Schlagwort: Energiespeicher

  • Thermische Netze gewinnen für urbane Energieversorgung an Bedeutung

    Thermische Netze gewinnen für urbane Energieversorgung an Bedeutung

    Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) arbeiten an der Entwicklung saisonaler thermischer Energiespeicher. Thermische Netze werden zu Zeiten der Klimaerwärmung immer wichtiger, um dicht bebaute Städte kühlen zu können. Dabei wird Wasser aus Seen oder Flüssen zum Kühlen von Gebäuden durch Rohrsysteme geführt, die im Winter für Fernwärme genutzt werden. Um die Entwicklung solcher Systeme vorantreiben zu können, hat die Hochschule zu einem Erfahrungsaustausch geladen. Laut einer Mitteilung fand das 22. IGE-Seminar des Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) am 11. März 2026 statt. An den Vorträgen und Diskussionen nahmen weiterhin Vertreter von Thermische Netze SchweizWWZ Energie AG (Zug), der Wien Energie GmbH sowie der Stadt Zürich mit ihrem Projekt CoolCity Zürich teil.

    An der HSLU werden flexible Wärmespeicher entwickelt, die sich den ändernden Bedingungen anpassen. Forschende unter Leitung von Timotheus Zehnder zeigten auf, wie Brennholz dank Rauchgasabkühlung und -kondensierung in Holzfeuerungen effizienter genutzt werden kann. Drei Referierende stellten thermische Netze für die Wärme- und Kälteversorgung in Zug, Zürich und Wien vor.

    Einen interessanten Aspekt brachte Dieter Kissling vom ifa Institut für Arbeitsmedizin ein: Raumtemperaturen für Büros wurden in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts an die Bedürfnisse von Männern (21 bis 22 Grad Celsius) angepasst. Es zeigte sich jedoch, dass Frauen bei 26 bis 27 Grad Celsius produktiver sind. Bei einem höherem Frauenanteil in der Arbeitswelt gelte es zu überlegen, ob man die Raumtemperaturen nicht anpassen sollte.

    Die Vielfalt der Themen zeigte, dass der Klimawandel weitere Herausforderungen stellt. Das 23. IGE-Seminar wurde bereits für den 10. März 2027 einberufen.

  • Solarprojekt verbindet Eigenstrom und regionale Investitionen

    Solarprojekt verbindet Eigenstrom und regionale Investitionen

    Die Stiftung Schloss Turbenthal ermöglicht Privaten und Unternehmen laut einer Mitteilung die Beteiligung an ihrer neuen Solaranlage. Diese Anlage entsteht auf den Dächern des Gehörlosendorfes. Mit 150 Solarmodulen soll sie pro Jahr 66‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Hälfte des Stromes soll von der Stiftung selbst verbraucht werden.

    Eine Grossbatterie mit einer Leistung von 100 Kilowatt erlaubt die Speicherung des Stroms an Tagen mit viel Sonne und wenig Bedarf. Dieser Strom kann später sowohl von der Stiftung als auch von der Netzgesellschaft Swissgrid als Regelenergie abgerufen werden.

    Private und Unternehmen können sich über die Plattform solarify.ch an der Anlage beteiligen. Sie erhalten vierteljährlich Zahlungen auf ihre Investition. „Mit diesem Projekt leisten wir einen konkreten Beitrag zur Nachhaltigkeit und ermöglichen die Beteiligung der Bevölkerung aus der Region“, wird Marc Basler, Gesamtleiter der Stiftung Schloss Turbenthal, in der Mitteilung zitiert.

    Die Solarify GmbH mit Sitz in Bern übernimmt auch das Projektmanagement, den Betrieb, die Versicherung und den Unterhalt der Anlage sowie die Stromvermarktung.

