Schlagwort: Energien

  • Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Das Kernstück der Technologie von 247Solar ist ein von David Gordon Wilson, emeritierter Professor am MIT, entwickelter Hochtemperatur-Wärmetauscher. Durch die Integration dieses Wärmetauschers in eine herkömmliche, einem Düsentriebwerk ähnliche Turbine, wird eine effiziente und emissionsfreie Energieerzeugung möglich. Die Turbine nutzt heisse Luft, die durch Solarenergie auf etwa 1.000 Grad Celsius erwärmt wird, um sowohl Strom als auch Wärme zu produzieren.

    Solarkraftwerk mit integrierter Energiespeicherung
    Eine innovative Komponente dieses Systems ist die Kraft-Wärme-Kopplung, ergänzt durch thermische Energiespeicher. Diese speichern die Hitze in festen Materialien, die dann die Turbine antreiben können, wenn keine Sonneneinstrahlung verfügbar ist. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Energieversorgung, unabhängig von Tageszeit und Wetterbedingungen. Die Erzeugungskapazität des vorgestellten Modells liegt bei 400 Kilowatt Strom und 600 Kilowatt Wärme.

    Das modulare Design des Systems bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere für abgelegene oder autarke Gemeinschaften. Diese Technologie eignet sich hervorragend für die Kombination mit anderen erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft, um eine ganzheitliche und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten.

    Bruce Anderson, der Geschäftsführer von 247Solar, hebt hervor, dass das Hauptziel der Entwicklung dieses Systems die Überwindung der Intermittenzproblematik herkömmlicher erneuerbarer Energien war. Die Fähigkeit, ununterbrochen Energie zu liefern, stellt einen entscheidenden Fortschritt in der Nutzung erneuerbarer Energiequellen dar und könnte eine Schlüsselrolle in der globalen Energiezukunft spielen.

  • Enshift automatisiert Weg von Grossgebäuden zu Netto Null

    Enshift automatisiert Weg von Grossgebäuden zu Netto Null

    Das junge Baarer Cleantech-Unternehmen enshift bietet Besitzenden von gewerblichen Grossimmobilien eine digitale Komplettlösung für den Weg zu Netto Null an. Laut einer Medienmitteilung soll sie den kompletten Transformationsprozess hin zu lokalen und erneuerbaren Energien automatisieren und vereinfachen.

    Deren Instrumentarium umfasst den Angaben zufolge alles, was für die Konzeption, Vergabe, Finanzierung, Realisation und Leistungsoptimierung vonnöten ist. Es erstreckt sich über den Lebenszyklus aller momentan verfügbaren erneuerbaren Energietechnologien.

    „Wir haben zwar unsere 2050 Netto-Null-Ziele gesteckt, aber der Weg dorthin ist für den Bau- und Immobiliensektor völlig unklar“, wird Gründer und CEO Pierre Bi zitiert. „Wir glauben, dass unsere Lösung die Transformation beschleunigen und energetische Sanierungen in Europa um Faktor 3 steigern kann.“ Als Zeichen des „ausgeprägten Willens“, einen positiven Beitrag zur Veränderung zu leisten, bietet enshift kommerziellen Gebäudebesitzenden in der Schweiz kostenlose Objekt- und Potenzialanalysen an.

    Bi hatte bereits Aeris Cleantech ins Leben gerufen. Das auf Luftreinigung fokussierte Unternehmen wurde im November 2021 von iRobot, einem nordamerikanischen Spezialisten für Reinigungsroboter, aufgekauft.

    In der ersten Etappe einer Seed-Finanzierungsrunde hat Bis neue Firma enshift 3,5 Millionen Franken eingenommen. Daran beteiligten sich internationale Investoren wie die israelische Sarona Ventures, OneCreation mit Sitz in Vevey VD und über die Berliner Global Founders Capital der Gründers des Start-up-Beschleunigers Rocket Internet, Oliver Samwer. Inzwischen arbeiten den Angaben zufolge 20 Ingenieure und Entwicklerinnen bei enshift, während die ersten grünen Energieprojekte bereits in die Umsetzungsphase gehen.

