Schlagwort: Entsorgung

  • Zürichs dynamischer Schritt in die Kreislaufwirtschaft

    Zürichs dynamischer Schritt in die Kreislaufwirtschaft

    Die Umsetzung von «Circular Zürich» begann Anfang Februar mit der Vorstellung einer detaillierten Agenda, die speziell auf die Bedürfnisse der städtischen Verwaltung zugeschnitten ist. Doch die Strategie bietet auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zahlreiche Anknüpfungspunkte. Durch die Adaption einzelner Massnahmen können KMU nicht nur umweltfreundlicher agieren, sondern langfristig auch finanziell profitieren.

    Schritte zur Implementierung in KMU
    Ein grundlegender Aspekt der Kreislaufwirtschaft ist das effiziente Recycling und die Trennung von Wertstoffen. Sara Graf, Projektleiterin bei Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ), betont die Wichtigkeit und Einfachheit dieser Massnahme für Betriebe: Wertstoffe wie Papier, Karton, PET-Flaschen, Glas und Alu-Dosen können oft kostenfrei recycelt werden, was unmittelbar zu Einsparungen bei den Entsorgungskosten führt. Doch Recycling ist nur der Anfang.

    Materialverbrauch minimieren und Prozesse optimieren
    Sonja Gehrig, die die gesamtstädtische Koordination von «Circular Zürich» leitet, weist darauf hin, dass über die betrieblichen Grenzen hinaus gedacht werden muss. Die Analyse des eigenen Materialverbrauchs und die Optimierung der Produktionsprozesse sind entscheidende Schritte. Ökologisch nachhaltiges Produktdesign, das Reparierbarkeit und Langlebigkeit der Produkte fördert, kann Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern auch zu neuen Geschäftsmodellen wie dem Vermieten von Produkten führen.

    Verlängerung von Konsum- und Nutzungsphasen
    Der letzte Schritt betrifft die Maximierung der Produktlebensdauer durch Strategien des Teilens, Wiederverwendens, Reparierens und Wiederaufbereitens. Hierdurch werden Produkte nicht nur länger genutzt, sondern tragen auch zur Ressourcenschonung bei. Secondhand-Plattformen und Firmeninitiativen, die den Kreislaufgedanken verinnerlichen, spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der kreislauforientierten Wirtschaft.

    Die Stadt als Innovationslabor
    Zürich sieht sich selbst als Testfeld für neue, kreislauffähige Ideen und Produkte. Fachleute der Stadt sind bereit, Unternehmen zu unterstützen, die innovative Lösungen anstreben. Dieser proaktive Ansatz stärkt nicht nur die städtische Infrastruktur, sondern fördert auch eine breite Adaption kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien.

    Mit «Circular Zürich» positioniert sich die Stadt Zürich als ein Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft, der zeigt, wie durch konkrete Massnahmen und kooperative Ansätze eine nachhaltige Transformation in urbanen Räumen realisiert werden kann.

  • Ständeratskommission setzt Massstäbe für eine stärkere Kreislaufwirtschaft

    Ständeratskommission setzt Massstäbe für eine stärkere Kreislaufwirtschaft

    Die Kommission folgt grösstenteils den Beschlüssen des Nationalrates, hält aber am Monopol der Kantone für die Entsorgung von Siedlungsabfällen fest. Sie stimmt zu, dass private Sammlungen durch Unternehmen nur mit Genehmigung des Bundesrates für bestimmte Abfallarten zulässig sind. Dies soll sicherstellen, dass die öffentliche Hand nicht einspringen muss, falls private Sammlungen aufgrund wirtschaftlicher Unrentabilität eingestellt werden.

    Die Kommission spricht sich zudem für eine Stärkung der Wiederverwendung von Abfällen aus und setzt sich für eine Gleichstellung der Wiederverwendung mit der stofflichen Verwertung ein. Eine Minderheit fordert sogar eine höhere Priorität für die Wiederverwendung. Hinsichtlich der stofflichen Verwertung von Abfällen wird betont, dass Verpflichtungen nur unter bestimmten Bedingungen gelten.