  • Strombranche warnt vor sinkender Sicherheit der Stromversorgung

    Strombranche warnt vor sinkender Sicherheit der Stromversorgung

    Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) hat laut einer Mitteilung erstmals den Stromversorgungs-Index Schweiz vorgelegt. Der Index bewertet die Stromversorgung der Schweiz für das Jahr 2035 mit 82 Punkten, für 2050 sogar nur mit 69 Punkten.

    Der Index bewertet die Stromversorgung in fünf Kategorien. Die Stromnachfrage pro Kopf werde vor allem wegen der Elektromobilität und der Rechenzentren weiter steigen; für 2050 gibt der Index 86 Punkte. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei zu langsam, gerade für die Versorgung im Winter. Solaranlagen auf dem Dach reichten dafür nicht aus, die Projekte in der Produktion von Wind- und Wasserkraft würden verzögert oder abgebrochen. Für 2050 gibt der Index dafür 83 Punkte. Die Flexibilität des Stromsystems wird für 2050 sogar nur mit 52 Punkten bewertet. Das Bundesziel für den Ausbau saisonaler Speicher werde deutlich verfehlt. Der Zubau der Stromproduktion erhält 63 Punkte. Dabei werde der Wegfall der heimischen Kernkraft ab 2040 den Bedarf erhöhen. Der Ausbau der Netze wird nur mit 57 Punkten bewertet.

    Der VSE weist in der Mitteilung darauf hin, dass die Importe nicht beliebig erhöht werden könnten und in Mangellagen keine Sicherheit böten. „Die Schweiz steht vor einer entscheidenden Weggabelung: Ohne entschlossene energiepolitische Entscheidungen, konkrete Investitionen in neue Produktionskapazitäten und eine deutliche Beschleunigung der Bewilligungsverfahren riskieren wir unsere Versorgungssicherheit“, wird VSE-Präsident Martin Schwab in der Mitteilung zitiert.

  • Neues Speicher-Konzept für stabile Stromnetze vorgestellt

    Neues Speicher-Konzept für stabile Stromnetze vorgestellt

    Das Zuger Greentech-Unternehmen PLAN-B NET ZERO und seine Tochtergesellschaft PLAN-B NET ZERO BESS GmbH haben am diesjährigen D-A-CH-Wasserstoffsymposium an der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wiener Neustadt ihr neues Konzept für einen Energiespeicher vorgestellt. Er verbindet laut einer Unternehmensmitteilung Batteriespeicher (Battery Energy Storage System, BESS), grünen Wasserstoff und Künstliche Intelligenz (KI) zu einem integrierten, flexiblen Energiesystem, das Stromnetze stabilisiert und die Versorgungssicherheit erhöht.

    Klasse Netzplanung reiche in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr aus, weil volatile Einspeisung von Energie aus Wind und Photovoltaik, der langsame Netzausbau und zunehmende Wetterextreme die Netzstabilität belasten, argumentierte Tjark Connor Hennings-Huep, Experte für Batteriesysteme von PLAN-B NET ZERO an dem Symposium: „Wir brauchen intelligente dezentrale Systeme, die selbstständig auf Schwankungen reagieren können.“

    Wie das Unternehmen betont, sieht es kombinierte Batterie-Wasserstofflösungen nicht als Konkurrenz zu anderen Systemen, sondern als ergänzenden Baustein in einem resilienteren Energiesystem regionaler Energiezentren. „Beide Technologien bilden zusammen die Brücke zu einem robusten, vollständig erneuerbaren Energiesystem und bieten in der Kombination zusätzliche Parameter in Sachen Steuerung und Flexibilität“, so Hennings-Huep.

