Schlagwort: Energieunternehmen

  • Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Die BKW hat 2025 laut einer Mitteilung einen Umsatz von 4‘543,6 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 4‘772,3 Millionen, ein Rückgang um 4,8 Prozent. Der Rückgang auf Stufe Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern war deutlich ausgeprägter. 2025 erzielte die BKW ein Ergebnis von 561,0 Millionen Franken, während es im Vorjahr noch 789,9 Millionen gewesen waren. Der operative Reingewinn sank von 550,4 Millionen im Vorjahr auf 351,1 Millionen 2025.

    Die BKW macht für den Rückgang zum einen eine Wertkorrektur auf die Beteiligung am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven an der niedersächsischen Nordseeküste verantwortlich. Diese Korrektur beträgt auf Ebene Betriebsergebnis 113,7 Millionen, auf Ebene Reingewinn 90,9 Millionen Franken. Die BKW ist zu 33 Prozent an dem Kraftwerk beteiligt.

    Zum anderen hat der wetterbedingte Rückgang der Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft das Ergebnis im Geschäftsfeld Energy Solutions belastet. Dieses lag schon vor der Wertkorrektur um 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis des Geschäftsfeldes Power Grid lag mit 130,6 Millionen Franken um 7,0 Prozent unter dem des Vorjahres.

    Dagegen ist das Ergebnis des Geschäftsfeldes Infrastructure & Buildings deutlich um 40,6 Prozent auf 80,0 Millionen Franken gestiegen. Der Umsatz des Geschäftsfeldes blieb mit 1,98 Milliarden konstant.

    Die BKW rechnet für 2026 mit einem Ergebnis zwischen 650 und 750 Millionen Franken.

  • Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Alpiq hat 2025 laut einer Mitteilung einen Nettoumsatz von 5920 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 6366 Millionen gewesen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 572 Millionen, 310 Millionen weniger als im Vorjahr.

    Der Stromerzeuger mit Sitz in Lausanne begründet den deutlichen Rückgang vor allem mit dem ungeplanten Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen, an dem er einen Anteil von 40 Prozent hält. Das Kernkraftwerk ist wegen einer Modernisierung des Systems der Wasserversorgung seit Mai 2025 nicht mehr am Netz. Der Energiehandel fuhr 2025 ein negatives Ergebnis von 35 Millionen Franken ein. Im Vorjahr hatte er noch ein positives Ergebnis von 30,1 Millionen Franken erzielt.

    Die Finanzlage von Alpiq ist mit einer Eigenkapitalquote von 61 Prozent stark. Das Unternehmen setzt daher auf weitere Investitionen in seinen Wachstumsbereichen und schüttet eine Dividende in Höhe von 230 Millionen Franken aus.

    „Wir richten Alpiq für die Zukunft aus: Unsere Strategie ist auf Flexibilität, Modernisierung der Kraftwerke und kundenorientierte Energielösungen ausgerichtet“, wird CEO Antje Kanngiesser in der Mitteilung zitiert. „Damit festigen wir unseren Beitrag zur europäischen Energiezukunft.“

  • German Design Award für innovative Energie-App an NeoVac und Fusonic

    German Design Award für innovative Energie-App an NeoVac und Fusonic

    Die App, ermöglicht es Mietern, ihren Strom-, Energie- und Wasserverbrauch direkt über das Smartphone einzusehen und zu steuern. Die App zeichnet sich durch ihre Benutzerfreundlichkeit und ästhetisches Design aus und ist für 400.000 Wohnungen im Abrechnungsservice kostenfrei verfügbar.

    Auszeichnung und Anerkennung
    Die herausragende Gestaltung und Funktionalität der App wurde mit dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Communication Design – Apps“ gewürdigt. Die Jury lobte insbesondere die Transparenz und Kontrolle, die die App Nutzern über ihren Verbrauch bietet, sowie die nützlichen Spartipps.

    Innovative Features und Nutzen
    Ein besonderes Merkmal der App ist der „NeoDuck“-Indikator, der den Energieverbrauch visualisiert. Bei optimalem Verbrauch erscheint die Ente glücklich, bei hohem Verbrauch senkt sie den Schnabel, was den Nutzern hilft, Energieeffizienz zu verbessern. Die App trägt damit aktiv zum Umweltschutz bei und kann, wenn vollständig genutzt, jährlich bis zu 16 Tonnen CO2 einsparen.

