Schlagwort: Energieversorger

  • Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Die AEW Gruppe hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 hinter sich. Der Aargauer Energieversorger erreichte laut einer Mitteilung eine Gesamtleistung von 833,1 Millionen Franken. Das sind 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich wurde das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen um 24,4 Millionen auf 131,4 Millionen Franken gesteigert. Das bereinigte Unternehmensergebnis beträgt 159,7 Millionen Franken. Der Kanton kann mit einer Ausschüttung von 53,0 Millionen Franken rechnen.

    Das Unternehmen macht Sondereffekte für dieses Wachstum verantwortlich. Dazu gehörte ausser der effizienten Bewirtschaftung des Energiegeschäfts auch die frühzeitige Verwertung der Eigenproduktion an der Strombörse, dazu aber auch das gute Abschneiden des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL), die Axpo-Dividende und eine Wertberichtigung im Kraftwerksportfolio. AEW ist mit 5,4 Prozent am KKL beteiligt.

    Die Investitionen lagen mit 94,3 Millionen leicht über dem Vorjahr (93,0 Millionen).

    „Operativ war 2025 ein sehr gutes Jahr für die AEW“, wird CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. „Unsere Organisation hat Tempo aufgenommen und gleichzeitig bewiesen, dass sie auch in einem sehr anspruchsvollen und dynamischen Marktumfeld leistungsfähig ist.“

  • Städtischer Energieversorger baut Infrastruktur und Fernwärme konsequent aus

    Städtischer Energieversorger baut Infrastruktur und Fernwärme konsequent aus

    Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich hat 2025 einen Umsatz von 1,44 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert ewz in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einer Steigerung um 11 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand legte im selben Zeitraum um 64 Millionen auf 1,02 Milliarden Franken zu. Hier schlugen die Integration des Fernwärmenetzes von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ-Fernwärme) sowie zusätzliche Energiebeschaffung zu Buche. Als Gewinn wurden 303 Millionen Franken ausgewiesen gegenüber 391 Millionen Franken im Vorjahr.

    „Dieses gute Ergebnis ist vor allem zurückzuführen auf den Energieverkauf im freien Markt, einem Gewinn bei der Vermarktung der Windproduktion im Ausland und des gezielten Einsatzes der Mittel“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe in der Mitteilung zitiert. „Die erfolgreiche Integration der Fernwärme mit über 100 zusätzlichen Mitarbeitenden beweist, die Anpassungsfähigkeit unserer Unternehmung eindrücklich.“

    Im Berichtsjahr hat ewz zudem 244 Millionen Franken in Netze, Kraftwerke und Beteiligungen investiert. Das sind 48 Millionen Franken mehr als im Vorjahr, schreibt der Energieversorger. „Der Kapitalbedarf wird in den nächsten zehn Jahren massiv steigen, damit die erforderlichen Investitionen von über 3 Milliarden Franken getätigt werden können“, erläutert Loepfe. „Die aktuell gute finanzielle Ausgangslage von ewz ermöglicht es, diese Investitionen in die Energiezukunft und Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren mit eigenen Mitteln zu tätigen.“ Vom diesjährigen Gewinn werden 80 Millionen Franken an die Stadt überwiesen.

  • IWB lässt beim Gewinn die Energiekrise hinter sich

    IWB lässt beim Gewinn die Energiekrise hinter sich

    IWB hat seinen Umsatz 2023 um 11 Prozent auf 1265 Millionen Franken gesteigert, einen neuen Rekord. Dazu haben laut einer Mitteilung des Basler Energieversorgers insbesondere höhere Erlöse aus der Stromversorgung im freien Markt, das wachsende Solargeschäft und die Ende 2022 erhöhten Gastarife beigetragen. Der Gewinn erreichte mit 128 Millionen Franken wieder das Niveau vor der Energiekrise. 2021 hatte er bei 127 Millionen gelegen, 2022 war er auf 58 Millionen Franken geschrumpft.

    Die Beschaffungskosten für Energie lagen mit 721 Millionen allerdings nur leicht unter denen des Vorjahres, als sie 738 Millionen betrugen. Zum Vergleich: 2021 lagen die Beschaffungskosten noch bei 363 Millionen. Die Einkaufspreise für Strom lagen 2023 nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres, die für Gas sogar darüber.