    Ergänzt werden Batteriespeicher und Wasserstoff durch KI-gestützte Prognose- und Steuerungsalgorithmen, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch dynamisch ausbalancieren. „Unser Ziel“, so der Fachmann, „ist ein Energiesystem, das sich selbst stabilisiert – digital, dezentral und dekarbonisiert.“

  • Milliardeninvestition treibt Ausbau von Energiespeichern voran

    Milliardeninvestition treibt Ausbau von Energiespeichern voran

    Energy Vault kündigt die Gründung der Tochtergesellschaft Asset Vault an. Dies soll über eine Vorzugskapitalinvestition in Höhe von 300 Millionen Dollar eines namentlich nicht genannten Multi-Milliarden-Dollar-Infrastrukturfonds finanziert werden. Laut einer Medienmitteilung erwartet sich der in Lugano und Kalifornien beheimatete Entwickler von Energiespeicheranlagen davon die Freisetzung von mehr als 1 Milliarde Dollar an Investitionen. Damit soll die Bereitstellung von Energiespeicherprojekten mit einer neu installierten Leistung von 1,5 Gigawatt in den USA, in Europa und Australien beschleunigt werden.

    Asset Vault wird sich den Angaben zufolge der Entwicklung, dem Bau, dem Besitz und dem Betrieb von Energiespeicheranlagen in den weltweit attraktivsten Energiemärkten widmen, entweder eigenständig oder in Verbindung mit Erzeugungsanlagen. Entscheidend sei, dass Energy Vault die Stimm- und operative Kontrolle über Asset Vault behalte. Energy Vault erwartet den Abschluss der Transaktion innerhalb der nächsten 30 bis 60 Tage. Danach soll Asset Vault als vollständig konsolidierte Tochtergesellschaft gegründet werden. In dieser sollen alle Energiespeicheranlagen gebündelt werden, die durch langfristige Abnahmeverträge abgesichert sind und die die Monetarisierung der Projekte gewährleisten. Asset Vault soll in den kommenden drei bis vier Jahren ein wiederkehrendes EBITDA von über 100 Millionen Dollar erzielen, dass das bestehende Energiespeichergeschäft von Energy Vault ergänzt.

    Dies erschliesse „das volle Potenzial unserer Own-and-Operate-Strategie für Speicher-IPP mit sofortiger Investitionsflexibilität“, wird Robert Piconi, Vorstandsvorsitzender und CEO von Energy Vault, zitiert. „Durch die Kombination von langfristigen vertraglich vereinbarten Einnahmen mit strategischem Kapital und einer integrierten, selbst durchgeführten Projektabwicklung sind wir gut positioniert, um eine widerstandsfähige, missionskritische Energieinfrastruktur zu skalieren, die den aktuellen Anforderungen aufgrund des Ausbaus erneuerbarer Energien und des massiven Anstieg des Energiebedarfs durch die KI-Infrastruktur von Rechenzentren gerecht wird.“ 

  • Virtuelles Kraftwerk aus Solaranlagen und E-Autos

    Virtuelles Kraftwerk aus Solaranlagen und E-Autos

    „Das erste virtuelle Kraftwerk der Schweiz für Privatkunden ist live“, überschreibt die Helion Energy AG einen Beitrag auf LinkedIn. Die 2022 von der AMAG Gruppe übernommene Energiefirma will tausende kleine Energiequellen in Privathand zu einem intelligenten virtuellen Kraftwerk zusammenschliessen. Die einzelnen Solaranlagen, Hausbatterien und Elektroautos werden dabei von der Plattform Helion ONE vernetzt.

    „Schon ein Drittel der heutigen PV-Anlagen könnte ein Pumpspeicherkraftwerk ersetzen“, schreibt Helion Energy. Geplant ist, das dezentrale Grosskraftwerk im Regelenergiemarkt zur Stabilisierung des Stromnetzes einzusetzen. Dafür wird das Netz aktuell in Zusammenarbeit mit der Swissgrid AG getestet.

    Privathaushalte, die sich am virtuellen Kraftwerk beteiligen, können von 200 bis 300 Franken Ertrag im Jahr profitieren. Für KMU liege der Betrag aktuell bei über 1000 Franken bei steigender Tendenz, heisst es im Beitrag. Noch in diesem Jahr will Helion weiteren Interessierten die Teilnahme am dezentralen Grosskraftwerk ermöglichen.

  • Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Link zum Whitepaper

    Bis 2050 will die Schweiz das Netto-Null-Ziel erreichen. Es gilt daher, fossile Energien durch erneuerbare zu ersetzen. Allerdings ist der Ertrag der Anlagen von der Witterung sowie der Tages- und Jahreszeit abhängig. Um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, braucht es Speicherlösungen. Diese verbessern zudem die CO2-Bilanz, weil weniger Öl und Gas für die Abdeckung von Spitzenlasten benötigt werden.

    Stromspeicher: Batterie bringt Flexibilität
    Batteriespeicher können überschüssigen Solarstrom lokal zwischenspeichern und später Verbraucher*innen im Haushalt, Elektroautos oder die Wärmepumpe versorgen. Dies steigert den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen deutlich. Nebst den Betreibern profitiert auch das Stromnetz von Speichern. So muss etwa eine Solaranlage bei Überproduktion nicht wegen einer drohenden Netzüberlastung abgekoppelt werden. Übersteigt im umgekehrten Fall die Nachfrage das Angebot, lassen sich mit lokal gespeicherter Energie Lastspitzen decken, was das Netz stabilisiert und die Kosten senkt. Als Standard-Stromspeicher dient heute die Lithium-Ionen-Batterie, während sich Alternativen wie Natrium-Ionen-Batterien oder Salzbatterien noch nicht etabliert haben. Gleiches gilt für das bidirektionale Laden, bei dem die Batterie eines Elektrofahrzeugs als lokaler Stromspeicher genutzt wird.

    Wärmespeicher: Erdsonden und Behälter
    Eine Alternative zum Speichern von Solarstromüberschüssen bietet die Umwandlung in thermische Energie. Wärme lässt sich über Wochen oder Monate speichern und bei Bedarf wieder für die Beheizung und die Warmwasserversorgung nutzen. So ergänzen Wärmespeicher erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen oder thermische Netze. Einige Speichertypen kann man zudem im Sommer als Wärmesenke nutzen, um Gebäude mit wenig Energieaufwand zu kühlen. Die in der Schweiz gängigsten Speichertypen sind Erdsonden-Wärmespeicher und Behälter-Wärmespeicher. Eine interessante Variante, die weniger Platz benötigt, sind Eisspeicher.

    Wasserstoff und Methan: Saisonale Speicherung
    Überschüssiger Solarstrom kann auch durch Umwandlung in ein CO2-neutrales Gas wie Wasserstoff oder Methan («Power-to-Gas») saisonal gespeichert werden. Bei Bedarf lässt sich das Gas entweder zur Produktion von Wärme und Strom oder als Treibstoff für Fahrzeuge verwenden. Wasserstoff entsteht durch die Elektrolyse von Wasser, der Wirkungsgrad dieser Umwandlung liegt bei bis zu 80%. Eine weitere Verarbeitung zu Methan hat den Vorteil, dass dieses ins Erdgasnetz eingespeist werden kann und keine separate Infrastruktur benötigt. Der Gesamtwirkungsgrad hängt von den angewendeten Methoden ab, liegt aber heute im besten Fall bei 50 bis 70% und ist noch nicht wirtschaftlich.

    Ausführlichere Informationen sowie Beispiele aus der Praxis finden Sie im neuen ewz-Whitepaper «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen».

  • globale Partnerschaft für nachhaltige Architektur

    globale Partnerschaft für nachhaltige Architektur

    Das auf nachhaltige Energiespeicherlösungen orientierte Unternehmen Energy Vault mit Sitz in Lugano spannt mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Skidmore, Owings & Merrill (SOM) aus Chicago im US-Bundesstaat Illinois zusammen. Laut einer Mitteilung soll bei dieser globalen Partnerschaft die von Energy Vault entwickelte Technologie der Speicherung von Energie durch Schwerkraft in die Gebäudeplanung eingefügt werden. Mit derartigen Schwerkraft-Energiespeichersystemen (GESS) in Gebäudearchitekturen wird zukünftig eine schnellere Amortisation von Kohlenstoff beim Bau und Betrieb von Gebäuden ermöglicht.

