Schlagwort: Energiequelle

  • Pilzbatterien die Energiequelle

    Pilzbatterien die Energiequelle

    Die Komponenten der Pilzbatterie werden mittels 3D-Druck gefertigt. Hierbei werden die Pilzzellen direkt in die Drucktinte eingearbeitet. Diese besondere Tinte, auf Cellulose-Basis entwickelt, unterstützt das Wachstum der Pilze und ist gleichzeitig elektrisch leitfähig. Der Herstellungsprozess stellt hohe Anforderungen. Die Tinte muss biologisch abbaubar, leicht extrudierbar und nährstoffreich sein, ohne die empfindlichen Pilzzellen zu schädigen.

    Einsatzmöglichkeiten und Potenziale
    Die Pilzbatterie erzeugt zwar nur geringe Strommengen, doch sie reicht aus, um Sensoren in der Landwirtschaft oder Umweltforschung über mehrere Tage zu betreiben. Durch einfache Zugabe von Wasser und Nährstoffen kann die Batterie am Einsatzort aktiviert werden. Nach der Nutzung zersetzen sich die Materialien durch die Pilze selbstständig.

    Herausforderungen und Zukunftspläne
    Die Arbeit mit lebenden Materialien erfordert interdisziplinäres Wissen aus Mikrobiologie, Materialwissenschaft und Elektrotechnik. Die Forschenden planen, die Leistung und Lebensdauer der Pilzbatterie zu verbessern und weitere Pilzarten als Stromlieferanten zu erforschen. Das Ziel ist die Entwicklung einer noch effizienteren, nachhaltigen Energiequelle.

    Grüne Biotechnologie mit Holz und Pilzen
    Holz, ein nachwachsender Rohstoff, wird von Empa ebenfalls für innovative Anwendungen genutzt. Neben der Pilzbatterie entstehen hier Umweltsensoren und grüne Elektronik aus Cellulose-Fasern. Diese Projekte fördern eine nachhaltige Nutzung von Holz und Pilzen in der Materialwissenschaft und tragen zur Energiewende bei.

  • Wegweisende Solarinitiative in Glarus

    Wegweisende Solarinitiative in Glarus

    Die energierechtliche Bewilligung durch den Glarner Regierungsrat ermöglicht der Swisspearl AG, ihre Solar-Grossanlage auf den Dächern ihrer Produktionshallen deutlich auszubauen. Mit einer beeindruckenden Gesamtleistung von 3100 Kilowatt (kW) wird diese Anlage nicht nur die grösste ihrer Art im Kanton sein, sondern auch bis zu 50 Prozent des Strombedarfs des Unternehmens decken können. Die Entscheidung, auf eine jährliche Abgabe von rund 30’000 Franken zu verzichten, begründet sich durch den innovativen und vorbildlichen Charakter des Projekts, das als wegweisend für ähnliche Grossanlagen in der Industrie gilt.

    Die Förderung der Fotovoltaikanlage durch den Verzicht auf die Gebühr reflektiert das Bestreben des Kantons und der Firma, führend in der Nutzung und Expansion erneuerbarer Energiequellen zu sein. Dieses Projekt stellt nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Energieziele dar, sondern dient auch als inspirierendes Beispiel für andere Unternehmen, den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen zu beschleunigen.

    Mit der Realisierung der Fotovoltaikanlage bekräftigt der Kanton Glarus sein Engagement für eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Zukunft. Die Swisspearl AG demonstriert, wie Unternehmen aktiv zur Reduzierung des CO2-Fussabdrucks beitragen und gleichzeitig ihre Energieeffizienz steigern können. Diese Initiative markiert einen entscheidenden Schritt vorwärts in der regionalen Energiepolitik und setzt neue Massstäbe für die Integration von erneuerbaren Energien in die industrielle Produktion.

    Die Genehmigung der Fotovoltaikanlage in Niederurnen durch den Glarner Regierungsrat verkörpert einen signifikanten Meilenstein im Streben nach einer nachhaltigeren und energieeffizienteren Wirtschaft. Die Swisspearl AG steht exemplarisch für das Potenzial der Industrie, eine Vorreiterrolle im ökologischen Wandel zu übernehmen, und unterstreicht die Bedeutung von innovativen Energielösungen für die regionale und nationale Wirtschaft.

  • Wasserstoffprojekt ein Standort mit Potenzial

    Wasserstoffprojekt ein Standort mit Potenzial

    Die Lage in Domat/Ems, direkt neben einer Hauptverkehrsachse der Schweizer Alpen und in unmittelbarer Nähe zu Stromproduzenten und einem Elektrizitätswerkbetreiber entsteht ein wegweisendes Wasserstoffprojekt. Gerade für LKWs, die an strategischen Knotenpunkten Wasserstoff tanken müssen, ist die Lage im Bündner Rheintal von grossem Wert.

    Das technische Leistungsspektrum der neu geplanten Einrichtung beeindruckt: In voller Kapazität kann die 2 MW-Anlage pro Jahr über 300’000 kg Wasserstoff generieren. Das entspricht dem Energiegehalt von 1’000’000 Litern Diesel. Eine derartige Produktionsrate beeinflusst nicht nur die Diversität der Energiequellen, sondern kann auch einen erheblichen positiven Einfluss auf die Umwelt haben, indem sie den jährlichen CO2-Ausstoß um mehr als 3’600 Tonnen verringert.