    IWB hat 2023 mit 201 Millionen so viel wie noch nie investiert. Dazu hat vor allem der Ausbau der Fernwärme beigetragen. IWB will das Fernwärmenetz in Basel zwischen 2022 und 2037 um 60 Kilometer ausweiten. 2022 und 2023 wurden 7 Kilometer installiert und 630 neue Anschlüsse verkauft.

  • Energie Ausserschwyz erhöht Kapital für Ausbau von Fernwärme

    Energie Ausserschwyz erhöht Kapital für Ausbau von Fernwärme

    Energie Ausserschwyz hat in einer Medienmitteilung das Ergebnis einer Ende September abgeschlossenen Kapitalerhöhung von 25,5 Millionen Franken zum Ausbau des Fernwärmenetzes bekannt gegeben. Geldgeber sind die Hauptaktionärin EW Höfe AG sowie die 100 Mitglieder zählende Energiegenossenschaft Ausserschwyz.

    Mit den neuen Finanzmitteln strebt die Energieversorgerin zunächst einen beschleunigten Ausbau in Richtung Pfäffikon an, heisst es. Fernwärmeleitungen sollen demnach zur Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon sowie in die Zentren von Lachen und Altendorf verlegt werden. Weitere Ausbaupläne für das bestehende Fernwärmenetz betreffen zusätzliche Areale am Stammsitz der Energieversorgerin in Galgenen.

    Auf Initiative von Energie Ausserschwyz entsteht in den Bezirken March und Höfe seit 2021 ein Fernwärmenetz. Von der Energiezentrale aus sollen Liegenschaften in Galgenen, Siebnen, Lachen, Altendorf und Pfäffikon ihre Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Holzschnitzeln und Biomasse erhalten. Im Jahr 2023 wurde Fernwärmeinfrastruktur im Wert von 20 Millionen Franken installiert. Weitere Ausbaupläne sehen für 2024 Gesamtinvestitionen von 15 Millionen Franken vor.

    Energie Ausserschwyz reagiert mit der Kapitalerhöhung zudem auf die Teuerung bei Baukosten, Zinsen und Rohstoffpreisen, heisst es vom Unternehmen. „Das Geschäftsmodell der Fernwärme bringt es mit sich, dass zuerst namhafte Vorleistungen in den Netzausbau erbracht werden müssen, bevor Wärme fliesst und verkauft werden kann. Je stärker die Teuerung, desto kostenintensiver sind diese Vorleistungen.“

  • IWB prüft alpine Solaranlage auf Melchsee-Frutt

    IWB prüft alpine Solaranlage auf Melchsee-Frutt

    IWB hat einen Zusammenarbeitsvertrag mit der Alpgenossenschaft Kerns ausserhalb der steinernen Brücke abgeschlossen. Dieser sieht laut einer Medienmitteilung vor, die Machbarkeit einer Solaranlage auf der Hochebene Melchsee-Frutt zu prüfen. Dabei soll ausser den technischen Einzelheiten auch analysiert werden, welche Auswirkungen eine Photovoltaikanlage auf die bisherige Bewirtschaftung und die Umwelt hätte.

    Die gute Erschliessung, die hohe Lage und der Schnee begünstigten die Stromproduktion gerade auch im Winter, heisst es in der Mitteilung. Die Anlage würde an das Elektrizitätswerk Obwalden angeschlossen.

    Die beiden Vertragspartner haben bereits mit der Gemeinde Kerns und dem Kanton Obwalden Gespräche aufgenommen. Auch weitere Interessenvertreter und Umweltorganisationen sollen in die Gespräche einbezogen werden.

    Markus Ettlin-Niederberger, Präsident der Alpgenossenschaft Kerns, begrüsst die Ausweitung des Vorhabens. „Wir können einen aktiven Beitrag zu einer erneuerbaren und sicheren Energieversorgung leisten und steigern erst noch die lokale Wertschöpfung“, wird er in der Mitteilung zitiert. Auch Pascal Semlitsch sieht im Projekt ein grosses Potenzial. „Melchsee-Frutt bietet sehr gute Voraussetzungen für eine alpine Solaranlage“, wird der Leiter Investments bei IWB zitiert. „Wir haben das Ziel, dass mehr erneuerbarer, einheimischer Solarstrom ganz lokal und umweltverträglich produziert werden kann.“

    IWB hat bereits an der Staumauer Muttsee im Kanton Glarus zusammen mit der Axpo eine alpine Solaranlage errichtet.

