Schlagwort: Erdbebensicherheit

  • Forschung zu Erdbebensicherheit für Mehrgeschossbauten

    Forschung zu Erdbebensicherheit für Mehrgeschossbauten

    Forschende der Empa führen Praxistests zur Stabilität von mehrgeschossigen Holzbauten gegenüber Windstössen und kleineren Erdbeben durch. Die Ergebnisse sollen helfen, die Bauplanung vor allem bei immer beliebter werdenden und meist vier- bis fünfgeschossigen Holzbauten zu optimieren und die Gebäudesicherheit zu erhöhen, heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem sollen sie helfen, die Konkurrenzfähigkeit von Holz als nachhaltigem Baustoff für Mehrgeschossbauten steigern.

    Daher sei die Baubranche auf möglichst praxisnahe Daten hinsichtlich Steifigkeit, Grundschwingzeiten und Dämpfung angewiesen. Mit solchen Daten könne sichergestellt werden, dass genau die benötigte Menge an Material an den richtigen Stellen verbaut wird.

    Für ihre Untersuchung an einem realen Objekt setzt die Gruppe der Forschungsabteilung Ingenieurstrukturen einen hydraulischen Horizontalschwinger, einen sogenannten Shaker, ein. Er kann bis zu 1000 Kilogramm schwingende Masse kontrolliert in Bewegung versetzen. Die bisher ermittelten Daten liefern den Angaben zufolge nun Ergebnisse zu den dynamischen Eigenschaften eines mehrgeschossigen Holzbaus in hierzulande üblicher Bauweise.

    Bei einem Tag der offenen Tür am 14. September 2024 wird gezeigt, wie mit dem Shaker ein Tragwerksmodell in Schwingungen versetzt wird, die bei Erdbeben auftreten können. Am Modell wird sichtbar gemacht, wie die Gewichts- und Steifigkeitsverteilung im Tragwerk dessen Schwingungsverhalten beeinflussen.

  • Energieversorger investiert in klimafreundliche Schaltanlagen und Erdbebensicherheit

    Energieversorger investiert in klimafreundliche Schaltanlagen und Erdbebensicherheit

    Die Basler Energieversorgerin IWB verstärkt laut einer Medienmitteilung den wichtigsten Knotenpunkt des Basler Stromnetzes im Unterwerk Volta. Dort werde eine der grössten Schaltanlagen eines Schweizer Verteilnetzes ersetzt, heisst es weiter. Bis 2029 werde IWB sämtliche elektrischen Anlagen im Unterwerk Volta erneuern und das Gebäude auch erdbebensicher machen. Die neuen Schaltanlagen werden mit einem klimafreundlichen Isoliergas betrieben und mit zusätzlichen Transformatoren werde das Stromnetz verstärkt. Mit der Investition in die Erneuerung des Gebäudes und der Anlagen leiste IWB einen wichtigen Beitrag zur hohen Zuverlässigkeit der Basler Stromversorgung, heisst es weiter.

    Das Unterwerk Volta ist das grösste von sieben Unterwerken von IWB und fast 100 Jahre alt. Es wurde 1932 in Betrieb genommen. Durch das Unterwerk fliesst täglich rund ein Fünftel des Stroms von Basel, im Durchschnitt 600‘000 Kilowattstunden.

    Aktuell wird eine neue Schaltanlage eingebaut. Sie ersetzt die Schaltanlage des 145-Kilovolt-Netzes, die aus dem Jahr 1976 stammt. Sie wird aus elf Schaltfeldern zusammengesetzt und im Endausbau 16 Meter lang sein. IWB wird danach auch die Schaltanlage des 12-Kilovolt-Netzes ersetzen. Sie wird aus 78 Schaltfeldern bestehen und rund 60 Meter lang sein. Es werden laut IWB die grössten Schaltanlagen sein, die je in einem Schweizer Versorgungsnetz eingebaut wurden. Beide Schaltanlagen werden zudem mit einem klimafreundlichen Isoliergas ausgestattet sein.

    Im Unterwerk Volta stehen drei Transformatoren, die im Rahmen des Projekts revidiert werden. Zudem wird IWB zwei zusätzliche Transformatoren installieren. Die Gesamterneuerung des Unterwerks erfolgt im laufenden Betrieb.