    Im Gegensatz zum Nationalrat lehnt die Kommission eine Entpackungspflicht für unverkaufte biogene Produkte ab, da sie den ökologischen Nutzen als gering und die wirtschaftlichen Kosten als hoch einschätzt. Des Weiteren wird eine lebenszyklus-orientierte Betrachtung der Umweltbelastung von Produkten und Gebäuden hervorgehoben.

    In Bezug auf Altlastensanierungen im Rahmen der Teilrevision des Umweltschutzgesetzes (22.085) stimmt die Kommission nicht allen Vorschlägen des Bundesrates zu, erweitert jedoch die Bundesabgeltungen für bestimmte Altlasten-Standorte.

    Zusätzlich hat die Kommission Massnahmen zur Lärmbekämpfung erörtert, darunter lärmabhängige Gebühren für Flughäfen und die Möglichkeit für Gemeinden, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h festzulegen.

    Die Sitzung unter dem Vorsitz von Ständerätin Adèle Thorens Goumaz fand am 16. November 2023 statt, wobei Bundesrat Albert Rösti teilweise anwesend war.

  • SENS eRecycling und Partner gleisen Entsorgung von Wärmepumpen auf

    SENS eRecycling und Partner gleisen Entsorgung von Wärmepumpen auf

    SENS eRecyling hat mit dem Hersteller- und Lieferantenverband der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik GebäudeKlima Schweiz sowie der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz eine nachhaltige Lösung für die Entsorgung von Wärmepumpen entwickelt. Ausgediente und an den Installateur beziehungsweise Hersteller oder Importeur zurückgegebene Wärmepumpen werden dabei von SENS eRecyling abgeholt und zu Verwertungsbetrieben gebracht, die über die erforderlichen Bewilligungen und eine SENS-Lizenz zur Verarbeitung solcher Geräte verfügen. Dort wird den Wärmepumpen das klimaschädliche Kältemittel entzogen und fachgerecht vernichtet. Rohstoffe wie Metalle und Kunststoffe werden wiederaufbereitet und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt.

    Am 1. Juli soll der Startschuss für die neue Branchenlösung fallen, informiert SENS eRecycling in einer Mitteilung. Finanziert wird das Modell aus dem vorgezogenen Recyclingbeitrag, der beim Kauf einer Wärmepumpe anfällt. „Viele Hersteller und Importeure sehen in der neuen Branchenlösung eine Möglichkeit, ihre Rücknahmepflicht von ausgedienten Wärmepumpen auf effiziente und unkomplizierte Art wahrzunehmen“, wird SENS eRecycling- Geschäftsführer Pasqual Zopp in der Mitteilung zitiert.

    Nach Angaben von Konrad Imbach, Geschäftsleiter von GebäudeKlima Schweiz, kommen die Hersteller und Importeure von Wärmepumpen, die sich der Branchenlösung bereits angeschlossen haben, auf einen Marktanteil von 70 bis 80 Prozent. Stephan Peterhans, Geschäftsführer der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz ist davon überzeugt, dass sich auch fast alle der übrigen Betriebe der Branche bis Ende Jahr dazu entscheiden werden.

  • Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    In der Schweiz installierte Photovoltaikmodule werden nach Ablauf ihrer Lebensdauer fast alle der Wiederverwertung zugeführt, informiert SENS eRecycling in einer Mitteilung. Die privatwirtschaftlich organisierte Stiftung nimmt ihren Partnern bei Herstellern und Importeuren die damit verbundene Arbeit ab. Von diesem System profitieren nach Ansicht von SENS eRecycling Hersteller, Importeure, Hauseigentümer und Umwelt.

    Im Preis einer Solaranlage ist bereits eine vorgezogene Recyclinggebühr enthalten. Diese liegt derzeit bei 40 Franken pro Tonne, erläutert SENS eRecycling. Die Stiftung selbst wende jedoch aktuell rund 440 Franken pro Tonne für Rücknahme, Transport und Recycling auf. „Die Finanzierung des Systems geht nur deshalb auf, da die momentanen Mengen an installierten Photovoltaikanlagen die Menge an ausgedientem Material nach wie vor deutlich übersteigen und sich somit der Fonds von Jahr zu Jahr weiter anhäuft“, heisst es in der Mitteilung. Für 2035 rechnet SENS eRecycling damit, bereits 70’000 Tonnen Photovoltaikmodule entsorgen zu müssen.