  • KVA Buchs soll auch Entfelden heizen

    KVA Buchs soll auch Entfelden heizen

    Eniwa will einen Wärmeverbund für die beiden Gemeinden Ober- und Unterentfelden bauen. Wie der Energieversorger mit Sitz in Buchs mitteilt, soll der Verbund vor allem mit Abwärme der KVA Buchs versorgt werden, die von der Fernwärme Wynenfeld (FEWAG) geliefert wird. Eniwa ist mit 20 Prozent an der FEWAG beteiligt und die KVA mit 60 Prozent. Die TBS Strom AG in Suhr hält die restlichen 20 Prozent.

    Der Baustart für den ersten Teil des Verbundes soll 2024 erfolgen. Dabei werden eine Energiezentrale in Unterentfelden errichtet und rund 3,5 Trassenkilometer Leitungen verlegt. Der Ausbau des ersten Teiles soll bis 2028 abgeschlossen sein und 25‘000 Megawattstunden Wärme liefern. Die ersten Kunden sollen bereits 2026 ans Netz genommen werden.

    Der zweite Teil des Wärmeverbundes soll in den nächsten 15 bis 20 Jahren errichtet werden. Insgesamt sollen über 12 Trassenkilometer 60‘000 Megawattstunden Wärme geliefert werden.

    Die Abwärme der KVA Buchs wird bereits in Teilen von Aarau, Buchs und Suhr genutzt.

  • Groupe E nimmt erweitertes Fernwärmenetz in Betrieb

    Groupe E nimmt erweitertes Fernwärmenetz in Betrieb

    Der Freiburger Energieversorger Groupe E hat die neue Heizzentrale BICUBIC II in Romont eingeweiht. Sie wurde in den vergangenen zwei Jahren für 3,3 Millionen Franken fertiggestellt. Sie erweitert die Heizkapazitäten der Heizzentrale Romont um das Doppelte und stellt laut Medienmitteilung insgesamt 174 Anschlüsse an das Fernwärmenetz bereit.

    Demnach wurde das Fernwärmenetz in den vergangenen zwei Jahren um 5 Kilometer erweitert. Die unterirdischen Leitungen verlaufen nun durch den gesamten Grossraum Romont. Sie verbinden die mittelalterliche Stadt, das Alten- und Pflegeheim Billens, die Industriegebäude von Nespresso und den früheren Standort von Tetra Pack sowie industrielle, gewerbliche und private Gebäude.

    Installiert wurde zusätzlich zu zwei vorhandenen Holzheizkesseln ein 3200-Kilowatt-Holzheizkessel. Er steigert die Kapazitäten deutlich. Die Gesamtleistung liegt bei jährlich 17‘000 Megawattstunden. Dadurch lassen sich den Angaben zufolge 1,5 Millionen Liter Heizöl einsparen. Das entspricht 3200 Tonnen CO2.

    Als Brennmaterial dienen jährlich 35‘000 Kubikmeter Holzschnitzel. Diese liefert die Waldkorporation Glâne-Farzin. Das stellt 80 Prozent der Wärmeproduktion sicher. Die restlichen 20 Prozent erzeugt ein 6000-Kilowatt-Gasheizkessel.

    Im Jahr 2004 versorgte die Anlage noch fünf Kunden. Inzwischen kann das Fernwärmenetz 174 Gebäude mit Wärme und Warmwasser beliefern. 104 Kunden sind bereits angeschlossen, weitere 70 Neuanschlüsse sind den Angaben zufolge geplant. Die Kosten der Investition in Höhe von 3,3 Millionen Franken hat der Gemeindeverband Glâne als Eigentümer des Netzes getragen.