  • Eigenverbrauchsgemeinschaft im doppelten Sinne

    Eigenverbrauchsgemeinschaft im doppelten Sinne

    In drei verschiedenen Pilotgebieten –einem Gewerbegebiet, einem Mischgebiet und einem Wohngebiet – sollen die ansässigen Unternehmen und die Bewohnerinnen und Bewohner sowohl bei der Produktion und Speicherung von Solarenergie (Pooling für den Eigenverbrauch) als auch bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen (Sharing, «Mobility as a Service») zusammenarbeiten. Damit werden zwei Probleme angegangen, die sich in der Schweiz und in Winterthur im Rahmen der Energiestrategie 2050 abzeichnen: einerseits der schleppende Ausbau der Solarenergie und andererseits die hohe Dichte des fossil betriebenen motorisierten Individualverkehrs.

    Das Projekt basiert auf der Zusammenarbeit verschiedener Partner aus Winterthur aus den Bereichen Hochschule/Bildung, Industrie, Hoch- und Tiefbau sowie Stadtverwaltung. Die Areale werden insbesondere mit dem Thema der Zusammenführung von Eigennutzung und Shared Mobility konfrontiert. Während bei Neubauten die Installation einer PV-Anlage inkl. ZEV schon bald selbstverständlich sein wird, ist auch hier das E-Fahrzeug-Sharing noch wenig verbreitet. ZEV^2 setzt hingegen bei bestehenden Gebäuden an und will durch die Kombination von Technologien (Messinfrastruktur, Energiemanagementsystem, Ladeinfrastruktur – und die digitale Vernetzung dieser drei Systeme) und Bedürfnissen (Nutzung, Abrechnung, Transparenz) die optimale Lösung für gemischte Gebiete gestalten.

    Das Projekt wird von der Stadt Winterthur unter der Projektleitung der Fachstelle Klima durchgeführt. Das Projekt wird zudem vom Bundesamt für Energie mit dem Programm Front Runner finanziell unterstützt.

    Weitere Informationen sind auf Anfrage bei der Programmleitung Smart City erhältlich.

  • Meilenstein für die Weiterentwicklung der CH Energiepolitik

    Meilenstein für die Weiterentwicklung der CH Energiepolitik

    Besonders wichtige Beschlüsse der Kommissionssitzung vom 20.-23.2.2023Eine Regelung für Solaranlagen im nationalen Interesse: Dadurch wird es auch nach Ablauf des dringlichen Bundesbeschlusses («Solar-Express») möglich sein, alpine Solarkraftwerke zu bauen.

    Die Verpflichtung der Betreiber von grösseren Speicherwasserkraftwerken, sich an der Energiereserve zu beteiligen: Photovoltaik (PV) in Kombination mit Wasserkraft ermöglicht eine sichere Stromversorgung im Winter, sofern die Speicher nicht aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig geleert werden.

    Die Möglichkeit von Darlehen für den Fall, dass die Mittel des Netzzuschlagfonds für die vorgesehene Förderung der erneuerbaren Energieproduktion nicht ausreichen: Damit kann ein «Stop-and-Go» vermieden werden.

    Daten aus intelligenten Messsystemen sollen in Echtzeit den Endverbrauchern zugänglich gemacht werden: Dies fördert die optimale Abstimmung der Stromproduktion (z.B. aus PV-Anlagen) und des Verbrauchs auf lokaler Ebene, wodurch Investitionen in Stromnetze reduziert werden können.

    Speicheranlagen ohne Endverbrauch sollen unbefristet vom Netzentgelt befreit werden. Und auch Speicheranlagen mit Endverbrauch sollen von einer Rückerstattung des Netzentgeltes für die aus diesen Speichern ins Netz zurückgespeiste Energie profitieren können: Dies fördert den netzdienlichen Einsatz von stationären Speichern sowie des bidirektionalen Ladens von Elektrofahrzeugen.

    Die Rahmenbedingungen für lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) wurden gegenüber dem Ständeratsbeschluss deutlich verbessert: Auch dies ist ein wesentlicher Beitrag zur intelligenten Nutzung der Netze.

