Schlagwort: Energiepreis

  • Watt d’Or zeichnet innovative Firmen aus

    Watt d’Or zeichnet innovative Firmen aus

    Der Schweizer Energiepreis Watt d’Or 2022 ist am 6. Januar verliehen worden. Das Bundesamt für Energie (BFE) überreicht dieses Gütesiegel für Energieexzellenz seit 2007 jährlich anlässlich seiner Neujahrsveranstaltung. Die Preise sind nicht dotiert. Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken.

    In der Kategorie Gebäude und Raum erhält den Preis die schaerraum ag. Sie hat in nur acht Monaten Bauzeit in Horw LU ein klimaneutrales mehrstöckiges Wohn- und Bürogebäude aus regionalem Holz errichtet. Laut einer Medienmitteilung des BFE produziert es 50 Prozent mehr Strom als es benötigt. Zudem liegen die Mietpreise um rund 20 Prozent unter dem ortsüblichen Durchschnitt. Möglich wird dies durch das modulare Planungsprinzip RaumRaster.

    In der Kategorie Erneuerbare Energien wird mit der Verora AG eine Gruppe von Landwirten aus dem Zuger Berggebiet ausgezeichnet. Sie produziert seit 2012 mit einer selbst weiterentwickelten Pyrolyseanlage Pflanzenkohle aus Baum- und Strauchschnitt. Als Futterzusatz vermindert sie die Gasbildung bei der Verdauung von Kühen und den Ammoniakgeruch im Stall. Zudem erhöht sie den Nährstoffgehalt von Dünger und Kompost und bindet CO2 über Jahrhunderte.

    In der Kategorie Mobilität wurde in diesem Jahr kein Gewinner gekürt. Die SBB erhält den Watt d’Or 2022 in der Kategorie Energietechnologien. Sie hat eine intelligente Lastmanagement-Software entwickelt, das den Bau neuer teurer Stromproduktionsanlagen ersetzt. Bei Lastspitzen, wenn etwa viele Züge gleichzeitig beschleunigen, schaltet sie Zugwagen- und Weichenheizungen für kurze Zeit ab. Bis 2023 könne die SBB auf diese Weise 70 Megawatt flexibel steuern, so das BFE: „Sie übernimmt damit eine Vorbildrolle für das allgemeine Stromnetz der Schweiz.“

  • Gewinner des Energiepreises Watt d’Or stehen fest

    Gewinner des Energiepreises Watt d’Or stehen fest

    Das Bundesamt für Energie hat seinen Energiepreis Watt d’Or am 7. Januar zum 14. Mal vergeben. Die Auszeichnung soll aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt machen. Preisgelder gibt es aber keine.

    Der Preis wurde in vier Kategorien verliehen. In der Kategorie Energietechnologien ging Adaptricity als Sieger hervor. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt eine Software, welche die Planung und Überwachung von Verteilnetzen erleichtert. Damit hilft sie, die Netze fit für die Energiezukunft zu machen.

    In der Kategorie erneuerbare Energien konnten ABB und Romande Energie mit einem Kraftwerk in den Alpen gewinnen. Auf dem Stausee Lac des Toules im Wallis betreibt Romande Energie ein Wasserkraftwerk, das auch Solarstrom liefert. Die Anlage gilt für diese Höhe als einzigartig. Die beim Bau auftretenden technischen Herausforderungen konnte ABB erfolgreich lösen.

    In der Kategorie energieeffiziente Mobilität ging ein gemeinsames Projekt der Unternehmen Hydrospider, Hyundai Hydrogen Mobility,H2 Energy und des Fördervereins H2 Mobilität Schweiz als Gewinner hervor. Die Partner wollen den weltweit ersten kommerziellen Kreislauf für erneuerbaren Wasserstoff in der Schweiz aufbauen. Dies soll den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen erleichtern.

    In der Kategorie Gebäude und Raum gab es dieses Jahr zwei Gewinner. Zum einen haben die Umwelt Arena Schweiz aus Spreitenbach AG und die René Schmid Architekten AG gewonnen. Sie überzeugten mit einer Überbauung in Männedorf ZH. Dabei setzen Walter Schmid, Energiepionier und Präsident der Stiftung Umwelt Arena Schweiz, und sein Sohn, der Architekt René Schmid von René Schmid Architekten AG, auf die Energieselbstversorgung im Verbund. Konkret wird mit Photovoltaikanlagen und Windenergieanlagen erneuerbarer Storm produziert. Dieser wird zur Hälfte gleich von den Mietern verbraucht. Der Rest wird zu einer Power-to-Gas Anlage transportiert, zu erneuerbarem Gas umgewandelt und im Erdgasnetz für die Strom- und Wärmeproduktion im Winter gespeichert.

    Zum anderen haben in dieser Kategorie die St.Galler Mettiss AG und Beat Kegel gewonnen. Sie haben ein altes Gebäude in ein Passivhaus umgewandelt. Dabei setzten sie auf ein neues Konzept, wodurch das Projekt günstig umgesetzt werden konnte. Die neue Mieterin des Gebäudes ist die Universität St.Gallen.