    Energiespeicher als grösste Herausforderung
    Seit geraumer Zeit sind erneuerbare Energien im Gespräch. Jedoch bringt ihre Speicherung einige Herausforderungen mit sich, insbesondere weil die Natur vorgibt, wann und in welchem Umfang Energie produziert wird. An dieser Stelle tritt Wasserstoff als optimales Speicherelement auf den Plan. Besonders in Zeiten hoher Energieproduktion im Sommer kann es vorteilhaft sein, überschüssigen Strom in Wasserstoff zu konvertieren. Für einen rentablen Betrieb ist jedoch eine konstante Produktion unerlässlich. Aktuelle gesetzliche Vorgaben legen nahe, solche Anlagen in der Nähe von Energieerzeugungsstätten zu bauen.

    Die ersten Überlegungen in diese Richtung wurden 2017 angestoßen. Bald darauf machte sich das Expertenteam der Fanzun AG auf die Suche nach einem passenden Standort. Urs Simeon, Partner und Projektleiter, äußerte: «Uns war bewusst, dass das Thema Wasserstoff eine Menge Aufklärung benötigt. Deswegen haben wir früh damit begonnen, uns intensiv damit auseinanderzusetzen und konnten so rasch ein umfassendes Fachwissen aufbauen.» Laut Simeon war die größte Hürde in der Planungsphase die wirtschaftliche Kalkulation – denn das Projekt ist nur dann sinnvoll, wenn es auch wirtschaftlich tragfähig ist.

    Am Anfang stand ein norwegischer Investor
    Bei der Suche nach den Wurzeln dieses Projekts stößt man auf den Namen Per Sandven, einen visionären Investor aus Norwegen, der für seine wegweisenden und nachhaltigen Ansätze bekannt ist. Sandven, als Mitbegründer und ehemaliger Hauptanteilseigner, spielte eine zentrale Rolle bei der Gründung und Entwicklung von Calanda Solar. Er hatte auch einen bedeutenden Einfluss auf die Umsetzung des angrenzenden Photovoltaik-Projekts Calinis. Dieses Vorhaben, angesiedelt im ehemaligen Steinbruch von Felsberg und betrieben von Rhiienergie, war 2020 die größte Photovoltaik-Einrichtung im Kanton Graubünden. Mit einem bemerkenswerten Jahresertrag von 1’500’000 kWh versorgt sie etwa 400 Haushalte mit Strom.

    Weitere Projekte sind in Planung
    In der Vergangenheit haben Sandven und Fanzun bereits Hand in Hand gearbeitet, wie beispielsweise bei dem 105%-PlusEnergie-Hotel Muottas Muragl in Samedan, welches zudem mit einem Solarpreis ausgezeichnet wurde. Ihre Kooperation verdeutlicht das geteilte Streben und die gemeinsame Vision, den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren und klimaneutralen Energiezukunft voranzutreiben. Derzeit plant die Fanzun AG zusätzliche Initiativen im Segment der Hochgebirgs-Solaranlagen, auch als «Solarexpress» bezeichnet.

  • Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau

    Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau

    Die Schweiz steht an der Spitze der innovativsten Länder der Welt: «Wir bauen hier ein Hightech Ökosystem, basierend auf den Forschungsschwerpunkten des Paul Scherrer Instituts (PSI) auf», sagt Benno Rechsteiner, CEO der Innovaare AG gegenüber Immo!nvest. «Mit seinen Grossforschungsanlagen der Spitzenklasse ist das PSI das grösste Forschungsinstitut in der Schweiz. Um den Austausch mit der Industrie zu fördern, ziehen mehrere Abteilungen in den Innovationscampus ein, der durch eine Unterführung mit dem PSI-Gelände verbunden ist. Damit hat man den direkten Zugang zum gegenüber liegenden Teilchenbeschleuniger.» Bereits jetzt beherbergt der Park Innovaare 17 Hightech-Unternehmen in bestehenden Gebäuden. Diese Firmen entspringen der Forschung am Paul Scherrer Institut, der ETH, der EPFL und des CERN. «Ideal ist für uns ein Mix aus Forschungsabteilungen, industrieller Grossfirmen, entwicklungsorientierter KMUs und Hightech Start-ups.»

    Grösstmögliche Flexibilität
    Um langfristig dem Anspruch eines modernen Innovationscampus gerecht zu werden, muss die Immobilie so flexibel wie möglich gebaut werden, damit spätere Anpassungen möglich sind: «Die Auslegung der Technikräume, die Abmessungen der Steigzonen und die freigehaltenen Mietflächen werden uns helfen, auf verschiedene Nutzerbedürfnisse der sich ansiedelnden Firmen einzugehen». so Rechsteiner, der den Park Innovaare als Leuchtturmprojekt im Kanton Aargau versteht.

    Erneuerbare Energiequellen
    Der Wärmebedarf des Park Innovaare wird zu rund 95 Prozent durch die Abwärme aus der Kälteerzeugung und zu rund fünf Prozent aus dem Fernwärmenetz des PSI gedeckt. Zur effizienten Erzeugung der Kälteenergie werden hoch effiziente HFO-Maschinen, die ihre Energie aus der Aare beziehen, eingesetzt. So gesehen wird der Energiebedarf des 38’000 m2 grossen Innovationscampus für Heizung und Kühlung grösstenteils aus erneuerbaren Quellen gedeckt.