    Im ländlichen Raum führen hohe Kosten für Netzverstärkungen oft dazu, dass PV-Projekte sistiert werden. Mit einer Kostenüberwälzung soll hier für Entlastung gesorgt werden.

    Einstimmig angenommen wurde die parl. Initiative von Swissolar-Präsident Jürg Grossen zur Harmonisierung der Besteuerung des Verkaufs von Solarstrom. Dies ist ein wesentlicher Beitrag für die Bereinigung des «Flickenteppichs» bei den Rahmenbedingungen für Solaranlagen.

    Detailinformationen auf www.parlament.ch

  • Die nachhaltige Güterversorgung von morgen

    Die nachhaltige Güterversorgung von morgen

    Spätestens seit Corona boomt der Online-Handel. Landesweit entstehen immer mehr riesige Warenumschlagshallen. Bislang werden die bestellten Güter und Waren via Strassen und Schienen zu ihren Endabnehmern transportiert. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) schätzen, dass das Güterverkehrsaufkommen in der Schweiz bis 2050 um rund 31 Prozent zunehmen wird. Die genannten gängigen Wege des Güterverkehrs können aber nicht unlimitiert ausgebaut werden.

    Neue Verkehrslösungen wurden gesucht – und mit Cargo Sous Terrain (CST) gefunden: Bis 2045 entsteht zwischen Boden- und Genfersee mit Ausläufern nach Basel, Luzern und Thun, ein 500 Kilometer umfassendes Netz durch dreispurige Tunnels mit jeweils 6 Metern Durchmesser in 20 bis 100 Metern Tiefe. Diese werden mit oberirdisch angelegten Be- und Entladestationen, Hubs genannt, erschlossen. In den Hubs werden die autonom fahrenden, unbemannten Fahrzeuge über senkrechte Lifte voll automatisiert be- und entladen.

    Die futuristisch aussehenden Wagen verkehren mit konstant 30 Stundenkilometern auf Induktionsschienen rund um die Uhr. Sie fassen Güter in Palettgrösse. Auch der Transport von Frisch- und Kühlwaren ist möglich. Das System sortiert und bündelt die Waren bereits im Tunnel, sodass die spätere Belieferung von Verkaufsstellen und Endabnehmern koordiniert stattfindet.

    An den Hubs werden die ausgelieferten Güter laufend von bemannten Fahrzeugen, die ausschliesslich mit erneuerbarer Energie betrieben werden, aufgenommen und ausgeliefert. «Möglich ist, dass wir eine eigene Flotte aus energiebetriebenen Fahrzeugen stellen oder auch mit entsprechenden Logistikpartnern zusammenarbeiten», sagt Patrik Aellig, Kommunikationsbeauftragter CST. Die Entsorgung von Abfall und Recyclingstoffen ist ebenfalls fester Bestandteil des Konzepts. Aellig führt aus: «Güterbewegungen finden in erster Linie von den Logistikzentren zu den Städten statt. Das System läuft aber natürlich in beide Richtungen und ist prädestiniert, um Abfall- und Recyclingstoffe oder auch Bauabfälle aufzunehmen und aus den Städten hinaus zu transportieren.» Ein Fahrzeug kann bis zu zwei Paletten oder Boxen und Behälter dieser Dimension aufnehmen.

    CST reduziert Lärmemission um 50 Prozent und ermöglicht den Transport von Kleimengen
    Die Vorteile eines solchen unterirdischen Netzes liegen auf der Hand: Die Nationalstrassen werden um bis zu 40 Prozent vom Schwerverkehr entlastet, die Städte um ca. 30 Prozent. Gleichzeitig sinken die Lärmemissionen – in den Städten um rund 50 Prozent. Auch der CO2-Ausstoss kann deutlich reduziert werden: Die Ökobilanz ist um bis zu 80 Prozent besser gegenüber den heutigen Transportsystemen, da CST zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird.