  • Energie 360° renoviert Hauptsitz in Altstetten

    Energie 360° renoviert Hauptsitz in Altstetten

    Energie 360° will seinen 2003 erbauten Hauptsitz an der Aargauerstrasse 182 in Altstetten umbauen und instandsetzen. Dafür investiert der mehrheitlich von der Stadt Zürich gehaltene Energieversorger knapp 28 Millionen Franken. In seiner Eigenschaft als Bauherrenvertretung habe das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich jetzt das entsprechende Baugesuch eingereicht, informieren Stadtverwaltung und Energieunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie rechnen damit, die Bauarbeiten im nächsten Frühjahr beginnen zu können.

    Die Umbauarbeiten sollen den Hauptsitz an die Erfordernisse einer modernen Arbeitsumgebung „mit flexiblen und hybriden Arbeitskonzepten“ anpassen, heisst es in der Mitteilung. Dazu sollen die bestehenden Räumlichkeiten „zu einer offenen Bürolandschaft“ mit entsprechend modernisierter Haustechnik umgestaltet werden. Für Fassaden und Dach ist die Einrichtung einer grossflächigen Photovoltaikanlage geplant.

    Von anfänglichen Überlegungen, das bestehende Gebäude mit einem Neubau zu ergänzen, habe die Geschäftsleitung von Energie 360° nach „einer strategischen Überprüfung“ Abstand genommen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Statt dessen solle der Bestandsbau „für eine effiziente und ergebnisorientierte Arbeitswelt“ optimiert werden. Für das architektonische Konzept zeichnet Jessenvollenweider Architektur aus Basel verantwortlich.

    Bis 2040 will Energie 360° sein Angebot ausschliesslich auf Energie aus erneuerbaren Quellen umstellen. Laut Mitteilung treibt der Umbau des Hauptsitzes diese „Transformation des Unternehmens voran und ermöglicht zielgerichtete Energiesparmassnahmen im eigenen Betrieb“.

  • EWA-energieUri schafft neue Solargemeinschaft

    EWA-energieUri schafft neue Solargemeinschaft

    EWA-energieUri realisiert in Schattdorf die Solargemeinschaft Uri. Wie der Urner Energieversorger mitteilt, will er auf dem Dach der Stiftung Behindertenbetriebe Uri eine Photovoltaikanlage realisieren, an der sich auch private Interessentinnen und Interessenten beteiligen können. Diese können ab sofort einzelne Quadratmeter der Anlage für einen Fixpreis von 339 Franken reservieren. Dafür erhalten sie über 20 Jahre Solarstrom.

    Die Anlage soll auf 260 Quadratmetern pro Jahr insgesamt 49‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Pro Quadratmeter sind das 165 Kilowattstunden, rund 4 Prozent des Verbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Frühjahr 2023 geplant. Interessierte können ihren Anteil bereits jetzt auf meinurstrom-sun.ch reservieren.

    „Die Solargemeinschaft Uri ist ein attraktives Produkt, um einfach und unkompliziert auch ohne eigenes Dach Solarstrom zu produzieren und beziehen“, wird Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA-energieUri, in der Mitteilung zitiert.

  • Wärmekonzept aus Müllverbrennung und Seewärme wird geprüft

    Wärmekonzept aus Müllverbrennung und Seewärme wird geprüft

    Die Energieversorgungsunternehmen Energie Kreuzlingen, Stadtwerke Konstanz, der Verband KVA Thurgau aus Weinfelden TG sowie die EKT AG aus Arbon TG wollen sich einer Medienmitteilung zufolge zusammenschliessen, um im grenzüberschreitenden Schulterschluss neue Wärmequellen optimaler zu nutzen.

    Angedacht ist ein Wärmeversorgungskonzept, bei dem die Nutzungen von CO2-neutraler Abwärme der Müllverbrennungsanlage der KVA via Fernwärmeleitung sowie Seewasserwärme aus dem Konstanzer Trichter kombiniert werden.

    Die vier Partner haben die Swisspower AG eingeschaltet, um die Machbarkeit des Projekts in technischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und organisatorischer Hinsicht zu untersuchen. Noch im Laufe des Jahres wird mit einem Ergebnis gerechnet.