    Geplant ist, dass SOM als alleiniger Architekt und Bauingenieur für alle neuen Schwerkraft-Energiespeichersysteme fungiert. Unter dem Namen G-VAULT bietet Energy Vault schwerkraftbasierte Energiespeichersysteme für die Langzeitspeicherung an. Dabei achtet das Unternehmen auch auf die Verwendung umweltfreundlicher und recycelter Materialien für Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit sauberer Energie. Dabei soll G-VAULT zukünftig eine Einbindung in hohen Gebäuden, in städtischen Umgebungen sowie entfaltbaren Strukturen in natürlichen Umgebungen erhalten, heisst es in der Mitteilung. Energy Vault arbeitet bereits seit zwölf Monaten mit SOM zusammen und konnte so die Struktur, Architektur und Wirtschaftlichkeit seiner Technologie optimieren.

    „Wir freuen uns sehr über den Beginn dieser exklusiven globalen Partnerschaft mit Skidmore, Owings & Merrill, einer Firma mit einer beispiellosen Erfolgsbilanz bei der Entwicklung einiger der bemerkenswertesten Bauwerke der Welt“, wird Robert Piconi, Chairman und Chief Executive Officer von Energy Vault, in der Mitteilung zitiert. „Diese Partnerschaft mit Energy Vault ist nicht nur eine Verpflichtung, die Abkehr der Welt von fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, sondern auch, gemeinsam zu erforschen, wie die Architektur der erneuerbaren Energien unsere gemeinsamen Naturlandschaften und städtischen Umgebungen verbessern kann“, ergänzt der Architekt und einer der drei leitenden SOM-Partner, Adam Semel.

  • Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Diese Siedlung stellt nicht nur eine Antwort auf die Bedürfnisse von Singles, Paaren und Familien dar, sondern berücksichtigt auch die Anforderungen älterer Menschen durch besondere bauliche Merkmale. Bei der Umsetzung des Projekts stehen sowohl die Qualität des Baus als auch die Verwendung nachhaltiger Materialien im Vordergrund, wobei ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis nicht aus den Augen verloren wird.

    Die Gestaltung der Wohnanlage orientiert sich an modernen architektonischen Prinzipien. Sie besteht aus fünf kleeblattförmigen Hauptgebäuden und einem abschliessenden Gebäude. Diese Konfiguration bildet einen zentralen Innenhof, der sich ideal für Gemeinschaftsaktivitäten eignet. Sternförmig ausgehende Wege erschliessen weitere Grün- und Freizeitflächen. Insgesamt beherbergt das Projekt 81 Wohneinheiten, von denen ein Grossteil zur Miete und 35 Einheiten zum Kauf, inklusive vier luxuriösen Attikawohnungen und 2 Ateliers vorgesehen sind.

    Abseits der Wohnräume bietet die Anlage zahlreiche Annehmlichkeiten wie eine Tiefgarage mit 96 Parkplätzen, Fahrrad- und Technikräume sowie Ateliers. Doch was dieses Projekt besonders hervorhebt, ist sein Engagement für erneuerbare Energie. Das Herzstück bildet ein Eisspeicher-Heizsystem, welches komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet. Dieses innovative System nutzt einen unter Terrain Wassertank als Energiespeicher, aus dem durch eine Wärmepumpe Energie gewonnen wird. Ein Solar-Luftabsorber optimiert diesen Vorgang, was das Projekt zu einem Vorreiter in Sachen nachhaltiger Energiekonzepte macht.