    Die erste Etappe soll 2031 betriebsbereit sein und umfasst die 70 Kilometer lange Strecke von Härkingen-Niederbipp zum Flughafen Zürich mit 10 Hubs. Die Hubs werden in existierenden Logistikzentren angesiedelt und stellen die Anbindung an sämtliche Verkehrssysteme sicher (Schiene, Strasse, Wasser, Luftfracht). Das Gesamtverkehrsnetz soll 2045 fertiggestellt sein. Zum ausgeklügelten System gehört eine innovative Software, die eine intelligente Steuerung ermöglicht. Die IT hinter CST sowie der automatische Verlad und Transport der Güter bilden den Kern dieses Systems. Die Software ist Stand heute noch nicht entwickelt. Aber: «Das IT-Team steht – der erste Schritt umfasst die Entwicklung der sehr umfangreichen IT-Plattform», erklärt Aellig. CST richtet sich mit seiner massgeschneiderten Technologie an die Smart Citys der Zukunft und übernimmt auch die Feinverteilung der Waren. Zudem ermöglicht CST der Wirtschaft erstmals, Kleinmengen in Einzelpaletten oder Behältern zu transportieren. Damit fällt die Zwischenlagerung kleinteiliger Güter weg.

    Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 30 Milliarden Schweizer Franken. CST ist in privater Hand und hat seinen Sitz in Olten. Zu den 83 Aktionären, Investoren und Projektpartnern gehören bekannte Schweizer Namen wie die Versicherungsfirma Vaudoise, SAP, Siemens, die Schweizerische Post, Coop, Migros, die Mobiliar oder die Zürcher Kantonalbank, Credit Suisse sowie Swisscom. Dazu zählen zahlreiche Logistik-, Energie- und Baufirmen, Ingenieurbüros und Velokurierdienste oder auch das High-Tech-Start-up Hyperloop One aus Kalifornien (USA). Die entstehende Infrastruktur steht allen Marktteilnehmern zur Verfügung. CST wird im engen Austausch mit Behörden, Bund und Kantonen entwickelt. Der Bund beteiligt sich nicht an den Kosten.

    Die geplante, weitgehend unterirdische Gütertransportanlage über Kantonsgrenzen hinweg ist dank dem im Dezember 2021 von National- und Ständerat beschlossenen Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport (UGüTG) möglich. CST wird in mehreren parallel laufenden Teilprojekten vorangetrieben. Die Kantone werden die genauen Standorte und Streckenführungen der Hubs und Tunnels mit fortschreitender Planung in ihre Richtpläne aufnehmen. Die Richtplanverfahren beginnen im Lauf des Jahres 2023 in den Kantonen Aargau, Solothurn und Zürich. Das Vorprojekt soll im Laufe des kommenden Jahres stehen. «Danach werden die Ausschreibungen für die Bauvergabe des unterirdischen Netzes vorbereitet», sagt Aellig. Der Baustart ist 2026 geplant.

    Die 3D-Simulaton zeigt die Logistikanbindung eines Hubs.

  • Hausbesitzer wollen von Öl und Gas unabhängig werden

    Hausbesitzer wollen von Öl und Gas unabhängig werden

    Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung sucht nach Lösungen, die sie unabhängiger von fossilen Brennstoffen macht. Das zeigt die zwölfte Ausgabe des von Raiffeisen erstellten repräsentativen „Kundenbarometers erneuerbare Energien“.

    Demnach wollen 49 Prozent der befragten Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer in eine Solaranlage und 45 Prozent in eine Wärmepumpe investieren. Bei jenen, die noch kein Immobilieneigentum besitzen, dies aber in den kommenden fünf Jahren planen, ist die Zustimmung noch grösser: Über 80 Prozent würden eine Solaranlage und 70 Prozent eine Wärmepumpe installieren.

    Die Befragten gaben bei ihren Präferenzen zunächst Solaranlagen an (80 Prozent), gefolgt von Wärmepumpen (70 Prozent), Elektroautos (30 Prozent) und Batteriespeicher (20 Prozent). Fast 70 Prozent der Befragten benötigen für die Anschaffung eine Finanzierungslösung. Die Hälfte davon kann mit Eigenkapital von 50’000 Franken aufwarten.

