Schlagwort: Erhaltung

  • Der 24. Bericht der Zürcher Denkmalpflege

    Der 24. Bericht der Zürcher Denkmalpflege

    Die kantonale Denkmalpflege Zürich hat mit ihrem 24. Bericht eine detaillierte Dokumentation ihrer Arbeit der letzten Jahre veröffentlicht, die wichtige Einblicke in die Restaurierung von Baudenkmälern über das gesamte Kantonsgebiet bietet. Dieser Band beinhaltet 34 ausführlich beschriebene Texte über einzelne Gebäude und Ensembles, die eine Zeitspanne von mehr als 700 Jahren Baukultur umfassen. Die ausgewählten Projekte illustrieren die typologische Vielfalt und die regionale Verbreitung der Denkmäler in Zürich.

    Besonders bemerkenswert in diesem Bericht ist die Zunahme von Projekten aus dem 20. Jahrhundert, darunter markante Bauwerke wie das Tibetinstitut in Zell, die Umgebungsgestaltung des Wintowers in Winterthur und der Pavillon Le Corbusier in Zürich. Der Bericht stellt auch eine Reihe von Bildungs- und Gaststättenbauten sowie landwirtschaftlich genutzte Strukturen vor, die charakteristisch für die regionale Architektur sind.

    Zu den herausragenden Beispielen gehören die Burgruine Alt-Wülflingen bei Winterthur, das Zunfthaus «Zur Meisen» und das Gesellschaftshaus der «Schildner zum Schneggen» in Zürich sowie das historistische Schloss Wart in Neftenbach. Auch zwei Villenbauten mit umfangreichen Parkanlagen in Horgen und Männedorf sind Teil des Berichts.

    Die Dokumentation jedes Objekts im Bericht umfasst eine Zeittafel der Baugeschichte, detaillierte Beschreibungen der durchgeführten Massnahmen sowie umfangreiche bildliche Darstellungen. Ergänzt wird der Bericht durch zwei einführende Artikel, die sich mit liturgischen Objekten in Dielsdorf sowie Innovationen im Holzbau im frühen 20. Jahrhundert im Kanton Zürich auseinandersetzen. Diese Artikel beleuchten den Einfluss des Ingenieurbaus auf die Architektur und die Bedeutung des Bauens mit Holz während einer Zeit grosser technischer und kultureller Veränderungen.

    Abschliessend enthält der Bericht etwa 90 Kurzberichte zu denkmalpflegerisch begleiteten Renovationen, die die Bandbreite und Tiefe der denkmalpflegerischen Tätigkeiten im Kanton Zürich verdeutlichen. Der 24. Bericht der Zürcher Denkmalpflege bietet somit eine wertvolle Ressource für Fachleute in der Denkmalpflege, Architektur und Stadtplanung sowie für alle, die sich für die Erhaltung des kulturellen Erbes interessieren.

  • Wie entwickelt man klimaneutrale Immobilien?

    Wie entwickelt man klimaneutrale Immobilien?

    Die Division Implenia Real Estate hat 36 eigene Entwicklungsprojekte in der Schweiz untersucht, um der Frage auf den Grund zu gehen, wie klimaneutrale Gebäude realisiert werden können. Aus dieser Studie lassen sich die wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ableiten, hinsichtlich der Emissionen während der Erstellung sowie im Betrieb. Diese Einflussfaktoren sind in ein White Paper eingeflossen.

    Die Immobilienbranche ist für rund 36 % des Primärenergieverbrauchs und 37 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um das im Pariser Abkommen festgelegte 1,5-Grad-Ziel bis 2050 zu erreichen und die globalen Treibhausgasemissionen zu reduzieren, muss Dekarbonisierung bei der Entwicklung wie beim Bau von Immobilien gleichermassen in den Mittelpunkt rücken.

    Die Analyse der Immobilien-Entwicklungsprojekte hat gezeigt, dass die wirksamsten Hebel zur Dekarbonisierung in der frühen Planungsphase zu finden sind, beginnend mit der Standortwahl. Wenn die Standortbedingungen aus Sicht der erneuerbaren Energien ungünstig sind, ist es viel schwieriger, eine Netto-Nullnutzung zu erreichen. Frühzeitig festgelegte Gebäudeparameter wie Form, Kompaktheit, Ausrichtung, Unterkellerung und Tragstruktur haben ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Emissionsziele.