    Swisspower unterstützt Stadtwerke und Energieversorger mit Kooperationsinitiativen, Beratungsdienstleistungen und Vernetzungsangeboten auf dem Weg zu Energiesystemen ohne CO2-Ausstoss.

  • Nyon baut Fernwärmenetz

    Nyon baut Fernwärmenetz

    Die Nyoner Stadtwerke und Romande Energie gründen das Gemeinschaftsunternehmen thermorésÔ Nyon SA. Dieses soll in der Stadt am Genfersee ein Fernwärmenetz errichten, an das bis zu 130 Gebäude angeschlossen werden können, schreiben die Stadt und der Waadtländer Energieversorger in einer Mitteilung.

    Das Netz soll zu 85 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region beheizt werden. Nur zu Spitzenzeiten im Winter soll auch Erdgas oder Biogas eingesetzt werden. Die Initianten rechnen mit einer Verringerung des CO2-Ausstosses um mehr als 7000 Tonnen.

    Die Stadtwerke und Romande Energie arbeiten bereits jetzt im Rahmen des Projekts EnergeÔ zusammen. Dieses soll die Nutzung der Erdwärme aus mittlerer Tiefe vorantreiben. Diese Erdwärme soll künftig auch im neuen Fernwärmenetz genutzt werden können.

  • WWZ-Gruppe trotzt der Pandemie

    WWZ-Gruppe trotzt der Pandemie

    Einer Mitteilung der WWZ-Gruppe zufolge hat der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger im Geschäftsjahr 2020 Nettoerlöse in Gesamthöhe von 227,6 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem marginalen Rückgang um 0,3 Prozent.

    „WWZ konnte trotz der Coronapandemie ihre Ziele weitgehend erreichen“, wird  CEO Andreas Widmer in der Mitteilung zitiert. „Zwar sanken die Energieabsätze infolge des Lockdowns und der warmen Witterung, dennoch konnten wir den Nettoerlös auf Vorjahresniveau halten.“ Zudem habe die Gruppe „den Ausbau unserer strategischen Wachstumsfelder“ vorangetrieben, erklärt Widmer.

    Der CEO weist dabei besonders auf den Bereich Fernwärme hin. Hier war im Berichtsjahr beim Vorzeigeprojekt der Gruppe, Circulago, die erste Quartierzentrale in Betrieb genommen. Circulago nutzt Energie des Zuger Seewasser für die Gewinnung von Wärme und Kälte.

    Insgesamt hat WWZ im Berichtsjahr 87,0 Millionen Franken in den Unterhalt der Infrastruktur sowie den Ausbau von Fernwärme und Telekomnetze investiert. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT sei in Folge dieser hohen Investitionen sowie gestiegener Abschreibungen im Jahresvergleich um 10,8 Prozent gesunken, erläutert WWZ. Konkret wurde ein Betriebsergebnis von 37,4 Millionen Franken realisiert. Der Konzerngewinn fiel mit 39,0 Millionen Franken um 19,1 Prozent geringer als im Vorjahr aus.

    Für das laufende Jahr geht die Gruppe von weiterhin hohen Investitionen, Betriebskosten und Abschreibungen aus. „Der Übergang von fossilem Erdgas auf erneuerbare Fernwärme und der Aufbau weiterer Wachstumsfelder werden die Erfolgsrechnung vorübergehend belasten“, erläutert WWZ-Finanzchef Andreas Ronchetti Salomon. Die Gruppe sei jedoch gut gerüstet, ihre strategische Entwicklung „auch unter erschwerten Rahmenbedingungen“ fortzusetzen.

  • Bern testet Strassenlaternen als Stromtankstellen

    Bern testet Strassenlaternen als Stromtankstellen

    Der städtische Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb) will Strassenlampen in zwei Berner Quartieren zu Ladestationen für Elektrofahrzeuge umbauen. Ende März nimmt die ewb laut einer Medienmitteilung zwei aufgerüstete Laternen an der Thormannstrasse 62 und 64 sowie an der Huberstrasse 16 in Betrieb. Die beiden Masten werden mit Typ2-Steckdosen, dem europäischen Standard für das Laden von E-Autos, ausgestattet.