    Insgesamt 81 Prozent der Befragten fordern eine stärkere finanzielle Förderung, 75 Prozent höhere steuerliche Anreize. 84 Prozent wünschen sich den schnelleren Ausbau von Wind- und Wasserkraftwerken. Für ein Verbot von Öl- und Gasheizungen sind 37 Prozent, dagegen 38 Prozent.

    Diese jährlich durchgeführte Umfrage wird durch Raiffeisen Schweiz, das vom Bundesrat lancierte Programm EnergieSchweiz und neu durch die AMAG-Gruppe unterstützt. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem Lehrstuhl Management neuer Energien der Universität St.Gallen.

  • Europas erste Solaranlage in Satellitenschüssel

    Europas erste Solaranlage in Satellitenschüssel

    Als erstes Unternehmen in Europa nutzt Leuk TDC Satellitenschüsseln zur Energieproduktion. Anstatt ausgediente Satellitenschüsseln zu entsorgen, wird die vorhandene Infrastruktur umfunktioniert. Dieses Solarprojekt wurde von CKW realisiert. Die Solarpanels werden auf der Innenseite der Satellitenschüsseln montiert, wo die Sonneneinstrahlung am stärksten wirkt.

    Mit Satellitenschüsseln zur Selbstversorgung
    Ehemalige Satellitenschüsseln eignen sich optimal als Solaranlage. Sie können flexibel nach der Sonne ausgerichtet werden und erzeugen dadurch mehr Strom als herkömmliche Solaranlagen. Schnee bleibt auf den Solarpanels zudem kaum haften und dank ihrer Lage auf rund 1’000 Metern über Meer liegen das Rechenzentrum und die Satellitenschüsseln meist über der Nebelgrenze. Somit kann Leuk TDC auch im Winter sehr viel Energie durch Sonneneinstrahlung gewinnen.

    Eine Schüssel generiert jährlich rund 110’000 kWh, was dem Energiebedarf von 25 Haushalten entspricht. Die Solarpanels auf dem Dach des Rechenzentrums produzieren zusätzliche 550’000 kWh pro Jahr. Bei Leuk TDC sind weitere Solarprojekte angedacht: Solarpanels auf zwei weiteren Satellitenschüsseln und auf Freiflächen, um in Leuk künftig noch mehr Sonnenenergie zu gewinnen. Die Baubewilligung für die zweite Satellitenschüssel liegt bereits vor, die im Frühling gebaut werden soll.

    Dank des eigens produzierten Solarstroms und zusätzlicher Wasserkraft wird das Rechenzentrum von Leuk TDC in Zukunft zu 99 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Auch CKW nimmt eine Vorreiterrolle in der klimafreundlichen Energieproduktion ein: Bis 2030 will die Zentralschweizer Energiedienstleisterin massiv in erneuerbare Energien investieren und mit Kraftwerksprojekten in den Bereichen Photovoltaik, Windkraft, Biomassekraftwerke, Wasserkraft und mit weiteren Technologien zusätzlichen Strom für 165’000 Haushalte und Wärme für 55’000 Haushalte produzieren.

    Zukunftsmodell Solar Contracting
    In der Zusammenarbeit mit CKW profitiert Leuk TDC vom Solar Contracting. Bei diesem Modell wird die Solaranlage von CKW installiert und Leuk TDC bezieht den Solarstrom zu einem Fixpreis und einer festgelegten Vertragsdauer. Auch Wartungs- und Servicearbeiten erledigt CKW. Nach Ablauf der Vertragsdauer gehört die Solaranlage Leuk TDC. Durch den eigens produzierten Strom ist Leuk TDC unabhängiger und weniger betroffen von steigenden Strompreisen. So kann Leuk TDC auch in Zeiten von Stromunsicherheit die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden nach geringer Latenzzeit und High-Computing-Services im Rechenzentrum erfüllen. Die Partnerschaft von Leuk TDC und CKW beweist, dass Rechenzentren trotz ihres Energiebedarfs auch nachhaltig betrieben werden können. John Harris, CEO von Leuk TDC, bekräftigt: «Dies ist möglich, wenn man auf Solarprojekte setzt und deren Ausbau fördert. Indem Unternehmen bei ihrer Energiebeschaffung mehr auf eigene Solarlösungen setzen, tragen sie einen wichtigen Teil zum Erreichen der Schweizer Energieziele bei.»