    Die derzeit anfallenden Mengen sind nach Angaben der Stiftung zudem zu gering, als dass sich die Wiederverwertung für Entsorgungsbetriebe in der Schweiz selbst lohnt. Aktuell arbeitet SENS eRecycling daher mit der KWB Plan Real GmbH zusammen. Die deutsche Firma lässt die Module in einem Recyclingbetrieb nahe der Schweizer Grenze zerlegen. Metalle können vollständig wiederverwertet werden, das Glas wird zusammen mit dem Silizium zur Herstellung von Glaswolle genutzt. Auf diese Weise können aktuell rund drei Viertel der Rohstoffe wieder dem Kreislauf zugeführt werden, so SENS eRecycling.

  • Fernwärme zwischen Zürichs Norden und Westen fliesst

    Fernwärme zwischen Zürichs Norden und Westen fliesst

    ERZ Entsorgung + Recycling Zürich hat die Verbindung zwischen den Fernwärmenetzen Zürich-Nord und Zürich-West in Betrieb genommen. Am 31. Oktober wurden die Liegenschaften der Baugenossenschaft Oberstrass als erste daran angeschlossen. Insgesamt sollen durch die Versorgung zusätzlicher Quartiere laut einer Medienmitteilung der Stadt Zürich Tausende Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Dem Rahmenkredit für den Bau dieser 6,5 Kilometer langen Verbindungsleitung in Höhe von 330 Millionen Franken hatte die Zürcher Stimmbevölkerung im November 2018 mit 84,1 Prozent zugestimmt.

    Damit „setzen wir heute einen weiteren Meilenstein für Netto-Null“, wird Stadträtin Simone Brandner, die Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, zitiert. Sie rief in Erinnerung, dass der Anteil an Öl- und Gasheizungen in der Stadt Zürich noch immer 80 Prozent betrage: „Um unsere Klimaschutzziele umzusetzen, muss dieser Anteil massiv reduziert werden.“ Dazu werde der Ausbau der Fernwärmeversorgung „wesentlich beitragen“.

    Produziert wird die ERZ-Fernwärme den Angaben zufolge derzeit zu 70 Prozent mit CO2-neutraler Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Hagenholz und dem Holzheizkraftwerk Aubrugg. Der Verwertungsprozess von Kehricht gilt zu 50 Prozent als klimaneutral, weil der verbrannte Kehricht rund zur Hälfte aus biogenem Material besteht. Das bei der Verbrennung in der KVA entstehende CO2, jährlich rund 300’000 Tonnen, soll künftig abgeschieden, genutzt und gelagert werden. ERZ befasse sich als Industriepartner in einer grossangelegten Studie von Bund und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich „intensiv“ mit diesem Thema.

  • Schweiz braucht 87 Millionen Tonnen Material im Jahr

    Schweiz braucht 87 Millionen Tonnen Material im Jahr

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sind der Frage nachgegangen: Wie viel verbraucht die Schweiz? Zugrunde gelegt wurden die Massen- und Energieflüsse für das Jahr 2018. Daraus ergibt sich laut Medienmitteilung, dass der inländische Materialkonsum netto pro Jahr 87 Millionen Tonnen beträgt. Das ist die Masse an Material, um die Schweizer Volkswirtschaft am Laufen zu halten. Dazu gehören beispielsweise Gebäude, Strassen, Autos oder auch Strom.

    Als Beispiele für abfliessende Massen nennt die Mitteilung, dass 12 Millionen Tonnen in die endgültige Entsorgung gelangen. Der Export belief sich im Untersuchungsjahr 2018 auf 18 Millionen Tonnen. Ein Grossteil des zufliessenden Materials verbleibt im System und lässt das „Lager“ pro Jahr (Stand 2018) um 52 Millionen Tonnen wachsen. Das Gesamtgewicht des „Materiallagers“ der Schweiz umfasst rund 3,2 Milliarden Tonnen.