    Mehrwert und Zukunftsaussichten
    Die App bietet nicht nur Verbrauchsdaten in Echtzeit, sondern auch direkte Abrechnungsoptionen und Warnungen bei ungewöhnlichem Verbrauch. Michael Eugster, Leiter Marketing von NeoVac, betont, dass die App den Zeitgeist trifft und mit Gamification-Elementen Nutzer zur Optimierung ihrer Energiebilanz motiviert.

  • ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB hat zum Monatsbeginn ein Programm zur Förderung eines Anschlusses an Wärmeverbünde in Biel aufgelegt, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung. Damit wolle ESB die Bieler Klimastrategie unterstützen, heisst es dort weiter. Insbesondere will ESB einen Beitrag zum Ziel der Stadt leisten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

    Derzeit wird ein Grossteil der Gebäude in der Stadt Biel mit fossilen Energieträgern geheizt, schreibt ESB. In einer Umstellung auf Fernwärme liege daher „ein hohes Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen“. Um möglichst viele Immobilienbesitzende zu erreichen, wird die Förderung des Anschlusses an ein Fernwärmenetz unabhängig vom aktuellen Energieträger gewährt.

    Für einen Förderbeitrag zu den Anschlusskosten müssen die Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Zum einen muss sich die fragliche Immobilie auf dem Gebiet der Stadt Biel befinden und an einen Wärmeverbund angeschlossen werden, der zu mindestens 80 Prozent mit erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben wird. Zum anderen muss die Heizenergie aus dem Wärmeverbund bezogen werden, sobald sie zur Verfügung steht. Kalte Anschlüsse sind somit von der Förderung ausgeschlossen. Im Falle eines auch vom Kanton Bern geförderten Anschlusses wird der ESB-Förderbeitrag zudem um die kantonale Förderung gekürzt.

  • Energieunternehmen wollen Ausbau von Wasserstoff vorantreiben

    Energieunternehmen wollen Ausbau von Wasserstoff vorantreiben

    Der am Donnerstag neu gegründete Verein der Schweizer H2-Produzenten will sich für bessere Standortbedingungen zur Produktion von grünem Wasserstoff stark machen. Dem Verein gehören bisher sieben Energieunternehmen an. „Gemeinsam werden sie der CO2-neutralen Wasserstoffproduktion in der Schweiz zum Durchbruch verhelfen“, heisst es in ihrer Medienmitteilung.

    Wichtige Anwendungsbereiche fänden sich unter anderem im Schwerlastverkehr, als Ersatz für Diesel auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken und in der Chemieindustrie. Vorzugsweise erfolge die Produktion direkt ab einem Wasser- oder Windkraftwerk. Denn nur, wenn der für die Produktion von Wasserstoff notwendige Strom aus erneuerbaren Quellen stamme, sei er CO2-neutral.

    Während das benachbarte Ausland die Wasserstofftechnologie als unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende anerkenne und sie entsprechend staatlich fördere, tue sich die Schweiz damit noch schwer. „Zudem ist die Herstellung von Wasserstoff in der Schweiz bisher nur an einer beschränkten Anzahl von Standorten möglich“, wird Arthur Janssen, Präsident des neuen Vereins sowie Leiter Innovation und Strategie bei der Basler Energieversorgerin IWB, in der Mitteilung zitiert.

    Zusätzlich zu diesen regulatorischen Hürden verfügten nur wenige Akteure über ausreichendes Wissen. Deshalb wollen sich die Vereinsmitglieder gegenseitig bei Planung und Bau neuer Produktionsanlagen unterstützen. Auch mit Universitäten und Forschungsinstituten wolle der Verein eng zusammenarbeiten.

    Zu den Gründungsmitgliedern zählen: Elektrizitätswerk Altdorf, Oiken, St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke, Satom, SIG und die Gemeinschaftsunternehmen Swiss H2 Generation AG (von ENGIE Services AG und Groupe E) sowie greenH2 (Fritz Meyer AG und IWB).