    Im Solarbereich liegt in der Schweiz ein enormes Potenzial brach. Insbesondere Freiflächenanlagen im alpinen Bereich sind in der Schweiz eine Seltenheit. «Wir wollen verstärkt auch im alpinen Bereich Grossanlagen realisieren, denn diese sind effizienter und können im Winter sogar mehr Strom produzieren als im Sommer», sagt CKWCEO Martin Schwab. Die neue Anlage in der Satellitenschüssel von Leuk TDC ist bestes Beispiel für eine innovative, effiziente Solaranlage mit hoher Winterstromproduktion.

  • Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Die meisten Heizungen in Schweizer Gebäuden wurden laut Medienmitteilung im Jahr 2021 mit Öl oder Gas betrieben. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) mit Sitz in Neuenburg hervor. Danach gab es 2021 in der Schweiz 1,77 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,69 Millionen Wohnungen. 58 Prozent der Gebäude wurden mit fossilen Energieträgern beheizt – genannt werden Heizöl und Gas. Jede vierte Person heizte mit Gas. 17 Prozent der Wohnungen waren mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Deren Anteil an den Schweizer Heizungen hat sich seit 2000 vervierfacht hat.

    Nahezu 40 Prozent der Bevölkerung nutzten 2021 Heizöl. 25 Prozent heizten mit Gas und 16 Prozent mit einer Wärmepumpe. Der Anteil der Personen, die auf Heizöl zurückgreifen, war in den Kantonen Tessin mit 54 Prozent und Glarus (50 Prozent) am höchsten. Am häufigsten mit Gas geheizt wurde in den Kantonen Genf und Waadt zu 38 Prozent und 37 Prozent.

    Beim Gasanteil bestehen grosse Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In städtischen Gemeinden wurden 30 Prozent der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4 Prozent.

    Über 1 Million aller Gebäude sind Einfamilienhäuser, wovon mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser nur von einer oder zwei Personen belegt waren, heisst es in der BFS-Mitteilung weiter. Eine bewohnte Wohnung in der Schweiz war durchschnittlich 102,4 Quadratmeter gross. Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen machten dabei 55 Prozent aller Wohnungen in der Schweiz aus.

  • Frauenpower für die Energiewende

    Frauenpower für die Energiewende

    Im Energiesektor ist der Frauenanteil seit jeher gering, in Führungspositionen erst recht. Die Bedingungen sind für Frauen schwieriger als für Männer. Das beginnt schon bei der Ausbildung, denn Frauen trauen sich immer noch zu selten, mathematisch-naturwissenschaftliche oder technische Berufe zu ergreifen. Dabei bringen sie nicht weniger mathematisches oder technisches Verständnis mit, sind aber gleichzeitig stark am Gemeinwohl und an Innovationen interessiert.  

    Klimabewegung in weiblicher Hand 
    Eine gute Nachricht vorweg: Der Frauenanteil im Bereich der erneuerbaren Energien wächst stärker als im konventionellen Energiesektor. Ein möglicher Grund könnte das steigende Bewusstsein für den Klimawandel sein, denn schlussendlich ist weltweit die Klimabewegung weitgehend weiblich. Zudem geben Frauen als Grund für ihre Berufswahl häufig an, mit ihrer Tätigkeit etwas Sinnvolles tun zu wollen. Frauenpower ist also erwünscht: Denn es ist längst erwiesen, dass Unternehmen von einer vielfältigeren Belegschaft und einem gemischten Führungsteam nachhaltig profitieren.

    Doch wie sieht es eigentlich beim Energielösungsunternehmen Helion aus, dass in einer typischerweise Männer dominierten Branche tätig ist. Oder ist dem überhaupt so? Und wo genau sind die Frauen im Unternehmen zu finden? Wir haben nachgefragt: Derzeit machen Frauen nur 12 Prozent der Belegschaft aus und sind vor allem in den Bereichen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Personalwesen anzutreffen. Aber nicht nur! Weitere Infos auf www.helion.ch News.