    Die Studie ist der vierte Teil des Projekts MatCH. Die Abkürzung steht für „Material- and energy resources and associated environmental impacts in Switzerland“ (Material- und Energieressourcen und damit verbundene Umweltauswirkungen in der Schweiz). Das Projekt wurde 2013 im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) lanciert und erstreckte sich über mehrere Etappen. Der erste Teil erfasste sämtliche Material- und Energieströme im Bausektor; der zweite deckte die Mobilität ab. Und Teil drei widmete sich der Produktion und dem Konsum der übrigen Güter, die eingeführt, im Inland gewonnen und exportiert werden.

    Die jetzt vorgelegte Arbeit ist Teil vier, der eine Synthese der Erkenntnisse aus den drei vorausgegangenen bringt. Zudem analysierte das Team, wie sich das Verhalten der Bevölkerung auf die Emission von Treibhausgasen auswirkt. Neben Pro-Kopf-Verbrauchsdaten haben die Forschenden auch das persönliche Verhalten analysiert. In der Mitteilung heisst es, wenn sich alle Einwohner so verhalten würden wie das Fünftel der Bevölkerung mit dem vorbildlichsten Lebensstil, liessen sich die gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz um 16 Prozent reduzieren. Würden sich hingegen alle wie das Fünftel mit dem unökologischsten Lebensstil verhalten, stiegen die Emissionen um 17 Prozent an.

  • «Die Stadt Zug soll grüner werden»

    «Die Stadt Zug soll grüner werden»

    Zur Person
    Eliane Birchmeier (FDP) ist seit Januar 2019 Stadträtin und Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug. Die 58-Jährige studierte Betriebswirtschaft, ist eidg. dipl. PR-Beraterin und hat 2005 die Birchmeier Communications AG mit Sitz in Zug gegründet. Sie war von 2004 bis 2017 Mitglied des Verwaltungsrats der Kursaal-Casino AG in und von 1992 bis 2004 Co-Inhaberin der C-Matrix Communications AG.

    Sie sind Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug. Wo sehen Sie Ihre Kernaufgaben?
    Eliane Birchmeier: Meine Kernaufgaben umfassen die klassischen Aufgabenbereiche des Bauwesens: Einerseits sind das Baubewilligungen sowie Bauvorhaben für stadteigene Vorhaben im Tief- und Hochbau. Andererseits befassen wir uns mit planerischen, gestalterischen und gesetzlichen Aspekten im Städtebau und in der Stadtplanung. Hierbei geht es um die künftige Entwicklung der Stadt Zug in städtebaulicher sowie in raumplanerischer Hinsicht mit Siedlung, Landschaft und Verkehr.

    Bis zum Jahr 2040 ist für die Stadt Zug ein Wachstum bei der Einwohnerzahl um rund 10’000 Personen prognostiziert. Welche baulichen Massnahmen sind geplant, um dieser Entwicklung gerecht zu werden?
    Das prognostizierte Wachstum ist abhängig von der Projektentwicklung privater Eigentümer und Investoren. In vielen Bereichen haben wir unsere Hausaufgaben bereits gemacht. Beispielsweise was Infrastrukturprojekte in den Bereichen Entwässerung, Energie und Entsorgung anbelangt. In der Bildung haben wir – wie auch andere Gemeinden in der Schweiz – einen gewissen Aufholbedarf. Gegenwärtig laufen verschiedene Planungen für erweiterte und neue Schulanlagen. Doch wir wollen in den kommenden Jahren auch die Grün- und Freiräume aufwerten sowie das Netz an Fuss- und Velowegen verbessern.

    Die Wirtschaft soll ebenfalls weiterwachsen. Wo sehen Sie für neue Geschäftsbauten das grösste Baupotenzial?
    Nach wie vor bestehen in verschiedenen ehemaligen Industrie- und Verdichtungsgebieten grosse Erweiterungspotenziale für Gewerbe und Dienstleistungen. Dazu zählen der Technologiecluster mit dem V-Zug-Areal, Verdichtungsgebiete östlich und westlich des Bahnhofs wie die Metalli, die Baarerstrasse West und das LG-Areal. Dazu kommen das Areal an der Aa II, das von den Zuger Verkehrsbetrieben entwickelt wird, das Hertizentrum und die äussere Lorzenallmend. In Zukunft werden diese Gebiete gemischte, urbane Nutzungen von Wohnen, Freizeit und Arbeiten bieten.

