise besser. Denn durch das Direktheizprinzip ist eine hocheffiziente Wirkweise möglich: Die Wärme entwickelt sich schnell und gleichmäßig von der Mitte der Paneele aus. Anders als bei Heizmedien aus Carbon (Folie, Heizdraht oder Faser) sind die natürlichen Kohlenstoff-Silizium-Produkte formstabil, vollflächig und leicht im Gewicht. Sie benötigen keine Einbettung in einen schweren Speicherkern und lassen sich direkt an der Produktvorderseite verbauen. Das ermöglicht eine Wärmeübertragung ohne Energieverluste. Die Leichtbauweise der Paneele eignet sich insbesondere in der Altbausanierung, weil die Platte bei dieser Technologie und durch die vielfach größere Masse nicht so rasch abkühlt. Sie strahlt länger nach, auch wenn das Thermostat die Heizanlage bereits abgeschaltet hat.

    Auch Spiegelheizungen erachten die Experten für Zwecke der Raumwärmeerzeugung für kritisch: Eine verspiegelte Oberfläche reflektiert den Infrarotstrahl und lässt ihn nicht durch. „Technisch gesehen und wenn man die physikalischen Tatsachen betrachtet, ist eine Spiegelheizung keine hocheffiziente Infrarot-Strahlungsheizung. Sie kann den Raum durch ihre Bauweise nicht erwärmen und dient lediglich zum Komfort – um zu verhindern, dass der Spiegel beschlägt“, erklärt Herbst. Das beste Strahlungsverhalten bei einem hohen Emissionsgrad bringen die Materialien Quarz und Keramik mit. Die Kombination aus vollflächigem, direkt an der Produktvorderseite sitzendem Heizmedium und rauer Quarzbeschichtung (wodurch sich die Oberfläche vergrößert) ermöglicht den höchsten Strahlungswirkungsgrad.

    „Die Zukunft des Heizens hat begonnen“, ergänzt Herbst. Doch ist die Zeit schon reif für Infrarot? „Wir arbeiten mit Weitblick, beschäftigen uns mit den Themen von morgen und haben heute schon die passenden Produkte parat.“ Auf dem Weg in eine hoch technologisierte Zukunft, da ist sich der Großhändler sicher, braucht es Profi-Lösungen. Herbst: „Wir arbeiten exklusiv mit entsprechenden Herstellern zusammen, die uns ihre patentierten Produkte zur Verfügung stellen. So können wir den Handwerkern schon jetzt die Technologie liefern, die zukunftsfähig ist.“

    Inzwischen gibt es sogar Produkte, die wohlige Strahlungswärme mit vollwertigem Raumlicht kombinieren. „Solche effizienten Wärme-Licht-Kombilösungen sind praktisch und stilvoll zugleich. Die Heizpaneele fungieren als direkte Beleuchtung, was einen ganz eigenen Wow-Effekt besitzt“, ergänzt Herbst. Der Kunde kann zum einen Größe und Ausführung wählen, sich zum anderen zwischen Aufbau- und flächenbündiger Einbauvariante sowie Wand- oder Deckenmontage entscheiden. „So wird die Heizung zum Eyecatcher und setzt gekonnt Akzente.“ Integrierte LEDs auf der Vorderseite beleuchten den Raum und erweitern die Funktionalität des Heizpaneels um ein Lichterlebnis. Für den gewerblichen Gebrauch öffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – beispielsweise in Foyers und Eingangsbereichen in Kombination mit dem Firmenlogo oder mit Werbebotschaften.

  • Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Auf dem Sorgenbarometer der Unternehmen rangiert die Energiekrise mit 45 % der Nennungen ex aequo mit der Inflation auf Platz drei. Noch mehr Sorgen bereiten den Entscheidungstragenden die aktuellen Lieferkettenprobleme. Den Spitzenplatz belegt mit 65 % der Nennungen der Fachkräftemangel. Dieser beschäftigt Schweizer Unternehmen unabhängig von Branche oder Grösse. 45 % der Befragten geben an, dass ihnen die Energiekrise überhaupt oder fast keine Sorgen bereiten würde. 47 % gehen nicht davon aus, dass ihre Umsätze unter der Energiekrise leiden. 22 % beziffern die erwarteten Umsatzeinbussen auf 1 % bis 4 %.

    Bereit für den Notfall

    82 % der Studienunternehmen sind überzeugt, ihr wirksamstes Energiesparpotenzial zu kennen. Schon heute reduzieren 54 % der Befragten ihren Stromverbrauch. 30 % haben einen Krisenstab etabliert, der Massnahmen konzipiert hat oder an solchen arbeitet. Nur gut jedes zehnte Unter-nehmen (12 %) erläutert, keine Massnahmen geplant oder umgesetzt zu haben. Jene Unternehmen, die bereits Energiesparmassnahmen entwickelt haben, sehen diese zu 57 % als sofort und zu 24 % als innerhalb weniger Wochen wirksam. Zwei Drittel der Befragten könnten ihren Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn aufgrund eines Energiemangels die Strom- und Gaszufuhr reduziert werden würde.

    Arbeitsplätze und Existenz gesichert

    88 % der Studienunternehmen denken nicht an einen Stellenabbau, um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken. Für knapp zwei Drittel (63 %) ist auch Homeoffice keine gangbare Lösung. Bei der Frage der Existenzbedrohung sind sich die Studienunternehmen einig: 91 % der Befragten sehen die Existenz ihres Unternehmens in den kommenden sechs Monaten durch die Energiekrise nicht gefährdet.

    Über diese Studie

    Die Kurzstudie zur Energiekrise wurde von PwC im November 2022 auf der Grundlage eines Online-Fragebogens durchgeführt. 137 Schweizer Unternehmen haben an der Umfrage teilgenommen. Sie stammen zu 42 % aus der verarbeitenden Industrie. Zudem sind Baugewerbe, Detailhandel, Informatik, Kommunikation, Unterhaltung, Gastgewerbe, Energie und Finanzwelt vertreten. 47 % der Studienunternehmen beschäftigen mehr als 250 Mitarbeitende, 17 % weniger als 50 Mitarbeitende.

    Weitere Infos
    www.pwc.ch/de/publications/2022/energiekrise-bei-familienunternehmen-und-kmu.pdf