  • Neue Ära der Umweltpolitik

    Neue Ära der Umweltpolitik

    Die UREK-N hat den Entwurf des CO2-Gesetzes für 2025-2030 mit einer Mehrheit von 18 zu 7 Stimmen angenommen. Dieser Entwurf beinhaltet die Halbierung der Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2030 im Vergleich zu 1990, wobei 75% der Reduktionen im Inland erzielt werden sollen. Die Kommission unterstützt viele Aspekte des Bundesrates, wie das Festhalten am maximalen CO2-Abgabebetrag von 120 Franken pro Tonne und lehnt eine Erhöhung ab.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung erneuerbarer Energien. Die Kommission hat vorgeschlagen, bis zu 45 Millionen Franken aus dem Ertrag der CO2-Abgabe für diesen Zweck zu verwenden, einschliesslich der Unterstützung von Anlagen zur saisonalen Energiespeicherung. Auch die Elektromobilität wird gefördert, indem die Basisinstallation von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge unterstützt wird, mit einem Budget von maximal 20 Millionen Franken pro Jahr.

    Im Bereich des Strassenverkehrs schlägt die Kommission eine reduzierte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für emissionsarme Lastwagen vor, die mit Elektro-, Wasserstoff- oder erneuerbaren Treibstoffen betrieben werden. Bei den Emissionsvorschriften für neue Fahrzeuge setzt die Kommission konkrete Zwischenziele für Personenwagen fest, um eine lineare jährliche Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen.

    Zur Förderung erneuerbarer Treibstoffe im Luftverkehr plant die Kommission, eine Beimischpflicht für erneuerbare Flugtreibstoffe einzuführen und eine Abgabe für Flüge von Privat- und Businessjets einzuführen.

    Die UREK-N hat auch wichtige Entscheidungen zum Beschleunigungserlass getroffen, der darauf abzielt, die Genehmigungsverfahren für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Die Kommission unterstützt den Bundesratsentwurf weitgehend, fordert aber einige Ergänzungen, um die Einbindung von Standortgemeinden in das Verfahren zu gewährleisten.

    Insgesamt setzt die UREK-N mit diesen Entscheidungen ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und die Förderung erneuerbarer Energien in der Schweiz.

    Die Kommission hat vom 6. bis 8. November 2023 unter dem Vorsitz von Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR) und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern getagt.

  • Einsatz von stationären Wasserstoff-Brennstoffzellen zur Unterstützung der Energiewende

    Einsatz von stationären Wasserstoff-Brennstoffzellen zur Unterstützung der Energiewende

    Wasserkraft, Photovoltaik und Windenergie bilden die tragenden Säulen einer erneuerbaren und ökologisch nachhaltigen Energieinfrastruktur in der Schweiz. Allerdings birgt die vermehrte Integration von Solarenergie und Windkraft in das Stromnetz gewisse Risiken, da diese Energiequellen volatilen Charakter aufweisen und somit eine potenzielle Gefahr für das Netzgleichgewicht darstellen.

    Die Verwendung von Wasserstoff bietet eine Möglichkeit, solche Energieschwankungen auszugleichen. Überschüssige, unvorhersehbare Solar- und Windenergie wird nicht direkt ins Netz eingespeist, sondern zur Wasserstoffproduktion mittels Elektrolyse verwendet. In Zeiten von Energiemangel, beispielsweise bedingt durch Windstille und stark bewölktes Wetter im Winter, kann der gespeicherte Wasserstoff als Energiequelle verwendet werden.

    Seit 2020 beschäftigt sich die Hälg Group mit dem Thema „stationäre Wasserstoff-Brennstoffzelle in Gebäuden“. In diesem Zusammenhang wurde ein Projektteam aus drei Partnerfirmen gebildet: Die Osterwalder AG in St. Gallen ist verantwortlich für die Produktion von grünem Wasserstoff durch Wasserkraft und dessen Transport, H2Energy fungiert als Technologie- und Produktionspartner im Bereich der Brennstoffzellen, während die Hälg Group als Anbieter von integralen Gebäudetechnik- und Energiesystemen für Planung, Realisierung und Betreuung des der gesamten Gebäudetechnik Gebäuden zuständig ist. Die Vision dieses Projektteams besteht darin, ideale Energienetzwerke zu schaffen, in dem umweltfreundlich erzeugten Wasserstoff als Energiespeicher die Lücken anderer erneuerbarer Energien schließt.

