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  • Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Am 25. April 2024 wurde der Innovaare Park, der grösste Innovationshub seiner Art, feierlich eröffnet. Bundesrat Guy Parmelin und weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Forschung, darunter der Vizepräsident des Aargauer Regierungsrates Dieter Egli und PSI-Direktor Prof. Dr. Christian Rüegg, nahmen an der Zeremonie teil. Der Park, der bereits zu 80 Prozent vermietet ist, dient als strategischer Knotenpunkt und grösster Mieter des angrenzenden Paul Scherrer Instituts.

    Dr. Christian Brönnimann, der Vorstandsvorsitzende von Park Innovaare, betonte die Bedeutung dieser Einrichtung: «Die offizielle Eröffnung des Park Innovaare ist das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Anstrengung vieler Beteiligter, einschliesslich Aktionäre, des Kantons, der Bundesregierung, Investoren und des PSI. Diese Zusammenarbeit hat einen zukunftsweisenden Treffpunkt für Industrie und Spitzenforschung geschaffen.»

    Der Park Innovaare bietet dank seiner direkten Nachbarschaft zum PSI und der Nutzung dessen Forschungsinfrastruktur ideale Voraussetzungen für den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Industrie. Er konzentriert sich auf Schlüsseltechnologien in den Bereichen Photonik und Quantentechnologien, Life Sciences, fortgeschrittene Fertigungstechnologien sowie Energie und Nachhaltigkeit.

    Andreas Rickenbacher, Präsident der Schweiz Innovation, erklärt die übergeordnete Vision: «Die Schweiz ist weltweit für ihre Innovationskraft bekannt. Park Innovaare spielt eine zentrale Rolle dabei, unsere akademischen Einrichtungen optimal mit der Wirtschaft zu vernetzen und so die Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen.»

    Park Innovaare hat bereits eine hohe Akzeptanz gefunden: «Wir haben bis jetzt 21 Unternehmen angezogen, darunter 15 Spin-offs von PSI, ETH oder FHNW, zwei Technologietransferzentren und mehrere grosse internationale Firmen», so Robert Rudolph, CEO von Park Innovaare. Mit einer aktuellen Auslastung von etwa 80 Prozent zeigt sich der Park bereits kurz nach der Eröffnung von seiner besten Seite und blickt optimistisch in die Zukunft.

  • Eine niedrige Data Literacy und geringe Datenmaturität als Hindernisse für den digitalen Fortschritt der Immobilienwirtschaft

    Eine niedrige Data Literacy und geringe Datenmaturität als Hindernisse für den digitalen Fortschritt der Immobilienwirtschaft

    Die Digital Real Estate Umfrage 2023 zeigt, dass die Digitalisierungsreife von Immobilienunternehmen in Deutschland und der Schweiz mäßig steigt. Der Index misst, in welchem Ausmaß sich die Marktteilnehmerinnen mit der Digitalisierung auseinandersetzen und wie weit sie bereits Maßnahmen ergriffen und umgesetzt haben. Der Digital Real Estate Index über den gesamten Markt liegt bei 4,7, was einer Zunahme von 0,2 Punkten zum Vorjahr entspricht. Während der Schweizer Index leicht ansteigt, fällt der Index von Deutschland um 0,1 Punkte auf 4,8.

    Die Einschätzung digitaler Technologien stagniert seit Jahren und entwickelt sich demnach nur langsam. Zwar werden alle Technologien häufiger eingesetzt, die Zunahme und die Erwartungen an den Nutzen sind jedoch eher moderat. Mit Ausnahme von «Decentralized Energy Technologies», die aufgrund der drohenden Energiemangellage einen Schub erfahren haben.

    Teuerung hemmt digitale Investitionen
    Auch die Entwicklung der digitalen Reife der verschiedenen Rollen in der Branche verläuft weiterhin gleichmäßig. Die FM-Dienstleister haben einen höheren Reifegrad in Bezug auf die digitale Transformation als andere Marktteilnehmerinnen, die steigende Teuerung aber setzt diese offenbar so unter Druck, dass die Investitionen drastisch reduziert werden mussten. Planerinnen und Bauunternehmer investieren hingegen stärker in Innovation und Digitalisierung, besonders aufgrund des verstärkten Einsatzes von BIM in der Projektierung. Zwei Drittel der Unternehmen geben mehr als 1 Prozent ihres jährlichen Umsatzes für Innovation und Digitalisierung aus, wobei kleine Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitenden anteilsmäßig mehr investieren als mittlere und große Unternehmen. Große Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden haben eine höhere digitale Reife als KMUs.

    «Vergleicht man die Investitionen in Prozent des jährlichen Umsatzes über alle Unternehmensgrößen mit den Umsätzen der Bau- und Immobilienwirtschaft im engeren Sinne, ergibt sich daraus eine beträchtliche Summe im Milliardenbereich, welche in der Branche für Innovation und Digitalisierung aufgewendet werden», erklärt Rebekka Ruppel, CEO von pom+Deutschland. «Da fragt man sich, warum der digitale Reifegrad nicht schneller ansteigt.»

    Unausgereifte Datenkompetenzen als größte Herausforderung
    Eine mögliche Erklärung dafür ist die geringe Datenmaturität in Verbindung mit einer niedrigen Data Literacy, also Datenkompetenz. Die Umfrage zeigt, dass Data Analytics nur von einem Viertel der Befragten eingesetzt wird und dass die meisten mit Pilotprojekten oder Wissensaufbau beschäftigt sind (38 % der Befragten). Nur 4 Prozent nutzen die Technologie bereits im Tagesgeschäft. Die Ergebnisse zeigen, dass Data Analytics auf mehr Bereiche einer Unternehmung einen positiven Einfluss hat als erwartet- insbesondere im Investitions-, Portfolio- und Assetmanagement. Verbesserte Reportings gelten als größter Nutzen, während die mangelnde Qualität der Datenbasis und das fehlende Know-how im Umgang mit Daten als größte Herausforderungen angesehen werden.

    «Das Bewusstsein für Daten als Asset hat sich in der Bau- und Immobilienwirtschaft noch nicht durchgesetzt. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Datenarchitekturen im äußerst heterogenen Umfeld mit stark fragmentierten Prozessen und unterschiedlichen Beteiligungsgruppen sehr komplex. Hier ist eine klare und transparente Kommunikation in Verbindung mit einer strukturierten Data Governance notwendig, um ein besseres Verständnis für Daten zu schaffen», erklärt Rebekka Ruppel.

    Der Reifegrad der Digitalisierung in der Branche hängt nicht nur von technischen Möglichkeiten ab, sondern auch von Erfahrungen, Kompetenzen und Know-how. Unternehmen sollten sich auf den Ausbau und die Pflege von Partnernetzwerken sowie übergreifende Geschäftsmodelle konzentrieren, um von der Einzelleistung hin zu einer gemeinsamen Entwicklung zu kommen. Der Datenaustausch über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg wird voraussichtlich rasant zunehmen, daher sollten Unternehmen das Bewusstsein für Daten stärken.