    Wo im Kanton finden sich noch grössere Landreserven?
    Das Wachstum in der Stadt Zug wird wie andernorts im Kanton schwergewichtig im Innern durch Verdichtung erfolgen. Dazu kommen wenige noch unverbaute Baugebiete wie die äussere Lorzenallmend, Gebiete in der Herti und im Unterfeld, im Lüssi/Göbli und in südlicher Richtung im Salesianum sowie in Oberwil. Eigentliche Einzonungen stehen im Rahmen der laufenden Ortsplanung nicht im Fokus.

    «Für das Gebiet Lüssi/Göbli und das Areal des Landhauses Salesianum rechnen wir demnächst mit Baugesuchen»

    Welche Projekte sind dort geplant?
    In der äusseren Lorzenallmend wird ein Bebauungsplan für ein Wohn- und Arbeitsgebiet erarbeitet und im Herti Süd einer für eine Wohnüberbauung. Im Herti Nord, im Unterfeld und im Spielhof sind aktuell keine Planungen im Gange. Im Lüssi/Göbli und im Salesianum bestehen rechtskräftige Bebauungspläne für Wohnüberbauungen. Hier rechnen wir in naher Zukunft mit Baugesuchen.

    Welches sind aktuell die wichtigsten Bauprojekte, die Sie begleiten?
    Stadteigene Vorhaben sind der Neubau des Recyclingcenters und des Ökihofs im Norden der Stadt. In Planung und Projektierung sind Schulanlagen auf dem ganzen Stadtgebiet. Für die Erweiterung des Strandbads startet in diesem Jahr der Projektwettbewerb, und im Sommer wird die Zuger Stimmbevölkerung über die neuen Notzimmer im Göbli-Quartier befinden können.

    Die Stadt Zug steht mitten im Ortsplanrevisionsprozess. Gibt es bereits eine erste Strategie zu Mobilität und Freiraum?
    Die räumliche Entwicklungsstrategie der Stadt wird in mehreren Etappen und Mitwirkungsschritten bis im Herbst 2021 erarbeitet. Erste Stossrichtungen aufgrund der fachlichen Grundlagen, der Bevölkerungsbefragung und der ersten Mitwirkungsphase zeichnen sich deutlich ab: Die Stadt soll grüner werden. Zudem soll ein vielfältiges sowie qualitativ hochstehendes Angebot an unterschiedlichen Freiräumen der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

    Was wünscht sich die Bevölkerung?
    Sie wünscht sich, dass das Mobilitätswachstum mittels Ausbau und Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs aufgefangen wird. Die Verkehrsführung im Zentrum soll vereinfacht und siedlungsverträglich gestaltet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt in der Optimierung des Pendlerverkehrs. Hier setzen wir in Zusammenarbeit mit dem Kanton und den Nachbargemeinden, aber auch mit Arbeitgebern, auf eine verstärkte Verlagerung hin zum bereits heute hervorragend ausgebauten ÖV und den nicht motorisierten Individualverkehr.

  • Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse habe das Ende seiner Lebensdauer erreicht und werde daher am 31. März stillgelegt, informiert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung. Das vom Werk Josefstrasse betreute Gebiet werde künftig über eine neue Verbindungsleitung mit Fernwärme aus dem Werk Hagenholz versorgt, heisst es dort weiter.

    Seit 2011 wurde das Heizkraftwerk Josefstrasse von der Stadt Zürich gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) betrieben. Dabei hatte die städtische Dienstabteilung ERZ Entsorgung + Recycling Zürich den operativen Betrieb verantwortet. EnBW war für die Beschaffung von Abfall im grenznahen Ausland zuständig. Für den gemeinsamen Betrieb des Kehrichtheizkraftwerks hatten die beiden Partner die Fernwärme Zürich AG (FWZ) gegründet.

    Mit der Stilllegung des Werks Josefstrasse beenden die beiden Partner nun ihre Zusammenarbeit. Wie zuvor vertraglich vereinbart, kauft die Stadt Zürich daher den von EnBW gehaltenen Anteil von 40 Prozent an der FWZ auf. Der Kaufpreis wird in der Mitteilung auf 480’000 Franken beziffert. Im Anschluss an die vollständige Übernahme durch die Stadt Zürich soll die FWZ liquidiert werden.