    ewb reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach E-Autos und damit auch nach Ladepunkten in Bern. Die Teststationen befinden sich jeweils auf blau markierten Anwohnerparkflächen. Damit eignen sie sich laut der Medienmitteilung insbesondere für Anwohner der Thormannstrasse und der Huberstrasse, die über ein E-Auto und eine Anwohnerparkkarte verfügen.

    ewb will die E-Ladestationen gezielt in den blauen Zonen ausbauen, weil dort die meisten Berner parkieren. Der Energieversorger wird für das Projekt technisch von Siemens und ubitricity sowie MOVE als E-Mobility Service Provider unterstützt. Des Weiteren sind die Stadt Bern und EnergieSchweiz beteiligt.

    Für Halter von Diesel- und Benzinautos sowie E-Fahrzeugen, die nicht geladen werden sollen, stehen die Flächen bis zum Ende der Pilotphase im Frühjahr 2022 nicht mehr Verfügung. Das sollen sie an entsprechenden Schildern erkennen können. Nach Ablauf der Testphase wollen die ewb und ihre Projektpartner die Daten auswerten und über eine flächendeckende Einführung solcher Lade-Laternen entscheiden.

  • Kanton Uri stockt Beteiligung an EWA-energieUri auf

    Kanton Uri stockt Beteiligung an EWA-energieUri auf

    Im Rahmen seiner Energiestrategie strebe der Kanton Uri langfristig eine Mehrheitsbeteiligung an EWA-energieUri an, informieren der Kanton, EWA-energieUri und die Centralschweizische Kraftwerke AG (CWK) in einer gemeinsamen Mitteilung. In den kommenden Jahren soll die kantonale Beteiligung an dem Energie- und Wasserversorger von derzeit 29 auf 40 Prozent ausgebaut werden. Dazu will der Kanton Uri Anteil von CKW übernehmen.

    Eine entsprechende Vereinbarung sei von den drei Partnern bereits unterschrieben worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie regelt den Erwerb weiterer Anteile durch den Kanton im Zuge der Vergabe von Wasserrechtskonzessionen.

    Konkret soll der Kanton Uri zunächst weitere 5 Prozent der Aktien an EWA-energieUri bei der Vergabe der Urner Lucendro-Anteile erhalten. Hier steht 2024 eine Erneuerung der Konzession an. Dabei wird der Kanton Uri seine Anteile am Kraftwerk Lucendro an EWA-energieUri überschreiben und im Gegenzug Aktien des Urner Energieversorgers erhalten. Die Vergabe der Anteile aus den Kraftwerken Ritom, Wassen und Amsteg an EWA-energieUri soll dem Kanton weitere 6 Prozent des Urner Energieversorgers einspielen. Die Aktien werden jeweils von CWK an den Kanton abgetreten.

  • EBL investiert bis zu 1,4 Milliarden in Energiewende

    EBL investiert bis zu 1,4 Milliarden in Energiewende

    EBL will die Energiewende in der Schweiz und Europa mit grossen Investitionen vorantreiben. Wie der Baselbieter Energieversorger mitteilt, will er 2021 mit EBL X Invest ein neues Anlagevehikel für professionelle Anleger schaffen. Dieses soll mit Eigenkapital in Höhe von 250 bis 500 Millionen Euro ausgestattet werden. Damit sollen Investitionen in Höhe von 700 Millionen bis 1,4 Milliarden Euro in die Wind-, Solar- und Wasserkraft in der Schweiz und in Europa ausgelöst werden.

    Das neue Anlagevehikel knüpft an die EBL Wind Invest AG an, die 2016 von EBL, institutionellen Anlegern und Pensionskassen gegründet worden ist. Die EBL Invest soll bis Ende 2020 mit einem Eigenkapital von 120 Millionen Euro insgesamt 370 Millionen Euro in Windkraftanlagen in Deutschland investiert haben. Die Anlagen sollen zusammen 370 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

    EBL setzt auch im eigenen Unternehmen auf erneuerbare Energien. Die eigene Fahrzeugflotte soll bis 2030 zu 97 Prozent auf elektrische Antriebe umgestellt werden. Der Hauptsitz in Liestal wird zu 95 Prozent mit erneuerbaren Energien bewirtschaftet.