Schlagwort: Erholungsraum

  • Das Projekt «Louelipark» als Leitstern in Heimberg

    Das Projekt «Louelipark» als Leitstern in Heimberg

    Nach der Stilllegung des Rigips-Areals in Heimberg öffnet sich eine seltene Gelegenheit zur Neugestaltung. Das Projekt «Louelipark» nimmt diese Chance wahr und zielt auf ein ausgewogenes Quartier, das Wohn-, Gewerbe- und Freiräume intelligent kombiniert, wodurch Heimberg an Attraktivität und Mehrwert gewinnt.

    Hinter dem ambitionierten Vorhaben stehen die Berner Pensionskasse und die Frutiger AG. Ihre Vision? Die Transformation des ehemaligen Industrieareals in bis zu 300 Wohneinheiten, ergänzt durch Gewerbeflächen, die insgesamt ca. 4.000 Quadratmeter umfassen und Platz für etwa 100 Arbeitsstellen bieten. Obwohl der Schwerpunkt nicht auf Handelsbetrieben liegt, werden Handwerksunternehmen, Büros und produzierende Gewerbebetriebe in den Räumlichkeiten eine neue Heimat finden.

    Die strategische Lage des Areals, nur einen Steinwurf vom Heimberger Bahnhof entfernt und direkt an der Stockhornstrasse gelegen, stellt sowohl für Anwohner als auch für Geschäftstreibende eine unschlagbare Lage dar. Dank seinen grosszügigen Aussenräumen und den unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten weist das Quartier Zentrumsqualität auf und stellt damit einen Mehrwert für die Nachbarschaft und die ganze Gemeinde dar. Das Herzstück bildet der grosse Quartierpark, der zwischen dem Gewerbebau und den Wohnbauten liegt. Entlang des Loueligrabens bietet er Erholungsraum, Spielflächen und Plätze zum Verweilen. Das durchlässige und grüne Quartier bietet seinen Bewohnenden höchste Lebensqualität und ein naturnaher Lebensraum für Tiere. Im Betrieb nutzt der Louelipark erneuerbare Ressourcen, Photovoltaikanlagen produzieren vor Ort Strom und die Wärme wird aus dem Grundwasser gewonnen.

    Weiter hervorzuheben ist der partizipative Ansatz: In der Phase der öffentlichen Mitwirkung konnten diverse Stakeholder ihre Meinungen und Anregungen in den Planungsprozess miteinbringen.

    Die kantonale Vorpüfung ist der kommende Planungsschritt. Voraussichtlich im Sommer 2024 wird das Projekt öffentlich aufgelegt. Die anschliessende Abstimmung über die Überbauungsordnung ist ca. im Frühjahr 2025 vorgesehen. Der «Louelipark» markiert einen Meilenstein in Heimbergs Entwicklung, wobei eine hohe Lebensqualität und nachhaltige Werte im Mittelpunkt stehen.

    Insgesamt verdeutlicht das Projekt einen fortschrittlichen Ansatz in der Gemeindeentwicklung von Heimberg, indem es Wohn-, Gewerbe- und Freiflächen ideal miteinander verknüpft und so zur Steigerung der allgemeinen Lebensqualität beiträgt.