    Stationäre Wasserstoff-Brennstoffzelle: ein vielversprechender Ansatz für eine grüne Energiewirtschaft
    Die Grundlage des Wasserstoff-Brennstoffzellensystems existiert seit annähernd zwei Jahrhunderten. Die verstärkte Nutzung von Wasserstoff als Energiemedium und Substitut für fossile Energiequellen hat in jüngster Vergangenheit eine signifikante Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie bewirkt. Essentiell für die ökologische Verträglichkeit dieses Verfahrens ist die Herstellungsmethode des Wasserstoffs. Der sogenannte «graue» Wasserstoff entsteht durch die Zerlegung fossiler Brennstoffe. Hingegen wird «grüner» Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser unter Einsatz von umweltschonenden Energiequellen wie Wasserkraft, Solarenergie und Windkraft gewonnen.

    Indem, im Ökosystem der Projektgruppe ausschließlich «grüner» Wasserstoff verwendet wird, generiert die stationäre Brennstoffzelle umweltverträglich Elektrizität und Wärme. Dabei werden in der Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff vereint. Durch die Anwendung elektrischer Spannung zwischen einer Anode und einer Kathode reagieren die beiden Elemente und vereinigen sich zu Wasserdampf. Im Zuge dessen entstehen zudem elektrische Energie und Wärme, welche unmittelbar zur Versorgung von Gebäuden und Arealen genutzt werden können. Das dabei anfallende Wasser wird weiterverwendet.

     Die Wasserstoff-Brennstoffzelle zeichnet sich gerade deshalb durch ihre Umweltfreundlichkeit aus, da im Verlauf der chemischen Reaktion keine Schadstoffemissionen entstehen oder freigesetzt werden. Lediglich reiner, energiearmer und unbedenklicher Wasserdampf entweicht als «Abgas». Folglich wird die Funktion der Wasserstoff-Brennstoffzelle als gänzlich emissionsfrei erachtet.

    Vorteile der Gebäudetechniklösung Wasserstoff-Brennstoffzellen

    • Maximiert den Wert der Immobilie und steigert ihre Attraktivität
    • Steigert die Reputation des Anlageeigentümers und setzt ein fortschriftliches verantwortungsbewusstes Statement in Sachen Umweltschutz, Klimawandel und Green Transformation.
    • Notstromversorgung im Gebäude: Teil- oder Vollautarkie möglich
    • Senkung von Leistungs- und Anschlusskosten
    • Geringe Wartungskosten aufgrund nicht beweglicher Teile
    • Modulare Bauweise: ab 80 kWel / 78 kWth, beliebig skalierbar.
    • Reduktion von Winterstrombedarf, Netzbelastung, Winterstromlücken
    • Mithilfe bei der Dekarbonisierung, Umweltschutz und bei der Reduktion von Treibhausgasen
    • Peak-Shaving des elektrischen Netzbezug

    Ideales Energienetzwerk
    Es ist von Bedeutung, dass Energieerzeuger und -verbraucher auf eine breite Palette umweltfreundlicher Technologien zurückgreifen können. Hierzu zählen neben Wasserstoff-Brennstoffzellen auch Wärmepumpen, Kältemaschinen, Solarthermie, Windenergie und Photovoltaik sowie Batteriekurzzeitspeicher und bidirektional verwendbare E-Fahrzeuge.  Weitere Informationen unter https://haelg.ch/stationaere-wasserstoff-brennstoffzelle/