Schlagwort: Energiezentrale

  • Alternativer Standort für Energiezentrale in Zürich

    Alternativer Standort für Energiezentrale in Zürich

    Die Machbarkeitsstudie vom Swiss Center of Applied Underground Technologies in Zusammenarbeit mit der Amberg Engineering AG, der Rapp AG, sowie Experten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern hat bestätigt, dass es in Zürich unterirdische Standorte gibt, die sich für eine Energiezentrale eignen. Besonders im Fokus steht der Bau einer Kaverne unterhalb des ETH-Maschinenlaboratoriums. Der stillgelegte Lettentunnel könnte als Zugangsschacht genutzt werden, um eine Erschliessung ohne gravierende Emissionen zu gewährleisten.

    Darüber hinaus wäre es möglich, den Lettentunnel als Standort für einen Wärmespeicher zu nutzen. Laut den Experten der HSLU könnten auf diese Weise sämtliche CO2-Emissionen von CoolCity vermieden werden. Dies würde es der Stadt ermöglichen, ihre Klimaziele besser zu erreichen als mit dem Standort Selnau, wo die Verbrennung von Gas zur Kompensation von Spitzenlasten vorgesehen ist und überschüssige Wärme in die Limmat abgeführt werden müsste.

    Ein Untergrundstandort hat auch Vorteile bezüglich schneller Realisierbarkeit und Kosten. Der Standort unter der ETH erfordert im Gegensatz zum Standort Selnau keine Genehmigungen vom Denkmalschutz und reduziert die Belastung des Grundwassers auf ein Minimum. Die zusätzlichen Kosten für den Bau einer Energiezentrale schätzen die Ingenieure des SCAUT im Vergleich zum Unterwerk Selnau auf 15 bis 30 Millionen Franken, zuzüglich etwa 20 Millionen Franken für einen Wärmespeicher. Dem gegenüber stehen jedoch die Vorteile eines grossen oberirdischen Gebäudes, das über Jahrzehnte hinweg genutzt werden kann, sowie die klima- und umwelttechnischen Pluspunkte eines unterirdischen Baus.

  • Stäfa erhält erneuerbare Wärme und Kälte

    Stäfa erhält erneuerbare Wärme und Kälte

    Mit einem nachhaltigen Energieprojekt soll die Wärme- und Kälterversorgung der Gemeinde Stäfa erneuert werden. Laut einer Medienmitteilung werden die lokale Industrie und 500 Liegenschaften in Stäfa ab 2026 mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgt. Die Industriebetriebe sollen zusätzlich erneuerbare Kälte für ihre Kühlprozesse aus dem See erhalten. Das Projekt wird von  Energie 360° realisiert. Das Projekt sieht vor, mit dem Ersatz von Gas- und Ölheizungen künftig 7000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Diese Emissionseinsparung entspricht dem Verbrauch von 2,6 Millionen Litern fossilen Heizöls, heisst es in der Mitteilung. Die Wärmegewinnung soll mit Wärmetauschern in einem unterirdischen System erfolgen. Der Bau der Seewasserfassung und der unterirdischen Energiezentrale beginnt im Sommer 2024. Die ersten Leitungen des Wärme- und Kältenetzes werden 2025 verlegt, ab 2026 werden dann die Industriebetriebe und die ersten Liegenschaften an die neue Wärme- und Kälteversorgung angeschlossen.

    „Energie 360° hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Kund*innen bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern“, wird Romeo Deplazes, Leiter Lösungen bei Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. „Der Energieverbund Stäfa ist ein weiterer Schritt zur Transformation der Schweiz von fossil zu erneuerbar.“