  • Schänzli-Areal: Siegerprojekt liegt vor

    Schänzli-Areal: Siegerprojekt liegt vor

    Die Gemeinde Muttenz verfolgt im Gebiet Hagnau-Schänzli seit Jahren konsequent die Strategie, Siedlung und Landschaft gemeinsam zu entwickeln. Die Stimmbevölkerung honorierte dieses Vorgehen und beschloss 2018 die drei zusammenhängenden Quartierplanungen Schänzli, Hagnau Ost und Hagnau West. «Damit wir die hohe planerische Sorgfalt weiterführen und ein gestalterisch, ökologisch und gewässerbaulich beispielhaftes Schänzli-Projekt in Angriff nehmen können, lancierten wir einen Studienauftrag», erklärt Gemeinderat Thomi Jourdan, Vorsteher Departement Hochbau und Planung. Von Oktober 2022 bis März 2023 erarbeiteten fünf ausgewählte Teams mit unterschiedlichen Fachpersonen der Bereiche Landschaftsarchitektur, Ökologie und Wasserbau sehr unterschiedliche Vorschläge, wie das Schänzli künftig aussehen, funktionieren und gepflegt werden könnte. «Ich freue mich, dass sich die Jury, in der auch die Gemeinde vertreten war, mit «Aqua fera» einstimmig für das überzeugendste dieser Projekte entschieden hat», sagt Jourdan. Es stammt aus der Feder des Teams Berchtold.Lenzin Landschaftsarchitekten GmbH, Basel, Versaplan GmbH, Zürich sowie Holinger AG, Basel/Bern und soll nun weiterbearbeitet bzw. zur Ausführung gebracht werden. Die Umsetzung wird massgeblich über eine privatrechtlich vereinbarte Infrastrukturabgabe der Hagnau-Eigentümerschaft finanziert. Das rund 74’000 Quadratmeter umfassende Areal selbst übernahm die Gemeinde vom Kanton im Baurecht. 

    Wilde Wasser, erlebbare Natur 
    «Aqua fera» bedeutet «wilde Wasser» und der Name ist Programm: Das Projekt befreit die Birs aus ihrem engen Korsett und gibt ihr möglichst viel Gestaltungsfreiheit zurück. «Toll ist, dass wir endlich auch in Muttenz einen attraktiven Bade- und Spielzugang an die Birs erhalten», freut sich Jourdan. Gleichwohl werde der Grundwasserschutz garantiert und auf die Bedürfnisse der Fische eingegangen. Für letztere entstehen u. a. abgeschirmte Flachwasserzonen und eine Niederwasserrinne, die ihre Vernetzung auch in den Sommermonaten sicherstellt. «Entlang dieser Auenlandschaft reihen sich unterschiedliche Zonen an- und nebeneinander. Ihre Nutzungsintensität wird dank einer clever gewählten Gliederung und Bepflanzung subtil gesteuert», erklärt Jourdan. Im Nordteil, bei der Tramschlaufe, ist mit einer Buvette aus Stampflehm, WC-Anlagen und einer Fläche für Kleinveranstaltungen durchaus eine grössere Anzahl von Besuchenden willkommen. Gegen Süden und das Schutzgebiet «Vogelhölzli» hin soll sich deren Verteilung langsam ausdünnen. Dafür sorgt auch eine klare Besucherlenkung, die beispielsweise über Holzstege und geordnete Asthaufen («Benjeshecken») erfolgt. Dadurch werden ökologisch wertvolle Flächen geschützt und es bleiben trotz naturdominiertem Bereich faszinierende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt möglich.  

    Bevölkerung miteinbeziehen
    Sowohl für Mensch und Tier sorgt ein zur Autobahn hin sanft aufsteigender Wall für Lärmschutz.Neben der Erschliessung über die bestehende Velobrücke und von den Hagnau-Arealen her, könnte über diese Anhöhe auch eine neue Verbindung in das Käppeli-Quartier entstehen. Doch bis es so weit ist, steht noch einiges an Planungsarbeit an. «Dazu werden wir die Bevölkerung und Interessenvertretungen, wie bereits im Quartierplanungsprozess, miteinbeziehen», versichert Jourdan. In einem ersten Schritt präsentiert der Gemeinderat der Öffentlichkeit dafür am 25. Mai 2023 die detaillierten Ergebnisse der Projektstudie und legt der Gemeindeversammlung am 13. Juni 2023 einen Planungskredit über CHF 975’000 vor.