    «Mit der richtigen Kombination aus Standort, Design, dem Einsatz erneuerbarer Energien, intelligenten Systemen und ökologischen Materialien entwickeln wir Gebäude, in denen künftige Generationen nachhaltig wohnen und arbeiten können», sagt Marc Lyon, Head Real Estate Development Schweiz bei Implenia.

    Weitere Infos unter implenia.com/net-zero/

  • Unter Wachstumsdruck

    Unter Wachstumsdruck

    Das Problem ist erkannt: Mehr Menschen, die gleichzeitig immer mehr Wohnfläche pro Kopf wollen. Bis 2040 sollen in der Schweiz gemäss Bundesamt für Statistik exakt 10’015’400 Einwohnerinnen und Einwohner leben. Der Raum ist knapp. Lösungen für eine nachhaltige und qualitätsvolle Siedlungsentwicklung sind weder einfach, noch sind sie kurzfristig zu realisieren. 

    Andres Herzog, Architekt und Redaktor der Zeitschrift Hochparterre, zeigt in seinem Artikel anhand von Beispielen aus der Stadt, Agglomeration und dem Dorf auf, wie eine höhere Dichte möglich ist und gleichzeitig baukulturelle Qualitäten erhalten und neu geschaffen werden können. Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter AG, betont die Bedeutung einer parzellenübergreifenden Stadtplanung. Der Wirtschaftswissenschafter und Glücksforscher Mathias Binswanger plädiert im Interview für Mässigung und damit weniger Wohnfläche pro Kopf. Er sagt aber auch klipp und klar: Ohne Wachstum laufen wir direkt in die Krise. 

    Während Jahrzehnten haben wir uns geübt im Bauen auf der grünen Wiese. Das ging insbesondere in Zeiten tiefer Zinsen einfach und schnell. Die Konsequenzen im Raum sind augenfällig und schmerzhaft. Von dieser Kultur des Bauens müssen wir wegkommen. Verdichten heisst nicht Tabula rasa. Bauen im Bestand, also dort bauen und erhalten, wo bereits viele Menschen leben und sich wohl fühlen, ist die neue Disziplin. Qualitätsvolle Innenentwicklung wird zum Massstab aller Bau- und Planungsämter. Dazu 

    gehört auch ein achtsamer Umgang mit schützenswerten Bauten und Freiräumen, denn ein solcher schafft im besten Falle mehr Lust auf Dichte.

  • Ferien im Baudenkmal in den Naturpärken der Schweiz

    Ferien im Baudenkmal in den Naturpärken der Schweiz

    Die Schweizer Pärke schätzen und achten Natur und Landschaft als Lebensgrundlage. Sie engagieren sich für eine reiche Biodiversität, eine hohe Landschaftsqualität und die Energiewende. Gleichzeitig setzen sie sich für die Erhaltung des kulturellen Erbes ein und entwickeln touristische Angebote, welche die Wertschöpfung in den Regionen erhöhen. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal setzt sich für den sinnvollen Fortbestand bestehender Bauten und Kulturlandschaften ein. Mit jedem geretteten Haus sensibilisiert sie ihre Feriengäste für Themen der nachhaltigen Baukultur.

    Die gemeinsamen Werte der Nachhaltigkeit sind der Grund, für die kommunikative Vernetzung der beiden Institutionen. Zurzeit befinden sich 22 Baudenkmäler der Stiftung in zwölf Schweizer Pärken. Dank der gegenseitigen Kommunikation finden sich Feriengäste vor Ort leichter zurecht und können ausgehend von den Baudenkmälern die regionale Baukultur und Natur hautnah erleben.

    Im Rahmen der Kooperation soll das Angebot der Stiftung Ferien im Baudenkmal in den Pärken aktiv erweitert werden. Sanfter Tourismus fördert das Bewusstsein und das Engagement für das kulturelle Erbe.

    Entdecken Sie alle Naturpärke, in denen Sie gleichzeitig auch Ferien im Baudenkmal verbringen können. Während dem Aufenthalt in den Baudenkmälern lassen sich Ausflüge zu allen Sehenswürdigkeiten der Pärke unternehmen. Erleben Sie die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Schweiz.