    Die Gemeinde Muttenz verfolgt im Gebiet Hagnau-Schänzli seit Jahren konsequent die Strategie, Siedlung und Landschaft gemeinsam zu entwickeln. Die Stimmbevölkerung honorierte dieses Vorgehen und beschloss 2018 die drei zusammenhängenden Quartierplanungen Schänzli, Hagnau Ost und Hagnau West. «Damit wir die hohe planerische Sorgfalt weiterführen und ein gestalterisch, ökologisch und gewässerbaulich beispielhaftes Schänzli-Projekt in Angriff nehmen können, lancierten wir einen Studienauftrag», erklärt Gemeinderat Thomi Jourdan, Vorsteher Departement Hochbau und Planung. Von Oktober 2022 bis März 2023 erarbeiteten fünf ausgewählte Teams mit unterschiedlichen Fachpersonen der Bereiche Landschaftsarchitektur, Ökologie und Wasserbau sehr unterschiedliche Vorschläge, wie das Schänzli künftig aussehen, funktionieren und gepflegt werden könnte. «Ich freue mich, dass sich die Jury, in der auch die Gemeinde vertreten war, mit «Aqua fera» einstimmig für das überzeugendste dieser Projekte entschieden hat», sagt Jourdan. Es stammt aus der Feder des Teams Berchtold.Lenzin Landschaftsarchitekten GmbH, Basel, Versaplan GmbH, Zürich sowie Holinger AG, Basel/Bern und soll nun weiterbearbeitet bzw. zur Ausführung gebracht werden. Die Umsetzung wird massgeblich über eine privatrechtlich vereinbarte Infrastrukturabgabe der Hagnau-Eigentümerschaft finanziert. Das rund 74’000 Quadratmeter umfassende Areal selbst übernahm die Gemeinde vom Kanton im Baurecht. 

    Wilde Wasser, erlebbare Natur 
    «Aqua fera» bedeutet «wilde Wasser» und der Name ist Programm: Das Projekt befreit die Birs aus ihrem engen Korsett und gibt ihr möglichst viel Gestaltungsfreiheit zurück. «Toll ist, dass wir endlich auch in Muttenz einen attraktiven Bade- und Spielzugang an die Birs erhalten», freut sich Jourdan. Gleichwohl werde der Grundwasserschutz garantiert und auf die Bedürfnisse der Fische eingegangen. Für letztere entstehen u. a. abgeschirmte Flachwasserzonen und eine Niederwasserrinne, die ihre Vernetzung auch in den Sommermonaten sicherstellt. «Entlang dieser Auenlandschaft reihen sich unterschiedliche Zonen an- und nebeneinander. Ihre Nutzungsintensität wird dank einer clever gewählten Gliederung und Bepflanzung subtil gesteuert», erklärt Jourdan. Im Nordteil, bei der Tramschlaufe, ist mit einer Buvette aus Stampflehm, WC-Anlagen und einer Fläche für Kleinveranstaltungen durchaus eine grössere Anzahl von Besuchenden willkommen. Gegen Süden und das Schutzgebiet «Vogelhölzli» hin soll sich deren Verteilung langsam ausdünnen. Dafür sorgt auch eine klare Besucherlenkung, die beispielsweise über Holzstege und geordnete Asthaufen («Benjeshecken») erfolgt. Dadurch werden ökologisch wertvolle Flächen geschützt und es bleiben trotz naturdominiertem Bereich faszinierende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt möglich.  

    Bevölkerung miteinbeziehen 
    Sowohl für Mensch und Tier sorgt ein zur Autobahn hin sanft aufsteigender Wall für Lärmschutz.Neben der Erschliessung über die bestehende Velobrücke und von den Hagnau-Arealen her, könnte über diese Anhöhe auch eine neue Verbindung in das Käppeli-Quartier entstehen. Doch bis es so weit ist, steht noch einiges an Planungsarbeit an. «Dazu werden wir die Bevölkerung und Interessenvertretungen, wie bereits im Quartierplanungsprozess, miteinbeziehen», versichert Jourdan. In einem ersten Schritt präsentiert der Gemeinderat der Öffentlichkeit dafür am 25. Mai 2023 die detaillierten Ergebnisse der Projektstudie und legt der Gemeindeversammlung am 13. Juni 2023 einen Planungskredit über CHF 975’000 vor.